Mein Depot im Monatsrückblick

Depotrückblick Juni 2026

Im Juni 2026 stand mein Depot noch vor den größeren Veränderungen, die ich in den darauffolgenden Monaten vorgenommen habe. Der Rückblick zeigt deshalb besonders gut, wie mein Portfolio zu diesem Zeitpunkt aufgebaut war und welche Wertpapiere meine Entwicklung und laufenden Einnahmen bestimmten.

In diesem Monatsrückblick erfährst du transparent, wie sich mein Depot im Juni entwickelt hat. Ich zeige dir den damaligen Depotwert, die erzielte Performance, meine Käufe und Verkäufe sowie die erhaltenen Dividenden und Ausschüttungen. Außerdem werfe ich einen Blick auf die stärksten und schwächsten Positionen des Monats.

Datenstand: 30. Juni 2026

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Mein Depot im Juni 2026: hohe Ausschüttungen treffen auf deutliche Kursverluste

Der Juni 2026 war für mein Depot ein schwacher Börsenmonat. Zwar erhielt ich fast 2.800 Euro an Bruttoausschüttungen, gleichzeitig verloren meine Wertpapiere jedoch deutlich an Wert. Unter dem Strich konnte das hohe passive Einkommen die negative Kursentwicklung nur teilweise auffangen.

Gerade bei einem ausschüttungsorientierten Portfolio ist diese Gegenüberstellung wichtig. Hohe Dividenden oder Optionsprämien sehen zunächst attraktiv aus. Für die tatsächliche Performance zählt jedoch die Gesamtheit aus Kursentwicklung, Ausschüttungen, Steuern und Kosten.

In diesem Depotrückblick zeige ich transparent, wie sich mein Portfolio im Juni 2026 entwickelt hat, welche Wertpapiere ich gekauft habe und welche Positionen besonders stark zum Ergebnis beigetragen haben.

Die wichtigsten Depotzahlen im Juni 2026

Kennzahl Juni 2026
Depotwert zum Monatsanfang 101.352,56 Euro
Depotwert zum Monatsende 97.646,11 Euro
Veränderung des Depotwertes −3.706,44 Euro
Zeitgewichtete Rendite (TTWROR) −2,92 Prozent
Netto-Wertveränderung der Positionen −5.806,07 Euro
Bruttoausschüttungen 2.793,57 Euro
Nettoausschüttungen 2.084,95 Euro
Steuern auf Ausschüttungen 708,62 Euro
Kaufvolumen ohne Gebühren 2.082,13 Euro
Kaufvolumen einschließlich Gebühren 2.099,63 Euro
Gebühren insgesamt 17,50 Euro
Verkäufe keine
Offene Positionen zum Monatsende 21

Mein Depotwert sank im Juni von 101.352,56 Euro auf 97.646,11 Euro. Das entspricht einem nominalen Rückgang um 3.706,44 Euro beziehungsweise rund 3,66 Prozent.

Diese einfache Differenz ist allerdings nicht mit der tatsächlichen Anlagerendite gleichzusetzen. Während des Monats fanden weitere Käufe statt und es wurden Ausschüttungen ausgezahlt. Die zeitgewichtete Rendite berücksichtigt solche Zahlungsströme und lag bei minus 2,92 Prozent.

Warum fiel mein Depot trotz hoher Ausschüttungen?

Die vorhandenen Positionen verloren im Juni netto 5.806,07 Euro an Wert. Dem standen Bruttoausschüttungen von 2.793,57 Euro gegenüber.

Vereinfacht ergibt sich:

−5.806,07 Euro Wertentwicklung + 2.793,57 Euro Ausschüttungen − 17,50 Euro Gebühren = −3.030,00 Euro

Diese vereinfachte Betrachtung erklärt den größten Teil der negativen Monatsentwicklung. Sie entspricht nicht exakt der TTWROR-Berechnung von Parqet, weil diese zusätzlich den Zeitpunkt der einzelnen Zahlungsströme berücksichtigt.

Der Juni zeigt dennoch deutlich: Eine hohe Ausschüttung schützt nicht automatisch vor einem Verlustmonat. Wenn der Kurs eines Wertpapiers stärker fällt als seine Auszahlung, bleibt die Gesamtrendite negativ.

