Parqet Tags ohne Limit: So organisierst du dein Depot besser
AktienDummy.de | 📅 21.10.2026 | 🔗 Parqet
Bei Parqet können Nutzer kostenpflichtiger Tarife jetzt unbegrenzt viele Tags erstellen. Ich zeige, wie sich damit ETFs, Einzelaktien und unterschiedliche Strategien über mehrere Depots hinweg organisieren und auswerten lassen.
Inhalt
Parqet hebt das Tag-Limit auf: Mehr Ordnung für komplexe Depots
Stand: 21. Oktober 2026
Wer nur einen ETF oder wenige Aktien besitzt, benötigt meist keine aufwendige Depotstruktur. Mit zunehmender Zahl an Wertpapieren, Strategien und Depots wird es jedoch schwieriger, den Überblick zu behalten. Genau hier helfen die Tags und Ansichten von Parqet.
Seit dem 16. Oktober 2026 können Nutzer der kostenpflichtigen Tarife Plus, Investor und Pro unbegrenzt viele Tags erstellen. Gleichzeitig hat Parqet die Höchstzahl der Portfolios, Ansichten und Watchlists in mehreren Tarifen angehoben. Einzelne zusätzliche Bereiche lassen sich außerdem gegen einen festen Jahrespreis hinzubuchen.
Für mich ist vor allem die Aufhebung des Tag-Limits interessant. Ich nutze Parqet bereits zur Auswertung meines Depots und kann meine Wertpapiere damit wesentlich genauer nach Strategien, Aufgaben und persönlichen Kriterien sortieren.
Doch unbegrenzte Tags sind nur dann hilfreich, wenn daraus ein verständliches System entsteht.
Was sind Tags bei Parqet?
Tags sind selbst vergebene Schlagwörter, die du einzelnen Positionen in deinem Parqet-Depot zuordnen kannst. Sie ergänzen die vorhandenen Informationen wie Produkttyp, Assetklasse, Branche oder Region um deine persönliche Einordnung.
Du kannst eine Position beispielsweise mit folgenden Tags versehen:
- ETF-Kern
- Dividende
- Wachstum
- monatliche Ausschüttung
- Sparplan
- Altersvorsorge
- Hochrisiko
- langfristig halten
- Beobachten
- Einkommensdepot
Eine Position kann mehrere Tags gleichzeitig erhalten. Ein ausschüttender Welt-ETF könnte beispielsweise mit „ETF-Kern“, „Sparplan“ und „Altersvorsorge“ markiert werden.
Das Wertpapier wird dadurch weder kopiert noch in ein anderes Depot verschoben. Der Tag dient ausschließlich dazu, deine vorhandenen Bestände zu organisieren und später gezielt zu filtern.
Was hat Parqet konkret geändert?
Bislang war die Zahl der verfügbaren Tags vom gewählten Tarif abhängig. Je nach Abonnement konnten 5, 15 oder 50 Tags angelegt werden.
Dieses Limit entfällt nun für die Tarife:
- Parqet Plus
- Parqet Investor
- Parqet Pro
In diesen Tarifen können Nutzer ab sofort beliebig viele Tags erstellen. Die Änderung wird automatisch aktiviert. Bestehende Nutzer müssen dafür nichts beantragen oder in ihren Einstellungen umstellen.
Die kostenlose Basisversion erhält nach der aktuellen Ankündigung dagegen keine unbegrenzte Anzahl an Tags.
Zusätzlich wurden weitere Tarifgrenzen angehoben:
| Parqet-Tarif | Portfolios | Ansichten | Watchlists |
|---|---|---|---|
| Investor | bis zu 20 | bis zu 20 | bis zu 20 |
| Pro | bis zu 100 | bis zu 100 | bis zu 100 |
Im Investor-Tarif lag das bisherige Limit jeweils bei 15. Im Pro-Tarif waren es zuvor jeweils 50.
Auch diese Erweiterungen gelten automatisch.
Zusätzliche Portfolios, Ansichten und Watchlists einzeln buchen
Nicht jeder benötigt direkt den nächsthöheren Tarif. Deshalb können bestimmte Kapazitäten nun einzeln hinzugebucht werden.
Nach der aktuellen Preisübersicht gelten folgende Beträge:
| Erweiterung | Preis pro Jahr | Rechnerischer Monatspreis |
|---|---|---|
| zusätzliches Portfolio | 18 € | 1,50 € |
| zusätzliche Ansicht | 12 € | 1,00 € |
| zusätzliche Watchlist | 6 € | 0,50 € |
Zusätzliche Portfolios und Watchlists können in allen Tarifen hinzugebucht werden – auch in der Basisversion. Weitere Ansichten sind dagegen erst ab einem kostenpflichtigen Tarif erhältlich.
