ORDERS & AUSFÜHRUNG · KAUFAUFTRAG · ANGABEN & BEDINGUNGEN
Wie funktioniert eine Kauforder? Deinen Aktienkauf richtig beauftragen
Mit einer Kauforder beauftragst du deinen Broker, ein bestimmtes Wertpapier zu erwerben. Erfahre, welche Angaben du festlegst, wie Limit und Gültigkeit wirken und warum ein angenommener Auftrag noch keinen ausgeführten Kauf bedeutet.
Was ist eine Kauforder?
Eine Kauforder ist ein Auftrag, mit dem du deinen Broker beauftragst, ein bestimmtes Wertpapier zu erwerben. Du legst dabei fest, was du kaufen möchtest und unter welchen Bedingungen der Kauf erfolgen darf.
Zu den wichtigsten Angaben gehören das Wertpapier, die Stückzahl, der Handelsplatz, die Orderart und die Gültigkeit. Je nach Anbieter kannst du weitere Bedingungen ergänzen.
Eine aufgegebene Kauforder ist noch kein abgeschlossener Kauf. Erst wenn der Auftrag tatsächlich ausgeführt wird, kommt das entsprechende Geschäft zustande. Anschließend folgen Abrechnung und Abwicklung.
Was brauchst du, um eine Kauforder aufzugeben?
Für den üblichen Aktienkauf benötigst du ein Aktiendepot und ausreichend verfügbares Geld auf dem zugehörigen Verrechnungskonto. Dein Anbieter muss das gewünschte Wertpapier und den gewählten Handelsweg unterstützen.
Offene Kaufaufträge können bereits Geld reservieren. Deshalb kann der für neue Orders verfügbare Betrag niedriger sein als dein angezeigtes Kontoguthaben.
Berücksichtige außerdem Gebühren. Wenn du 1.000 Euro zur Verfügung hast, kannst du bei zusätzlichen Kaufkosten nicht unbedingt Aktien für den vollständigen Betrag von 1.000 Euro erwerben.
Wie dein Anbieter den Auftrag verarbeitet, erklärt der Ratgeber zu Brokerage.
Welche Angaben gehören zu einer Kauforder?
Die Darstellung unterscheidet sich zwischen Apps und Handelsplattformen. Inhaltlich geht es jedoch meist um dieselben Fragen.
| Angabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wertpapier | Welche Aktie oder welches andere Wertpapier möchtest du erwerben? |
| Kauf oder Verkauf | Welche Geschäftsrichtung soll gelten? |
| Stückzahl oder Betrag | Wie groß soll der Auftrag sein? |
| Handelsplatz | Wo soll die Order ausgeführt werden? |
| Orderart | Welche Bedingungen gelten für die Ausführung? |
| Preislimit | Welchen maximalen Stückpreis akzeptierst du bei einer Limit-Kauforder? |
| Gültigkeit | Wie lange darf der Auftrag aktiv bleiben? |
Nicht jede Kombination ist überall verfügbar. Insbesondere Käufe nach Geldbetrag und der Erwerb von Bruchstücken können besonderen Bedingungen unterliegen.
Schritt 1: Das richtige Wertpapier auswählen
Suche das Wertpapier möglichst anhand seiner ISIN oder WKN. Ein Unternehmensname allein reicht nicht immer aus: Es können verschiedene Aktiengattungen oder andere Produkte mit ähnlichen Bezeichnungen angeboten werden.
Kontrolliere vor der Orderfreigabe:
- den vollständigen Wertpapiernamen,
- die Kennnummer,
- die Produktart,
- gegebenenfalls die Aktiengattung,
- die Handels- und Abrechnungswährung.
Eine Aktie, ein Optionsschein und ein CFD auf dasselbe Unternehmen sind unterschiedliche Anlagen. Mit dem Kauf eines Produkts auf einen Aktienkurs wirst du nicht automatisch Aktionär.
Die technische Möglichkeit zum Kauf beantwortet außerdem nicht, ob die Anlage wirtschaftlich sinnvoll ist. Dafür brauchst du eine eigene Prüfung, wie sie etwa beim Stock-Picking beschrieben wird.
Schritt 2: Stückzahl und Kaufbudget festlegen
Bei einer klassischen Aktienorder gibst du üblicherweise die gewünschte Stückzahl an. Der Kaufwert ergibt sich aus der tatsächlich ausgeführten Menge und den jeweiligen Ausführungspreisen.
