Entnahmerechner: Wie lange reicht dein Kapital?
Du möchtest dir regelmäßig Geld aus deinem Ersparten auszahlen? Mit meinem Entnahmerechner kannst du durchspielen, wie sich laufende Entnahmen auf dein Vermögen auswirken und wie lange dein Kapital unter deinen Annahmen reichen könnte.
Vergleiche verschiedene Entnahmebeträge und Renditeannahmen. So erhältst du eine rechnerische Orientierung für deinen Entnahmeplan – keine Garantie für dauerhaft ausreichendes Vermögen.
Dein persönlicher Entnahmeplan
Berechne die Laufzeit deines Kapitals oder eine monatliche Entnahme für einen festgelegten Zeitraum. Alle Entnahmebeträge werden in heutiger Kaufkraft angegeben.
Berechnung und Hinweise
Der Rechner arbeitet in heutiger Kaufkraft. Eine konstante reale Entnahme entspricht bei positiver Inflation einem nominal steigenden Auszahlungsbetrag.
Zunächst wird eine positive nominale Jahresrendite um den gewählten Modell-Steuerabzug vermindert. Bei negativer Rendite wird keine Steuerentlastung angesetzt. Danach gilt: reale Jahresrendite = (1 + nominale Rendite nach Abschlag) ÷ (1 + Inflation) − 1. Prozentangaben werden dafür in Dezimalzahlen umgerechnet.
Der Steuerabschlag ist eine vereinfachte Modellannahme. Er berücksichtigt weder Anschaffungskosten und Gewinnanteile einzelner Verkäufe noch Freibeträge, Teilfreistellungen, Verlustverrechnung oder den tatsächlichen Steuerzeitpunkt. Er ist kein Steuersatz auf die gesamte Entnahme.
Die reale Jahresrendite wird effektiv in eine Monatsrendite r umgerechnet. Bei Startkapital K und n Monaten beträgt die rechnerische Monatsentnahme: K × r ÷ [1 − (1 + r) hoch (−n)]. Bei 0 % realer Rendite gilt K ÷ n.
Entnahmen erfolgen am Monatsende, erstmals nach einem Monat. Im Laufzeitmodus werden vollständig finanzierbare Monatsentnahmen gezählt. Eine verbleibende kleinere Schlusszahlung wird separat angegeben. Die Simulation ist auf 1.200 Monate begrenzt.
Deckt der konstante monatliche Ertrag die Entnahme bereits vollständig, sinkt das reale Kapital im Modell nicht. Dies ist keine Zusage dauerhaft möglicher Entnahmen.
Bei vorgegebener Laufzeit wird das Kapital rechnerisch bis zur letzten Entnahme vollständig verbraucht. Gebühren und weitere Ein- oder Auszahlungen werden nicht gesondert abgebildet. Gerundet wird erst bei der Anzeige.
Tatsächliche Renditen, Inflation und Steuern verändern sich. Verluste zu Beginn einer Entnahmephase können den Verlauf erheblich verschlechtern. Solche Schwankungen und ihre Reihenfolge bildet diese Berechnung nicht ab.
Wie passen dein Kapital und deine Entnahmepläne zusammen? Vergleiche, wie lange dein Vermögen unter verschiedenen Annahmen reicht oder welcher monatliche Betrag für eine feste Laufzeit rechnerisch möglich wäre. Die Ergebnisse berücksichtigen Inflation und deinen gewählten Modell-Steuerabzug. Alle Entnahmebeträge werden in heutiger Kaufkraft angegeben.
So nutzt du den Entnahmerechner
Mit meinem Entnahmerechner kannst du zwei Fragen untersuchen: Wie lange reicht dein Kapital bei einer bestimmten monatlichen Entnahme? Oder welchen Betrag könntest du über einen festgelegten Zeitraum monatlich entnehmen?
Wähle deinen Berechnungsmodus
Unter „Was möchtest du berechnen?“ entscheidest du dich für eine Variante:
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Wie lange reicht mein Kapital? Gib deine gewünschte monatliche Entnahme ein. Der Rechner ermittelt, wie viele vollständige Monatszahlungen unter deinen Annahmen möglich wären.
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Wie viel kann ich monatlich entnehmen? Lege die Entnahmedauer in vollen Jahren fest. Der Rechner berechnet einen monatlichen Betrag, bei dem dein Kapital bis zum Ende dieses Zeitraums rechnerisch vollständig verbraucht wird.
Trage deine Annahmen ein
Startkapital: Gib den Betrag an, der zu Beginn für deinen Entnahmeplan zur Verfügung steht.