Meine Käufe im Juni 2026

Im Juni führte ich vier Käufe mit einem Gesamtvolumen von 2.082,13 Euro vor Gebühren aus. Einschließlich der Orderkosten investierte ich 2.099,63 Euro.

Datum Wertpapier ISIN Kaufbetrag Gebühren
2. Juni IncomeShares Apple Options ETP XS2901884663 548,64 Euro 5,50 Euro
12. Juni L&G Global Quality Dividends UCITS ETF IE0005AJA0P1 698,34 Euro 5,50 Euro
12. Juni IncomeShares Apple Options ETP XS2901884663 518,95 Euro 5,50 Euro
12. Juni VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF NL0011683594 316,20 Euro 1,00 Euro

Die Käufe verteilten sich auf drei Wertpapiere. Zwei davon gehören heute zu meinem ETF-Kern, während der IncomeShares Apple Options ETP dem stärker ausschüttungsorientierten Teil meines Depots zuzuordnen ist.

IncomeShares Apple zweimal aufgestockt

Den IncomeShares Apple Options ETP kaufte ich im Juni zweimal nach:

  • 72 Anteile am 2. Juni
  • 70 Anteile am 12. Juni

Insgesamt investierte ich 1.067,59 Euro vor Gebühren. Einschließlich der beiden Ordergebühren betrug der Kapitaleinsatz 1.078,59 Euro.

Das Produkt basiert auf einer optionsgestützten Ertragsstrategie rund um die Apple-Aktie. Es handelt sich nicht um ein gewöhnliches Direktinvestment in Apple. Ein wesentlicher Teil der angestrebten Ausschüttungen wird über Optionen erzeugt.

Solche Produkte können laufende Einnahmen liefern, besitzen aber besondere Risiken. Dazu zählen eine eingeschränkte Teilnahme an starken Kurssteigerungen, eine hohe Abhängigkeit vom Basiswert und mögliche Wertverluste, die deutlich über den erhaltenen Ausschüttungen liegen können.

Im Juni wurde dieses Risiko sichtbar: Trotz der beiden Nachkäufe und einer Ausschüttung von 97,15 Euro verlor die Position im Monatsverlauf rund 368,85 Euro beziehungsweise 8,07 Prozent an Wert.

Der spätere ETF-Kern nahm weiter Form an

Zusätzlich investierte ich im Juni in zwei breit gestreute Dividenden-ETFs:

  • 703,84 Euro einschließlich Gebühren in den L&G Global Quality Dividends UCITS ETF
  • 317,20 Euro einschließlich Gebühren in den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF

Zum Monatsende hatten die beiden Positionen folgende Werte:

ETF ISIN Wert am 30. Juni
VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF NL0011683594 5.295,84 Euro
L&G Global Quality Dividends UCITS ETF IE0005AJA0P1 3.412,30 Euro
Gesamtwert beider ETFs   8.708,14 Euro

Zusammen entsprachen sie rund 8,9 Prozent meines damaligen Depotwertes.

Der heutige ETF-Kern aus drei Wertpapieren war im Juni noch nicht vollständig. Der iShares World Equity High Income UCITS ETF mit der ISIN IE000KJPDY61 kam erst später hinzu. Der Rückblick zeigt damit den schrittweisen Aufbau meiner langfristigen ETF-Struktur.

Regelmäßige Käufe können dabei helfen, den Einstiegszeitpunkt über verschiedene Marktphasen zu verteilen. Die Grundlagen dazu findest du in meinem Ratgeber zum ETF-Sparplan für Einsteiger.

Keine Verkäufe im Juni

Im Juni habe ich keine Position verkauft. Dadurch entstanden weder realisierte Kursgewinne noch realisierte Kursverluste.

Die Zahl der offenen Positionen lag zum Monatsende bei 21. Mein Vorgehen bestand damit hauptsächlich aus dem Ausbau vorhandener Anlagen und nicht aus einer größeren Umschichtung.

Die deutlich umfangreicheren Veränderungen im Depot erfolgten erst in den darauffolgenden Monaten.

Meine Dividenden im Juni 2026

Im Juni wurden insgesamt 21 Ausschüttungen verbucht.

Kennzahl Betrag
Bruttoausschüttungen 2.793,57 Euro
Steuern 708,62 Euro
Nettoausschüttungen 2.084,95 Euro
Effektive Steuerbelastung rund 25,4 Prozent

Von jedem Euro Bruttoausschüttung blieben mir damit im Durchschnitt knapp 75 Cent netto.