Das kann sinnvoll sein, wenn du lediglich an einer einzelnen Tarifgrenze angekommen bist. Benötigst du beispielsweise nur ein weiteres Portfolio, musst du nicht allein deshalb zwingend in ein wesentlich teureres Abonnement wechseln.
Vor einer Buchung solltest du dennoch prüfen, ob das zusätzliche Element dauerhaft benötigt wird und ob ein anderer Tarif insgesamt das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Portfolio, Ansicht und Tag: Wo liegt der Unterschied?
Die drei Begriffe klingen ähnlich, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
Portfolio: Wo liegt das Vermögen?
Ein Portfolio bildet in Parqet üblicherweise ein echtes Depot oder einen abgegrenzten Vermögensbereich ab.
Das können beispielsweise sein:
- ein Depot bei einer Direktbank,
- ein Depot bei einem Neobroker,
- ein separates Kinderdepot,
- ein Kryptokonto,
- ein manuell geführtes Portfolio,
- ein Depot für sonstige Vermögenswerte.
Das Portfolio beschreibt damit vor allem, wo sich eine Position befindet oder zu welchem tatsächlichen Bestand sie gehört.
Tag: Welche persönliche Bedeutung hat die Position?
Mit einem Tag legst du fest, welche Funktion oder Eigenschaft ein Wertpapier aus deiner Sicht besitzt.
Ein ETF kann für dich zum langfristigen Kern gehören. Eine Aktie kann Bestandteil deiner Dividendenstrategie sein. Ein anderes Wertpapier soll möglicherweise nur als kleine spekulative Beimischung dienen.
Diese persönliche Zuordnung kann Parqet nicht automatisch vollständig erkennen. Deshalb ergänzen Tags die sachlichen Wertpapierdaten um dein eigenes System.
Ansicht: Welche Positionen möchtest du gemeinsam auswerten?
Eine Ansicht ist ein gespeicherter Filter über deine Bestände. Sie kann Positionen aus mehreren Portfolios zusammenführen, ohne die ursprünglichen Depots zu verändern.
Du kannst beispielsweise eine Ansicht erstellen, die ausschließlich alle ETFs enthält – unabhängig davon, bei welchem Broker sie liegen. Eine andere Ansicht kann alle Positionen mit dem Tag „Dividende“ zusammenfassen.
Parqet behandelt das gefilterte Ergebnis weitgehend wie ein eigenes Portfolio. Dadurch stehen unter anderem Dashboard, Analysen, Ausschüttungen, Aktivitäten und weitere Auswertungen für diesen Ausschnitt zur Verfügung.
Kurz zusammengefasst:
| Funktion | Beantwortete Frage |
|---|---|
| Portfolio | Wo befindet sich die Anlage? |
| Tag | Welche Bedeutung hat sie in meiner Strategie? |
| Ansicht | Welche Anlagen möchte ich gemeinsam auswerten? |
Warum unbegrenzte Tags mehr als eine kleine Komfortfunktion sind
Das Entfernen einer zahlenmäßigen Begrenzung klingt zunächst nach einem eher kleinen Produktupdate. Bei einem umfangreicheren Depot können Tags die Analyse jedoch deutlich verbessern.
Broker und Banken zeigen normalerweise in erster Linie das jeweilige Depot. Die persönliche Anlagestrategie hält sich aber nicht immer an diese Depotgrenzen.
Vielleicht liegen deine ETFs bei einem Broker, einige Einzelaktien bei einer Direktbank und weitere Einkommenswerte in einem dritten Depot. Ohne zusätzliche Struktur siehst du zwar die einzelnen Konten, aber nicht automatisch, welche Positionen gemeinsam eine Strategie bilden.
Tags schaffen eine zusätzliche Ordnungsebene. Damit kannst du Bestände nach ihrer tatsächlichen Aufgabe gruppieren und anschließend über Ansichten gemeinsam auswerten.
Das ist besonders hilfreich, wenn du dein gesamtes Aktien- und Dividendenportfolio nicht nur nach Brokern, sondern auch nach Anlagestrategien betrachten möchtest.
Mein praktischer Einsatz: ETFs separat auswerten
Ich habe in Parqet eine eigene Ansicht für meine ETFs eingerichtet. Dadurch kann ich diesen Teil meines Vermögens getrennt von den Einzelaktien betrachten, ohne ein zusätzliches Portfolio anzulegen oder bestehende Transaktionen zu verschieben.
