Inflationsrechner: Was ist dein Geld künftig wert?
Mit steigenden Preisen kannst du dir für denselben Geldbetrag weniger kaufen. Mit meinem Inflationsrechner siehst du, wie sich die Kaufkraft deines Geldes bei einer angenommenen Inflationsrate über die Zeit verändert.
Gib deinen Betrag, den Zeitraum und eine Inflationsrate ein. So kannst du verschiedene Szenarien vergleichen und nachvollziehen, was Preissteigerungen für deine Ersparnisse und Sparziele bedeuten.
Deine Kaufkraft im Zeitverlauf
Berechne, welche Kaufkraft ein unveränderter Geldbetrag künftig hätte und welcher Betrag dann für die heutige Kaufkraft nötig wäre.
Berechnung und Hinweise
Der Rechner unterstellt eine gleichbleibende jährliche Inflationsrate. Die verbleibende Kaufkraft berechnet sich als Ausgangsbetrag ÷ (1 + Inflationsrate / 100) hoch Jahre.
Der künftig benötigte Vergleichsbetrag wird umgekehrt berechnet: Ausgangsbetrag × (1 + Inflationsrate / 100) hoch Jahre. Er beschreibt, welcher Betrag bei dieser Preisentwicklung dieselbe Kaufkraft wie heute hätte.
Kaufkraftverlust und Preisanstieg sind unterschiedliche Prozentwerte. Der Kaufkraftverlust bezieht sich auf den heutigen Ausgangsbetrag im Vergleich zur verbleibenden Kaufkraft. Der Preisanstieg vergleicht den künftig benötigten Betrag mit dem Ausgangsbetrag.
Bei 0 % Inflation oder einem Zeitraum von 0 Jahren bleiben beide Geldbeträge unverändert. Die Prozentwerte betragen dann 0 %. Negative Inflationsraten werden in diesem Rechner nicht abgebildet.
Inflation allein verändert nicht den nominalen Kontostand. Die Kaufkraftberechnung berücksichtigt weder Zinsen noch Einzahlungen, Entnahmen, Kosten oder Steuern.
Die Ergebnisse sind Rechenszenarien, keine Vorhersagen. Einzelne Preise und deine persönlichen Lebenshaltungskosten können sich anders entwickeln. Gerundet wird erst bei der Anzeige.
So nutzt du den Inflationsrechner
Mit meinem Inflationsrechner kannst du nachvollziehen, wie sich eine angenommene Preissteigerung auf die Kaufkraft deines Geldes auswirkt. Dafür brauchst du drei Angaben.
Diese Werte trägst du ein
- Ausgangsbetrag: Gib deinen heutigen Geldbetrag oder den heutigen Preis einer geplanten Anschaffung in Euro ein.
- Inflation pro Jahr: Wähle eine jährliche Inflationsrate als Rechenannahme. Dieser Wert wird für den gesamten Zeitraum konstant angesetzt.
- Zeitraum: Trage die Anzahl der Jahre ein. Auch Teiljahre wie 1,5 Jahre sind möglich.
Klicke anschließend auf „Kaufkraft berechnen“. Wenn du deine Eingaben veränderst, starte die Berechnung erneut.
So liest du die Ergebnisse
Verbleibende Kaufkraft in heutigen Preisen: Dieser Betrag zeigt, welchen heutigen Gegenwert dein unveränderter Geldbetrag am Ende des Zeitraums hätte. Dein Kontostand sinkt durch Inflation allein nicht – du kannst dir bei steigenden Preisen jedoch weniger dafür kaufen.
Kaufkraftverlust im gesamten Zeitraum: Hier siehst du, um wie viel Prozent die Kaufkraft unter deinen Annahmen abnimmt.
Künftig nötig für dieselbe Kaufkraft: Dieser Betrag wäre am Ende des Zeitraums erforderlich, um dir rechnerisch so viel leisten zu können wie heute mit deinem Ausgangsbetrag.
Angenommener Preisanstieg insgesamt: Dieser Prozentwert beschreibt den gesamten Preisanstieg über die gewählte Laufzeit. Er unterscheidet sich vom prozentualen Kaufkraftverlust.
Vergleiche verschiedene Annahmen
Teste unterschiedliche Inflationsraten und Zeiträume, um ihren Einfluss zu erkennen. Mit „Zurücksetzen“ stellst du die Standardwerte von 10.000 €, 2 % Inflation und zehn Jahren wieder her.
Die Ergebnisse sind vereinfachte Szenarien, keine Prognosen. Zinsen, weitere Einzahlungen, Kosten und Steuern werden nicht berücksichtigt. Die Formeln und weitere Erläuterungen findest du unter „Berechnung und Hinweise“ direkt im Rechner.
