PRAXIS · KONTOERÖFFNUNG · TAGESGELD

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto? – Schritt für Schritt erklärt

Von der passenden Bank über den Online-Antrag bis zur ersten Einzahlung: Erfahre, wie du ein Tagesgeldkonto eröffnest, welche Identitätsprüfung erforderlich ist und warum dein Referenzkonto für die sichere Verwaltung deiner Ersparnisse wichtig ist.

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Tagesgeldkonto eröffnen – so einfach startest du mit deinen Rücklagen

Du möchtest einen Notgroschen aufbauen, Geld für eine größere Anschaffung zurücklegen oder deine Ersparnisse nicht unverzinst auf dem Girokonto liegen lassen? Dann kann ein Tagesgeldkonto eine sinnvolle Ergänzung deiner finanziellen Organisation sein. Dein Guthaben bleibt grundsätzlich täglich verfügbar und kann zugleich Zinsen erwirtschaften.

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist bei vielen Banken online möglich. Dafür wählst du zunächst ein geeignetes Angebot, gibst deine persönlichen Daten ein und bestätigst deine Identität. Je nach Anbieter erfolgt diese Prüfung beispielsweise über VideoIdent, die Online-Ausweisfunktion oder PostIdent. Anschließend wird dein Tagesgeldkonto eingerichtet und mit einem Referenzkonto verknüpft, über das du Geld ein- beziehungsweise auszahlen kannst.

Auch wenn der Ablauf meistens unkompliziert ist, solltest du nicht einfach das Angebot mit dem höchsten beworbenen Zinssatz auswählen. Wichtig sind insbesondere die Dauer möglicher Aktionszinsen, die geltende Einlagensicherung, die Bedingungen für Auszahlungen und die Seriosität des Anbieters. Gerade bei vermeintlich besonders attraktiven Sparangeboten lohnt sich eine sorgfältige Prüfung.

In diesem Ratgeber begleiten wir dich durch die Tagesgeldkonto-Eröffnung in sieben Schritten. Du erfährst, welche Unterlagen du benötigst, wie die verschiedenen Identifizierungsverfahren funktionieren und worauf du vor deiner ersten Überweisung achten solltest. Eine praktische Checkliste hilft dir anschließend dabei, die einzelnen Schritte sicher und vollständig zu erledigen.

PRAXIS · IN 7 SCHRITTEN

Dein Weg zum eigenen Tagesgeldkonto

Von der ersten Angebotsprüfung bis zum fertig eingerichteten Sparkonto – so läuft die Kontoeröffnung üblicherweise ab.

SCHRITT FÜR SCHRITT
01

Bank auswählen

Zinsen, Bedingungen und Einlagensicherung vergleichen.

02

Antrag ausfüllen

Persönliche Angaben vollständig eintragen.

03

Identität prüfen

Zum Beispiel per VideoIdent, PostIdent oder eID.

04

Referenzkonto

Dein bestehendes Girokonto für Überträge hinterlegen.

05

Zugang aktivieren

Banking-Zugang einrichten und schützen.

06

Geld einzahlen

Erste Überweisung nach Kontoprüfung durchführen.

07

Steuern prüfen

Freistellungsauftrag passend einrichten.

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Wichtig: Der genaue Ablauf unterscheidet sich je nach Bank. Prüfe vor deiner ersten Überweisung, ob das Konto tatsächlich eröffnet wurde und die angegebenen Zahlungsdaten zum offiziellen Angebot gehören.

Wie eröffnest du ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto kannst du bei vielen Banken direkt über deren Webseite oder Banking-App eröffnen. Meist beginnt der Prozess mit einem Online-Antrag, gefolgt von der Prüfung deiner Identität und der Einrichtung deines Kontozugangs. Je nach Anbieter kann eine Eröffnung auch in einer Bankfiliale oder mit papiergebundenen Unterlagen erfolgen.

