GIROKONTO · KONTOAUSWAHL · VERGLEICH
Worauf sollte ich beim Girokonto achten? Die wichtigsten Auswahlkriterien
Ein gutes Girokonto muss zu Deinem Alltag passen. Kontoführungsgebühren, Bankkarten, Bargeldabhebungen und digitale Funktionen können sich je nach Bank deutlich unterscheiden. Erfahre, worauf Du bei der Kontoauswahl achten solltest, welche versteckten Kosten entstehen können und wie Du ein passendes Girokonto findest.
Girokonto auswählen: Warum der günstigste Anbieter nicht immer die beste Wahl ist
Ein Girokonto gehört zu den wichtigsten Finanzprodukten im Alltag. Dein Gehalt geht darauf ein, Miete und Versicherungen werden abgebucht und beim Einkaufen bezahlst Du mit Deiner Bankkarte. Umso wichtiger ist es, dass Dein Girokonto nicht nur günstig ist, sondern auch zuverlässig funktioniert und zu Deinen persönlichen Anforderungen passt.
Bei der Suche nach einem neuen Girokonto fällt der Blick häufig zuerst auf die Kontoführungsgebühren. Viele Banken werben mit kostenlosen oder besonders günstigen Kontomodellen. Doch ein vermeintlich kostenloses Girokonto kann an Bedingungen geknüpft sein. Dazu zählen beispielsweise ein regelmäßiger monatlicher Geldeingang, ein bestimmtes Alter oder die ausschließliche Nutzung digitaler Kontoauszüge. Hinzu kommen möglicherweise Gebühren für Bankkarten, Bargeldabhebungen oder einzelne Dienstleistungen.
Ein gutes Girokonto erkennst Du deshalb nicht allein an der monatlichen Grundgebühr. Entscheidend sind die gesamten Kosten und die Leistungen, die Du tatsächlich benötigst. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, hat beispielsweise andere Anforderungen als jemand, der ausschließlich mit Smartphone und Debitkarte bezahlt. Auch die Frage, ob Du eine Filialbank mit persönlicher Beratung oder eine Direktbank mit digitalen Funktionen bevorzugst, kann bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.
Besonders aufmerksam solltest Du die angebotenen Bankkarten vergleichen. Eine Girocard, eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte und eine klassische Kreditkarte unterscheiden sich bei der Zahlungsabwicklung, möglichen Gebühren und teilweise bei der Akzeptanz. Auch die Bargeldversorgung ist nicht bei jeder Bank gleich geregelt. Manche Anbieter ermöglichen kostenlose Abhebungen an vielen Automaten, während andere bestimmte Mindestbeträge oder Gebühren vorsehen.
Daneben gewinnt das Online-Banking zunehmend an Bedeutung. Eine übersichtliche Banking-App, sichere TAN-Verfahren, Echtzeitüberweisungen, Benachrichtigungen über Kontobewegungen und eine einfache Kartenverwaltung können die tägliche Nutzung erheblich erleichtern. Wer mehrere Sparziele verfolgt, sollte außerdem prüfen, ob Unterkonten, Tagesgeld oder zusätzliche Budgetfunktionen angeboten werden.
Du solltest aber auch an Situationen denken, die im normalen Alltag selten vorkommen. Was passiert, wenn Du Deine Bankkarte verlierst? Wie erreichst Du den Kundenservice bei einer verdächtigen Überweisung? Welche Kosten entstehen bei einer Kontoüberziehung? Und kannst Du Dein Girokonto problemlos wechseln, wenn Du später mit den Konditionen nicht mehr zufrieden bist?
In diesem Ratgeber erfährst Du, welche Kriterien bei der Auswahl eines Girokontos wirklich wichtig sind, wie Du unterschiedliche Kontomodelle vergleichst und welche typischen Kostenfallen Du vermeiden solltest. Mit unseren interaktiven Rechnern und Entscheidungshilfen kannst Du anschließend prüfen, welche Eigenschaften ein Girokonto für Deine persönliche Situation mitbringen sollte.
Girokonto auswählen – vier wichtige Kriterien auf einen Blick
Ein passendes Girokonto sollte möglichst geringe Kosten verursachen und gleichzeitig die Funktionen bieten, die Du im Alltag benötigst. Diese vier Bereiche solltest Du bei der Auswahl besonders sorgfältig vergleichen.
Gebühren und Bedingungen
Achte auf die monatlichen Kontoführungsgebühren, mögliche Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung sowie zusätzliche Entgelte. Auch Kartenkosten, Bargeldgebühren und einzelne Dienstleistungen können den Gesamtpreis erhöhen.
Bankkarten und Bezahlfunktionen
Vergleiche, ob eine Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte enthalten ist. Prüfe außerdem die Akzeptanz im In- und Ausland, mögliche Jahresgebühren und Funktionen wie kontaktloses Bezahlen oder Apple Pay und Google Pay.
Geldautomaten und Bargeld
Prüfe, an welchen Automaten Du kostenlos Geld abheben kannst. Berücksichtige Mindestbeträge, Abhebelimits und mögliche Gebühren fremder Betreiber. Auch Bargeldeinzahlungen und die Nutzung im Ausland können wichtig sein.
Online-Banking und Sicherheit
Eine gute Banking-App erleichtert die tägliche Kontoverwaltung. Achte auf Überweisungen, Echtzeitüberweisungen, TAN-Verfahren, Kontobenachrichtigungen und Kartenverwaltung. Auch ein erreichbarer Kundenservice ist wichtig.
Praxistipp: Vergleiche nicht nur die Kontoführungsgebühr
Ein kostenloses Girokonto ist nicht automatisch das günstigste Konto für Deine persönliche Nutzung. Wenn Du regelmäßig Gebühren für Bargeldabhebungen, Bankkarten oder besondere Leistungen bezahlen musst, kann ein Konto mit niedriger monatlicher Grundgebühr insgesamt günstiger sein.
Überlege deshalb zuerst, welche Funktionen Du benötigst: Wie häufig hebst Du Bargeld ab? Bezahlst Du oft im Ausland? Benötigst Du eine Girocard oder eine klassische Kreditkarte? Sind Dir Filialen und persönliche Beratung wichtig? Möchtest Du Unterkonten für Deine Sparziele nutzen?
Berücksichtige außerdem mögliche Dispozinsen, Bedingungen für kostenlose Kontoführung, Sicherheitsfunktionen und die Erreichbarkeit des Kundenservice. Erst der Vergleich der gesamten Kosten und Leistungen zeigt, welches Konto zu Deinem Alltag passt.
Weitere Informationen findest Du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?. Um konkrete Angebote gegenüberzustellen, kannst Du anschließend unseren Girokonto-Vergleich nutzen.