Das ist für mich sinnvoll, weil ETFs und Einzelaktien unterschiedliche Aufgaben erfüllen können. Meine langfristig ausgerichteten Kern-ETFs lassen sich so gemeinsam analysieren, auch wenn einzelne Positionen in unterschiedlichen realen Depots liegen sollten.
Mit einem passenden Tag wie „ETF-Kern“ kann die Zuordnung noch genauer erfolgen. Eine entsprechende Ansicht zeigt dann nur die Wertpapiere, die tatsächlich zu dieser Strategie gehören.
Das erleichtert unter anderem folgende Fragen:
- Wie groß ist mein ETF-Kern im Verhältnis zum Gesamtdepot?
- Wie entwickelt sich dieser Bereich unabhängig von den Einzelaktien?
- Wie hoch sind meine regelmäßigen Einzahlungen?
- Welche Regionen und Branchen dominieren?
- Hat sich die gewünschte Aufteilung verschoben?
- Wie stark beeinflussen einzelne ETFs die Gesamtentwicklung?
Wer sich zunächst mit dem regelmäßigen Vermögensaufbau beschäftigen möchte, findet im Ratgeber zum ETF-Sparplan für Einsteiger die wichtigsten Grundlagen.
Sinnvolle Tags für ein gemischtes Depot
Welche Tags hilfreich sind, hängt von deinem Depot und deiner Strategie ab. Statt möglichst viele Schlagwörter anzulegen, solltest du zuerst überlegen, welche Fragen du später tatsächlich beantworten möchtest.
Tags nach Anlageform
- Einzelaktie
- ETF-Kern
- Dividenden-ETF
- Anleihe
- Geldmarkt
- Kryptowährung
- Immobilien
- Sachwert
Ein Teil dieser Informationen lässt sich bereits über die vorhandenen Produkt- und Assetklassenfilter abbilden. Eigene Tags sind vor allem dann sinnvoll, wenn deine Einteilung genauer oder persönlicher sein soll.
Tags nach Strategie
- Dividende
- Wachstum
- Value
- Buy and Hold
- Turnaround
- Spekulation
- Altersvorsorge
- Vermögensschutz
Damit kannst du prüfen, wie groß einzelne Strategiebausteine geworden sind und welchen Beitrag sie zum Gesamtdepot leisten.
Tags nach Aufgabe im Depot
- Kern
- Ergänzung
- Einkommen
- Stabilität
- Risiko
- Liquiditätsreserve
- Beobachten
- Verkauf prüfen
Diese Einteilung konzentriert sich nicht auf die Art des Wertpapiers, sondern auf seine Rolle im Portfolio.
Tags nach Spar- und Zahlungsstatus
- Sparplan aktiv
- Einmalkauf
- Ausschüttend
- Thesaurierend
- monatliche Ausschüttung
- quartalsweise Ausschüttung
- Sparplan pausiert
Für Anleger mit Fokus auf laufende Erträge können solche Tags besonders nützlich sein. Ergänzende Grundlagen findest du im Artikel über Dividenden-ETFs und regelmäßige Ausschüttungen.
Ein mögliches Tag-System für Einsteiger
Unbegrenzte Tags bedeuten nicht, dass jede Position zehn oder mehr Schlagwörter benötigt. Ein zu umfangreiches System kann die Übersicht sogar verschlechtern.
Für den Einstieg reichen häufig drei Kategorien:
1. Strategie
Beispiele:
- ETF-Kern
- Dividende
- Wachstum
- Spekulation
2. Aufgabe
Beispiele:
- Altersvorsorge
- passives Einkommen
- Kapitalerhalt
- langfristiger Vermögensaufbau
3. Status
Beispiele:
- Sparplan aktiv
- halten
- beobachten
- Verkauf prüfen
Eine Position erhält dann höchstens einen passenden Tag aus jeder Kategorie. Dadurch bleibt das System auch bei vielen Wertpapieren verständlich.
Ein Beispiel:
| Position | Strategie | Aufgabe | Status |
|---|---|---|---|
| Welt-ETF | ETF-Kern | Altersvorsorge | Sparplan aktiv |
| Dividendenaktie | Dividende | passives Einkommen | halten |
| Wachstumsaktie | Wachstum | Vermögensaufbau | beobachten |
| spekulative Position | Spekulation | Beimischung | Verkauf prüfen |
Diese Struktur ist nur ein Beispiel und keine Empfehlung für bestimmte Anlageformen.