Inflation verstehen und den Kaufkraftverlust berechnen
Was heute für einen Einkauf reicht, kann in einigen Jahren zu wenig sein. Inflation bezeichnet einen allgemeinen Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen. Dadurch sinkt die Kaufkraft: Mit demselben Geldbetrag kannst du dir weniger leisten.
Für deine Finanzplanung ist deshalb neben dem Betrag auf deinem Konto entscheidend, welchen Gegenwert du dafür bekommst. Ein Inflationsrechner macht diesen Unterschied anhand deiner Annahmen sichtbar.
Geldbetrag und Kaufkraft sind nicht dasselbe
Bleiben 10.000 € unverzinst liegen, verändert Inflation allein den Kontostand nicht. Es stehen weiterhin 10.000 € zur Verfügung. Steigen währenddessen die Preise, kannst du damit jedoch weniger kaufen.
Dieser Unterschied wird mit den Begriffen nominal und real beschrieben. Der nominale Wert ist der Geldbetrag selbst. Der reale Wert berücksichtigt seine Kaufkraft im Verhältnis zu einem bestimmten Ausgangszeitpunkt.
Beispiel: Was bewirken 3 % Inflation über zehn Jahre?
Bei einer angenommenen, konstanten Inflation von 3 % jährlich entsprechen 10.000 € nach zehn Jahren einer Kaufkraft von rund 7.441 € in heutigen Preisen. Der rechnerische Kaufkraftverlust beträgt etwa 2.559 € beziehungsweise 25,6 %.
Die umgekehrte Frage lautet: Welcher Betrag wäre dann nötig, um die heutige Kaufkraft von 10.000 € zu erhalten? Unter denselben Annahmen wären es rund 13.439 €.
Beide Werte beschreiben unterschiedliche Blickrichtungen: einmal die verbleibende Kaufkraft eines unveränderten Geldbetrags und einmal den künftig benötigten Betrag für einen vergleichbaren Gegenwert.
Warum sich Inflation über längere Zeit verstärkt
Preissteigerungen bauen aufeinander auf. Steigen die Preise zunächst um 3 % und im folgenden Jahr erneut um 3 %, bezieht sich der zweite Anstieg bereits auf das höhere Preisniveau.
Bei einer konstanten jährlichen Inflationsrate wird die verbleibende Kaufkraft deshalb so berechnet:
Kaufkraft in heutigen Preisen = Geldbetrag ÷ (1 + Inflationsrate)ᴶᵃʰʳᵉ
Die Inflationsrate wird dabei als Dezimalzahl eingesetzt, beispielsweise 0,03 für 3 %. Eine einfache Multiplikation von Inflationsrate und Laufzeit bildet diesen Verlauf nicht korrekt ab.
Deine persönlichen Ausgaben können sich anders entwickeln
Die veröffentlichte Inflationsrate beschreibt die durchschnittliche Preisentwicklung eines Warenkorbs. Dein eigener Haushalt kann davon abweichen: Wer einen großen Anteil seines Einkommens für Wohnen, Energie oder Mobilität ausgibt, ist von Preisänderungen in diesen Bereichen besonders betroffen.
Vergleiche die allgemeine Entwicklung deshalb auch mit deinen tatsächlichen Ausgaben. Mein Budgetrechner hilft dir, deine monatlichen Einnahmen und Kosten gegenüberzustellen.
Sparziele und Zinserträge richtig einordnen
Ein Sparziel sollte möglichst mit einem konkreten Zweck verbunden sein. Wenn du für eine spätere Anschaffung planst, kann deren Preis bis dahin steigen. Auch bei wachsenden Ersparnissen lohnt sich daher der Blick auf die Kaufkraft.
Zinsen können einen Teil des Kaufkraftverlusts ausgleichen. Ein höherer Kontostand bedeutet allerdings nicht automatisch, dass du dir mehr leisten kannst. Dafür müssen auch Preissteigerungen und gegebenenfalls Kosten und Steuern berücksichtigt werden.
Mit meinem Zinseszinsrechner kannst du ergänzend verschiedene Annahmen zur Entwicklung eines Sparbetrags durchspielen.
Ein Inflationsszenario ist keine Vorhersage
Eine über Jahre gleichbleibende Inflationsrate ist eine vereinfachte Rechenannahme. Tatsächlich verändert sich die Preisentwicklung, und einzelne Waren oder Dienstleistungen können deutlich teurer oder günstiger werden.
Nutze den Inflationsrechner deshalb, um mehrere Szenarien zu vergleichen. So erkennst du, wie empfindlich deine Planung auf unterschiedliche Preissteigerungen reagiert, und kannst deine Sparziele regelmäßig überprüfen.