Anlagekosten-Rechner: Wie viel Rendite kosten dich Gebühren?
Kleine jährliche Kostenunterschiede können über viele Jahre einen spürbaren Teil deines Anlageergebnisses ausmachen. Mit dem Anlagekosten-Rechner vergleichst du zwei Kostenquoten und siehst, wie sie sich bei gleicher angenommener Bruttorendite auf dein Endvermögen auswirken.
Trage dein Startkapital, deine monatliche Sparrate und die gewünschte Laufzeit ein. Der Rechner zeigt dir die rechnerische Vermögensdifferenz durch laufende Kosten – einschließlich der entgangenen Erträge auf das abgezogene Geld. So kannst du den Einfluss von Gebühren besser einordnen.
Jährliche Entwicklung anzeigen
| Jahr | Ohne Kosten | Variante A | Variante B |
|---|
So wird gerechnet – Hinweise und Annahmen
Gleiche Ausgangslage: Beide Varianten verwenden dasselbe Startkapital, dieselbe monatliche Sparrate und dieselbe konstante Bruttorendite. Nur die laufende Kostenquote unterscheidet sich.
Monatliche Berechnung: Die jährliche Bruttorendite wird in einen effektiven Monatsfaktor umgerechnet: (1 + Jahresrendite) hoch (1/12). Anschließend wird monatlich ein Kostenanteil von 1 − (1 − jährliche Kostenquote) hoch (1/12) vom Vermögen nach Renditeentwicklung abgezogen. Die Sparrate wird danach am Monatsende eingezahlt. Prozentwerte werden in den Formeln durch 100 geteilt.
Beispiel zur Methode: Ohne weitere Einzahlungen entsprechen 6 % jährliche Bruttorendite und 2 % jährliche Kosten einem Jahresfaktor von 1,06 × 0,98. Aus 10.000 € werden damit rechnerisch 10.388 € nach einem Jahr.
Gebühren und Vermögenswirkung: Die abgezogenen Modellgebühren werden über alle Monate addiert. Die gesamte Vermögenswirkung ergibt sich dagegen aus dem Vergleich mit einer ansonsten identischen Anlage ohne Kosten. Sie umfasst auch die unterschiedliche Weiterentwicklung der bereits abgezogenen Beträge. Bei positiven Renditen entstehen dadurch zusätzlich entgangene Erträge.
Kosten nicht doppelt ansetzen: Verwende eine Rendite vor den hier eingetragenen Kosten. Bereits um laufende Produktkosten bereinigte Wertentwicklungen dürfen nicht nochmals um dieselben Kosten reduziert werden.
Die Kostenquoten werden vereinfacht gleichmäßig auf Monatsbasis berücksichtigt. Tatsächliche Produkte können Kosten anders berechnen oder verrechnen. Einmalige Abschlusskosten, Ausgabeaufschläge, Ordergebühren, feste Depotgebühren und erfolgsabhängige Vergütungen werden nicht separat abgebildet.
Steuern und Inflation sind nicht berücksichtigt. Die Rendite bleibt im Modell konstant; tatsächliche Kapitalmärkte schwanken. Der Vergleich isoliert den Kosteneffekt und bewertet weder die Qualität noch das Risiko einer Anlage. Die Ergebnisse sind keine Prognose oder Anlageempfehlung.
Mein Tipp: Achte darauf, dass deine angenommene Rendite die verglichenen Kosten noch nicht enthält – sonst ziehst du dieselben Gebühren doppelt ab.
So bedienst du den Anlagekosten-Rechner
Trage zuerst dein Startkapital und deine monatliche Sparrate ein. Für eine reine Einmalanlage setzt du die Sparrate auf 0 €. Möchtest du ausschließlich einen Sparplan vergleichen, gibst du beim Startkapital 0 € an. Die monatlichen Einzahlungen werden jeweils am Monatsende berücksichtigt.
Wähle anschließend die Anlagedauer in ganzen Jahren und eine angenommene jährliche Bruttorendite. Diese Rendite gilt für beide Varianten und muss vor den Kosten angegeben werden, die du vergleichen möchtest. So untersucht der Rechner ausschließlich den Einfluss der unterschiedlichen Kostenquoten.