Ein Tagesgeldkonto unterscheidet sich dabei von einem Girokonto. Es dient in erster Linie dazu, Geld verzinst aufzubewahren und bei Bedarf wieder auf dein Referenzkonto zu übertragen. Für den täglichen Zahlungsverkehr, Kartenzahlungen oder gewöhnliche Lastschriften wird es normalerweise nicht verwendet.

Im Folgenden zeigen wir dir die sieben wesentlichen Schritte einer typischen Kontoeröffnung. Welche Nachweise im Einzelfall benötigt werden und wie lange die Bearbeitung dauert, hängt von der jeweiligen Bank ab.

Schritt 1: Die passende Tagesgeldbank auswählen

Bevor du ein Tagesgeldkonto eröffnest, solltest du mehrere Angebote miteinander vergleichen. Dabei ist der beworbene Zinssatz zwar wichtig, aber keineswegs das einzige Entscheidungskriterium.

Ein gutes Tagesgeldkonto sollte zu deinem Sparziel passen, verständliche Vertragsbedingungen besitzen und von einer seriösen Bank angeboten werden. Gerade wenn du einen Notgroschen anlegen möchtest, sind eine unkomplizierte Auszahlung und ein verlässlicher Kontozugang besonders wichtig.

Wie hoch ist der angebotene Tagesgeldzins?

Vergleiche zunächst den nominalen Jahreszinssatz. Die Angabe „2,50 % p. a.“ bedeutet beispielsweise, dass dein Guthaben mit einem auf ein Jahr bezogenen Satz von 2,50 % verzinst wird.

Beachte dabei, dass klassische Tagesgeldzinsen normalerweise variabel sind. Eine Bank kann den Zinssatz im Rahmen der vertraglichen Bedingungen erhöhen oder senken.

Ausführlich erklären wir die Berechnung in unserem Ratgeber Wie funktionieren Zinsen?.

Ist der Zinssatz dauerhaft oder befristet?

Einige Banken werben mit besonders hohen Neukundenzinsen. Häufig gelten diese nur für einen begrenzten Aktionszeitraum, beispielsweise drei oder sechs Monate. Danach wird dein Guthaben zum dann geltenden regulären Zinssatz verzinst.

Vergleiche deshalb nicht nur den Aktionszins, sondern auch die voraussichtliche Verzinsung nach dem Ende der Aktion. Bei einem längerfristig geplanten Tagesgeldkonto kann dieser Unterschied erheblich sein.

Gibt es einen Mindest- oder Höchstbetrag?

Manche Banken verzinsen Guthaben nur bis zu einer bestimmten Obergrenze mit dem beworbenen Satz. Andere Angebote sehen eine Mindesteinlage vor oder verwenden unterschiedliche Zinssätze für verschiedene Guthabenhöhen.

Prüfe deshalb, welcher Zinssatz tatsächlich für den Betrag gilt, den du anlegen möchtest. Ein attraktiver Zins für die ersten 10.000 Euro bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch 50.000 Euro zu denselben Konditionen verzinst werden.

Ist das Tagesgeldkonto kostenlos?

Viele Tagesgeldkonten werden ohne laufende Kontoführungsgebühren angeboten. Dennoch solltest du prüfen, ob das Angebot an zusätzliche Voraussetzungen gebunden ist, beispielsweise ein kostenpflichtiges Girokonto oder ein bestimmtes Kontomodell.

Die tatsächlichen Gesamtkonditionen sind entscheidend. Eine hohe Verzinsung verliert an Attraktivität, wenn für die Nutzung des Angebots vermeidbare Zusatzkosten entstehen.

Wie sicher ist die Bank?

Bei klassischen Bankeinlagen innerhalb der EU greift grundsätzlich die gesetzliche Einlagensicherung mit einer regulären Schutzgrenze von 100.000 Euro pro Person und Bank. Entscheidend ist, bei welcher rechtlichen Bank dein Geld tatsächlich liegt.

Hast du bei derselben Bank bereits ein Girokonto oder Festgeldkonto, werden entschädigungsfähige Einlagen grundsätzlich zusammengerechnet. Ausführliche Informationen findest du unter Wie sicher ist mein Geld?.

