ZINSEN & RENDITE · BERECHNUNG · GRUNDLAGEN

Wie funktionieren Zinsen? – Nominalzins und Effektivzins einfach erklärt

Warum zahlt dir eine Bank Zinsen und wie werden sie berechnet? Erfahre, was nominale und effektive Jahreszinsen bedeuten, welchen Einfluss die Zinsgutschrift hat und wie du Tagesgeld- und Festgeldangebote richtig vergleichst.

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Zinsen verstehen – so arbeitet dein Geld für dich

Wenn du Geld auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto anlegst, erhältst du dafür im Idealfall Zinsen. Das bedeutet, dass die Bank dir für dein Guthaben eine Vergütung zahlt. Wie viel Geld dabei zusammenkommt, hängt insbesondere vom Zinssatz, deinem Anlagebetrag und der Anlagedauer ab.

Auf den ersten Blick scheint die Berechnung einfach: Je höher der Zinssatz, desto größer dein Zinsertrag. In der Praxis gibt es allerdings einige Unterschiede, die du kennen solltest. Banken werben beispielsweise mit nominalen Jahreszinsen, effektiven Jahreszinsen oder zeitlich begrenzten Aktionszinsen. Auch die Frage, ob Zinsen monatlich, vierteljährlich oder jährlich gutgeschrieben werden, kann einen Unterschied machen.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins. Während der Nominalzins den vereinbarten jährlichen Zinssatz beschreibt, berücksichtigt die effektive Jahresverzinsung bei einer Sparanlage auch mögliche Zinseszinsen durch unterjährige Gutschriften. Dadurch können sich selbst bei identischen nominalen Zinssätzen unterschiedliche Zinserträge ergeben.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie Zinsen funktionieren, wie sie bei Tagesgeld und Festgeld berechnet werden und worauf du beim Vergleich verschiedener Bankangebote achten solltest. Anhand konkreter Beispiele und eines interaktiven Zinsrechners kannst du die Auswirkungen unterschiedlicher Zinssätze und Gutschriftintervalle selbst nachvollziehen.

FINANZWISSEN · ZINSEN VERSTEHEN

So entstehen deine Zinserträge

Drei Faktoren bestimmen deine einfache Zinsberechnung: wie viel Geld du anlegst, zu welchem Zinssatz und für welchen Zeitraum.

€

Anlagebetrag

10.000 €

Dein verzinstes Startguthaben

×
%

Jahreszins

2,00 %

Vereinbarter Zinssatz p. a.

=
↗

Jahresertrag

200 €

Bruttozinsen nach einem Jahr

01 · NOMINALZINS

Vereinbarter Jahreszins

Gibt an, mit welchem jährlichen Zinssatz dein Guthaben verzinst wird.

02 · EFFEKTIVZINS

Tatsächliche Jahresverzinsung

Berücksichtigt bei Sparanlagen die Wiederverzinsung gutgeschriebener Zinsen.

03 · ZINSGUTSCHRIFT

Wann kommen die Zinsen?

Je nach Bank beispielsweise monatlich, vierteljährlich oder jährlich.

04 · ZINSESZINS

Zinsen auf Zinsen

Bereits gutgeschriebene Zinsen können selbst wieder neue Zinsen erwirtschaften.

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Gut zu wissen: 2,00 % p. a. bedeutet nicht, dass du jeden Monat 2,00 % erhältst. Der Zinssatz bezieht sich auf ein Jahr. Die Beispielrechnung setzt einen unveränderten Zinssatz, ein konstantes Guthaben und keine Steuerabzüge voraus.

Was sind Zinsen und wie funktionieren sie?

Zinsen sind der Preis für die zeitweise Überlassung von Geld. Wenn du Geld bei einer Bank anlegst, erhältst du unter bestimmten Bedingungen eine Vergütung für dein Guthaben. Diese Vergütung bezeichnet man als Guthabenzinsen.

Umgekehrt musst du Zinsen zahlen, wenn du dir Geld von einer Bank leihst. Das ist beispielsweise bei einem Ratenkredit, Immobilienkredit oder Dispositionskredit auf dem Girokonto der Fall. Bei Sparzinsen erhältst du Geld, bei Kreditzinsen bezahlst du grundsätzlich für die Finanzierung.