Tags und Ansichten gemeinsam nutzen
Ihr größter Nutzen entsteht, wenn Tags nicht isoliert verwendet, sondern mit Ansichten kombiniert werden.
Der Ablauf ist einfach:
- Du vergibst passende Tags an deine Positionen.
- Du erstellst eine neue Ansicht.
- Als Filter wählst du einen oder mehrere Tags.
- Parqet nimmt automatisch alle passenden Positionen in die Ansicht auf.
- Neue Käufe erscheinen ebenfalls, sobald sie die gewählten Kriterien erfüllen.
Eine Ansicht könnte beispielsweise alle Positionen mit dem Tag „Dividende“ enthalten. Dadurch erhältst du eine gemeinsame Auswertung deiner Einkommensstrategie, selbst wenn die Wertpapiere über mehrere Depots verteilt sind.
Weitere mögliche Ansichten wären:
- alle Kern-ETFs,
- alle aktiven Sparpläne,
- das gesamte Einkommensdepot,
- alle spekulativen Positionen,
- das Vermögen eines Familienmitglieds,
- alle nachhaltigen Anlagen,
- alle verkauften Positionen einer Strategie.
Der große Vorteil: Du musst keine zusätzlichen Transaktionen importieren und keine Schattenportfolios führen. Die Ansicht greift auf die bereits vorhandenen Daten zurück.
Wie helfen Tags bei der Depotanalyse?
Eine gute Depotanalyse beginnt nicht bei der Frage, welche Position zuletzt besonders stark gestiegen ist. Wichtiger ist, ob das Gesamtportfolio weiterhin zur eigenen Strategie passt.
Tags und Ansichten können dabei helfen, verschiedene Bereiche getrennt zu beurteilen.
Strategiegewichtung erkennen
Du kannst prüfen, welcher Anteil deines Vermögens zum langfristigen Kern gehört und wie groß spekulative oder stark ausschüttungsorientierte Beimischungen geworden sind.
Performance sinnvoll vergleichen
Eine reine Gegenüberstellung einzelner Wertpapiere kann irreführend sein. Mit Ansichten lassen sich vollständige Strategiebausteine miteinander vergleichen.
Dabei solltest du berücksichtigen, dass unterschiedliche Einzahlungen, Kaufzeitpunkte und Ausschüttungen die Ergebnisse beeinflussen. Wie solche Kennzahlen einzuordnen sind, erkläre ich ausführlich in meiner Übersicht zur Depot-Performance und Wertentwicklung.
Klumpenrisiken entdecken
Mehrere ETFs oder Aktien können dieselben Unternehmen, Branchen oder Regionen enthalten. Eine hohe Zahl an Positionen bedeutet deshalb nicht automatisch eine breite Streuung.
Tags können zwar keine vollständige Überschneidungsanalyse ersetzen, sie helfen aber dabei, thematisch ähnliche Anlagen sichtbar zusammenzufassen.
Rebalancing vorbereiten
Wenn sich einzelne Depotbereiche unterschiedlich entwickeln, kann die ursprüngliche Gewichtung verloren gehen. Eine Ansicht für jeden Strategiebaustein erleichtert die Kontrolle.
Nicht immer müssen dafür Wertpapiere verkauft werden. Häufig lässt sich die Verteilung bereits über veränderte Sparraten schrittweise korrigieren. Mehr dazu erfährst du im Ratgeber zum Rebalancing im Depot.
Welche Fehler solltest du bei Tags vermeiden?
Die neue Freiheit kann dazu verleiten, für jede Kleinigkeit einen eigenen Tag anzulegen. Das führt schnell zu einem zweiten Datensystem, das regelmäßig gepflegt werden muss.
Zu viele ähnliche Bezeichnungen
Tags wie „Dividende“, „Dividendenaktie“, „Dividendendepot“ und „Ausschütter“ können denselben Zweck erfüllen. Entscheide dich möglichst für eine einheitliche Bezeichnung.
Unterschiedliche Schreibweisen
„ETF Kern“, „ETF-Kern“ und „Kern ETF“ können als getrennte Tags behandelt werden. Einheitliche Namen verhindern unnötige Dopplungen.
Objektive Daten doppelt erfassen
Informationen wie Produkttyp, Assetklasse oder Status kann Parqet teilweise bereits automatisch filtern. Ein eigener Tag ist nur nötig, wenn du eine zusätzliche persönliche Einteilung benötigst.