Schritt 2: Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Welche Voraussetzungen für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos gelten, hängt von der Bank und dem gewählten Produkt ab. Viele gewöhnliche Angebote richten sich an volljährige Privatkunden mit einer für die Bank akzeptierten steuerlichen Ansässigkeit und einem geeigneten Referenzkonto.

Ein Wohnsitz in Deutschland wird bei manchen Angeboten vorausgesetzt. Andere Banken können auch Personen mit einem Wohnsitz in weiteren Ländern akzeptieren. Ebenso können besondere Regelungen für Minderjährige, Gemeinschaftskonten oder Geschäftskunden bestehen.

Welche Unterlagen benötigst du?

Typischerweise solltest du einen gültigen amtlichen Identitätsnachweis bereithalten. Außerdem werden üblicherweise persönliche Angaben wie Name, Anschrift, Geburtsdatum und Kontaktdaten abgefragt.

Für die steuerliche Behandlung kann die Bank Angaben zu deiner steuerlichen Ansässigkeit und deiner steuerlichen Identifikationsnummer benötigen. Außerdem solltest du die IBAN deines vorgesehenen Referenzkontos kennen.

Kannst du ein Tagesgeldkonto ohne Girokonto eröffnen?

Bei vielen Banken benötigst du ein vorhandenes Girokonto als Referenzkonto. Es muss nicht zwingend bei derselben Bank geführt werden. Manche Anbieter setzen allerdings ein eigenes Girokonto voraus oder verknüpfen bestimmte Sonderkonditionen damit.

Wenn du noch kein geeignetes Konto besitzt, findest du die Grundlagen in unserem Girokonto-Ratgeber.

Schritt 3: Den Online-Antrag ausfüllen

Hast du ein passendes Angebot gefunden, startest du die Kontoeröffnung über die offizielle Webseite oder App der Bank. Der Antrag führt dich normalerweise durch mehrere Eingabeschritte.

Dabei gibst du deine persönlichen Daten ein, bestätigst gegebenenfalls steuerliche Angaben und hinterlegst die für die Kontoeröffnung erforderlichen Informationen. Häufig kannst du im Verlauf des Prozesses auch dein Referenzkonto angeben.

Kontrolliere deine Angaben sorgfältig. Insbesondere dein Name, dein Geburtsdatum und die Anschrift sollten mit deinen amtlichen Ausweisdokumenten übereinstimmen. Abweichungen können die Prüfung verzögern.

Welche Vertragsunterlagen solltest du lesen?

Bevor du den Antrag abschickst, solltest du das Preis- und Leistungsverzeichnis, die Kontobedingungen, die Angaben zur Verzinsung und den Informationsbogen für Einleger prüfen.

Wichtig sind insbesondere die Fragen, ob der Zinssatz variabel ist, ob ein Aktionszins nur zeitlich begrenzt gilt, welche Einlagen abgesichert sind und wie Auszahlungen durchgeführt werden.

Schritt 4: Warum musst du deine Identität bestätigen?

Banken müssen bei einer Kontoeröffnung gesetzliche Vorgaben zur Identifizierung ihrer Kunden erfüllen. Deshalb reicht es bei einer erstmaligen Kundenbeziehung normalerweise nicht aus, lediglich einen Namen und eine E-Mail-Adresse in ein Formular einzutragen.

Die Bank prüft, ob du tatsächlich die Person bist, für die das Konto eröffnet werden soll. Die dafür angebotenen Verfahren unterscheiden sich je nach Institut.

Identifizierung per VideoIdent

Bei einem VideoIdent-Verfahren bestätigst du deine Identität über eine Videoverbindung. Dazu benötigst du normalerweise ein geeignetes Smartphone oder einen Computer mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und ein akzeptiertes Ausweisdokument.

Während des Verfahrens werden deine Identitätsangaben geprüft. Je nach Anbieter musst du beispielsweise das Ausweisdokument in die Kamera halten und bestimmte Sicherheitsfragen oder weitere Prüfschritte durchführen.