Worauf solltest Du bei der Auswahl eines Girokontos achten?
Ein Girokonto begleitet Dich durch nahezu alle Bereiche Deines finanziellen Alltags. Dein Gehalt wird darauf überwiesen, Deine Miete wird abgebucht und beim Einkaufen bezahlst Du mit Deiner Bankkarte. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl eines Girokontos genauer hinzusehen. Das Konto sollte nicht nur möglichst günstig sein, sondern auch zu Deinem tatsächlichen Nutzungsverhalten passen.
Viele Banken werben mit kostenloser Kontoführung, modernen Banking-Apps oder besonders umfangreichen Kartenleistungen. Doch nicht jede beworbene Funktion ist für Dich gleichermaßen wichtig. Wenn Du überwiegend digital bezahlst, stellst Du andere Anforderungen an Deine Bank als jemand, der regelmäßig Bargeld einzahlt oder persönliche Beratung in einer Filiale benötigt.
Bei der Girokonto-Auswahl kommt es deshalb auf das Gesamtpaket aus Kosten, Leistungen, Erreichbarkeit und Sicherheit an. Eine niedrige monatliche Grundgebühr allein sagt wenig darüber aus, wie teuer das Konto im Alltag tatsächlich ist.
Eine gute Vorgehensweise besteht darin, zunächst Deine persönlichen Anforderungen zu erfassen. Anschließend vergleichst Du die angebotenen Kontomodelle anhand dieser Kriterien. Erst danach solltest Du entscheiden, ob eine bestimmte Bank für Dich infrage kommt.
Falls Du Dich zunächst mit den grundlegenden Funktionen eines Bankkontos beschäftigen möchtest, findest Du weitere Informationen unter Was ist ein Girokonto?.
Welche Kontoführungsgebühren sollte ein gutes Girokonto haben?
Die Kontoführungsgebühr gehört zu den bekanntesten Kosten eines Girokontos. Viele Banken verlangen einen festen monatlichen Betrag, der unabhängig davon anfällt, wie häufig Du das Konto verwendest. Andere Anbieter verzichten vollständig oder unter bestimmten Voraussetzungen auf eine monatliche Grundgebühr.
Für einen aussagekräftigen Vergleich solltest Du die monatliche Gebühr immer auf ein ganzes Jahr hochrechnen. Ein Girokonto mit 6 Euro monatlicher Grundgebühr kostet beispielsweise bereits 72 Euro jährlich, bevor mögliche Zusatzkosten berücksichtigt werden.
Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?
Ein kostenlos beworbenes Girokonto kann tatsächlich ohne laufende Kontoführungsgebühr angeboten werden. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass sämtliche Leistungen ebenfalls kostenlos sind. Beispielsweise können für eine zusätzliche Girocard, Bargeldabhebungen, Bargeldeinzahlungen oder bestimmte Serviceleistungen Gebühren anfallen.
Besonders wichtig sind die Bedingungen, unter denen ein Anbieter auf die monatliche Kontoführungsgebühr verzichtet. Manche Banken verlangen dafür einen regelmäßigen Geldeingang oder knüpfen die Vergünstigung an weitere Voraussetzungen.
Prüfe deshalb immer, ob die kostenlose Kontoführung dauerhaft und ohne zusätzliche Bedingungen gilt oder ob Du bestimmte Voraussetzungen erfüllen musst. Entscheidend sind die aktuellen Vertragsbedingungen und das Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.
Welche Kosten können zusätzlich entstehen?
Neben der monatlichen Kontoführung können weitere Entgelte anfallen. Dazu gehören beispielsweise Gebühren für zusätzliche Bankkarten, beleghafte Überweisungen, bestimmte Buchungen, Bargeldeinzahlungen oder kostenpflichtige Dienstleistungen in einer Bankfiliale.
Auch besondere Leistungen wie ein zusätzlicher Kontoauszug, eine Ersatzkarte oder bestimmte Premiumfunktionen können Kosten verursachen. Ob ein Entgelt zulässig ist und tatsächlich erhoben werden darf, hängt von der jeweiligen Leistung und der rechtlichen Grundlage ab.
Eine ausführliche Übersicht findest Du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.
Was bedeutet Mindestgeldeingang beim Girokonto?
Einige Banken verzichten nur dann auf die monatliche Kontoführungsgebühr, wenn regelmäßig ein bestimmter Betrag auf dem Konto eingeht. Diese Bedingung wird häufig als Mindestgeldeingang bezeichnet.
Wichtig ist dabei die genaue Formulierung: Ein Mindestgeldeingang ist nicht immer dasselbe wie ein verpflichtender Gehaltseingang. Ob auch andere Überweisungen, Rentenzahlungen oder interne Umbuchungen berücksichtigt werden, richtet sich nach den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Was passiert, wenn der Mindestgeldeingang nicht erreicht wird?
Wird die festgelegte Bedingung in einem Monat nicht erfüllt, kann die Bank eine reguläre Kontoführungsgebühr berechnen. Wie hoch diese ausfällt und ob besondere Ausnahmen gelten, steht in den Vertragsunterlagen.
Das kann besonders für Menschen mit schwankenden Einnahmen relevant sein. Auch bei Arbeitslosigkeit, Elternzeit, einem Arbeitgeberwechsel oder längerer Krankheit kann ein zuvor regelmäßig erfüllter Mindestgeldeingang zeitweise ausbleiben.
Für wen eignet sich ein Girokonto mit Mindestgeldeingang?
Ein solches Kontomodell kann sinnvoll sein, wenn Du die Voraussetzungen dauerhaft und zuverlässig erfüllst. Du solltest Dich allerdings nicht ausschließlich auf Dein aktuelles Einkommen verlassen, sondern auch überlegen, wie stabil Deine finanzielle Situation voraussichtlich bleibt.
Praxistipp: Vergleiche zwei Szenarien: Was kostet das Girokonto, wenn Du den Mindestgeldeingang erfüllst, und was kostet es, wenn Du ihn zeitweise nicht erreichst? So erkennst Du, wie stark die tatsächlichen Kontokosten von einer einzelnen Bedingung abhängen.
Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte – welche Bankkarte benötigst Du?
Bankkarten gehören zu den wichtigsten Bestandteilen eines Girokontos. Mit ihnen bezahlst Du im Geschäft, hebst Bargeld ab und kannst abhängig vom Kartentyp auch im Internet oder im Ausland bezahlen.
Bei der Girokonto-Auswahl solltest Du deshalb nicht nur prüfen, ob überhaupt eine Karte enthalten ist. Entscheidend ist vielmehr, welche Kartenart Du erhältst, wie hoch die Gebühren sind und wo Du die Karte tatsächlich verwenden kannst.
Was zeichnet die Girocard aus?