Rendite vor Steuerannahme: Trage eine angenommene effektive Jahresrendite ein. Auch 0 % und negative Werte sind möglich. Im Modell bleibt diese Rendite über den gesamten Zeitraum konstant.
Inflation: Wähle eine jährliche Preissteigerung als Rechenannahme. Der Rechner berücksichtigt sie bei der Umrechnung in heutige Kaufkraft.
Modell-Steuerabzug: Dieser Wert reduziert vereinfachend positive Erträge. Er bildet deine tatsächliche Besteuerung nicht individuell ab und wird nicht auf die gesamte Entnahme angewendet. Mit 0 % rechnest du ohne diesen Abschlag.
Klicke anschließend auf „Entnahmeplan berechnen“. Nach Änderungen deiner Eingaben starte die Berechnung erneut.
Was bedeutet „in heutiger Kaufkraft“?
Alle angezeigten Entnahmebeträge beziehen sich auf den heutigen Gegenwert deines Geldes. Bei positiver Inflation müsste die tatsächliche Auszahlung in Euro mit der Zeit steigen, damit du dir weiterhin ungefähr gleich viel leisten könntest.
Der Rechner verwendet dafür eine inflationsbereinigte Rendite. Diese wird zusätzlich als „Reale Jahresrendite nach Modell-Steuerabzug“ angezeigt.
So liest du die Laufzeit
Im Laufzeitmodus zählt der Rechner vollständig finanzierbare Monatsentnahmen. Reicht das verbleibende Kapital anschließend nur noch für einen kleineren Betrag, wird diese Schlusszahlung separat im Erklärungstext genannt.
Die Simulation reicht maximal 100 Jahre. Ist danach noch Kapital vorhanden, erscheint „Mindestens 100 Jahre“. Deckt der angenommene monatliche Ertrag die Entnahme vollständig, weist der Rechner darauf hin, dass im Modell kein Kapitalverzehr entsteht. Daraus lässt sich keine Garantie für dauerhaft mögliche Auszahlungen ableiten.
Vergleiche mehrere Szenarien
Verändere beispielsweise die Entnahmehöhe, Laufzeit oder Renditeannahme und vergleiche die Ergebnisse. Mit „Zurücksetzen“ stellst du die ursprünglichen Beispielwerte wieder her.
Die Berechnung unterstellt gleichbleibende Bedingungen. Tatsächliche Kursschwankungen, individuelle Steuern und Gebühren können den Verlauf verändern. Weitere Erläuterungen findest du unter „Berechnung und Hinweise“ direkt im Rechner.
Häufige Fragen zum Entnahmerechner
Wie hängen Entnahmehöhe und Laufzeit zusammen? Was bedeutet heutige Kaufkraft und wie wird die Steuerannahme berücksichtigt? Hier findest du Antworten zu den Ergebnissen und Grenzen der Berechnung.
1. Was berechnet der Entnahmerechner?
Der Rechner untersucht regelmäßige Entnahmen aus einem vorhandenen Kapital. Du kannst entweder die Laufzeit bei einer gewünschten Monatsentnahme oder einen monatlichen Entnahmebetrag für eine feste Laufzeit berechnen.
Die Ergebnisse beruhen auf deinen Annahmen zu Rendite, Inflation und einem vereinfachten Steuerabzug. Sie sind keine Zusage für einen tatsächlichen Anlageverlauf.
2. Was bedeutet eine Entnahme in heutiger Kaufkraft?
Der angezeigte Betrag beschreibt, welchen heutigen Gegenwert deine Entnahme haben soll. Bei positiver Inflation müsste die tatsächliche Auszahlung in Euro mit der Zeit steigen, damit ihre Kaufkraft erhalten bleibt.
Der Rechner bildet dies durch eine inflationsbereinigte, also reale Rendite ab. Eine konstante Auszahlung in Euro ohne Inflationsanpassung erhältst du als Szenario, indem du die Inflation auf 0 % setzt.
3. Welche Rendite sollte ich eingeben?
Trage eine effektive jährliche Rendite vor dem Modell-Steuerabzug ein. Welcher Wert zu deinem Szenario passt, hängt von der betrachteten Geldanlage und ihren Risiken ab. Es gibt keinen allgemein verlässlichen Wert.
Vergleiche mehrere Annahmen, darunter niedrigere Renditen, 0 % und gegebenenfalls negative Werte. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Erträge.