Identifizierung per PostIdent

Beim klassischen PostIdent-Verfahren kannst du deine Identität über eine teilnehmende Postfiliale bestätigen lassen. Dafür benötigst du die entsprechenden Unterlagen beziehungsweise den von der Bank bereitgestellten Identifizierungscode sowie ein gültiges akzeptiertes Ausweisdokument.

Dieses Verfahren kann eine Alternative sein, wenn du keine Videoidentifizierung durchführen möchtest oder dein technisches Gerät dafür ungeeignet ist.

Identifizierung mit der Online-Ausweisfunktion

Einige Banken unterstützen die Identifizierung über die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises. Dafür benötigst du einen geeigneten elektronischen Ausweis mit aktivierter Funktion, die erforderliche PIN und eine kompatible technische Lösung.

Die Verfügbarkeit hängt vom Anbieter und dem jeweiligen Identifizierungsdienst ab.

Ident-VerfahrenTypische VoraussetzungBesonderheit
VideoIdentKamera, Internet, akzeptierter AusweisPrüfung über eine Videoverbindung
PostIdentAusweis und Bank-/Ident-UnterlagenIdentifizierung vor Ort
Online-AusweisfunktioneID-fähiger Ausweis, PIN, kompatibles GerätElektronische Identitätsprüfung
BankfilialeAusweisdokument und erforderliche AngabenPrüfung bei persönlichem Besuch

Welches Verfahren für dich am besten geeignet ist, hängt von deinen technischen Möglichkeiten und den Angeboten der Bank ab. Nicht jedes Institut stellt alle genannten Varianten zur Verfügung.

Schritt 5: Was ist das Referenzkonto beim Tagesgeld?

Das Referenzkonto ist ein mit deinem Tagesgeldkonto verknüpftes Konto, über das Auszahlungen und häufig auch Einzahlungen abgewickelt werden. Meist handelt es sich dabei um ein bereits bestehendes Girokonto auf deinen Namen.

Das Tagesgeldkonto selbst wird gewöhnlich nicht wie ein klassisches Zahlungskonto verwendet. Du kannst damit normalerweise keine alltäglichen Kartenzahlungen durchführen oder beliebige Lastschriften einziehen lassen.

Wenn du Geld vom Tagesgeldkonto verwenden möchtest, überweist du es deshalb zunächst auf das hinterlegte Referenzkonto.

Warum ist ein Referenzkonto sinnvoll?

Die Beschränkung von Auszahlungen auf ein vorher festgelegtes Konto kann ein zusätzlicher Sicherheitsmechanismus sein. Eine missbräuchliche Verfügung wird dadurch unter Umständen erschwert, weil Geld nicht ohne Weiteres auf beliebige fremde Konten übertragen werden kann.

Welche Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich bestehen, richtet sich allerdings nach den Bedingungen der jeweiligen Bank.

Muss das Referenzkonto bei derselben Bank liegen?

Nein, nicht grundsätzlich. Bei vielen Tagesgeldangeboten kannst du dein bereits bestehendes Girokonto einer anderen Bank verwenden. Andere Anbieter setzen ein internes Girokonto voraus.

Prüfe diese Voraussetzung vor der Eröffnung, insbesondere wenn ein vermeintlich kostenloses Tagesgeldkonto nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Girokontomodell angeboten wird.

Kannst du dein Referenzkonto später ändern?

Viele Banken ermöglichen eine Änderung des Referenzkontos. Dafür können jedoch zusätzliche Sicherheitsprüfungen erforderlich sein. Manche Institute verlangen eine schriftliche Bestätigung oder eine erneute Verifikation der neuen Bankverbindung.

Ändere dein Referenzkonto deshalb möglichst rechtzeitig und nicht erst unmittelbar vor einer dringend benötigten Auszahlung.

Schritt 6: Tagesgeldkonto aktivieren und Geld einzahlen

Nach erfolgreicher Identitätsprüfung und Bearbeitung deines Antrags richtet die Bank das Tagesgeldkonto ein. Du erhältst die erforderlichen Kontoinformationen und gegebenenfalls Zugangsdaten für das Online-Banking.