Die tatsächliche steuerliche Belastung einzelner Zahlungen unterschied sich. Einfluss darauf haben unter anderem die Art und Herkunft des Wertpapiers, Quellensteuern, die steuerliche Einordnung des Produkts sowie ein eventuell noch verfügbarer Sparer-Pauschbetrag.

Die größten Ausschüttungen des Monats

Wertpapier Brutto Netto
IncomeShares NVIDIA Options ETP 524,95 Euro 386,50 Euro
IncomeShares Tesla Options ETP 283,36 Euro 208,63 Euro
IncomeShares Nasdaq 100 Options ETP 248,22 Euro 182,75 Euro
YieldMax Big Tech Option Income UCITS ETF 177,65 Euro 144,86 Euro
IncomeShares S&P 500 Options ETP 159,63 Euro 117,53 Euro
IncomeShares Magnificent 7 Options ETP 150,49 Euro 110,80 Euro
IncomeShares Coinbase Options ETP 140,76 Euro 103,64 Euro
BlackRock TCP Capital 135,40 Euro 100,80 Euro
Invesco Mortgage Capital 130,33 Euro 97,03 Euro
YieldMax MSTR Option Income Strategy ETC 123,27 Euro 90,76 Euro

Die größte einzelne Ausschüttung stammte vom IncomeShares NVIDIA Options ETP. Mit 524,95 Euro entfielen knapp 18,8 Prozent der gesamten Bruttoausschüttungen des Monats auf diese eine Position.

Auffällig ist der große Anteil optionsbasierter Produkte. Die sieben in der Tabelle aufgeführten IncomeShares- und YieldMax-Produkte zahlten zusammen bereits deutlich mehr als 1.600 Euro brutto aus.

Diese Konzentration sorgte für hohe laufende Einnahmen, erhöhte aber zugleich die Abhängigkeit meines Depots von Technologiewerten, Optionsstrategien und einzelnen Basiswerten.

Weitere regelmäßige Ausschüttungen

Neben den größten Zahlungen erhielt ich im Juni auch Ausschüttungen von mehreren BDCs, CLO-Fonds und anderen einkommensorientierten Positionen:

  • Simplify Volatility Premium ETF: 115,43 Euro brutto
  • Oxford Square Capital: 114,94 Euro brutto
  • VanEck Dividend Leaders ETF: 77,76 Euro brutto
  • Oxford Lane Capital: 72,71 Euro brutto
  • Eagle Point Credit Company: 58,45 Euro brutto
  • YieldMax NVDA Option Income Strategy ETF: insgesamt 174,26 Euro brutto aus vier Zahlungen
  • L&G Global Quality Dividends ETF: 8,80 Euro brutto

Die vier Ausschüttungen des YieldMax NVDA ETF zeigen, dass nicht jedes Wertpapier nur monatlich oder quartalsweise zahlt. Bei bestimmten ausschüttungsorientierten Produkten können Zahlungen deutlich häufiger erfolgen.

Die Anzahl der Ausschüttungen sagt jedoch nichts über ihre Nachhaltigkeit oder die Gesamtrendite des Produktes aus.

Die größten Depotpositionen Ende Juni

Rang Position Depotwert Depotanteil
1 Tagesgeld 9.977,65 Euro 10,22 Prozent
2 IncomeShares NVIDIA Options ETP 9.237,14 Euro 9,46 Prozent
3 Invesco Mortgage Capital 8.671,58 Euro 8,88 Prozent
4 YieldMax Big Tech Option Income UCITS ETF 7.715,77 Euro 7,90 Prozent
5 IncomeShares S&P 500 Options ETP 7.063,62 Euro 7,23 Prozent
6 Simplify Volatility Premium ETF 6.615,50 Euro 6,77 Prozent
7 IncomeShares Nasdaq 100 Options ETP 6.195,89 Euro 6,35 Prozent
8 VanEck Dividend Leaders ETF 5.295,84 Euro 5,42 Prozent
9 YieldMax NVDA Option Income Strategy ETF 4.627,19 Euro 4,74 Prozent
10 IncomeShares Tesla Options ETP 4.611,29 Euro 4,72 Prozent

Die größte Position war zum Monatsende das in Parqet erfasste Tagesgeld mit 9.977,65 Euro. Es machte rund 10,2 Prozent des gesamten Portfolios aus.