Bei einer Limit-Kauforder kannst du den maximalen Wertpapier-Kaufwert zunächst so überschlagen:
Stückzahl × Kaufpreislimit
Hinzu kommen mögliche Gebühren und gegebenenfalls Währungsumrechnungskosten.
Beispiel für dein Budget
Du möchtest zehn Aktien erwerben und höchstens 50 Euro je Aktie bezahlen. Der maximale Kaufwert beträgt damit 500 Euro.
Fallen zusätzlich 5 Euro Kaufgebühren an, benötigst du im vereinfachten Beispiel insgesamt bis zu 505 Euro.
Das Preislimit von 50 Euro begrenzt den Stückpreis des Wertpapiers. Es ist keine Obergrenze für sämtliche Kosten zusammen.
Schritt 3: Den Handelsplatz auswählen
Je nach Broker stehen verschiedene Börsen oder außerbörsliche Handelsmöglichkeiten zur Verfügung.
Für den Vergleich sind insbesondere wichtig:
- der aktuell verfügbare Kaufpreis,
- die zu diesem Preis angebotene Stückzahl,
- Handelsplatz- und Ordergebühren,
- Handelszeiten,
- verfügbare Orderarten.
Ein günstiger angezeigter Kurs hilft wenig, wenn er veraltet ist oder nur für einen kleinen Teil deiner gewünschten Stückzahl gilt.
Achte auch auf die Unterscheidung zwischen dem letzten Handelspreis und einem aktuellen Kaufangebot. Der letzte Abschluss muss nicht zu einem Preis erfolgt sein, zu dem du jetzt ebenfalls kaufen kannst.
Schritt 4: Market-Order oder Limit-Order festlegen
Die Orderart bestimmt wesentliche Bedingungen deines Auftrags.
Market-Kauforder: ohne eigene Preisgrenze
Eine Market-Order ist ein unlimitierter Auftrag. Beim Kauf wird auch die Bezeichnung „billigst“ verwendet.
Das bedeutet nicht, dass du besonders günstig oder unter dem Marktpreis kaufst. Der Auftrag soll zum nächstmöglichen verfügbaren Preis ausgeführt werden.
Bei ausreichender Liquidität und geöffnetem Markt kann das schnell geschehen. Der tatsächliche Preis ist aber nicht fest zugesichert. Auch mehrere Ausführungen zu unterschiedlichen Preisen sind möglich.
Limit-Kauforder: mit maximalem Stückpreis
Mit einer Limit-Order legst du fest, welchen Preis du je Aktie höchstens akzeptierst. Die Ausführung darf zu diesem Preis oder günstiger erfolgen.
Dafür kann die Order offen bleiben oder nur teilweise ausgeführt werden.
Ein Limit ist außerdem keine Bewertung des Unternehmens. Eine Aktie kann unter deinem Limit gekauft werden und anschließend weiter fallen.
| Eigenschaft | Market-Kauforder | Limit-Kauforder |
|---|---|---|
| Eigene Preisobergrenze | Nein | Ja |
| Ausführungspreis vorab festgelegt | Nein | Nur als Obergrenze |
| Ausführung garantiert | Nein | Nein |
| Risiko | Unerwartet hoher Kaufpreis möglich | Auftrag kann unausgeführt bleiben |
Beispiel: So wirkt ein Kauflimit
Du erteilst eine Kauforder über zehn Aktien mit einem Limit von 50 Euro je Aktie.
| Situation | Bedeutung für deine Order |
|---|---|
| Ausführbare Verkaufsangebote zu 49,80 € | Ein Kauf unter deinem Limit kann möglich sein. |
| Ausführbare Verkaufsangebote zu 50,00 € | Ein Kauf zum Limit kann möglich sein. |
| Ausschließlich Verkaufsangebote über 50,00 € | Zu diesen Preisen darf deine Order nicht ausgeführt werden. |
Ob die gesamte Stückzahl tatsächlich zum Zug kommt, hängt unter anderem von der verfügbaren Menge, anderen Aufträgen und den Handelsregeln ab.
Dass ein Chart kurz einen Kurs von 50 Euro zeigt, beweist deshalb nicht, dass deine Order hätte ausgeführt werden müssen.
Was ist eine Stop-Buy-Order?