Bevor du Geld überweist, solltest du kontrollieren, ob die Kontoeröffnung tatsächlich abgeschlossen wurde und welche Zahlungsdaten dir die Bank über ihre offiziellen Kommunikationswege bestätigt hat.

Wie funktioniert die erste Einzahlung?

Je nach Bank überweist du den gewünschten Betrag von deinem Referenzkonto auf die angegebene Tagesgeldkontoverbindung oder nutzt eine bankinterne Umbuchung.

Bei einigen Anbietern sind Einzahlungen nur von bestimmten Konten möglich. Andere akzeptieren weitere eingehende Überweisungen. Informiere dich vorab über die genauen Bedingungen.

Ist eine kleine Testüberweisung sinnvoll?

Wenn du eine neue Bankverbindung erstmals verwendest, kann eine kleine Testüberweisung sinnvoll sein. Kontrolliere anschließend, ob der Betrag korrekt auf deinem Tagesgeldkonto eingegangen ist.

Diese Vorgehensweise ersetzt jedoch nicht die sorgfältige Prüfung des Empfängers. Besonders bei unbekannten Angeboten solltest du sicherstellen, dass die Zahlungsdaten tatsächlich zur vertraglich vereinbarten Bankverbindung gehören.

Wann beginnt die Verzinsung?

Die Verzinsung richtet sich nach den jeweiligen Vertragsbedingungen. In vielen Fällen beginnt sie mit dem maßgeblichen Eingang beziehungsweise der Wertstellung des Guthabens auf dem Tagesgeldkonto.

Ab wann ein Aktionszins gilt und ob dafür besondere Voraussetzungen erfüllt sein müssen, solltest du ebenfalls vor der Einzahlung klären.

Schritt 7: Freistellungsauftrag einrichten

Zinsen aus Tagesgeld gehören in Deutschland grundsätzlich zu den steuerpflichtigen Kapitalerträgen. Damit deine deutsche Bank den noch verfügbaren Sparer-Pauschbetrag bereits beim Steuerabzug berücksichtigen kann, kannst du einen Freistellungsauftrag einrichten.

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 2026 grundsätzlich 1.000 Euro für Einzelpersonen und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner.

Wenn du zusätzlich Festgeldkonten oder ein Wertpapierdepot besitzt, solltest du den Betrag nicht mehrfach einplanen. Die Summe deiner Freistellungsaufträge darf den zulässigen Höchstbetrag nicht überschreiten.

Wie die Besteuerung genau funktioniert, erklären wir in unserem Ratgeber Welche Steuern fallen auf Zinsen an?.

Wie lange dauert die Eröffnung eines Tagesgeldkontos?

Eine allgemeingültige Dauer gibt es nicht. Der eigentliche Online-Antrag lässt sich bei vielen Anbietern relativ zügig ausfüllen. Die gesamte Kontoeröffnung kann jedoch länger dauern, wenn die Identitätsprüfung, die Prüfung der Unterlagen oder die Freischaltung zusätzliche Zeit benötigen.

Beim VideoIdent- oder eID-Verfahren kann die Identifizierung ohne Filialbesuch erfolgen. Bei papiergebundenen Anträgen oder Identifizierung in der Postfiliale kommen gegebenenfalls weitere Bearbeitungsschritte hinzu.

Eine sofortige Kontoaktivierung solltest du deshalb nicht voraussetzen. Überweise dein Geld erst, wenn die Kontoeröffnung bestätigt wurde und die Zahlungsinformationen eindeutig vorliegen.

Ist die Tagesgeldkonto-Eröffnung kostenlos?

Viele Banken bieten Tagesgeldkonten ohne laufende Kontoführungsgebühren an. Daraus folgt aber nicht, dass sämtliche damit verbundenen Dienstleistungen oder andere erforderliche Konten immer kostenlos sind.

Prüfe beispielsweise, ob ein zusätzliches Girokonto vorgeschrieben ist, ob dafür Gebühren anfallen und welche Bedingungen für die Nutzung bestimmter Zinsangebote gelten.