Tagesgeld besitzt im Depot eine andere Funktion als Aktien oder ETFs. Es unterliegt keinen täglichen Börsenkursschwankungen und kann als liquide Reserve dienen. Wie sich diese Anlageform von einem börsengehandelten Geldmarktprodukt unterscheidet, erläutere ich im Vergleich Tagesgeld oder Geldmarkt-ETF.

Die größte Wertpapierposition war der IncomeShares NVIDIA Options ETP mit einem Monatsendwert von 9.237,14 Euro.

Die Gewinner im Juni 2026

Nur wenige meiner damaligen Positionen beendeten den Juni mit einer positiven Kursentwicklung.

Position Monatsentwicklung Veränderung
Invesco Mortgage Capital +2,62 Prozent +221,38 Euro
Simplify Volatility Premium ETF +2,03 Prozent +131,64 Euro
Oxford Square Capital +1,74 Prozent +75,08 Euro
L&G Global Quality Dividends ETF +1,46 Prozent +49,12 Euro

Den größten positiven Eurobeitrag lieferte Invesco Mortgage Capital. Neben dem Kursplus von 221,38 Euro erhielt ich aus der Position eine Bruttoausschüttung von 130,33 Euro.

Der L&G Global Quality Dividends ETF erreichte trotz des Nachkaufs und eines insgesamt schwachen Depotmonats eine positive zeitgewichtete Kursentwicklung von 1,46 Prozent.

Das Tagesgeld blieb naturgemäß ohne Kursveränderung.

Die Verlierer im Juni 2026

Auf der negativen Seite fielen vor allem die hohen Verluste mehrerer Optionsprodukte auf.

Position Monatsentwicklung Veränderung
YieldMax MSTR Option Income Strategy ETC −31,52 Prozent −667,85 Euro
IncomeShares Coinbase Options ETP −28,25 Prozent −483,36 Euro
YieldMax Big Tech Option Income UCITS ETF −12,06 Prozent −1.058,23 Euro
IncomeShares Magnificent 7 Options ETP −11,76 Prozent −452,10 Euro
BlackRock TCP Capital −11,45 Prozent −342,16 Euro
IncomeShares Tesla Options ETP −10,81 Prozent −559,12 Euro
Oxford Lane Capital −10,28 Prozent −365,73 Euro
IncomeShares NVIDIA Options ETP −9,61 Prozent −981,80 Euro
IncomeShares Apple Options ETP −8,07 Prozent −368,85 Euro
Eagle Point Credit Company −7,76 Prozent −305,23 Euro

Prozentual war der YieldMax MSTR Option Income Strategy ETC mit einem Verlust von 31,52 Prozent die schwächste größere Position.

Den größten negativen Eurobeitrag lieferte jedoch der YieldMax Big Tech Option Income UCITS ETF mit minus 1.058,23 Euro. Direkt dahinter folgte der IncomeShares NVIDIA Options ETP mit minus 981,80 Euro.

Gerade beim NVIDIA-Produkt wird der Unterschied zwischen Ausschüttung und Gesamtergebnis sichtbar:

  • Bruttoausschüttung: 524,95 Euro
  • monatliche Kursveränderung: −981,80 Euro
  • vereinfachtes Ergebnis vor Steuern: −456,85 Euro

Trotz der höchsten Ausschüttung im gesamten Depot blieb die Position für den Monat damit deutlich negativ.

Hohe Ausschüttungsrendite bedeutet nicht automatisch hohen Ertrag

Der Juni ist ein besonders anschauliches Beispiel dafür, weshalb ich Ausschüttungen nicht isoliert bewerte.

Ein Wertpapier kann 100 Euro auszahlen und gleichzeitig 300 Euro an Kurswert verlieren. Auf dem Verrechnungskonto erscheint eine Gutschrift, das Gesamtvermögen ist dennoch gesunken. Zusätzlich können Steuern und Gebühren den tatsächlich verbleibenden Betrag reduzieren.

Bei optionsbasierten Ertragsprodukten können besonders hohe Ausschüttungen teilweise aus vereinnahmten Optionsprämien stammen. Diese Strategie kann in seitwärts laufenden Märkten funktionieren, begrenzt aber häufig die Teilnahme an starken Kursanstiegen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass die Ausschüttungen einen fallenden Produktwert nicht ausgleichen.