4. Wie wird der Steuerabzug berücksichtigt?
Der gewählte Prozentsatz vermindert im Modell die positive nominale Jahresrendite. Erst anschließend wird die Inflation berücksichtigt. Bei negativer Rendite wird keine Steuerentlastung angesetzt.
Der Wert ist kein Steuersatz auf die gesamte Entnahme. Anschaffungskosten, Gewinnanteile, Freibeträge und weitere steuerliche Besonderheiten werden nicht individuell berechnet.
5. Was passiert bei 0 % Rendite, Inflation oder Steuerabzug?
Bei 0 % nominaler Rendite werden keine Anlageerträge angesetzt. Eine positive Inflation führt dann trotzdem zu einer negativen realen Rendite.
Bei 0 % Inflation entfällt die Inflationsbereinigung. Bei 0 % Steuerabzug entfällt der modellhafte Renditeabschlag.
Sind Rendite und Inflation beide 0 %, ist die Rechnung besonders einfach: 12.000 € Kapital reichen für zwölf monatliche Entnahmen von jeweils 1.000 €.
6. Wird mein Kapital vollständig verbraucht?
Im Modus mit vorgegebener Laufzeit wird der Entnahmebetrag so berechnet, dass das Kapital nach der letzten geplanten Zahlung rechnerisch aufgebraucht ist.
Im Laufzeitmodus zählt der Rechner vollständig finanzierbare Monatszahlungen. Reicht das Kapital anschließend nur noch für eine kleinere Auszahlung, wird diese Schlusszahlung separat genannt. Ein gewünschtes Restvermögen lässt sich nicht einstellen.
7. Was bedeutet „Kein Kapitalverzehr im Modell“?
Unter deinen konstanten Annahmen deckt der monatliche reale Ertrag die geplante Entnahme vollständig. Das reale Kapital sinkt deshalb in dieser Berechnung nicht.
Das bedeutet keine garantierte dauerhafte Auszahlung. Tatsächliche Renditen können schwanken oder negativ ausfallen.
Erscheint stattdessen „Mindestens 100 Jahre“, wurden 1.200 Monatszahlungen simuliert. Der weitere Verlauf wurde dann nicht berechnet.
8. Warum können tatsächliche Ergebnisse abweichen?
Der Rechner verwendet eine gleichbleibende Rendite und Inflation. In der Realität verändern sich beide. Auch individuelle Steuern, Gebühren und zusätzliche Ein- oder Auszahlungen können den Verlauf beeinflussen.
Besonders Verluste zu Beginn einer Entnahmephase können die Kapitalreichweite verkürzen. Eine gleichmäßige Durchschnittsrendite bildet dieses Risiko einer ungünstigen Renditereihenfolge nicht ab.
9. Kann ich meine Eingaben speichern?
Der Rechner besitzt keine eigene Speicherfunktion. Notiere deine Annahmen und Ergebnisse, wenn du verschiedene Szenarien später vergleichen möchtest.
Mit „Zurücksetzen“ stellst du die ursprünglichen Beispielwerte wieder her. Eine Wiederherstellung deiner vorherigen Eingaben ist darüber nicht möglich.
10. Wie nutze ich den Rechner für meine Planung?
Vergleiche verschiedene Entnahmebeträge, Laufzeiten und Renditeannahmen. So erkennst du, welche Eingaben deine Ergebnisse besonders stark verändern.
Nutze die Berechnung als Orientierung für regelmäßige Entnahmen, beispielsweise zur Ergänzung anderer Einnahmen. Ob dein Kapital tatsächlich ausreicht, lässt sich mit diesem vereinfachten Modell nicht sicher vorhersagen.
ETF-Entnahmeplan berechnen: Vom Vermögensaufbau zur regelmäßigen Auszahlung
Nach Jahren des Sparens verändert sich die Fragestellung: Aus „Wie baue ich Vermögen auf?“ wird „Wie nutze ich mein vorhandenes Kapital?“. Ein Entnahmeplan kann dabei helfen, regelmäßige Auszahlungen für den Ruhestand, eine Auszeit oder eine Ergänzung zum Arbeitseinkommen zu strukturieren.
Mit meinem Entnahmerechner kannst du untersuchen, wie Entnahmehöhe, Laufzeit und Renditeannahmen zusammenwirken. Die Berechnung ist nicht auf ETFs beschränkt. Bei einem ETF-Depot müssen allerdings insbesondere Kursschwankungen und die möglichen Folgen von Verkäufen berücksichtigt werden.
Wie lange reicht mein Vermögen?