Die Girocard ist ein in Deutschland weit verbreitetes Debitkartensystem. Bei einer Zahlung wird der Betrag dem zugehörigen Girokonto belastet. Besonders im deutschen Einzelhandel kann die Girocard eine praktische Ergänzung darstellen.
Allerdings gehört sie nicht bei jeder Bank kostenlos zum Girokonto. Manche Anbieter verlangen eine separate Jahresgebühr oder bieten die Girocard nur optional an.
Auch die Einsatzmöglichkeiten im Ausland unterscheiden sich. Entscheidend ist unter anderem, ob die Karte über eine zusätzliche internationale Zahlungsfunktion verfügt.
Wie funktioniert eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte?
Eine Debitkarte von Visa oder Mastercard ist direkt mit dem Girokonto verbunden. Zahlungen werden grundsätzlich zeitnah dem Konto belastet. Die Karte kann häufig für Online-Einkäufe, kontaktlose Zahlungen und internationale Kartenzahlungen verwendet werden.
Die Verfügbarkeit bestimmter Funktionen hängt jedoch von der Bank, dem Kartenprodukt und dem jeweiligen Händler ab. Eine Debitkarte wird außerdem nicht überall genauso akzeptiert wie eine klassische Kreditkarte.
Insbesondere bei Mietwagenbuchungen oder Hotelreservierungen können Unterschiede auftreten, etwa wenn der Anbieter eine bestimmte Kartenart für Sicherheitsleistungen voraussetzt.
Wann ist eine echte Kreditkarte sinnvoll?
Bei einer klassischen Kreditkarte werden Umsätze üblicherweise gesammelt und später abgerechnet oder über einen vereinbarten Kreditrahmen finanziert. Das unterscheidet sie von einer gewöhnlichen Debitkarte.
Eine Kreditkarte kann besonders bei Reisen, Mietwagen oder bestimmten Hotelbuchungen nützlich sein. Allerdings können zusätzliche Jahresgebühren, Zinsen bei Teilzahlung oder Kosten für Bargeldabhebungen entstehen.
Bei Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion solltest Du die Konditionen besonders genau prüfen, da sich durch die verzinste Rückzahlung erhebliche zusätzliche Kosten ergeben können.
Welche Kartenkombination ist für Dich sinnvoll?
Wenn Du überwiegend in Deutschland einkaufst, kann eine Girocard zusammen mit einer geeigneten Debitkarte praktisch sein. Wer häufig ins Ausland reist, sollte zusätzlich die internationalen Einsatzmöglichkeiten und gegebenenfalls den Bedarf an einer klassischen Kreditkarte prüfen.
Du benötigst allerdings nicht automatisch alle drei Kartenarten. Entscheidend ist, welche Karten Du tatsächlich verwendest und welche zusätzlichen Kosten dadurch entstehen.
Worauf solltest Du bei Geldautomaten und Bargeldabhebungen achten?
Auch wenn immer mehr Zahlungen bargeldlos erfolgen, ist eine zuverlässige Bargeldversorgung weiterhin ein wichtiges Auswahlkriterium. Je nach Bank kannst Du an bestimmten Automaten kostenlos Geld abheben, während bei anderen Geräten zusätzliche Gebühren anfallen.
Deshalb solltest Du vor einer Kontoeröffnung prüfen, welche Geldautomaten Du in Deiner Umgebung und an häufig besuchten Orten tatsächlich nutzen kannst. Eine große Zahl verfügbarer Automaten allein bedeutet noch nicht, dass jede Abhebung kostenlos ist.
Wie unterscheiden sich Geldautomatennetze?
Einige Banken betreiben eigene Geldautomaten oder gehören einem gemeinsamen Automatennetz an. Andere Anbieter ermöglichen Bargeldabhebungen über internationale Kartensysteme oder Partnerbanken.
Für Dich ist entscheidend, welche Gebühren bei der Nutzung der jeweiligen Karte entstehen. Dabei kann sowohl Deine eigene Bank ein Entgelt berechnen als auch der Betreiber eines fremden Geldautomaten.
Welche Abhebelimits gelten?
Viele Girokonten und Bankkarten besitzen tägliche oder wöchentliche Abhebelimits. Zusätzlich können einzelne Automaten oder Betreiber die Höhe einer Auszahlung begrenzen.
Wenn Du gelegentlich größere Bargeldbeträge benötigst, solltest Du prüfen, ob sich die Limits über die Banking-App oder den Kundenservice anpassen lassen.
Kannst Du im Supermarkt Bargeld abheben?
Bei einigen Einzelhändlern kannst Du im Zusammenhang mit einem Einkauf Bargeld erhalten. Die Voraussetzungen unterscheiden sich nach Händler, Kartenart und eventuell erforderlichem Mindesteinkaufswert.
Eine solche Möglichkeit kann eine praktische Ergänzung zur klassischen Bargeldversorgung sein. Sie ersetzt jedoch nicht in jeder Situation den Zugang zu einem Geldautomaten.
Alle wichtigen Aspekte erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Girokonto-Leitfaden im Bereich Bargeld und Geldautomaten.
Wie wichtig sind Bargeldeinzahlungen bei der Girokonto-Auswahl?
Während viele Menschen regelmäßig Bargeld abheben, wird die Möglichkeit zur Bargeldeinzahlung bei der Kontoauswahl häufig unterschätzt. Dabei kann sie gerade für bestimmte Nutzergruppen entscheidend sein.
Wenn Du beispielsweise regelmäßig Bargeld geschenkt bekommst, Trinkgelder erhältst oder Einnahmen aus privaten Verkäufen einzahlen möchtest, solltest Du prüfen, wie die jeweilige Bank Bargeldeinzahlungen ermöglicht.
Welche Möglichkeiten zur Bargeldeinzahlung gibt es?
Filialbanken bieten je nach Institut Einzahlungsautomaten oder persönliche Einzahlungen am Schalter an. Bei Direktbanken kann die Einzahlung gegebenenfalls über Partnergeschäfte, spezielle Automaten oder andere Dienstleister erfolgen.
Die angebotenen Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich Verfügbarkeit, Gebühren und Höchstbeträgen. Teilweise fallen pro Einzahlung feste oder prozentuale Entgelte an.
Ein Girokonto ohne monatliche Grundgebühr kann für Dich vergleichsweise teuer werden, wenn Du regelmäßig kostenpflichtige Bargeldeinzahlungen vornehmen musst.
Was gilt bei größeren Bargeldeinzahlungen?
Bei größeren Bargeldeinzahlungen können Banken Nachweise zur Herkunft des Geldes verlangen. Das hängt unter anderem mit den gesetzlichen Pflichten zur Geldwäscheprävention zusammen.