Für Tagesgeld und Festgeld sind besonders drei Faktoren entscheidend: dein Anlagebetrag, der vereinbarte Zinssatz und die Anlagedauer. Je höher das Guthaben oder der Zinssatz, desto höher fallen unter ansonsten gleichen Bedingungen die Zinserträge aus.

Was bedeutet p. a. beim Zinssatz?

Die Abkürzung p. a. steht für den lateinischen Ausdruck per annum und bedeutet „pro Jahr“. Gibt eine Bank beispielsweise 2,50 % p. a. an, handelt es sich um einen auf ein Jahr bezogenen Zinssatz.

Das bedeutet nicht, dass dir jeden Monat 2,50 % gutgeschrieben werden. Bei einer einfachen Jahresverzinsung von 10.000 Euro zu 2,50 % entstehen über ein vollständiges Jahr 250 Euro Bruttozinsen.

Wie werden Zinsen berechnet?

Bei einer einfachen Zinsberechnung ohne Zinseszins wird das angelegte Guthaben mit dem Zinssatz und der Anlagedauer multipliziert. Dabei muss der Prozentwert für die Berechnung durch 100 geteilt werden.

EINFACHE ZINSFORMEL Zinsen = Kapital × Zinssatz / 100 × Jahre Vereinfachte Modellrechnung mit konstantem Anlagebetrag und Zinssatz.

Ein Beispiel: Du legst 8.000 Euro zu 3,00 % p. a. für ein Jahr an. Dann beträgt dein Zinsertrag: 8.000 × 0,03 = 240 Euro. Ohne Steuern und andere Abzüge ergibt sich ein Endguthaben von 8.240 Euro.

Wie berechnest du Zinsen für mehrere Monate?

Häufig bleibt Geld nicht genau ein Jahr angelegt. Für eine vereinfachte Berechnung kannst du die Anlagedauer in Monaten durch zwölf teilen.

Bei 8.000 Euro, 3,00 % p. a. und sechs Monaten entstehen rechnerisch 120 Euro Bruttozinsen. Diese Rechnung setzt voraus, dass Guthaben und Zinssatz während der sechs Monate unverändert bleiben.

Wie funktioniert die tägliche Zinsberechnung?

Besonders beim Tagesgeld wird das Guthaben häufig taggenau verzinst. Entscheidend ist, wie viel Geld an den einzelnen Tagen tatsächlich auf dem Konto liegt.

Für eine Modellrechnung mit 365 Zinstagen kannst du den Jahreszins durch 365 teilen und anschließend mit der Anzahl der verzinsten Tage multiplizieren.

MODELLRECHNUNG FÜR TAGESZINSEN Zinsen = Kapital × Jahreszins / 100 × Tage / 365 Vereinfachung mit 365 Tagen. Banken können andere Zinstagekonventionen verwenden.

Einige Kreditinstitute verwenden für ihre Zinsrechnung beispielsweise ein kaufmännisches Jahr mit 360 Tagen. Andere rechnen mit tatsächlichen Kalendertagen. Deshalb kann das Ergebnis deiner eigenen Rechnung geringfügig von der Bankabrechnung abweichen.

Was ist der Nominalzins?

Der Nominalzins, bei Sparanlagen häufig auch als nominaler Jahreszins bezeichnet, ist der vereinbarte Zinssatz für dein Guthaben. Er beschreibt die Verzinsung, ohne zusätzliche Erträge aus einer möglichen Wiederverzinsung bereits gutgeschriebener Zinsen einzubeziehen.

Wenn eine Bank 3,00 % nominale Jahreszinsen bietet, erhältst du bei 10.000 Euro Guthaben für ein vollständiges Jahr rechnerisch zunächst 300 Euro einfache Bruttozinsen.

Der nominale Jahreszins eignet sich gut, um die grundlegenden Konditionen einer Geldanlage zu verstehen. Für den Vergleich verschiedener Zinsgutschriftintervalle reicht er allerdings nicht immer aus.

Was ist der effektive Jahreszins?