Für meine Depotbeurteilung sind deshalb mindestens vier Werte relevant:

  1. die Kursentwicklung,
  2. die Bruttoausschüttungen,
  3. die Nettoausschüttungen nach Steuern,
  4. die Gesamtrendite einschließlich Kosten.

Erst gemeinsam zeigen diese Kennzahlen, was ein Wertpapier tatsächlich zu meinem Vermögensaufbau beigetragen hat.

Welche Rolle spielte das Tagesgeld?

Mit 9.977,65 Euro war das Tagesgeld Ende Juni meine größte einzelne Depotposition. Es wirkte als stabiler Gegenpol zu den schwankungsanfälligen Wertpapieren.

Der Bestand entsprach gut zehn Prozent des Gesamtdepots und bot damit eine vergleichsweise große liquide Reserve. Ob Tagesgeld Bestandteil eines Wertpapierdepots sein sollte, hängt von der persönlichen Betrachtung ab. In Parqet habe ich es einbezogen, damit meine Vermögensaufteilung möglichst vollständig sichtbar bleibt.

Wichtig ist die Trennung zwischen einer kurzfristig verfügbaren Reserve und langfristig investiertem Kapital. Ein Notgroschen soll in erster Linie Sicherheit und Liquidität bieten – nicht die höchstmögliche Rendite erzielen.

Was nehme ich aus dem Juni mit?

Der Juni 2026 zeigte mehrere Schwachstellen meiner damaligen Depotstruktur:

  • Ein großer Teil der Ausschüttungen hing von optionsbasierten Technologieprodukten ab.
  • Mehrere dieser Produkte verloren gleichzeitig deutlich an Wert.
  • Hohe monatliche Auszahlungen konnten die Kursverluste nicht vollständig kompensieren.
  • Der breit gestreute ETF-Anteil war noch vergleichsweise klein.
  • Einzelne Positionen hatten einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtergebnis.

Gleichzeitig waren bereits die ersten Bausteine des späteren ETF-Kerns vorhanden. Der L&G Global Quality Dividends ETF und der VanEck Dividend Leaders ETF erreichten zusammen einen Wert von mehr als 8.700 Euro.

Der schwache Monat war damit nicht nur ein negatives Ergebnis, sondern auch ein wichtiger Ausgangspunkt für die späteren Anpassungen meines Portfolios.

Fazit zum Depotrückblick Juni 2026

Mein Depot beendete den Juni mit einem Wert von 97.646,11 Euro. Gegenüber dem Monatsanfang sank der ausgewiesene Depotwert um 3.706,44 Euro. Die zeitgewichtete Rendite lag bei minus 2,92 Prozent.

Mit 2.793,57 Euro brutto waren die Ausschüttungen auf den ersten Blick sehr hoch. Nach 708,62 Euro Steuern blieben davon 2.084,95 Euro netto. Gleichzeitig verloren die Positionen insgesamt 5.806,07 Euro an Wert.

Ich investierte weitere 2.099,63 Euro einschließlich Gebühren und nahm keine Verkäufe vor. Meine Käufe konzentrierten sich auf den IncomeShares Apple Options ETP sowie die beiden späteren Kern-ETFs von L&G und VanEck.

Der Juni macht besonders deutlich, dass hohe Ausschüttungen allein noch keinen erfolgreichen Anlagemonat ergeben. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite aus Kursentwicklung, Ausschüttungen, Steuern und Kosten. Genau diese vollständige Betrachtung ist für mich der wichtigste Nutzen der monatlichen Depotdokumentation.

Dieser Beitrag dokumentiert ausschließlich meine persönliche Depotentwicklung. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu meinem Depot im Juni 2026

Hier findest du die wichtigsten Zahlen und Hintergründe zu meiner Depotentwicklung, den Ausschüttungen und meinen Käufen im Juni 2026 kompakt zusammengefasst.

Wie hoch war mein Depotwert Ende Juni 2026?

Am 30. Juni 2026 betrug mein Depotwert 97.646,11 Euro. Zu Beginn des Monats lag er bei 101.352,56 Euro.

Der ausgewiesene Depotwert sank damit um 3.706,44 Euro. Da im Monatsverlauf weitere Käufe und Ausschüttungen stattfanden, entspricht diese Differenz nicht exakt der tatsächlichen Anlagerendite.