Wenn Du häufiger größere Beträge einzahlen möchtest, solltest Du Dich vorab über die konkreten Anforderungen und technischen Einzahlungsmöglichkeiten Deiner Bank informieren.
Welche Gebühren können bei Kartenzahlungen und Bargeld im Ausland entstehen?
Wenn Du regelmäßig verreist, solltest Du die Konditionen für Auslandszahlungen besonders sorgfältig vergleichen. Dabei ist zwischen Zahlungen im Euroraum und Zahlungen in anderen Währungen zu unterscheiden.
Innerhalb der Eurozone lassen sich viele Kartenzahlungen unkompliziert durchführen. Dennoch solltest Du prüfen, welche Gebühren Deine Bank für bestimmte Karten oder Bargeldabhebungen verlangt.
Was ist ein Fremdwährungsentgelt?
Ein Fremdwährungsentgelt kann entstehen, wenn Du mit Deiner Karte in einer anderen Währung als Euro bezahlst oder Bargeld abhebst. Häufig handelt es sich um einen prozentualen Aufschlag auf den umgerechneten Betrag.
Je nach Anbieter können zusätzliche Entgelte für die Bargeldabhebung oder die Umrechnung anfallen. Deshalb solltest Du nicht ausschließlich mit der Aussage „weltweit bezahlen“ vergleichen, sondern die tatsächlichen Gebühren betrachten.
Was bedeutet Dynamic Currency Conversion (DCC)?
Bei der dynamischen Währungsumrechnung wird Dir beispielsweise an einem ausländischen Geldautomaten angeboten, den Betrag direkt in Euro abzurechnen. Dieses Verfahren wird als Dynamic Currency Conversion, kurz DCC, bezeichnet.
Das klingt zunächst bequem, kann aber zu einem ungünstigen Wechselkurs oder zusätzlichen Aufschlägen führen. Häufig ist es günstiger, die Zahlung beziehungsweise Auszahlung in der jeweiligen Landeswährung durchführen zu lassen und die Umrechnung dem Kartensystem beziehungsweise der eigenen Bank zu überlassen.
Prüfe die angebotene Währung deshalb immer genau, bevor Du die Zahlung bestätigst.
Benötigst Du im Ausland eine zweite Bankkarte?
Wer häufig verreist, kann von einer zusätzlichen Karte als Reserve profitieren. Sollte eine Karte verloren gehen, gesperrt werden oder an einem bestimmten Automaten nicht funktionieren, steht möglicherweise eine Alternative zur Verfügung.
Achte dabei auf mögliche Jahresgebühren und darauf, dass beide Karten nicht von denselben technischen Einschränkungen betroffen sein müssen.
Praxistipp für Reisende: Prüfe vor jeder Reise die Kartengültigkeit, verfügbare Limits, Bargeldgebühren, Fremdwährungsentgelte und Möglichkeiten zur Kartensperre. Bewahre eine Ersatzkarte möglichst getrennt von Deiner Hauptkarte auf.
Welche Funktionen sollte eine gute Banking-App bieten?
Für viele Menschen ist das Online-Banking längst der wichtigste Zugang zum Girokonto. Eine gute Banking-App kann die Verwaltung von Einnahmen, Überweisungen und Bankkarten deutlich erleichtern.
Allerdings unterscheiden sich die Anwendungen hinsichtlich Funktionsumfang, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Du solltest deshalb prüfen, welche Funktionen Du tatsächlich benötigst und ob die angebotene App mit Deinem Smartphone kompatibel ist.
Kontostand und Umsätze übersichtlich anzeigen
Eine grundlegende Funktion ist die Anzeige des aktuellen Kontostands und der gebuchten Kontoumsätze. Hilfreich können außerdem Suchfunktionen, Umsatzkategorien und Benachrichtigungen über wichtige Kontobewegungen sein.
Besonders praktisch sind individuell einstellbare Benachrichtigungen. Damit kannst Du beispielsweise über einen Gehaltseingang, eine Kartenzahlung oder eine größere Abbuchung informiert werden.
Überweisungen und Daueraufträge verwalten
Über das Online-Banking solltest Du gewöhnliche Überweisungen ausführen und bestehende Daueraufträge kontrollieren können. Je nach Anbieter sind zusätzlich Vorlagen, Terminüberweisungen oder automatische Sparfunktionen verfügbar.
Wenn Du mit einem Mehrkontenmodell arbeitest, können solche Funktionen eine wichtige Rolle spielen. Wie Du verschiedene Konten für Fixkosten, Alltagsausgaben und Sparziele kombinierst, erklären wir auf unserer Unterseite Wie funktioniert das Mehrkontenmodell?.
Bankkarten direkt in der App verwalten
Eine moderne Banking-App kann die Möglichkeit bieten, Bankkarten vorübergehend zu sperren, Kartenlimits anzupassen oder bestimmte Zahlungsfunktionen zu deaktivieren.
Solche Funktionen können bei einem Kartenverlust oder verdächtigen Zahlungen hilfreich sein. Sie ersetzen allerdings nicht zwingend eine endgültige Kartensperre oder die erforderliche Kontaktaufnahme mit der Bank.
Weitere Informationen findest Du in unserem Ratgeber Wie funktioniert Online-Banking?.
Warum sind Echtzeitüberweisungen bei der Girokonto-Auswahl wichtig?
Mit einer Echtzeitüberweisung kann Geld innerhalb weniger Sekunden von einem Zahlungskonto auf ein anderes übertragen werden. Im Unterschied zu einer gewöhnlichen SEPA-Überweisung steht diese Möglichkeit grundsätzlich rund um die Uhr zur Verfügung, also auch an Wochenenden und Feiertagen.
Im Euroraum gelten seit dem 9. Oktober 2025 wesentliche neue Pflichten für Zahlungsdienstleister zum Angebot von Echtzeitüberweisungen. Die europäischen Vorgaben sehen außerdem vor, dass eine entsprechende Echtzeitüberweisung nicht teurer sein darf als eine vergleichbare gewöhnliche Überweisung.
Was bedeutet die Empfängerüberprüfung?
Ein weiterer Bestandteil der europäischen Regelungen ist die Empfängerüberprüfung. Dabei wird vor der Freigabe einer Überweisung geprüft, ob der eingegebene Empfängername zur angegebenen IBAN passt.
Bei Abweichungen erhältst Du eine entsprechende Rückmeldung. Diese Prüfung kann helfen, Fehler und bestimmte Betrugsversuche zu erkennen, ersetzt jedoch nicht die sorgfältige Kontrolle des Empfängers und des Zahlungszwecks.
Ist eine Echtzeitüberweisung immer sinnvoll?
