ETF-Musterportfolios: Beispiele für den Aufbau deines Depots

Ein ETF-Musterportfolio zeigt dir beispielhaft, wie sich verschiedene Anlagebausteine kombinieren und gewichten lassen. Vergleiche einfache Depotmodelle, verstehe ihre Unterschiede und erfahre, worauf es bei Risikostreuung und Pflege ankommt. So erhältst du Orientierung für eine Aufteilung, die zu deinen Zielen, deinem Anlagezeitraum und deiner Risikobereitschaft passt.

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ETF-Musterportfolios: Acht Beispiele für den Aufbau deines Depots

Ein ETF-Musterportfolio zeigt dir, wie sich verschiedene Anlagebausteine kombinieren und gewichten lassen. Es hilft dir, die Unterschiede zwischen einem aktienbetonten Depot und einer Mischung aus Aktien, Anleihen oder Bankguthaben zu verstehen. Eine fertige Vorlage ersetzt jedoch nicht die Frage, welche Aufteilung zu deiner finanziellen Situation passt.

Die folgenden acht Modelle sind vereinfachte Beispiele zur Orientierung und keine persönliche Anlageempfehlung. Ihre Prozentangaben beziehen sich jeweils auf den dargestellten Anlagebetrag. Eine Rücklage für unerwartete Ausgaben solltest du unabhängig davon einplanen. Konkrete ETF-Produkte wählst du erst aus, wenn deine grundlegende Aufteilung feststeht.

Erst die Vermögensaufteilung, dann die ETF-Auswahl

Bevor du einzelne ETFs vergleichst, solltest du entscheiden, welchen Anteil deines Geldes du Kursschwankungen aussetzen möchtest und kannst. Diese Aufteilung auf Anlageklassen wird als Asset Allocation bezeichnet. Anlagezeitraum, finanzielle Ziele und Risikotoleranz sind dafür zentrale Ausgangspunkte. Investor.gov

Unterscheide dabei zwischen deiner Bereitschaft, Verluste auszuhalten, und deiner finanziellen Fähigkeit dazu. Geld für eine baldige Anschaffung hat andere Anforderungen als Kapital, das langfristig investiert bleiben kann. Der Artikel zum Erstellen deines Risikoprofils hilft dir bei dieser Einordnung.

Auch die Anzahl der ETFs ist kein Qualitätsmaßstab. Ein breit aufgestellter Aktien-ETF kann mehr Unternehmen und Länder abdecken als mehrere eng ausgerichtete Themenfonds. Entscheidend ist, was tatsächlich enthalten ist.

Die acht Musterportfolios im Überblick

Modell Beispielhafte Aufteilung Wesentlicher Unterschied
Anleihenbetont 30 % globale Aktien, 70 % Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit und hoher Bonität Geringerer Aktienanteil, weiterhin Anleihenrisiken
Aktien und Bankguthaben 60 % globale Aktien, 40 % Tagesgeld Kombination aus Aktienanlage und verfügbarem Bankguthaben
Aktienbetont 80 % globale Aktien, 20 % Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit und hoher Bonität Aktien bestimmen die Entwicklung weitgehend
Reines Aktienportfolio 100 % globaler Aktien-ETF Einfacher Aufbau mit vollständig getragenem Aktienmarktrisiko
Industrieländer und Schwellenländer 70 % Industrieländer, 30 % Schwellenländer Eigene regionale Gewichtung
Ausschüttungsorientiert 60 % globale Aktien, 20 % Dividendenaktien, 20 % Euro-Anleihen hoher Bonität Ausschüttende Anteilsklassen und bewusster Dividenden-Schwerpunkt
Core-Satellite 70 % globale Aktien, 20 % Tagesgeld, 10 % Themen-ETF Breiter Kern mit begrenzter thematischer Beimischung
Mit Nachhaltigkeitskriterien 60 % globale Aktien mit Nachhaltigkeitsfiltern, 40 % Euro-Anleihen hoher Bonität mit entsprechenden Kriterien Auswahlregeln zusätzlich zur Vermögensaufteilung

Die Modelle sind keine Rangfolge. Auch Bezeichnungen wie „anleihenbetont“ oder „aktienbetont“ beschreiben zunächst nur die Zusammensetzung. Das tatsächliche Risiko hängt von den ausgewählten Produkten ab.