Welche Rendite erzielte mein Depot im Juni?

Die von Parqet berechnete zeitgewichtete Rendite lag im Juni bei minus 2,92 Prozent.

Die zeitgewichtete Rendite, auch TTWROR genannt, reduziert den Einfluss von Einzahlungen und Entnahmen. Sie ist deshalb für die Bewertung der eigentlichen Depot-Performance aussagekräftiger als die reine Veränderung des Depotwertes.

Wie hoch waren meine Dividenden im Juni 2026?

Im Juni wurden 21 Ausschüttungen mit einem Gesamtbetrag von 2.793,57 Euro brutto verbucht.

Nach 708,62 Euro Steuern verblieben mir 2.084,95 Euro netto. Die effektive Steuerbelastung der im Monat erfassten Ausschüttungen betrug damit rund 25,4 Prozent.

Warum fiel das Depot trotz hoher Ausschüttungen?

Die vorhandenen Positionen verloren im Juni netto rund 5.806,07 Euro an Wert. Die Bruttoausschüttungen von 2.793,57 Euro konnten diesen Rückgang nur teilweise ausgleichen.

Der Monat zeigt damit besonders anschaulich, dass hohe Dividenden oder Optionsprämien nicht automatisch eine positive Gesamtrendite bedeuten.

Welche Wertpapiere habe ich im Juni gekauft?

Ich führte vier Käufe mit einem Gesamtvolumen von 2.099,63 Euro einschließlich Gebühren aus.

Zweimal kaufte ich den IncomeShares Apple Options ETP nach. Zusätzlich investierte ich in den L&G Global Quality Dividends ETF und den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF. Verkäufe gab es im Juni nicht.

War mein heutiger ETF-Kern im Juni schon vollständig?

Nein. Im Juni waren mit dem L&G Global Quality Dividends ETF und dem VanEck Dividend Leaders ETF erst zwei Bestandteile meines späteren ETF-Kerns vorhanden.

Gemeinsam hatten sie zum Monatsende einen Wert von 8.708,14 Euro. Der iShares World Equity High Income UCITS ETF kam erst später hinzu.

Welches Wertpapier zahlte die höchste Ausschüttung?

Die höchste einzelne Bruttoausschüttung stammte vom IncomeShares NVIDIA Options ETP. Das Produkt zahlte im Juni 524,95 Euro brutto beziehungsweise 386,50 Euro netto aus.

Gleichzeitig verlor die Position rund 981,80 Euro an Kurswert. Die hohe Ausschüttung konnte den Wertverlust daher nicht vollständig ausgleichen.

Welche Positionen entwickelten sich im Juni am besten?

Invesco Mortgage Capital erzielte mit plus 2,62 Prozent und einem Wertzuwachs von 221,38 Euro das stärkste Ergebnis unter den größeren Positionen.

Ebenfalls positiv entwickelten sich der Simplify Volatility Premium ETF, Oxford Square Capital und der L&G Global Quality Dividends ETF.

Welche Positionen belasteten mein Depot am stärksten?

Den größten negativen Eurobeitrag verursachte der YieldMax Big Tech Option Income UCITS ETF mit rund 1.058,23 Euro Kursverlust. Danach folgte der IncomeShares NVIDIA Options ETP mit minus 981,80 Euro.

Prozentual war der YieldMax MSTR Option Income Strategy ETC mit einem Rückgang von 31,52 Prozent die schwächste größere Position.

Welche Rolle spielte das Tagesgeld im Depot?

Das Tagesgeld hatte am 30. Juni einen Wert von 9.977,65 Euro und war damit die größte einzelne Depotposition. Sein Anteil am Gesamtdepot lag bei rund 10,2 Prozent.

Es diente als liquide und kursschwankungsfreie Reserve. Mehr über diese Funktion erfährst du in meinem Beitrag zum Aufbau eines Notgroschens sowie im Vergleich Tagesgeld oder Geldmarkt-ETF.

Ist dieser Depotrückblick eine Anlageempfehlung?

Nein. Der Beitrag dokumentiert ausschließlich meine persönliche Depotentwicklung und meine eigenen Entscheidungen.

Er stellt weder eine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der genannten Wertpapiere dar. Vergangene Entwicklungen erlauben keine verlässliche Vorhersage zukünftiger Ergebnisse.

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