Echtzeitüberweisungen sind besonders praktisch, wenn ein Betrag schnell beim Empfänger ankommen soll. Bei gewöhnlichen wiederkehrenden Zahlungen kann eine reguläre Überweisung oder ein Dauerauftrag jedoch genauso zweckmäßig sein.
Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass ausgeführte Echtzeitüberweisungen nicht einfach zurückgenommen werden können. Deshalb solltest Du Empfängername, IBAN und Betrag vor der Freigabe besonders sorgfältig kontrollieren.
Welche Regelungen im Einzelnen gelten und wie Überweisungen technisch funktionieren, erklären wir im Bereich Zahlungsverkehr unseres Girokonto-Leitfadens.
Welche TAN-Verfahren und Sicherheitsfunktionen sollte ein Girokonto bieten?
Bei der Kontoauswahl spielt die Sicherheit des Online-Bankings eine wichtige Rolle. Banken verwenden verschiedene Verfahren, mit denen sie die Identität ihrer Kunden überprüfen und bestimmte Zahlungsvorgänge freigeben lassen.
Ein wesentliches Sicherheitsprinzip ist die starke Kundenauthentifizierung. Dabei werden grundsätzlich mehrere voneinander unabhängige Sicherheitsmerkmale aus unterschiedlichen Kategorien verwendet, soweit nicht eine zulässige Ausnahme greift.
pushTAN und App-Freigabe
Bei einem App-basierten Freigabeverfahren erhältst Du die Informationen zu einem Zahlungsvorgang in einer Sicherheitsanwendung und bestätigst ihn dort. Je nach Bank werden dafür eine PIN, biometrische Merkmale oder andere Sicherheitsmechanismen verwendet.
Prüfe vor der Freigabe, ob Empfänger und Betrag mit Deiner tatsächlich beabsichtigten Zahlung übereinstimmen. Eine Bestätigung sollte niemals allein deshalb erfolgen, weil eine unerwartete Benachrichtigung erscheint.
photoTAN und chipTAN
Bei photoTAN-Verfahren werden Transaktionsdaten über ein grafisches Verfahren verarbeitet. Abhängig vom Anbieter kann dafür eine Smartphone-App oder ein separates Lesegerät erforderlich sein.
Bei chipTAN wird normalerweise ein geeignetes TAN-Gerät in Verbindung mit einer Bankkarte verwendet. Solche Verfahren können für Menschen interessant sein, die ihre Zahlungsfreigaben nicht ausschließlich über ein Smartphone durchführen möchten.
SMS-TAN und alternative Verfahren
Bei SMS-basierten Verfahren wird ein Sicherheitscode an eine hinterlegte Mobilfunknummer übermittelt. Die Verfügbarkeit entsprechender Verfahren hängt von der Bank ab. Aufgrund technischer und sicherheitsbezogener Einschränkungen setzen viele Anbieter zunehmend auf andere Freigabemethoden.
Wenn Du kein geeignetes Smartphone besitzt oder bewusst ein separates TAN-Gerät verwenden möchtest, solltest Du prüfen, ob die Bank ein alternatives Verfahren anbietet und welche Kosten dafür entstehen können.
Weitere wichtige Sicherheitsfunktionen
Neben dem TAN-Verfahren können Echtzeitbenachrichtigungen, Kartenlimits, Betrugswarnungen und einfache Sperrmöglichkeiten sinnvoll sein. Wichtig ist außerdem, wie schnell Du bei verdächtigen Zahlungen einen Ansprechpartner erreichst.
Unser Ratgeber Girokonto-Leitfaden behandelt die Sicherheit des Bankkontos und den Schutz vor Phishing und Betrugsversuchen ausführlicher.
Warum solltest Du die Dispozinsen beim Girokonto vergleichen?
Der Dispositionskredit ermöglicht es Dir, Dein Girokonto innerhalb eines mit der Bank vereinbarten Kreditrahmens zu überziehen. Dadurch kannst Du vorübergehend mehr Geld ausgeben, als als Guthaben auf Deinem Konto vorhanden ist.
Dieser zusätzliche finanzielle Spielraum kann in einzelnen Situationen hilfreich sein. Allerdings entstehen für tatsächlich genutzte Kreditbeträge Zinsen, die je nach Bank deutlich unterschiedlich hoch ausfallen können.
Wie wirken sich Dispozinsen auf die Kontokosten aus?
Angenommen, Du nutzt einen Dispositionskredit über 1.000 Euro für 20 Tage. Bei einem beispielhaften Sollzinssatz von 12 Prozent im Jahr ergeben sich unter Annahme einer taggenauen Berechnung mit 365 Tagen ungefähr 6,58 Euro Zinsen.
Wenn Du Dein Konto regelmäßig oder dauerhaft überziehst, können sich diese Kosten summieren. Ein auf den ersten Blick kostenloses Girokonto kann deshalb teuer werden, wenn der angebotene Dispozins deutlich höher liegt als bei anderen Kontomodellen.
Was ist eine geduldete Kontoüberziehung?
Von einer geduldeten Überziehung spricht man, wenn die Bank eine Belastung zulässt, obwohl dafür weder ausreichendes Guthaben noch ein entsprechender vereinbarter Kreditrahmen zur Verfügung steht.
Die Bank ist nicht verpflichtet, jede solche Zahlung auszuführen. Wenn sie eine Überziehung duldet, können dafür vereinbarte Sollzinsen entstehen. Die konkreten Bedingungen solltest Du im Preis- und Leistungsverzeichnis prüfen.
Ein Dispokredit sollte grundsätzlich kein dauerhafter Ersatz für ein ausgeglichenes Haushaltsbudget sein. Wer längerfristig mehr Geld benötigt, sollte die finanzielle Situation und mögliche Alternativen sorgfältig prüfen.
Ausführliche Informationen zur Zinsberechnung, zu Risiken und möglichen Alternativen findest Du unter Was ist ein Dispokredit?.
Direktbank oder Filialbank – welche Variante passt besser zu Dir?
Neben den Kosten und technischen Funktionen spielt auch der Kundenservice eine wichtige Rolle. Während Direktbanken ihre Leistungen überwiegend digital anbieten, verfügen klassische Filialbanken über persönliche Anlaufstellen vor Ort.
Ein grundsätzlich besseres Bankmodell gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Leistungen Du tatsächlich benötigst und wie wichtig Dir der persönliche Kontakt zur Bank ist.
Welche Vorteile kann eine Direktbank bieten?
Direktbanken konzentrieren sich häufig auf Online-Banking, mobile Anwendungen und digitale Serviceprozesse. Aufgrund ihrer Geschäftsstruktur können sie teilweise Kontomodelle mit vergleichsweise niedrigen Grundgebühren anbieten.