1. Anleihenbetontes Musterportfolio

Beispiel: 30 % globale Aktien und 70 % Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit und hoher Bonität.

Dieses Modell veranschaulicht ein Depot, bei dem Aktien einen kleineren Anteil ausmachen. Der Anleihenbaustein soll die Abhängigkeit von Aktienkursen begrenzen. Dafür kommt es wesentlich darauf an, welche Anleihen der ETF enthält.

Ein Fonds mit lang laufenden Staatsanleihen kann deutlich auf Zinsänderungen reagieren. Auch Staatsanleihen sind nicht frei von Ausfallrisiken. Kurze Restlaufzeiten und eine hohe Kreditqualität verändern das Risikoprofil, beseitigen mögliche Verluste aber nicht. Grundsätzlich können steigende Marktzinsen die Kurse bestehender festverzinslicher Anleihen belasten. Investor.gov

Ein Anleihen-ETF ist deshalb kein Ersatz für garantiert verfügbares Bankguthaben. Für Geld, das du zu einem festen Zeitpunkt vollständig benötigst, musst du mögliche Kursschwankungen besonders berücksichtigen.

2. Musterportfolio aus Aktien und Bankguthaben

Beispiel: 60 % globaler Aktien-ETF und 40 % Tagesgeld.

Dieses Modell trennt zwei Aufgaben: Der Aktienanteil bietet Beteiligung an der Entwicklung börsennotierter Unternehmen. Das Tagesgeld bildet einen verfügbaren Baustein ohne börsentägliche Kursschwankungen.

Bei Tagesgeld sind die Bedingungen und Grenzen der Einlagensicherung zu beachten. Außerdem kann seine Kaufkraft sinken, wenn die Verzinsung unter der Inflation liegt.

Wie stark der Aktienanteil das Gesamtvermögen beeinflusst, zeigt eine vereinfachte Rechnung: Bei 10.000 Euro Anlagebetrag entfallen 6.000 Euro auf Aktien und 4.000 Euro auf Tagesgeld. Fällt ausschließlich der Aktienanteil um 40 Prozent, sinkt der Gesamtwert auf 7.600 Euro. Das entspricht einem Verlust von 24 Prozent. Zinsen, Kosten und Steuern sind dabei nicht berücksichtigt.

3. Aktienbetontes Musterportfolio

Beispiel: 80 % globale Aktien und 20 % Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit und hoher Bonität.

Bei dieser Aufteilung prägt die Aktienentwicklung das Ergebnis deutlich stärker. Der kleinere Anleihenanteil verändert die Zusammensetzung, kann größere Aktienverluste aber nur begrenzt abfedern. Zeitweise können zudem beide Bausteine gleichzeitig fallen.

Ein solches Modell macht deutlich, warum ein langer Anlagezeitraum allein nicht genügt: Du musst zwischenzeitliche Verluste auch finanziell und emotional tragen können. Eine bestimmte Erholungsdauer lässt sich nicht zusagen.

Prüfe außerdem, ob ein hoher Aktienanteil tatsächlich zu deinen Zielen passt. Der Wunsch nach einer hohen Rendite erhöht nicht automatisch deine Fähigkeit, Verluste auszuhalten.

4. Einfaches Musterportfolio mit einem globalen Aktien-ETF

Beispiel: 100 % eines breit aufgestellten globalen Aktien-ETFs.

Ein Aktienportfolio muss nicht aus vielen Fonds bestehen. Ein ETF auf einen umfassenden Index kann bereits zahlreiche Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern bündeln. Welche Märkte und Unternehmensgrößen enthalten sind, hängt vom Index ab.

Der geringe Verwaltungsaufwand darf allerdings nicht mit geringem Anlagerisiko verwechselt werden. Ein Portfolio aus nur einem breit gestreuten Aktien-ETF bleibt vollständig den Risiken des Aktienmarktes ausgesetzt. Eine separate Rücklage ändert daran nichts, hilft aber dabei, unerwartete Ausgaben ohne Wertpapierverkauf zu finanzieren.

Vergleiche vor der Auswahl die globalen Aktienindizes. Ein Index für Industrieländer hat eine andere Abdeckung als ein Index, der zusätzlich Schwellenländer berücksichtigt.