Eine Stop-Buy-Order wird erst aktiviert, wenn eine festgelegte Auslöseschwelle erreicht wird. Sie kann beispielsweise verwendet werden, wenn ein Kauf erst nach einem Kursanstieg erfolgen soll.
Bei einer üblichen Stop-Market-Kauforder entsteht nach der Auslösung ein unlimitierter Kaufauftrag. Der Stop-Preis ist deshalb kein maximaler Kaufpreis.
Eine Stop-Limit-Kauforder kombiniert Auslöseschwelle und Preislimit. Nach der Aktivierung darf nur zum Limit oder günstiger gekauft werden. Dafür kann die Ausführung ausbleiben.
Die Begriffe und Auslösebedingungen unterscheiden sich teilweise zwischen Anbietern. Prüfe deshalb die konkrete Beschreibung, bevor du solche Funktionen verwendest.
Schritt 5: Die Gültigkeit bestimmen
Mit der Gültigkeit legst du fest, wie lange eine noch nicht vollständig ausgeführte Order aktiv bleiben darf.
Häufige Varianten sind:
- Tagesgültig: Der Auftrag gilt für den betreffenden Handelstag.
- Bis zu einem Datum: Der Auftrag bleibt längstens bis zum gewählten Termin aktiv.
- Bis auf Widerruf: Der Auftrag bleibt innerhalb der vom Anbieter und Handelsplatz vorgesehenen Grenzen aktiv, bis er ausgeführt oder gelöscht wird.
Besondere Ereignisse können ebenfalls zur Löschung oder Anpassung offener Orders führen. Die jeweiligen Regeln solltest du beim Anbieter nachlesen.
Eine lange Gültigkeit ist keine Aufforderung, den Auftrag zu vergessen. Eine Kaufidee kann sich verändern, während die Order noch auf ihre Ausführung wartet.
Schritt 6: Kosten und Angaben vor der Freigabe prüfen
Bevor du bestätigst, kontrolliere die vollständige Orderübersicht.
Besonders wichtig sind:
- korrektes Wertpapier und richtige Geschäftsrichtung,
- Stückzahl beziehungsweise Kaufbetrag,
- Handelsplatz und Währung,
- Orderart und gegebenenfalls Preislimit,
- Gültigkeit,
- ausgewiesene Kosten,
- ausreichendes verfügbares Guthaben.
Achte auf Eingabefehler. Eine zusätzliche Null bei der Stückzahl oder ein falsch gesetztes Limit kann erhebliche Folgen haben.
Bestätige die Order erst, wenn du ihre Bedingungen verstanden hast. Ein Klick auf „Kaufen“ ersetzt keine Prüfung der Anlage oder des Auftrags.
Was bedeuten die verschiedenen Orderstatus?
Nach dem Absenden zeigt dein Anbieter den Bearbeitungsstand an. Die Bezeichnungen können variieren.
| Status | Typische Bedeutung |
|---|---|
| Angenommen oder erfasst | Der Auftrag ist eingegangen, aber noch nicht zwingend ausgeführt. |
| Offen | Der Auftrag ist weiterhin aktiv. |
| Teilausgeführt | Ein Teil der gewünschten Menge wurde gekauft. |
| Ausgeführt | Die gemeldete Ausführung ist erfolgt; die Abrechnung kann noch folgen. |
| Abgelaufen | Die Gültigkeit endete, ohne dass die offene Restmenge gekauft wurde. |
| Gestrichen | Der offene Auftrag beziehungsweise Restauftrag wurde gelöscht. |
| Abgelehnt | Der Auftrag wurde nicht angenommen oder konnte nicht weiterverarbeitet werden. |
Bei einer Teilausführung können bereits Aktien gekauft worden sein, obwohl der übrige Auftrag später abläuft oder gestrichen wird. Prüfe daher immer auch die tatsächlich ausgeführte Stückzahl.
Was passiert bei einer Teilausführung?
Angenommen, du möchtest 20 Aktien kaufen. Zu deinen Bedingungen stehen zunächst nur acht Stück zur Verfügung. Dann kann eine Ausführung über acht Aktien erfolgen, während zwölf Stück offen bleiben.
Später kann die Restmenge ebenfalls gekauft werden – möglicherweise zu einem anderen Preis innerhalb deines Limits.
Ob Teilausführungen zusätzliche Gebühren verursachen, hängt vom Preismodell ab. Prüfe diese Bedingungen insbesondere bei größeren Aufträgen oder weniger liquiden Wertpapieren.