Bei Sparanlagen zeigt die effektive Jahresverzinsung, welche rechnerische Jahresrendite durch die Wiederverzinsung gutgeschriebener Zinsen entsteht. Sie berücksichtigt somit den Zinseszinseffekt innerhalb eines Jahres.

Wichtig ist dabei, den Begriff nicht mit dem effektiven Jahreszins eines Kredits gleichzusetzen. Bei Krediten dient dieser insbesondere zur Darstellung der jährlichen Kreditkosten nach den dafür geltenden Berechnungsregeln.

Warum kann die effektive Verzinsung höher sein?

Stell dir vor, zwei Banken bieten jeweils 3,00 % nominale Jahreszinsen. Bank A schreibt die Zinsen einmal am Jahresende gut. Bank B schreibt sie monatlich gut und verzinst die gutgeschriebenen Beträge anschließend ebenfalls.

Bei Bank A entstehen auf 10.000 Euro innerhalb eines Jahres 300 Euro Bruttozinsen.

Bei Bank B ergeben sich unter einer vereinfachten Modellrechnung mit zwölf gleich langen Zinsperioden ungefähr 304,16 Euro. Der effektive Jahreszins liegt damit bei rund 3,0416 %.

Der Unterschied entsteht, weil bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder verzinst werden. Bei höheren Zinssätzen und längeren Anlagezeiträumen kann dieser Effekt deutlicher ausfallen.

Merkmal Nominalzins Effektive Jahresverzinsung
Bedeutung Vereinbarter Jahreszinssatz Rechnerische jährliche Gesamtrendite
Zinseszins Nicht enthalten Bei Wiederverzinsung berücksichtigt
Monatliche Zinsgutschrift Unveränderter nominaler Satz Kann höher ausfallen
Jährliche Gutschrift 3,00 % 3,00 % im einfachen Modell
Monatliche Gutschrift 3,00 % Rund 3,0416 % im Modell

Beim Vergleich von Angeboten musst du immer prüfen, ob die gutgeschriebenen Zinsen tatsächlich wieder verzinst werden. Werden sie beispielsweise auf ein separates, unverzinstes Konto ausgezahlt, entsteht auf der ursprünglichen Anlage nicht automatisch ein Zinseszinseffekt.

Was bedeutet die Häufigkeit der Zinsgutschrift?

Der Zeitpunkt der Zinsgutschrift bestimmt, wann die bereits entstandenen Zinsen deinem Konto tatsächlich gutgeschrieben beziehungsweise ausgezahlt werden.

Monatliche Zinsgutschrift

Bei einer monatlichen Zinsgutschrift erhältst du regelmäßig deine bis dahin entstandenen Zinsen. Wenn diese Zinsen auf dem verzinsten Konto verbleiben, können sie im Folgemonat selbst neue Zinsen erwirtschaften.

Vierteljährliche Zinsgutschrift

Bei dieser Variante werden die Zinsen viermal jährlich gutgeschrieben. Bleiben sie Teil des verzinsten Guthabens, entsteht ebenfalls ein Zinseszinseffekt.

Jährliche Zinsgutschrift

Hier erfolgt die Gutschrift normalerweise einmal pro Jahr. Innerhalb des ersten Jahres entsteht bei konstantem Guthaben und einfacher Verzinsung noch kein unterjähriger Zinseszinseffekt.

Auf längere Sicht können sich die verschiedenen Gutschriftintervalle auf das Ergebnis auswirken. Allerdings können Steuern, Rundungen und die konkreten Kontobedingungen den tatsächlichen Unterschied beeinflussen.

Wie unterscheiden sich Tagesgeldzinsen und Festgeldzinsen?

Bei Tagesgeld und Festgeld funktionieren die grundlegenden Zinsberechnungen ähnlich. Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob der Zinssatz während der Anlagezeit verändert werden kann.

Variable Zinsen beim Tagesgeld

Bei einem Tagesgeldkonto ist der Zinssatz normalerweise variabel. Die Bank kann ihn im Rahmen der Bedingungen anpassen, beispielsweise wenn sich das allgemeine Zinsniveau verändert.

Dadurch ist dein künftiger Zinsertrag nur begrenzt planbar. Bei einer Zinssenkung erhältst du anschließend weniger Zinsen. Bei einer Erhöhung kann dein Zinsertrag dagegen steigen.