5. Musterportfolio aus Industrieländern und Schwellenländern

Beispiel: 70 % Aktien aus Industrieländern und 30 % Aktien aus Schwellenländern.

Mit zwei getrennten Bausteinen kannst du das Verhältnis zwischen Industrie- und Schwellenländern selbst bestimmen. Die bekannte Aufteilung von 70 zu 30 ist dabei eine frei gewählte Strategie, keine allgemeingültige Idealverteilung und keine feste Abbildung der Weltwirtschaft.

Das Modell bleibt zu 100 Prozent in Aktien investiert. Ein zusätzlicher Schwellenländer-ETF ist daher kein defensiver Baustein. Er verändert vor allem die regionalen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten.

Bei der Zusammenstellung solltest du prüfen, ob die verwendeten Indizes dieselbe Länderklassifikation nutzen. Unterschiedliche Einordnungen können zu Überschneidungen oder Lücken führen. Mehr dazu erfährst du im Artikel zur regionalen Gewichtung im ETF-Portfolio.

6. Ausschüttungsorientiertes Musterportfolio

Beispiel: 60 % breit gestreute globale Aktien, 20 % globale Dividendenaktien und 20 % Euro-Anleihen hoher Bonität – jeweils über ausschüttende ETFs.

Dieses Modell stellt laufende Ausschüttungen in den Vordergrund. Der Dividendenbaustein setzt zusätzlich einen Schwerpunkt auf bestimmte Unternehmen und kann sich mit dem breiten Aktien-ETF überschneiden. Er ist daher eine bewusste Gewichtung innerhalb des Aktienanteils.

Ausschüttungen sind weder garantiert noch ein zusätzlicher Gewinn unabhängig von der Wertentwicklung. Für dein Ergebnis zählen Kursentwicklung und Ausschüttungen zusammen, abzüglich Kosten und Steuern.

Auch ein ausschüttungsorientiertes Depot liefert nicht automatisch jeden Monat einen passenden Betrag. Zahlungstermine und Ausschüttungshöhen können schwanken. Für regelmäßige Ausgaben benötigst du deshalb eine gesonderte Liquiditätsplanung. Die Grundlagen erläutert der Beitrag zu Dividenden-ETFs.

7. Core-Satellite-Portfolio mit einer Themenbeimischung

Beispiel: 70 % globale Aktien, 20 % Tagesgeld und 10 % eines Themen-ETFs.

Beim Core-Satellite-Prinzip bildet ein breiter Kern die Grundlage. Eine kleinere Beimischung setzt einen zusätzlichen Schwerpunkt, beispielsweise auf eine Branche oder ein bestimmtes Wirtschaftsthema.

Diese Ergänzung verbessert die Streuung nicht automatisch. Viele Unternehmen eines Themen-ETFs können bereits im globalen Aktien-ETF enthalten sein. Durch den zusätzlichen Fonds steigt dann ihr Gewicht.

Ein überzeugender Zukunftstrend ist zudem keine Garantie für eine gute Anlagerendite. Erwartungen können bereits in hohen Kursen enthalten sein. Lege deshalb vorab fest, welche Aufgabe die Beimischung erfüllen soll und wie groß sie höchstens werden darf. Die Risiken von ETFs hängen wesentlich vom abgedeckten Marktsegment ab.

8. Musterportfolio mit Nachhaltigkeitskriterien

Beispiel: 60 % globale Aktien mit festgelegten Nachhaltigkeitsfiltern und 40 % Euro-Anleihen hoher Bonität mit entsprechenden Auswahlkriterien.

Nachhaltigkeit ist keine eigene Anlageklasse und keine feste Risikostufe. Sie ergänzt die Auswahlregeln deiner Aktien- und Anleihenbausteine. Entscheidend bleibt zunächst, welche Vermögensaufteilung zu dir passt.

Prüfe anschließend die konkreten Kriterien: Welche Geschäftsfelder werden ausgeschlossen? Werden Unternehmen innerhalb ihrer Branche verglichen? Welche Klimaziele oder sonstigen Vorgaben verfolgt der Index? Begriffe wie ESG und SRI allein erklären die tatsächliche Zusammensetzung nicht vollständig. Auch die europäische Aufsicht betont, dass Anleger über den Fondsnamen hinaus die zugrunde liegenden Angaben prüfen sollten. esma.europa.eu

Ein Fonds auf erneuerbare Energien ist beispielsweise zunächst ein thematischer Schwerpunkt. Er ersetzt nicht automatisch eine breit angelegte Strategie mit Nachhaltigkeitskriterien.