Manche Handelsplätze bieten Zusätze wie „Immediate or Cancel“ oder „Fill or Kill“ an. Diese verändern den Umgang mit sofort ausführbaren Mengen. Für ihre Verwendung musst du die jeweilige Funktionsweise genau kennen; sie sind nicht bei jedem Anbieter verfügbar.
Kannst du eine Kauforder ändern oder stornieren?
Noch offene Aufträge lassen sich je nach Anbieter und Handelsplatz ändern oder streichen. Welche Angaben geändert werden können, ist unterschiedlich. Manchmal muss die alte Order gelöscht und eine neue aufgegeben werden.
Ein abgesendeter Streichungsauftrag ist noch keine bestätigte Streichung. Bis die Löschung wirksam ist, kann eine Ausführung erfolgen.
Gib deshalb nicht vorschnell einen identischen Ersatzauftrag auf. Andernfalls besteht das Risiko, dass beide Orders ausgeführt werden.
Ein bereits ausgeführtes Geschäft lässt sich nicht einfach durch das Löschen der Order rückgängig machen. Ein späterer Verkauf wäre ein neues Geschäft mit eigenen Kosten und Risiken.
Was solltest du nach dem Kauf kontrollieren?
Prüfe die Abrechnung insbesondere auf:
- Wertpapier und Stückzahl,
- Ausführungspreis beziehungsweise einzelne Teilausführungen,
- Gebühren,
- Währungsumrechnung,
- Handels- und Abwicklungsdatum,
- Belastung des Verrechnungskontos.
Bewahre die Unterlagen auf. Eine Position kann bereits im Depot angezeigt werden, während die abschließende Lieferung und Zahlung noch abgewickelt wird.
Anschließend beginnt das eigentliche Anlagerisiko: Ein korrekt ausgeführter Kauf schützt nicht vor Kursverlusten. Auch eine sorgfältige Fundamentalanalyse kann Unsicherheit nur einordnen, nicht beseitigen.
Fazit: Eine Kauforder legt die Bedingungen fest, nicht den Anlageerfolg
Mit einer Kauforder bestimmst du, welches Wertpapier dein Broker unter welchen Bedingungen erwerben soll. Stückzahl, Handelsplatz, Orderart und Gültigkeit beeinflussen, ob und wie der Auftrag ausgeführt werden kann.
Ein Limit begrenzt den akzeptierten Stückpreis, garantiert aber keinen Kauf. Eine Auftragsbestätigung bedeutet noch keine Ausführung, und eine gewünschte Stornierung muss erst wirksam werden.
Prüfe deshalb vor der Freigabe alle Angaben und danach den tatsächlichen Ausführungsstatus sowie die Abrechnung.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar.
Quellen und weiterführende Informationen
- Börse Frankfurt: Bestandteile einer Wertpapierorder. boerse-frankfurt.de
- Deutsche Börse: Ordertypen und Gültigkeitsbeschränkungen. cashmarket.deutsche-boerse.com
- ING: Verfügbarer Kaufbetrag sowie anbieterspezifische Regeln zum Ändern und Löschen von Orders. ING
- Consorsbank: Hintergründe zu Teilausführungen. Consorsbank
- comdirect: Bestätigungspflicht bei Änderungen und Streichungen. comdirect FAQs
Häufige Fragen zur Kauforder
Wie wirken Limit und Gültigkeit, warum bleibt ein Auftrag manchmal offen und was bedeutet eine Teilausführung? Hier findest du verständliche Antworten, damit du deine Kauforder prüfen und ihren Status richtig einordnen kannst.
Was ist eine Kauforder einfach erklärt?
Eine Kauforder ist der Auftrag an deinen Broker, ein bestimmtes Wertpapier unter festgelegten Bedingungen zu erwerben. Dazu gehören etwa Stückzahl, Handelsplatz, Orderart und Gültigkeit. Erst durch eine tatsächliche Ausführung kommt das entsprechende Kaufgeschäft zustande.
Welche Angaben muss ich vor dem Absenden prüfen?
Kontrolliere Wertpapierkennung, Produktart, Geschäftsrichtung, Stückzahl oder Betrag, Handelsplatz und Währung. Prüfe außerdem Orderart, Preislimit, Gültigkeit und ausgewiesene Kosten. Ähnliche Wertpapiernamen können unterschiedliche Aktiengattungen oder ganz andere Produkte bezeichnen.