Feste Zinsen beim Festgeld

Bei einer Festgeldanlage vereinbarst du normalerweise einen festen Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit. So kannst du deinen vertraglichen Bruttozinsertrag deutlich besser planen.

Dafür bleibt dein Geld bis zur Fälligkeit üblicherweise gebunden. Wenn die allgemeinen Zinsen währenddessen steigen, erhältst du für deine bestehende Festgeldanlage normalerweise keinen höheren Zinssatz.

Was sind Aktionszinsen und Neukundenzinsen?

Einige Banken bieten besonders attraktive Tagesgeldzinsen für Neukunden oder neues Geld an. Diese Konditionen gelten häufig nur für einen bestimmten Zeitraum.

Nach Ablauf der Aktion wird dein Guthaben häufig mit einem anderen, regulären Zinssatz verzinst. Dieser kann deutlich unter dem anfänglich beworbenen Zinssatz liegen.

Für einen fairen Angebotsvergleich solltest du deshalb immer den gesamten geplanten Anlagezeitraum betrachten und nicht nur den beworbenen Aktionszins.

Ein hoher Zinssatz für drei Monate kann über ein vollständiges Jahr weniger Ertrag bringen als ein etwas niedrigerer Zinssatz, der über zwölf Monate konstant bleibt.

Welche Rolle spielen Steuern bei Zinserträgen?

Zinsen aus Tagesgeld und Festgeld gehören in Deutschland grundsätzlich zu den steuerpflichtigen Kapitalerträgen.

Bei privaten Kapitalerträgen gilt im Regelfall ein Kapitalertragsteuersatz von 25 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Allerdings gibt es den Sparer-Pauschbetrag. Dieser beträgt aktuell 1.000 Euro jährlich für Einzelpersonen und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner.

Der Pauschbetrag gilt für entsprechende Kapitalerträge insgesamt, nicht für jedes Konto einzeln. Bei einer deutschen Bank kannst du dafür einen Freistellungsauftrag erteilen.

Für den Vergleich von Sparangeboten ist deshalb neben dem Bruttozinsertrag auch entscheidend, wie viel nach möglichen Steuerabzügen übrig bleibt.

Wie beeinflusst Inflation deine Zinsen?

Eine positive Verzinsung bedeutet nicht automatisch einen realen Vermögenszuwachs. Entscheidend ist auch, wie sich die Preise für Waren und Dienstleistungen verändern.

Liegt dein jährlicher Zinsertrag beispielsweise bei 2,00 %, während die Inflation 3,00 % beträgt, verliert dein Guthaben trotz steigenden Kontostands an Kaufkraft.

Diesen Unterschied zwischen nominaler Verzinsung und tatsächlicher Kaufkraftentwicklung solltest du bei größeren Geldbeträgen und längeren Anlagezeiträumen besonders beachten.

Welche Auswirkungen Preissteigerungen auf deine Ersparnisse haben können, kannst du mit unserem Finanz- und Inflationsrechner nachvollziehen.

Worauf solltest du beim Vergleich von Zinsangeboten achten?

Der höchste angegebene Zinssatz ist nicht automatisch das beste Angebot. Unterschiedliche Konditionen können dazu führen, dass dein tatsächlicher Ertrag deutlich abweicht.

1. Nominalzins und Zinsgutschrift vergleichen

Prüfe, welcher nominale Jahreszins angeboten wird und wie häufig die Bank Zinsen gutschreibt. Relevant ist, ob gutgeschriebene Zinsen erneut verzinst werden.

2. Aktionszeiträume beachten

Bei Tagesgeldangeboten solltest du kontrollieren, wie lange ein beworbener Sonderzins gilt und welche Konditionen danach vorgesehen sind.

3. Anlagebetrag und Zinsstaffeln prüfen

Manche Zinssätze gelten nur für Guthaben bis zu einer bestimmten Höhe. Darüber hinausgehende Beträge können niedriger oder gar nicht verzinst werden.

4. Laufzeit und Verfügbarkeit berücksichtigen

Höhere Zinsen helfen wenig, wenn du dein Geld vorzeitig benötigst und nicht darüber verfügen kannst. Entscheide deshalb zuerst anhand deines Sparziels, ob Tagesgeld oder Festgeld besser passt.

Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Tagesgeld oder Festgeld?.

5. Bank und Einlagensicherung prüfen

Zinserträge sind nur ein Teil der Entscheidung. Achte auch auf einen seriösen Anbieter, die geltende Einlagensicherung und mögliche zusätzliche Vertragsbedingungen.

Innerhalb der Europäischen Union sind berechtigte Bankeinlagen grundsätzlich bis 100.000 Euro pro Person und Bank gesetzlich geschützt.

Fazit: Nicht nur auf den Zinssatz achten

Zinsen sind eine wichtige Grundlage beim Sparen und bei der Geldanlage. Wie hoch deine Zinserträge ausfallen, hängt vom Anlagebetrag, dem Zinssatz und der Anlagedauer ab.

Der Nominalzins beschreibt den vereinbarten jährlichen Zinssatz. Die effektive Jahresverzinsung kann zusätzlich die Wiederverzinsung unterjährig gutgeschriebener Zinsen berücksichtigen.

Vergleiche deshalb nicht nur die beworbenen Prozentzahlen, sondern auch Zinsgutschriften, Aktionszeiträume, Laufzeiten, Steuern und die Sicherheit des Anbieters.

Weitere Ratgeber rund um Zinsen, Sparformen und deine finanzielle Planung findest du auf unserer Tagesgeld-&-Festgeld-Übersicht.

PRAXIS · ZINSEN NACHGERECHNET

So wirken sich Zinsen auf dein Guthaben aus

Drei Beispiele zeigen, wie du Zinserträge berechnest und unterschiedliche Angebote vergleichst. Alle Zinssätze sind Rechenannahmen.

BEISPIEL 01 · JAHRESZINSEN

10.000 Euro mit 2,50 % verzinsen

Du legst 10.000 Euro für ein vollständiges Jahr zu einem unveränderten Zinssatz von 2,50 % p. a. an.

Anlagebetrag10.000 €
Zinssatz2,50 % p. a.
Laufzeit12 Monate

10.000 Euro × 0,025 ergeben 250 Euro Bruttozinsen. Ohne Steuerabzug beträgt das Endguthaben 10.250 Euro.

BRUTTOZINSEN 250,00 € Ohne Zinseszins und Steuern
BEISPIEL 02 · EFFEKTIVZINS

Monatliche Zinsen bringen etwas mehr

Du legst 10.000 Euro zu 3,00 % nominalen Jahreszinsen an. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben und mitverzinst.

Nominalzins3,00 %
ZinsgutschriftMonatlich
Effektive Verzinsungca. 3,0416 %

Statt 300 Euro entstehen rechnerisch rund 304,16 Euro Bruttozinsen. Die zusätzlichen 4,16 Euro stammen aus dem Zinseszinseffekt.

BRUTTOZINSEN 304,16 € Mit monatlicher Wiederverzinsung
BEISPIEL 03 · ANGEBOTSVERGLEICH

Aktionszins oder dauerhaft höherer Zins?

Du möchtest 15.000 Euro für zwölf Monate auf einem Tagesgeldkonto sparen. Zwei Banken bieten unterschiedliche Zinskonditionen an.

ANGEBOT A 3,50 % für 3 Monate

Danach 1,00 % für 9 Monate

243,75 € Bruttozinsen im Jahr
ANGEBOT B 2,00 % für 12 Monate

Konstanter Zinssatz als Annahme

300,00 € Bruttozinsen im Jahr
UNTERSCHIED IM ZINSERTRAG 56,25 € Angebot B bringt trotz des niedrigeren Anfangszinses mehr Bruttozinsen.
Wichtig: Alle Rechnungen sind vereinfacht. Sie berücksichtigen keine Steuern, Rundungsunterschiede oder Gebühren. Im Angebotsvergleich wird mit anteiligen Monatszinsen ohne unterjährige Wiederverzinsung gerechnet.
INTERAKTIVER ZINSRECHNER

Zinserträge und Effektivzins berechnen

Vergleiche verschiedene Zinssätze, Laufzeiten und Zinsgutschriften. So erkennst du, wie sich Zinseszinsen auf dein Ergebnis auswirken.