Auch die Zinshöhe kann von einer Mindesteinlage, einem maximal verzinsten Betrag oder der Eigenschaft als Neukunde abhängen.

Wie sicher ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos im Internet?

Die digitale Kontoeröffnung ist bei seriösen Banken ein übliches Verfahren. Dennoch solltest du die Identität des Anbieters und die Echtheit seiner Webseite sorgfältig prüfen.

Besonders bei Tagesgeld- und Festgeldangeboten gibt es betrügerische Webseiten und Vermittlungsangebote, die bekannte Banken nachahmen oder vermeintlich außergewöhnlich hohe Zinsen versprechen.

Die offizielle Bankwebseite kontrollieren

Rufe die Webseite möglichst über eine selbst geprüfte Adresse auf. Verlasse dich nicht allein auf Suchmaschinenanzeigen, E-Mail-Links, Messenger-Nachrichten oder scheinbar offizielle Dokumente.

Prüfe das Impressum, den vollständigen Namen des Kreditinstituts sowie die Angaben zur Bankzulassung und zur Einlagensicherung.

Keine Zugangsdaten weitergeben

Deine PIN, TAN oder andere Sicherheitscodes solltest du niemals an vermeintliche Bankmitarbeiter weitergeben. Eine seriöse Bank verlangt nicht, dass du solche Zugangsdaten am Telefon oder in einer Messenger-Unterhaltung offenlegst.

Kontodaten vor der Überweisung prüfen

Eine besonders gefährliche Betrugsmasche besteht darin, dass Anleger Geld auf Konten überweisen, die tatsächlich Betrügern gehören. Die vorgelegten Kontoeröffnungsunterlagen können dabei professionell gefälscht sein.

Prüfe deshalb den angezeigten Empfängernamen bei der Überweisung und kläre jede Abweichung direkt über offizielle Kontaktwege der Bank. Eine ausländische IBAN ist für sich genommen kein Betrugsbeweis, verdient bei einem unerwarteten Zahlungsempfänger aber zusätzliche Aufmerksamkeit.

Kannst du mehrere Tagesgeldkonten eröffnen?

Grundsätzlich kannst du Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken besitzen, sofern die jeweiligen Anbieter die Eröffnung zulassen. Dadurch kannst du beispielsweise Konditionen vergleichen oder unterschiedliche Rücklagen organisatorisch voneinander trennen.

Bei mehreren Konten solltest du allerdings den Überblick über Zinssätze, Aktionsfristen, Freistellungsaufträge und die tatsächlichen Bankverbindungen behalten.

Wichtig ist außerdem, dass die gesetzliche Einlagensicherung regulär pro Person und Bank gilt. Mehrere Tagesgeldkonten bei demselben rechtlichen Kreditinstitut führen nicht automatisch zu mehreren separaten Sicherungsgrenzen.

Welche Fehler solltest du bei der Kontoeröffnung vermeiden?

Nur auf den Neukundenzins achten

Ein besonders hoher Zinssatz kann nur für wenige Monate gelten. Prüfe deshalb immer, welche Konditionen anschließend vorgesehen sind und ob du diese akzeptieren möchtest.

Das Referenzkonto nicht prüfen

Wenn dein gewähltes Girokonto nicht als Referenzkonto akzeptiert wird, kann dies die Einrichtung oder spätere Auszahlung erschweren. Kläre diese Voraussetzung möglichst vor der Eröffnung.

Den Freistellungsauftrag vergessen

Ohne passenden Freistellungsauftrag kann eine inländische Bank gegebenenfalls Kapitalertragsteuer einbehalten, obwohl du deinen Sparer-Pauschbetrag noch nicht ausgeschöpft hast.

Auf gefälschte Anbieter hereinfallen

Besonders hohe Zinsversprechen, Zeitdruck, ungewöhnliche Kommunikationswege oder unklare Überweisungsempfänger sind Gründe, die Angaben unabhängig zu überprüfen.

Die Einlagensicherung nicht berücksichtigen

Prüfe, bei welcher rechtlichen Bank das Guthaben tatsächlich liegt und welches Sicherungssystem zuständig ist. Bei größeren Beträgen solltest du auch bereits vorhandene Einlagen derselben Bank berücksichtigen.