Tags ohne klaren Nutzen
Bevor du einen neuen Tag anlegst, stelle dir eine einfache Frage: Möchte ich später nach diesem Merkmal filtern oder eine eigene Ansicht daraus erstellen?
Wenn die Antwort nein lautet, benötigst du den Tag wahrscheinlich nicht.
Einmal einrichten und nie wieder prüfen
Strategien und persönliche Ziele können sich verändern. Daher solltest du deine Tags gelegentlich kontrollieren und nicht mehr benötigte Einteilungen bereinigen.
Sind unbegrenzte Tags einen kostenpflichtigen Tarif wert?
Diese Frage lässt sich nicht allein anhand der neuen Funktion beantworten.
Wer ein kleines Depot mit wenigen Positionen besitzt, benötigt möglicherweise weder zahlreiche Tags noch mehrere Ansichten. Die kostenlose Basisversion kann dann weiterhin ausreichen.
Bei mehreren Depots, unterschiedlichen Strategien oder einer größeren Zahl an Wertpapieren steigt der Nutzen. Besonders interessant wird die Funktion, wenn du:
- mehrere Broker in Parqet verwaltest,
- ETFs und Einzelaktien getrennt analysieren möchtest,
- verschiedene Dividendenstrategien nutzt,
- Familien- oder Kinderdepots abbildest,
- zahlreiche Sparpläne verwaltest,
- bestimmte Depotbereiche regelmäßig vergleichst.
Ob sich ein Abonnement lohnt, hängt dennoch vom gesamten Funktionsumfang und nicht nur von den Tags ab. Berücksichtige daher ebenfalls Analysefunktionen, Ansichten, Dividendenwerkzeuge, Importmöglichkeiten sowie die Anzahl deiner Portfolios und Watchlists.
Datenschutz bei öffentlichen Ansichten beachten
Parqet-Ansichten können je nach Einstellung öffentlich freigegeben werden. Das ist praktisch, wenn du bestimmte Depotbereiche auf deinem Blog zeigen oder mit anderen teilen möchtest.
Bevor du einen öffentlichen Link veröffentlichst, solltest du kontrollieren:
- welche Positionen sichtbar sind,
- ob absolute Beträge angezeigt werden,
- welche Transaktionen einsehbar sind,
- ob Rückschlüsse auf dein Gesamtvermögen möglich sind,
- ob die Ansicht tatsächlich nur die gewünschten Tags und Filter enthält.
Eine gefilterte Ansicht ist nicht automatisch anonym. Prüfe deshalb die öffentliche Darstellung immer in einem ausgeloggten Browserfenster, bevor du den Link weitergibst.
Mein Fazit zum Parqet-Update
Die unbegrenzte Anzahl an Tags ist kein spektakuläres Börsenwerkzeug, das automatisch bessere Anlageentscheidungen trifft. Für die praktische Depotverwaltung ist das Update trotzdem wertvoll.
Tags ermöglichen eine persönliche Struktur, die über Broker, Konten und vorgegebene Anlageklassen hinausgeht. Zusammen mit den neuen Ansichten lassen sich ETFs, Einzelaktien, Dividendenwerte oder andere Strategiebausteine getrennt analysieren, ohne zusätzliche Portfolios anzulegen.
Für mein eigenes Depot ist vor allem die Möglichkeit hilfreich, meinen ETF-Bereich separat abzubilden und dennoch mit denselben zugrunde liegenden Transaktionen zu arbeiten.
Die Aufhebung des Limits nimmt Nutzern die Sorge, ihr Ordnungssystem an einer künstlichen Obergrenze ausrichten zu müssen. Entscheidend bleibt jedoch ein verständliches Konzept. Unbegrenzt viele Tags schaffen nur dann mehr Übersicht, wenn jeder Tag eine klare Aufgabe besitzt.
Hinweis: Dieser Artikel beruht auf meiner persönlichen Nutzung und allgemeinen Informationen. Er stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung für ein bestimmtes Abonnement oder Finanzprodukt dar. Parqet ist ein externer Anbieter; Funktionen, Preise und Tarifgrenzen können sich ändern.
Quellen und weiterführende Informationen
- Parqet Community: Tags ab sofort ohne Limit und weitere Neuigkeiten, veröffentlicht am 16. Oktober 2026.
- Parqet Changelog: Tags unbegrenzt und höhere Limits, Stand 16. Oktober 2026.
- Parqet: Ansichten erstellen und Depotbestände filtern, veröffentlicht am 2. Oktober 2026.
- Parqet: Aktuelle Tarife und Funktionsübersicht. parqet.com
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