Die Kapitalreichweite hängt davon ab, wie viel du entnimmst und wie sich das verbleibende Vermögen entwickelt. Höhere Entnahmen verkürzen bei ansonsten gleichen Annahmen die Laufzeit. Positive Erträge können den Kapitalverbrauch verlangsamen, Verluste ihn beschleunigen.
Ein einfaches Beispiel ohne Rendite und Inflation: 100.000 € reichen für 100 monatliche Entnahmen von jeweils 1.000 €. Das entspricht acht Jahren und vier Monaten. Sobald Rendite und Inflation hinzukommen, verändert sich die Rechnung.
Der Rechner hilft dir, diese Einflüsse getrennt zu betrachten und mehrere Szenarien miteinander zu vergleichen.
Monatliche Entnahmen und Kaufkraft unterscheiden
Ein gleichbleibender Eurobetrag ist nicht dasselbe wie eine gleichbleibende Kaufkraft. Steigen die Preise, kannst du dir von einer unveränderten Auszahlung zunehmend weniger leisten.
Dieser Entnahmerechner stellt die Beträge deshalb in heutiger Kaufkraft dar. Bei positiver Inflation entspricht das einem nominal steigenden Auszahlungsbetrag. Die Berechnung verwendet dafür eine inflationsbereinigte Rendite.
Mit meinem Inflationsrechner kannst du ergänzend nachvollziehen, wie sich unterschiedliche Preissteigerungen über längere Zeiträume auswirken.
Ein Entnahmeplan ist mehr als eine Renditeannahme
Eine konstante Jahresrendite macht die Berechnung übersichtlich. Ein tatsächliches ETF-Depot entwickelt sich jedoch nicht gleichmäßig. Während laufender Entnahmen kann die Reihenfolge von Gewinnen und Verlusten besonders wichtig werden.
Fallen die Kurse früh in der Entnahmephase, müssen für denselben Auszahlungsbetrag möglicherweise mehr Anteile verkauft werden. Diese Anteile stehen für eine spätere Kurserholung nicht mehr zur Verfügung. Das wird als Renditereihenfolgerisiko bezeichnet.
Der Rechner bildet solche wechselnden Marktverläufe nicht ab. Auch eine rechnerisch lange Kapitalreichweite bedeutet daher nicht, dass die gewählte Entnahme dauerhaft tragfähig ist.
Kapitalverbrauch bewusst einplanen
Im Modus mit festgelegter Laufzeit wird die monatliche Entnahme so berechnet, dass das Kapital am Ende rechnerisch vollständig aufgebraucht ist. Ein gewünschtes Restvermögen wird dabei nicht eingeplant.
Im Laufzeitmodus kann dagegen der Hinweis erscheinen, dass unter den konstanten Annahmen kein Kapitalverzehr entsteht. Das bedeutet lediglich, dass die modellierten realen Erträge die Entnahme decken. Ein tatsächlicher Kapitalerhalt ist damit nicht zugesichert.
Überlege deshalb außerhalb der Berechnung auch, welche Reserven du behalten möchtest und welche Ausgaben zusätzlich auftreten könnten.
Steuerannahmen richtig einordnen
Der einstellbare Modell-Steuerabzug reduziert vereinfachend positive nominale Erträge. Er berechnet weder die individuelle Besteuerung deiner ETF-Verkäufe noch einen pauschalen Abzug von der gesamten Auszahlung.
Die Ergebnisse sind deshalb keine persönliche Netto-Auszahlungsberechnung. Auch Gebühren und weitere Zahlungsströme werden nicht gesondert berücksichtigt. Diese Abgrenzung ist wichtig, wenn du das Ergebnis mit deinem tatsächlichen Ausgabenbedarf vergleichst.
Entnahmen mit deinem Haushaltsbudget verbinden
Ein Entnahmeplan sollte zu der finanziellen Lücke passen, die du decken möchtest. Berücksichtige dafür auch andere verfügbare Einnahmen und unregelmäßige Ausgaben.
Mit meinem Budgetrechner kannst du deine monatlichen Einnahmen, Kosten und Rücklagen gegenüberstellen. Steht der Kapitalaufbau noch bevor, hilft dir der Frugalismus-Rechner dabei, ein Kapitalziel und eine dafür benötigte Sparrate unter eigenen Annahmen zu berechnen.
Nutze deinen Entnahmeplan als veränderbare Orientierung: Vergleiche unterschiedliche Annahmen und überprüfe regelmäßig, ob Ausgaben, Vermögen und Ziele noch zu deiner ursprünglichen Planung passen.