DEINE MODELLRECHNUNG
Bruttozinsertrag 304,16 €
Endguthaben 10.304,16 €
Effektive Jahresverzinsung 3,0416 %

Die Berechnung setzt voraus, dass gutgeschriebene Zinsen mitverzinst werden.

Berechnungshinweis: Der Rechner verwendet einen konstanten Nominalzins und gleich lange rechnerische Zinsperioden. Vollständige Perioden werden mit Zinseszins berechnet; angebrochene Perioden anteilig einfach verzinst. Es werden keine Ein- oder Auszahlungen, Steuern, Gebühren oder Inflation berücksichtigt. Bankabrechnungen können wegen der tatsächlichen Zinstage und Vertragsbedingungen abweichen.
HÄUFIGE FRAGEN · EINFACH ERKLÄRT

Häufige Fragen zu Zinsen und Zinserträgen

Was unterscheidet Nominalzins und Effektivzins? Wie berechnest du deine Zinsen und welche Rolle spielt die Zinsgutschrift? Hier findest du verständliche Antworten.

Was sind Zinsen einfach erklärt?

Zinsen sind eine Vergütung für die zeitweise Überlassung von Geld. Legst du Geld auf einem verzinsten Sparkonto an, zahlt dir die Bank dafür unter den vereinbarten Bedingungen Zinsen.

Wie viel du erhältst, hängt vor allem vom Anlagebetrag, Zinssatz und Anlagezeitraum ab.

Was ist der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins?

Der Nominalzins beschreibt den vereinbarten jährlichen Zinssatz, ohne die Wiederverzinsung bereits gutgeschriebener Zinsen einzubeziehen.

Die effektive Jahresverzinsung einer Sparanlage berücksichtigt dagegen den Zinseszinseffekt, sofern Zinsen innerhalb des Jahres gutgeschrieben und erneut verzinst werden.

Wie berechne ich meine Zinsen?

Für eine einfache Jahresberechnung multiplizierst du dein Guthaben mit dem Zinssatz als Dezimalzahl.

Beispiel: 10.000 Euro bei 2,00 % p. a. ergeben 200 Euro Bruttozinsen nach einem vollständigen Jahr. Steuern und Zinseszinsen sind dabei nicht berücksichtigt.

Was bedeutet 3 Prozent Zinsen p. a.?

Die Angabe 3,00 % p. a. bedeutet einen Zinssatz von drei Prozent pro Jahr.

Bei 10.000 Euro Guthaben entstehen bei einfacher Jahresverzinsung rechnerisch 300 Euro Bruttozinsen. Für kürzere Zeiträume wird der Zins entsprechend anteilig berechnet.

Sind monatliche Zinsgutschriften besser?

Bei identischem nominalem Jahreszins können monatliche Zinsgutschriften einen höheren Ertrag ermöglichen, wenn die Zinsen anschließend mitverzinst werden.

Dieser Vorteil entsteht durch den Zinseszinseffekt. Entscheidend sind jedoch auch die tatsächlichen Vertragsbedingungen und mögliche Steuerabzüge.

Warum verändern sich Tagesgeldzinsen?

Tagesgeldzinsen sind normalerweise variabel. Banken können sie im Rahmen ihrer Vertragsbedingungen anpassen.

Einfluss haben unter anderem das allgemeine Zinsniveau, die Geldpolitik und die Geschäftspolitik der jeweiligen Bank.

Was passiert nach Ablauf eines Aktionszinses?

Nach einem befristeten Aktionszeitraum gilt normalerweise der anschließend vorgesehene Zinssatz der Bank.

Dieser kann deutlich niedriger sein. Vergleiche deshalb die Zinserträge über den gesamten geplanten Anlagezeitraum und nicht nur den anfänglichen Aktionszins.

Muss ich Zinserträge versteuern?

Ja, Zinserträge gehören in Deutschland grundsätzlich zu den steuerpflichtigen Kapitalerträgen.

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro jährlich für Einzelpersonen und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner.

Mit einem Freistellungsauftrag kannst du bei einer deutschen Bank innerhalb des verfügbaren Pauschbetrags den Steuerabzug vermeiden.

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Dein nächster Schritt beim Sparen

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