Was machst du nach der Kontoeröffnung?

Nach der ersten Einzahlung ist die Einrichtung im Wesentlichen abgeschlossen. Trotzdem lohnt es sich, die Entwicklung deines Tagesgeldkontos regelmäßig zu kontrollieren.

Prüfe insbesondere, ob der vereinbarte beziehungsweise beworbene Zinssatz angewendet wird, wann mögliche Aktionen enden und ob deine Zinsgutschriften nachvollziehbar sind.

Für den Notgroschen kannst du regelmäßige Überweisungen von deinem Girokonto auf das Tagesgeldkonto einrichten, sofern deine Bank die entsprechenden Einzahlungen unterstützt. So wächst deine finanzielle Reserve schrittweise.

Wenn du unterschiedliche Konten zur Organisation deiner Finanzen nutzt, kann auch unser Ratgeberbereich zum Girokonto hilfreich sein.

Fazit: Ein Tagesgeldkonto eröffnen ist meist unkompliziert

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos erfolgt bei vielen Banken über einen digitalen Antrag mit anschließender Identitätsprüfung. Ein geeignetes Referenzkonto verbindet dein neues Sparkonto mit deinem bestehenden Zahlungsverkehr.

Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie einfach die Eröffnung abläuft. Vergleiche Zinsen und Aktionszeiträume, prüfe die Einlagensicherung und vergewissere dich, dass du tatsächlich mit der gewünschten Bank einen Vertrag abschließt.

Nach der Kontoeröffnung helfen dir ein sicher eingerichteter Banking-Zugang, ein passender Freistellungsauftrag und regelmäßige Kontrollen dabei, dein Tagesgeldkonto sinnvoll für finanzielle Rücklagen zu nutzen.

Weitere Informationen findest du auf unserer Tagesgeld-&-Festgeld-Übersichtsseite.

PRAXIS · KONTOERÖFFNUNG

Drei typische Situationen bei der Tagesgelderöffnung

Vom ersten Notgroschen bis zum Wechsel zu einer anderen Bank: So kannst du die Kontoeröffnung auf deine Anforderungen abstimmen.

BEISPIEL 01 · NOTGROSCHEN

Erstes Tagesgeldkonto eröffnen

Du möchtest 3.000 Euro für unerwartete Ausgaben zurücklegen. Deine wichtigste Anforderung ist, dass du bei Bedarf auf das Geld zugreifen kannst.

Startguthaben3.000 €
SparzielNotfallreserve
WichtigVerfügbarkeit
Darauf solltest du achten

Kostenloses Konto, einfach nutzbares Referenzkonto, verlässlicher Zugang und passender Einlagenschutz.

BEISPIEL 02 · NEUKUNDENZINS

Ein Angebot mit Aktionszins nutzen

Du findest ein Tagesgeldangebot mit einem angenommenen Zinssatz von 3,00 % für drei Monate. Anschließend gilt laut Beispiel ein variabler Standardzins von zunächst 1,00 %.

Anlagebetrag10.000 €
Aktionszins3,00 % p. a.
Aktionsdauer3 Monate
Rechnerisch 75 € für drei Monate

Bei einfacher anteiliger Berechnung. Prüfe rechtzeitig den danach geltenden variablen Zinssatz.

BEISPIEL 03 · ZWEITE BANK

Größere Rücklagen auf zwei Banken verteilen

Du besitzt bereits 85.000 Euro bei Bank A und möchtest zusätzlich 30.000 Euro verzinst anlegen. Du prüfst deshalb, ob eine weitere rechtlich eigenständige Bank sinnvoll ist.

Bank A85.000 €
Bank B30.000 €
Zwei rechtlich eigenständige Banken

Unter den angenommenen Voraussetzungen liegen beide Guthaben innerhalb der jeweiligen regulären gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Person und Bank. Prüfe auch weitere Einlagen und Zinsansprüche.

