AktienDummy.de | 25.10.2022 | Allgemein | Mario
Balkonkraftwerk wirklich sinnvoll?
Da die Energiepreise immer weiter steigen, denken viele Menschen nun über ein sogenanntes Balkonkraftwerk nach.
Hier entscheidet nicht unbedingt der Anaschaffungspreis. Viel interessanter ist doch, ob sich solch ein Balkonkraftwerk tatsächlich lohnt!?
Viel Spaß beim Lesen.
Balkonkraftwerk soll Energiekosten senken
Die Energiepreise steigen leider immer weiter an und vielen Haushalten machen diese Kosten doch ganz schön zu schaffen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass hier aktuell viel über Energiesparen nachgedacht wird. Da viele Menschen in Deutschland zur Miete wohnen, ist eine Nachrüstung mit Solarmodulen nicht ganz so einfach. Dies haben aber viele Hersteller erkannt und bieten hier das sogenannte Balkonkraftwerk an. Diese Solarmodule kann fast jeder bei sich selber in wenigen Minuten ganz einfach selber installieren.
Die Module können dabei ganz einfach am Balkongeländer angebracht werden und es braucht dann zusätzlich nur eine Steckdose in der Nähe. Vor der Installation bzw. Kauf aber bitte trotzdem informieren, ob diese Montage tatsächlich erlaubt ist. In einigen Städten ist es z.B. verboten, solche Solarmodule am Balkongeländer anzubringen. Daher bitte erst informieren und dann kaufen. Durch ein Balkonkraftwerk sollen ja die eigenen Energiekosten gesenkt werden. Also auf den ersten Blick eine Win-Win-Situation.
Doch lohnt sich solch ein Balkonkraftwerk wirklich für jeden?
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk für mich?
Die eigenen Energiekosten durch ein Balkonkraftwerk zu senken, hört sich erst einmal sehr gut an. Am markt gibt es viele Modelle zu kaufen und der Aufbau ist dabei auch kein Hexenwerk. Also sofort kaufen?
Vor dem Kauf sollten sich Interessierte erst über regionale Vorschriften informieren. So können direkt Fragen zum Einbauort geklärt werden und auch die Frage, ob eventuell ein neuer Stromzähler hier nötig ist. Die wirklich entscheidende frage vor dem Kauf ist aber folgende: Lohnt sich ein Balkonkraftwerk tatsächlich für mich selber?
Wie viel Energiekosten am Ende tatsächlich eingespart werden können, hängt von vielen Faktoren ab. So spielt die Himmelsrichtung und auch die Neigung der Solarmodule hier eine sehr große Rolle. Um aber einen ersten Überblick über die Einsparungen zu bekommen, gibt es einen sehr guten Simulator der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Hier lässt sich recht schnell und einfach die zu erwartende Ersparnis aufzeigen.
Dieser Balkonkraftwerk-Simulator wird uns dabei kostenfrei zur Verfügung gestellt und kann daher von jedem Interessierten genutzt werden. Hier müssen dann einfach, Schritt für Schritt, einige Details eingegeben werden. Dazu zählen z.B. der aktuelle Stromverbrauch, die Art und Ausrichtung der Solarmodule. Vor allem die eigentliche Ausrichtung und Neigungswinkel sind hier wichtig, da die Stromproduktion hier sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Dann noch einige Angaben zum aktuellen Strompreis und auch die Frage, ob ein zusätzlicher Batteriespeicher verbaut wurde. Zum Schluss dann och einige Angaben zum Balkonkraftwerk selber. Hier braucht es Daten zur Leistung der Solarmodule, die Art des Wechselrichters oder auch, wie hoch die Anschaffungskosten für das eigene Balkonkraftwerk sind.
Der Stecker-Solar-Simulator
Der Stecker-Solar-Simulator zeigt in wenigen Schritten an, wie viel Strom und Geld Verbraucher mit einem Balkonkraftwerk einsparen können.
Wir haben uns einmal durch die vor eingestellten Werte geklickt und kamen dabei zu folgendem Ergebnis (1 Modul mit 300 Watt und 470 Euro Anschaffungskosten).
Die jährliche Ersparnis in unserem Beispiel liegt bei 55 Euro. Die Amortisationszeit liegt hier bei 9 Jahren und wir haben insgesamt 709kg an CO2-Emissionen eingespart.
Auf dem Bild sind die Ergebnisse aus unserer Beispielrechnung zu sehen. Dieser Screenshoot ist direkt von https://solar.htw-berlin.de/rechner/stecker-solar-simulator/.
Dies ist in jedem Fall ein sehr nützliches Tool und finden es sehr gut, dass dies allen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.
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