Zwei Kostenvarianten vergleichen
Gib unter „Variante A“ und „Variante B“ die jeweiligen laufenden Kosten in Prozent pro Jahr ein, beispielsweise 0,20 % und 1,50 %. Gemeint sind jährliche prozentuale Kosten bezogen auf das Anlagevermögen. Einmalige Gebühren, feste Eurobeträge oder Orderkosten werden nicht separat berechnet.
Klicke auf „Anlagekosten vergleichen“. Der Rechner zeigt dir das Endvermögen beider Varianten, die daraus entstehende Vermögensdifferenz und die Summe deiner Einzahlungen. Im aufklappbaren Bereich „Jährliche Entwicklung anzeigen“ kannst du den Verlauf zusätzlich mit einer rechnerischen Anlage ohne laufende Kosten vergleichen.
Gebühren und Vermögenswirkung unterscheiden
Unter den Ergebniskacheln findest du die direkt abgezogenen Modellgebühren und die gesamte Vermögensminderung gegenüber der Anlage ohne Kosten. Diese Beträge unterscheiden sich: Abgezogene Gebühren stehen für die weitere Anlage nicht mehr zur Verfügung. Bei positiven Renditen fehlen dadurch auch die Erträge, die dieses Geld sonst erzielt hätte.
Ändere einzelne Werte und berechne erneut, um unterschiedliche Laufzeiten, Sparraten oder Kostenquoten zu vergleichen. Die Berechnung verwendet eine konstante Rendite und eine vereinfachte monatliche Kostenverrechnung. Steuern, Inflation und tatsächliche Marktschwankungen sind nicht berücksichtigt. Das Ergebnis zeigt den rechnerischen Kosteneffekt und bewertet weder die Qualität noch das Risiko einer Anlage.
Häufige Fragen zum Anlagekosten-Rechner
Welche Kosten kannst du vergleichen, welche Rendite solltest du eingeben und warum ist die Vermögensdifferenz nicht dasselbe wie die Summe der Gebühren? Hier findest du Antworten zur Berechnung, zu den Annahmen und zur Einordnung deiner Ergebnisse.
Was berechnet der Anlagekosten-Rechner?
Der Rechner vergleicht zwei laufende jährliche Kostenquoten bei identischem Startkapital, gleicher Sparrate und gleicher angenommener Bruttorendite. Er zeigt das Endvermögen beider Varianten und die dadurch entstehende Vermögensdifferenz.
Zusätzlich siehst du die abgezogenen Modellgebühren und einen Vergleich mit derselben Anlage ohne laufende Kosten.
Welche Kosten kann ich miteinander vergleichen?
Du kannst laufende Kosten vergleichen, die als jährlicher Prozentsatz des Anlagevermögens angegeben werden. Trage für Variante A und B jeweils die Kostenquote ein, die du untersuchen möchtest.
Einmalige Abschlusskosten, Ausgabeaufschläge, Ordergebühren, feste Depotgebühren und erfolgsabhängige Vergütungen werden nicht separat berücksichtigt. Unterschiedlich definierte Kostenangaben solltest du nicht ungeprüft gleichsetzen.
Welche Rendite muss ich eingeben?
Verwende eine angenommene jährliche Rendite vor den verglichenen Kosten. Der Rechner setzt diese Bruttorendite für beide Varianten gleich an, damit der Kosteneffekt getrennt sichtbar wird.
Ist eine verwendete Wertentwicklung bereits um bestimmte Kosten bereinigt, darfst du dieselben Kosten nicht nochmals abziehen. Die eingegebene Rendite ist eine Modellannahme und keine Prognose.
Kann ich eine Einmalanlage oder nur einen Sparplan berechnen?
Ja. Für eine reine Einmalanlage trägst du dein Startkapital ein und setzt die monatliche Sparrate auf 0 €. Für einen reinen Sparplan setzt du das Startkapital auf 0 €. Beide Anlageformen lassen sich auch kombinieren.
Die Sparraten werden jeweils am Monatsende eingezahlt. Sie nehmen deshalb erst im folgenden Monat an der modellierten Renditeentwicklung und Kostenverrechnung teil.
Wie werden Rendite und laufende Kosten verrechnet?
Der Rechner wandelt die jährliche Bruttorendite in einen effektiven Monatsfaktor um. Nach der monatlichen Renditeentwicklung zieht er einen aus der jährlichen Kostenquote abgeleiteten Kostenanteil ab. Anschließend wird die Sparrate hinzugefügt.