Hinweis: Die Beispiele verwenden frei gewählte Beträge und Zinssätze. Sie sind keine aktuellen Bankangebote. Der tatsächliche Einlagenschutz hängt vom jeweiligen Institut und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.
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Hast du an alles gedacht?

Hake die Schritte ab, die du bereits erledigt hast. So behältst du bei der Tagesgelderöffnung den Überblick.

Dein Fortschritt 0 %

0 von 9 Schritten erledigt

Die Checkliste speichert keine personenbezogenen Daten und sendet keine Angaben an eine Bank. Beim erneuten Laden der Webseite beginnt sie wieder ohne Häkchen.

HÄUFIGE FRAGEN · EINFACH ERKLÄRT

Häufige Fragen zur Tagesgeldkonto-Eröffnung

Welche Unterlagen brauchst du, wie läuft die Identitätsprüfung ab und wann kannst du Geld einzahlen? Hier findest du die wichtigsten Antworten.

Wie kann ich ein Tagesgeldkonto eröffnen?

Bei vielen Banken kannst du ein Tagesgeldkonto direkt online eröffnen. Du wählst ein Angebot, füllst den Kontoantrag aus und bestätigst deine Identität.

Anschließend richtet die Bank dein Konto und den Banking-Zugang ein. Über das vorgesehene Referenzkonto kannst du danach Geld übertragen.

Welche Unterlagen benötige ich?

Normalerweise benötigst du einen gültigen akzeptierten Identitätsnachweis, deine persönlichen Daten, Kontaktdaten und die IBAN deines Referenzkontos.

Außerdem kann die Bank steuerliche Angaben, beispielsweise deine Steueridentifikationsnummer, verlangen.

Wie funktioniert VideoIdent oder PostIdent?

Bei VideoIdent bestätigst du deine Identität über eine Videoverbindung mit einem dafür vorgesehenen Identifizierungsdienst.

Beim klassischen PostIdent erfolgt die Identifizierung beispielsweise in einer teilnehmenden Postfiliale. Manche Banken unterstützen außerdem die Online-Ausweisfunktion.

Brauche ich ein Girokonto bei derselben Bank?

Nicht grundsätzlich. Bei vielen Anbietern genügt ein bestehendes Girokonto bei einer anderen Bank als Referenzkonto.

Einige Tagesgeldangebote setzen allerdings ein bestimmtes Girokonto voraus. Prüfe diese Bedingung vor der Eröffnung.

Was ist ein Referenzkonto beim Tagesgeld?

Das Referenzkonto ist ein hinterlegtes Bankkonto, über das Auszahlungen und häufig auch Einzahlungen erfolgen.

Meist handelt es sich um dein vorhandenes Girokonto. Die Beschränkung auf ein festgelegtes Referenzkonto kann einen zusätzlichen Sicherheitsvorteil bieten.

Wie lange dauert eine Tagesgeldkonto-Eröffnung?

Das hängt von der Bank und dem Identifizierungsverfahren ab. Bei einer digitalen Eröffnung kann die Bearbeitung vergleichsweise schnell erfolgen.

Zusätzliche Prüfungen, Postlaufzeiten oder unvollständige Unterlagen können den Vorgang verlängern. Eine sofortige Freischaltung ist nicht garantiert.

Muss ich sofort Geld einzahlen?

Nicht immer. Viele Tagesgeldangebote erlauben die Eröffnung ohne unmittelbar verpflichtende Einzahlung.

Manche Banken verlangen jedoch eine Mindesteinlage oder knüpfen bestimmte Zinssätze an einen erforderlichen Anlagebetrag. Entscheidend sind die jeweiligen Vertragsbedingungen.

Benötige ich einen Freistellungsauftrag?

Ein Freistellungsauftrag ist für die Kontoeröffnung nicht grundsätzlich erforderlich.

Er ist bei deutschen Banken aber sinnvoll, wenn du deinen verfügbaren Sparer-Pauschbetrag direkt beim Steuerabzug nutzen möchtest.

Beachte dabei auch Freistellungsaufträge und Kapitalerträge bei anderen Banken.

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