Besonders für Menschen, die ihre Bankgeschäfte vollständig digital erledigen, kann eine Direktbank deshalb interessant sein. Allerdings solltest Du prüfen, wie Bargeldeinzahlungen, persönliche Rückfragen und die Lösung komplizierter Probleme organisiert sind.
Wann ist eine Filialbank sinnvoll?
Eine Filialbank kann sinnvoll sein, wenn Du regelmäßig Bargeld einzahlen möchtest, Wert auf persönliche Beratung legst oder bestimmte Bankgeschäfte lieber vor Ort erledigst.
Die Verfügbarkeit von Filialen allein sagt allerdings wenig über die tatsächlichen Öffnungszeiten, Serviceleistungen oder Gebühren aus. Auch bei Filialbanken unterscheiden sich die Kontomodelle erheblich.
Wie erreichst Du Deine Bank im Notfall?
Bei einem Kartenverlust, einer unberechtigten Zahlung oder einem gesperrten Online-Banking-Zugang ist eine schnelle Erreichbarkeit besonders wichtig.
Prüfe deshalb, ob die Bank eine geeignete Sperrmöglichkeit, einen erreichbaren Kundenservice und klare Verfahren für sicherheitsrelevante Vorfälle anbietet. Besonders relevant sind die Zeiten, zu denen Du Unterstützung bei dringenden Problemen erhältst.
Die Unterschiede zwischen den Bankmodellen erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Direktbank oder Filialbank?.
Sind Unterkonten und zusätzliche Sparfunktionen bei einem Girokonto wichtig?
Wenn Du Deine Finanzen strukturieren möchtest, können Unterkonten und virtuelle Budgetbereiche eine sinnvolle Ergänzung sein. Damit kannst Du beispielsweise Geld für Miete, Versicherungen, Urlaub und andere Sparziele getrennt organisieren.
Einige Banken bieten solche Funktionen direkt innerhalb der Banking-App an. Andere ermöglichen zusätzliche Tagesgeldkonten oder eigenständige Konten mit eigener IBAN.
Was unterscheidet Unterkonten von gewöhnlichen Girokonten?
Der Begriff Unterkonto wird nicht von allen Banken identisch verwendet. Teilweise handelt es sich um separate Konten, teilweise nur um eine virtuelle Aufteilung des vorhandenen Guthabens.
Prüfe deshalb, ob ein Unterkonto eine eigene IBAN besitzt und ob Überweisungen, Lastschriften oder Kartenzahlungen direkt darüber abgewickelt werden können.
Wann sind automatische Sparfunktionen sinnvoll?
Regelmäßige Überweisungen auf ein Tagesgeldkonto können helfen, Rücklagen systematisch aufzubauen. Zusätzlich bieten manche Banken Funktionen wie automatische Aufrundungen von Kartenzahlungen oder feste Sparregeln an.
Solche Funktionen sind eine praktische Ergänzung, ersetzen aber keine realistische Planung Deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben.
Wenn Du ein strukturiertes Kontensystem aufbauen möchtest, findest Du konkrete Beispiele und interaktive Rechner unter Wie funktioniert das Mehrkontenmodell?.
Wie sicher ist Dein Geld auf einem Girokonto?
Bei der Auswahl einer Bank solltest Du auch prüfen, welchem Einlagensicherungssystem das betreffende Kreditinstitut angehört. Für gesetzlich entschädigungsfähige Einlagen gilt in Deutschland grundsätzlich eine Sicherungsgrenze von 100.000 Euro pro Person und Bank.
Zu den typischerweise geschützten Einlagen gehören beispielsweise Guthaben auf Girokonten und Tagesgeldkonten. Entscheidend ist das tatsächlich kontoführende Kreditinstitut.
Gilt die Sicherungsgrenze pro Konto?
Nein, mehrere Konten bei derselben Bank erhöhen die gesetzliche Sicherungsgrenze grundsätzlich nicht. Wenn Du beispielsweise 40.000 Euro auf Deinem Girokonto und 70.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto derselben Bank hältst, werden diese Guthaben für die reguläre gesetzliche Einlagensicherung grundsätzlich zusammengerechnet.
In diesem Beispiel beträgt das gesamte Guthaben 110.000 Euro. Davon wären regulär 100.000 Euro durch die gesetzliche Grundabsicherung erfasst. Für bestimmte vorübergehend erhöhte Einlagen können Sonderregelungen gelten.
Was gilt bei Banken mit ausländischer Lizenz?
Auch Banken mit Sitz in anderen europäischen Staaten können Girokonten in Deutschland anbieten. Welches Einlagensicherungssystem zuständig ist, hängt unter anderem vom rechtlichen Sitz und der Organisationsform des Kreditinstituts ab.
Eine deutschsprachige Website oder eine deutsche IBAN bedeutet nicht automatisch, dass eine Bank der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung angehört.
Vor einer Kontoeröffnung solltest Du deshalb die Informationen zum verantwortlichen Kreditinstitut und zum zuständigen Sicherungssystem prüfen.
Weitere Einzelheiten erklären wir unter Girokonto-Leitfaden im Abschnitt Einlagensicherung.
Welche typischen Kostenfallen solltest Du bei der Girokonto-Auswahl vermeiden?
Ein Girokonto kann auf den ersten Blick günstig erscheinen, obwohl bei der tatsächlichen Nutzung zusätzliche Kosten entstehen. Häufig werden solche Unterschiede erst deutlich, wenn man das Preis- und Leistungsverzeichnis genauer betrachtet.
Kostenfalle 1: Kostenlos nur bei Mindestgeldeingang
Wenn die kostenlose Kontoführung von einem regelmäßigen Geldeingang abhängt, kann die Gebühr in Monaten ohne ausreichenden Eingang anfallen. Prüfe deshalb, welche Zahlungen die Bank tatsächlich berücksichtigt und welche Kosten bei Nichterfüllung entstehen.
Kostenfalle 2: Zusätzliche Gebühren für Bankkarten
Ein kostenloses Girokonto kann mit einer kostenlosen digitalen oder physischen Debitkarte verbunden sein, während beispielsweise eine zusätzliche Girocard kostenpflichtig ist. Wenn Du diese Karte regelmäßig benötigst, gehört ihre Jahresgebühr in Deinen Kostenvergleich.
Kostenfalle 3: Bargeldabhebungen an fremden Automaten
Manche Anbieter erlauben kostenlose Abhebungen nur an bestimmten Geldautomaten oder ab einem festgelegten Mindestbetrag. Bei anderen Geräten können Bankentgelte oder zusätzliche Betreibergebühren entstehen.
Kostenfalle 4: Regelmäßige Bargeldeinzahlungen
Wer häufiger Bargeld einzahlt, sollte die Einzahlungsmöglichkeiten und Kosten vor der Kontoeröffnung prüfen. Bei bestimmten Direktbankmodellen kann dieser Bereich im Vergleich zu einer geeigneten Filialbank weniger komfortabel oder teurer sein.