Ohne weitere Einzahlungen ergeben beispielsweise 6 % Bruttorendite und 2 % jährliche Kosten einen Jahresfaktor von 1,06 × 0,98. Aus 10.000 € werden im Modell nach einem Jahr 10.388 €. Tatsächliche Produkte können Kosten anders verrechnen.
Warum ist die Vermögenswirkung nicht gleich der Gebührensumme?
Die Gebührensumme enthält ausschließlich die im Modell direkt abgezogenen Beträge. Die Vermögenswirkung vergleicht dagegen das Endvermögen mit dem Ergebnis derselben Anlage ohne laufende Kosten.
Abgezogenes Geld kann sich nicht weiterentwickeln. Bei positiven Renditen fehlen dadurch zusätzlich Erträge. Bei negativen Renditen kann die Vermögenswirkung hingegen geringer als die Summe der abgezogenen Gebühren ausfallen.
Wie stark können kleine Kostenunterschiede ins Gewicht fallen?
Das hängt von Anlagebetrag, Sparrate, Laufzeit und angenommener Rendite ab. Bei 10.000 € Startkapital, 200 € monatlicher Sparrate und 6 % Bruttorendite über 20 Jahre ergeben sich im Modell bei 0,20 % jährlichen Kosten rund 119.378 € Endvermögen.
Bei 1,50 % jährlichen Kosten sind es rund 99.787 €. Die rechnerische Differenz beträgt etwa 19.592 €. Das Beispiel isoliert den Kosteneffekt und sagt keine tatsächliche Wertentwicklung voraus.
Sind Steuern, Inflation und Kursschwankungen enthalten?
Nein. Der Rechner berücksichtigt weder Steuern noch Inflation. Die Rendite bleibt über die gesamte Laufzeit konstant; tatsächliche Kursschwankungen werden nicht simuliert.
Das angezeigte Endvermögen ist daher ein nominaler Modellwert nach den eingetragenen laufenden Kosten, aber vor einer möglichen persönlichen Steuerbelastung.
Funktioniert der Vergleich auch bei 0 % oder negativer Rendite?
Ja. Du kannst auch 0 % oder eine negative Bruttorendite innerhalb der zulässigen Eingabegrenzen verwenden. Laufende Kosten werden im Modell weiterhin vom verbleibenden Anlagevermögen abgezogen.
Bei 0 % Rendite und 0 % Kosten entspricht das Endvermögen der Summe deiner Einzahlungen. Bei negativen Renditen kann es unter diesem Betrag liegen.
Ist die günstigere Variante automatisch die bessere Geldanlage?
Nein. Der Rechner zeigt ausschließlich den Unterschied durch laufende Kosten bei ansonsten identischen Annahmen. Er bewertet weder Anlagestrategie noch Streuung, Risiko, Flexibilität oder Leistungsumfang.
Eine niedrigere Kostenquote ist deshalb kein ausreichendes Auswahlkriterium für eine Geldanlage. Prüfe neben den Kosten auch, ob das Produkt zu deinen Zielen und deinem Anlagehorizont passt.
Anlagekosten berechnen: Wie Gebühren deinen Vermögensaufbau beeinflussen
Beim Vergleich von Geldanlagen stehen häufig die möglichen Erträge im Mittelpunkt. Doch auch die laufenden Kosten beeinflussen, wie viel von der Wertentwicklung in deinem Depot verbleibt. Eine jährliche Kostenquote wirkt sich wiederholt auf dein Anlagevermögen aus – und verändert damit auch die Grundlage für spätere Erträge.
Mit dem Anlagekosten-Rechner kannst du diesen Einfluss für deine Einmalanlage, deinen Sparplan oder eine Kombination aus beiden untersuchen. Bei gleicher angenommener Bruttorendite vergleichst du zwei Kostenquoten und erkennst, wie unterschiedlich das rechnerische Endvermögen ausfallen kann.
Warum kleine Kostenunterschiede langfristig wichtig sind
Laufende Anlagekosten werden nicht nur einmal bezahlt. Sie belasten das Vermögen über die gesamte Haltedauer. Je länger du investiert bleibst, desto länger wirkt sich dieser Abzug auf die weitere Kapitalentwicklung aus.
Bei positiven Renditen entsteht zusätzlich ein Folgeeffekt: Geld, das für Gebühren abgezogen wurde, kann keine weiteren Erträge mehr erzielen. Deshalb kann die gesamte Vermögensminderung durch Kosten höher sein als die Summe der direkt abgezogenen Gebühren. Wie stark dieser Unterschied ausfällt, hängt unter anderem von Laufzeit, Renditeannahme, Startkapital und Sparrate ab.