Was unterscheidet eine Market-Kauforder von einer Limit-Kauforder?
Eine Market-Kauforder enthält keine eigene Preisobergrenze und zielt auf die Ausführung zum nächstmöglichen verfügbaren Preis. Eine Limit-Kauforder erlaubt nur einen Kauf zum festgelegten Stückpreis oder günstiger. Dafür kann sie offen bleiben oder nur teilweise ausgeführt werden.
Bedeutet „billigst“, dass ich besonders günstig kaufe?
Nein. „Billigst“ bezeichnet einen unlimitierten Kaufauftrag. Es ist weder ein Rabatt noch die Zusage eines bestimmten Preises. Bei schnellen Kursbewegungen oder begrenzter Liquidität kann der Ausführungspreis höher liegen als der zuvor angezeigte Kurs.
Begrenzt mein Kauflimit auch sämtliche Gebühren?
Nein. Das Limit begrenzt den akzeptierten Preis je Wertpapier, nicht automatisch die gesamte Kontobelastung. Bei zehn Aktien mit 50 Euro Limit beträgt der maximale Wertpapier-Kaufwert 500 Euro. Mögliche Gebühren und Währungsumrechnungskosten können zusätzlich anfallen.
Warum wird meine Order nicht ausgeführt, obwohl der Kurs mein Limit erreicht?
Der angezeigte Kurs kann ein früherer Abschluss, ein Kurs eines anderen Handelsplatzes oder eine verzögerte Information sein. Außerdem müssen passende Angebote für deine Order verfügbar sein. Andere Aufträge und die Handelsregeln beeinflussen, ob und in welchem Umfang deine Order zum Zug kommt.
Was bedeutet die Gültigkeit einer Kauforder?
Sie bestimmt, wie lange der noch offene Auftrag aktiv bleiben darf. Üblich sind tagesgültige Orders oder eine Gültigkeit bis zu einem Datum. Andere Varianten sowie Höchstdauern hängen vom Anbieter und Handelsplatz ab. Besondere Ereignisse können ebenfalls zur Anpassung oder Löschung führen.
Ist eine angenommene Kauforder bereits ein ausgeführter Kauf?
Nein. „Angenommen“ oder „erfasst“ bestätigt häufig zunächst nur den Eingang des Auftrags. Prüfe den tatsächlichen Orderstatus und die ausgeführte Stückzahl. Nach einer Ausführung können die Abrechnung und die endgültige Übertragung von Geld und Wertpapieren noch folgen.
Was passiert bei einer Teilausführung?
Dabei wird nur ein Teil der beauftragten Stückzahl gekauft. Der Rest bleibt je nach Orderbedingungen offen oder wird gelöscht. Bereits gekaufte Stücke bleiben auch dann gekauft, wenn der Restauftrag später abläuft oder gestrichen wird. Mögliche zusätzliche Gebühren richten sich nach dem Preismodell.
Kann ich eine Kauforder ändern oder stornieren?
Das ist bei noch offenen Aufträgen je nach Anbieter und Handelsplatz möglich. Eine Änderung oder Streichung muss jedoch erst wirksam werden; bis dahin kann eine Ausführung erfolgen. Prüfe die Bestätigung, bevor du einen Ersatzauftrag erteilst. Ein bereits ausgeführter Kauf lässt sich nicht einfach durch Löschen rückgängig machen.
Was unterscheidet Stop-Buy und Kauflimit?
Ein Kauflimit legt den maximal akzeptierten Stückpreis fest. Eine Stop-Buy-Schwelle aktiviert dagegen erst den Kaufauftrag. Bei einer Stop-Market-Variante entsteht danach ein unlimitierter Auftrag; der Stop ist keine Preisobergrenze. Eine Stop-Limit-Variante ergänzt ein Limit, kann dafür aber unausgeführt bleiben.
Was sollte ich nach dem Aktienkauf kontrollieren?
Prüfe Wertpapier, ausgeführte Stückzahl, Ausführungspreise, Gebühren, Währungsumrechnung sowie Handels- und Abwicklungsdatum. Vergleiche die Abrechnung mit dem Auftrag und der Kontobelastung. Bewahre die Unterlagen auf. Eine korrekte Ausführung schützt nicht vor späteren Kursverlusten.
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