Kostenfalle 5: Fremdwährungsgebühren auf Reisen
Auslandseinsatzentgelte, zusätzliche Gebühren beim Bargeldbezug und ungünstige Wechselkurse können den Kontopreis erhöhen. Besonders kritisch solltest Du die dynamische Währungsumrechnung am Geldautomaten oder Kartenterminal prüfen.
Kostenfalle 6: Teure Dispozinsen
Wenn Du Dein Girokonto gelegentlich überziehst, können bereits wenige Tage im Minus zusätzliche Kosten verursachen. Ein niedriger Kontopreis sollte deshalb nicht isoliert von den vereinbarten Überziehungszinsen betrachtet werden.
Kostenfalle 7: Kostenpflichtige Zusatzfunktionen
Virtuelle Unterkonten, zusätzliche Bankkarten, besondere Sicherheitsverfahren oder Premiumleistungen können an kostenpflichtige Kontotarife gebunden sein. Prüfe, welche Funktionen im Grundpreis enthalten sind und welche Du tatsächlich benötigst.
Kostenfalle 8: Leistungen, die Du kaum verwendest
Ein umfangreiches Premiumkonto kann besondere Zusatzleistungen enthalten. Wenn Du diese jedoch kaum nutzt, bezahlst Du möglicherweise für Funktionen, die Dir keinen nennenswerten Vorteil bringen.
Wichtig: Vergleiche niemals nur die beworbene monatliche Grundgebühr. Berücksichtige alle voraussichtlich entstehenden Kosten und entscheide danach, ob die angebotenen Funktionen den Preis rechtfertigen.
Rechenbeispiel: Ist ein kostenloses Girokonto immer günstiger?
Angenommen, Du vergleichst zwei fiktive Girokonten. Konto A besitzt keine monatliche Grundgebühr, verlangt aber Entgelte für einzelne Leistungen. Konto B kostet monatlich 4 Euro, bietet dafür jedoch bestimmte Karten- und Bargeldleistungen ohne zusätzliche Gebühren an.
Bei Deiner angenommenen Nutzung ergibt sich folgende beispielhafte Jahresrechnung:
Beispielhafter Jahresvergleich zweier Girokonten
Alle Werte sind frei gewählte Rechenbeispiele und keine aktuellen Bankangebote. Der Vergleich unterstellt, dass Konto B die genannten Zusatzleistungen für die angenommene Nutzung bereits enthält.
Das Beispiel zeigt, warum ein Girokonto ohne monatliche Grundgebühr nicht immer die günstigste Lösung sein muss. Wenn bei der Nutzung regelmäßig zusätzliche Entgelte entstehen, kann ein Konto mit fester Grundgebühr insgesamt günstiger ausfallen.
Andersherum gilt das ebenfalls: Wenn Du keine zusätzlichen Leistungen benötigst und überwiegend digital bezahlst, kann ein kostenloses Kontomodell für Dich besonders wirtschaftlich sein.
Welche Girokonto-Kriterien sind für Dich besonders wichtig?
Nicht alle Auswahlkriterien haben für jeden Menschen dieselbe Bedeutung. Deshalb solltest Du vor einem Vergleich überlegen, welche Anforderungen für Deine persönliche Situation unverzichtbar sind.
Gesamte Jahreskosten
Vergleiche Kontoführung, Karten, Bargeld, Fremdwährungsentgelte und weitere regelmäßig benötigte Leistungen. Berücksichtige auch mögliche Bedingungen für kostenlose Kontoführung.
Bankkarten und Bargeld
Prüfe, welche Karten enthalten sind, wo Du kostenlos Bargeld erhältst und ob Bargeldeinzahlungen für Dich ausreichend einfach möglich sind.
Online-Banking und Sicherheit
Achte auf eine übersichtliche App, zuverlässige Zahlungsfunktionen, sichere TAN-Verfahren, Benachrichtigungen und Möglichkeiten zur Kartenverwaltung.
Erreichbarkeit und Unterstützung
Überlege, ob Du eine Bankfiliale benötigst oder mit digitalem Kundenservice gut zurechtkommst. Prüfe auch Sperr- und Kontaktmöglichkeiten bei dringenden Problemen.
Welche Kriterien sollten besonders hoch gewichtet werden?
Wenn Du häufig Bargeld verwendest, sind die verfügbaren Automaten und möglichen Abhebegebühren besonders wichtig. Bei regelmäßigen Auslandsreisen spielen hingegen Fremdwährungsentgelte und internationale Kartenakzeptanz eine größere Rolle.
Wenn Du fast alle Bankgeschäfte digital erledigst, solltest Du die Bedienbarkeit der App, sichere Freigabeverfahren und die angebotenen Funktionen genauer betrachten. Wer dagegen häufig Bargeld einzahlt oder persönliche Beratung benötigt, könnte andere Prioritäten setzen.
Es ist deshalb sinnvoll, zwischen unverzichtbaren Anforderungen und optionalen Zusatzfunktionen zu unterscheiden. Ein Konto muss nicht jede denkbare Leistung anbieten, solange es die für Dich wichtigen Aufgaben zuverlässig erfüllt.
Girokonto auswählen – Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Du ein neues Girokonto suchst, kannst Du die Auswahl in wenigen Schritten strukturieren. Dadurch vermeidest Du, Dich ausschließlich von einem günstigen Werbeangebot oder einer einzelnen Funktion leiten zu lassen.
- Eigenes Nutzungsverhalten prüfen: Wie häufig hebst Du Bargeld ab, welche Karten verwendest Du und wie wichtig sind Dir Filialen oder persönliche Beratung?
- Unverzichtbare Funktionen festlegen: Erstelle eine Liste der Leistungen, auf die Du im Alltag nicht verzichten möchtest.
- Gesamtkosten berechnen: Rechne Grundgebühren, Kartenkosten, Bargeldgebühren und mögliche Zusatzkosten auf ein Jahr hoch.
- Kontobedingungen vergleichen: Prüfe Mindestgeldeingang, Kartenleistungen, Abhebelimits, Bargeldeinzahlungen und weitere Voraussetzungen.
- Online-Banking bewerten: Achte auf App-Funktionen, Sicherheitsverfahren, Echtzeitüberweisungen und Kundenservice.
- Sicherheit kontrollieren: Informiere Dich über das kontoführende Institut, die Einlagensicherung und die Möglichkeiten bei Kartenverlust oder Betrugsverdacht.
- Kontenangebote gegenüberstellen: Vergleiche mehrere geeignete Anbieter anhand Deiner persönlichen Kriterien.