So überträgst du ein Musterportfolio auf deine eigene Planung

Beginne mit dem Zweck deines Geldes. Welche Beträge müssen verfügbar bleiben? Wann möchtest du das angelegte Kapital nutzen? Welche Verluste könntest du tragen, ohne deine Planung aufgeben zu müssen?

Erst danach legst du Zielgewichte fest und suchst passende Produkte. Bei der ETF-Auswahl zählen unter anderem der abgebildete Index, die enthaltenen Positionen, die Kosten, die Ertragsverwendung und die Replikationsmethode. Verwende zur eindeutigen Identifikation die ISIN der konkreten Anteilsklasse; ein Börsenkürzel allein kann missverständlich sein.

Rechne deine Prozentwerte anschließend in Euro um. Bei 20.000 Euro Anlagebetrag entsprechen beispielsweise 60 Prozent einem Betrag von 12.000 Euro und 40 Prozent einem Betrag von 8.000 Euro. So wird aus einer abstrakten Aufteilung eine überprüfbare Planung.

Musterportfolios pflegen: Klare Regeln statt ständiger Änderungen

Durch unterschiedliche Wertentwicklungen verschieben sich die Anteile deines Depots. Wenn du feste Zielgewichte verwendest, kannst du einen regelmäßigen Prüftermin oder vorab definierte Abweichungsgrenzen festlegen.

Beim Rebalancing näherst du die tatsächliche Aufteilung wieder deinen Vorgaben an. Neue Einzahlungen lassen sich dafür gezielt auf untergewichtete Bausteine verteilen. Verkäufe können Kosten und steuerliche Folgen haben. Der Rebalancing-Rechner hilft dir, die erforderlichen Anpassungen zu berechnen.

Eine laufende Beobachtung jeder Kursbewegung ist dafür nicht nötig. Überprüfe deine Strategie insbesondere dann, wenn sich deine Ziele, dein Anlagezeitraum oder deine finanzielle Situation wesentlich verändern. Eine zuletzt schwächere Wertentwicklung allein macht ein Modell noch nicht ungeeignet.

Fazit: Ein ETF-Musterportfolio hilft dir, die richtigen Fragen zu stellen

ETF-Musterportfolios machen sichtbar, wie unterschiedliche Gewichtungen und Anlagebausteine zusammenwirken. Sie sind ein Ausgangspunkt für deine Planung, aber keine fertige Lösung für jedes Depot.

Wähle ein Modell deshalb nicht nach der höchsten erhofften Rendite oder der größten Zahl an ETFs. Entscheidend ist eine verständliche Aufteilung, deren Risiken du tragen kannst und deren Regeln du langfristig umsetzen möchtest. So entsteht aus einem Beispiel eine zu deinen Zielen passende Anlagestrategie.

Hier der FAQ-Block mit zehn Fragen zu ETF-Musterportfolios, passend zu eurem Design: ```html
1. Was ist ein ETF-Musterportfolio?

Ein ETF-Musterportfolio ist eine beispielhafte Zusammenstellung von Anlagebausteinen mit festgelegten Gewichtungen. Es zeigt dir, wie sich etwa globale Aktien, Anleihen oder Bankguthaben kombinieren lassen.

Das Modell dient der Orientierung. Es berücksichtigt nicht automatisch deine persönliche finanzielle Situation und ist deshalb keine fertige Empfehlung für dein Depot.

2. Welches Musterportfolio eignet sich für Einsteiger?

Für den Einstieg ist eine verständliche Aufteilung hilfreich, deren Risiken und Pflegeaufwand du nachvollziehen kannst. Einfach aufgebaut bedeutet allerdings nicht automatisch risikoarm: Auch ein einzelner globaler Aktien-ETF kann erheblich an Wert verlieren.

Bestimme zuerst deinen Anlagezeitraum, deine Rücklagen und dein persönliches Risikoprofil. Danach kannst du beurteilen, welches Modell als Ausgangspunkt infrage kommt.

3. Wie viele ETFs brauche ich für ein Musterportfolio?

Es gibt keine notwendige Mindestzahl. Ein breit aufgestellter globaler Aktien-ETF kann bereits viele Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern bündeln. Weitere Bausteine können andere Aufgaben übernehmen, etwa die Aktienquote begrenzen.

Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch mehr Streuung. Entscheidend sind die enthaltenen Positionen, ihre Gewichtung und mögliche Überschneidungen.

4. Wie bestimme ich den passenden Aktienanteil?

Der Aktienanteil sollte zu deinen Zielen, deinem Anlagezeitraum und deiner finanziellen Verlusttragfähigkeit passen. Berücksichtige außerdem, wie du auf starke Kursschwankungen voraussichtlich reagieren würdest.

Eine bestimmte Altersformel oder ein hoher Renditewunsch reicht dafür nicht aus. Rechne mögliche Verluste in Euro durch und prüfe, ob du deine Planung auch unter diesen Bedingungen fortsetzen könntest.

5. Ist ein Musterportfolio mit vielen Anleihen automatisch sicher?

Nein. Anleihen-ETFs können durch Zinsänderungen, Bonitätsprobleme und gegebenenfalls Währungsschwankungen Verluste erleiden. Wie stark diese Risiken ausfallen, hängt unter anderem von Laufzeiten und Emittenten ab.

Ein Anleihen-ETF ist kein Tagesgeldkonto. Prüfe den konkreten Baustein, statt allein aus einer niedrigen Aktienquote auf ein geringes Gesamtrisiko zu schließen.

6. Ist ein 70/30-Portfolio die ideale Aufteilung?

Die Bezeichnung ist zunächst erklärungsbedürftig: Gemeint sein können beispielsweise 70 % Industrieländer und 30 % Schwellenländer oder 70 % Aktien und 30 % Anleihen. Diese Modelle haben unterschiedliche Risiken.

Eine Aufteilung aus 70 % Industrieländeraktien und 30 % Schwellenländeraktien bleibt vollständig in Aktien investiert. Sie ist eine gewählte regionale Gewichtung und keine allgemeingültige Idealverteilung.

7. Brauche ich Themen- oder Dividenden-ETFs als Ergänzung?

Solche Ergänzungen sind keine Voraussetzung für ein vollständiges Portfolio. Viele ihrer Unternehmen können bereits in einem breiten Aktien-ETF enthalten sein. Durch die Beimischung erhöhst du dann bestimmte Unternehmens-, Branchen- oder Strategiegerichte.

Prüfe deshalb, welche Aufgabe die Ergänzung erfüllen soll. Weder ein Zukunftsthema noch eine hohe Ausschüttung garantiert eine bessere Gesamtrendite.

8. Kann ich ein Musterportfolio mit einem Sparplan aufbauen?

Ja, sofern dein Broker die gewünschten ETFs als Sparplan anbietet. Du kannst die monatliche Sparrate entsprechend deiner Zielgewichte aufteilen. Bei 200 € und einer Aufteilung von 60 zu 40 wären das beispielsweise 120 € und 80 €.

Durch Kursbewegungen können die tatsächlichen Depotanteile trotzdem abweichen. Beachte außerdem Mindestsparraten und Ausführungskosten. Mehr dazu findest du im Ratgeber zum ETF-Sparplan.

9. Wie oft sollte ich mein Musterportfolio anpassen?

Lege einen regelmäßigen Prüftermin oder feste Abweichungsgrenzen für deine Zielgewichte fest. Eine Anpassung kann auch sinnvoll werden, wenn sich deine Ziele, dein Anlagezeitraum oder deine finanzielle Situation wesentlich verändern.

Beim Rebalancing stellst du die geplante Aufteilung wieder näher her. Neue Einzahlungen können dafür genutzt werden. Der Rebalancing-Rechner hilft dir bei der Berechnung; tägliche Umschichtungen sind dafür nicht erforderlich.

10. Wie wähle ich die konkreten ETFs für mein Modell aus?

Prüfe zuerst, ob der abgebildete Markt zur vorgesehenen Aufgabe passt. Vergleiche anschließend unter anderem Indexzusammensetzung, Kosten, Ertragsverwendung und Replikationsmethode.

Identifiziere die gewünschte Anteilsklasse anhand ihrer ISIN und kontrolliere die aktuellen Anbieterunterlagen. Eine strukturierte Vorgehensweise findest du im Artikel zur ETF-Auswahl.

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