Diesen Zusammenhang kannst du ergänzend mit dem Zinseszinsrechner betrachten. Beim Anlagekosten-Rechner steht dagegen gezielt die Frage im Vordergrund, welchen Unterschied zwei laufende Kostenquoten bei ansonsten gleichen Annahmen verursachen.
Beispiel: Zwei Kostenquoten im Vergleich
Angenommen, du investierst 10.000 € Startkapital und anschließend 200 € monatlich über 20 Jahre. Für beide Varianten setzt du eine jährliche Bruttorendite von 6 % an. Der einzige Unterschied sind die laufenden Kosten.
| Modellrechnung | Laufende Kosten pro Jahr | Endvermögen nach 20 Jahren |
|---|---|---|
| Vergleich ohne Kosten | 0 % | 122.759 € |
| Variante A | 0,20 % | 119.378 € |
| Variante B | 1,50 % | 99.787 € |
Insgesamt zahlst du in diesem Beispiel 58.000 € ein. Zwischen Variante A und Variante B entsteht eine rechnerische Vermögensdifferenz von rund 19.592 €.
Die Werte basieren auf der monatlichen Berechnungsmethode dieses Rechners und sind auf volle Euro gerundet. Steuern, Inflation und tatsächliche Marktschwankungen sind nicht berücksichtigt. Das Beispiel zeigt den isolierten Kosteneffekt und ist keine Renditeprognose.
Welche Anlagekosten kannst du vergleichen?
Der Rechner berücksichtigt laufende jährliche Kosten in Prozent des Anlagevermögens. Damit kannst du untersuchen, wie sich unterschiedliche prozentuale Kostenbelastungen unter denselben Voraussetzungen auswirken.
Achte darauf, dass die verwendeten Angaben vergleichbar sind. Eine einzelne Produktkostenquote muss nicht sämtliche Kosten deiner Geldanlage enthalten. Einmalige Abschlusskosten, Ausgabeaufschläge, Ordergebühren, feste Depotgebühren oder erfolgsabhängige Vergütungen werden vom Rechner nicht separat erfasst.
Wichtig ist außerdem die Renditeeingabe: Verwende eine Annahme vor den Kosten, die du vergleichen möchtest. Ist eine Wertentwicklung bereits um bestimmte laufende Kosten bereinigt, würde ein erneuter Abzug derselben Kosten das Ergebnis verfälschen.
Einmalanlage und Sparplan gemeinsam betrachten
Bei einer Einmalanlage wirken die Kosten von Beginn an auf das eingesetzte Kapital. Bei einem Sparplan kommen regelmäßig neue Einzahlungen hinzu, die unterschiedlich lange investiert bleiben. Der Rechner berücksichtigt deshalb jeden Monat einzeln und fügt die Sparrate jeweils am Monatsende hinzu.
Du kannst die Anlageformen getrennt untersuchen: Für eine reine Einmalanlage setzt du die monatliche Sparrate auf 0 €, für einen reinen Sparplan das Startkapital auf 0 €. Möchtest du anschließend verschiedene Sparraten oder Laufzeiten betrachten, findest du im ETF-Sparplan-Rechner eine ergänzende Berechnung.
Kosten vergleichen und Ergebnisse richtig einordnen
Eine niedrigere Kostenquote führt unter den gleichen Modellannahmen zu einem höheren Endvermögen. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass unterschiedliche Anlageprodukte dieselbe Bruttorendite erzielen oder dieselben Risiken besitzen. Auch Anlagestrategie, Streuung, Flexibilität und Leistungsumfang gehören in einen vollständigen Vergleich.
Das angezeigte Endvermögen beschreibt zudem einen nominalen Betrag. Welche Kaufkraft dieser später haben könnte, kannst du mit dem Inflationsrechner unter einer eigenen Inflationsannahme untersuchen.
Nutze den Anlagekosten-Rechner, um Gebühren als Teil deiner Anlageentscheidung sichtbar zu machen. Vergleiche unterschiedliche Kostenquoten und Laufzeiten und unterscheide dabei zwischen direkt abgezogenen Gebühren und ihrer gesamten Wirkung auf dein Vermögen. So kannst du Kostenangaben besser einordnen und gezielter hinterfragen.