- Kontowechsel sorgfältig planen: Wenn Du Dich für eine neue Bank entscheidest, organisiere die Umstellung Deiner Daueraufträge, Lastschriften und regelmäßigen Zahlungseingänge.
Für die konkrete Auswahl kannst Du unseren Girokonto-Vergleich verwenden. Wenn Du bereits ein bestehendes Girokonto besitzt, erklärt Dir unser Ratgeber Wie funktioniert ein Kontowechsel?, worauf Du bei der Umstellung achten solltest.
Fazit: Das beste Girokonto ist das Konto, das zu Deinem Alltag passt
Bei der Auswahl eines Girokontos solltest Du nicht allein auf die monatliche Kontoführungsgebühr achten. Entscheidend ist, welche Kosten bei Deinem tatsächlichen Nutzungsverhalten entstehen und ob die angebotenen Funktionen Deine persönlichen Anforderungen erfüllen.
Für manche Menschen ist ein kostenloses, vollständig digitales Girokonto die richtige Lösung. Andere profitieren von einer Girocard, einer zuverlässigen Bargeldversorgung oder persönlichen Serviceleistungen einer Filialbank.
Besonders wichtig ist ein genauer Blick auf mögliche Zusatzkosten. Gebühren für Karten, Geldautomaten, Bargeldeinzahlungen, Auslandszahlungen und Kontoüberziehungen können einen vermeintlich günstigen Tarif deutlich verteuern.
Auch die Qualität des Online-Bankings spielt eine wichtige Rolle. Eine übersichtliche Banking-App, sichere Freigabeverfahren, zuverlässige Überweisungen und gute Möglichkeiten zur Kartenverwaltung können den finanziellen Alltag erleichtern.
Wenn Du mehrere Sparziele verfolgst, können zudem Unterkonten oder ein geeignetes Tagesgeldkonto hilfreich sein. Solche Funktionen sind allerdings nur dann ein tatsächlicher Vorteil, wenn Du sie regelmäßig nutzt und ihr Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten steht.
Die wichtigste Erkenntnis lautet: Ein gutes Girokonto ist nicht zwingend das Konto mit den niedrigsten Grundgebühren, sondern das Konto mit dem passenden Verhältnis aus Preis, Leistungen, Sicherheit und Komfort.
Wenn Du Deine persönlichen Anforderungen kennst, kannst Du einzelne Bankangebote deutlich gezielter vergleichen. Nutze dafür unseren Girokonto-Vergleich und beschäftige Dich bei Bedarf mit den weiterführenden Themen in unserem Girokonto-Leitfaden.
Quellen und weiterführende Informationen
Für diesen Ratgeber wurden insbesondere Informationen der Verbraucherzentralen, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank berücksichtigt. Die genannten Gebühren und Rechenbeispiele dienen der Veranschaulichung und stellen keine konkreten Bankangebote dar.
- Verbraucherzentrale – Welches Girokonto ist das beste für mich? Auswahlkriterien und Checkliste
- BaFin – Neutraler Vergleich von Girokonten und Basiskonten in Deutschland
- Verbraucherzentrale – Bankgebühren und rechtliche Grenzen einzelner Entgelte
- Verbraucherzentrale – Kartenzahlungen, Bargeld und Währungsumrechnung im Ausland
- Deutsche Bundesbank – Echtzeitüberweisungen und Empfängerüberprüfung
- Europäische Zentralbank – Europäische Echtzeitüberweisungsverordnung
- § 55 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz – Starke Kundenauthentifizierung
- BaFin – Einlagensicherung und Anlegerentschädigung
- BaFin – Geduldete Kontoüberziehung
Kostenloses Girokonto, Standardkonto oder Premiumkonto – was sind die Unterschiede?
Girokonten unterscheiden sich nicht nur bei den Gebühren, sondern auch bei Karten, Bargeldversorgung und zusätzlichen Leistungen. Unsere Übersicht zeigt typische Unterschiede und hilft Dir, die Kontomodelle anhand Deiner persönlichen Anforderungen besser einzuordnen.
Tabelle nach links oder rechts verschieben, um alle Kontomodelle zu vergleichen.
| Auswahlkriterium | Kostenloses Girokonto Geringe Grundkosten | Günstiges Standardkonto Preis und Leistungen im Gleichgewicht | Premiumkonto Erweiterte Zusatzleistungen |
|---|---|---|---|
| Kontoführungsgebühren | Häufig 0 € Grundgebühr Kostenlose Kontoführung kann dauerhaft gelten oder an bestimmte Voraussetzungen gebunden sein. | Moderate monatliche Gebühr Oft eine feste Grundgebühr mit einem definierten Leistungsumfang. | Höhere Grundgebühr möglich Zusätzliche Leistungen können im monatlichen Kontopreis enthalten sein. |
| Bedingungen für die Kontoführung | Bedingungen prüfen Teilweise nur bei Mindestgeldeingang, einem bestimmten Alter oder weiteren Tarifvoraussetzungen kostenlos. | Häufig unabhängig vom Gehaltseingang nutzbar. Möglich sind jedoch ebenfalls Bedingungen oder tarifabhängige Vergünstigungen. | Zusätzliche Voraussetzungen oder Rabatte können beispielsweise an Vermögenswerte, Kundensegmente oder bestimmte Leistungen geknüpft sein. |
| Debitkarte | Häufig enthalten, teilweise als Visa- oder Mastercard-Debitkarte. Die konkrete Ausstattung variiert. | Oft Bestandteil des Kontopakets. Kartenart und Jahresgebühr sollten geprüft werden. | Eine oder mehrere Debitkarten können im Tarif enthalten sein. Das ist jedoch keine zwingende Eigenschaft. |
| Girocard | Teilweise kostenpflichtig Nicht bei jedem kostenlosen Konto enthalten. Manchmal optional gegen Jahresgebühr. | Je nach Bank enthalten oder separat buchbar. Preis und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich. | Kann ohne gesondertes Entgelt Bestandteil des Kontopakets sein. Die angebotene Kartenkombination hängt vom Tarif ab. |
| Klassische Kreditkarte | Häufig nicht enthalten oder separat zu beantragen. Zusätzliche Gebühren möglich. | Teilweise als Zusatzleistung verfügbar. Der Preis hängt von Kartenart und Kontomodell ab. | Kann Bestandteil des Pakets sein, teilweise mit ergänzenden Reiseleistungen. Konditionen prüfen. |
| Bargeldabhebungen | Kostenfreie Abhebungen können auf bestimmte Automaten, Karten oder Mindestbeträge begrenzt sein. | Je nach Bank Zugang zu eigenem oder gemeinsamem Automatennetz. Fremdgebühren möglich. | Teilweise umfangreichere Abhebeleistungen enthalten. Betreibergebühren können dennoch entstehen. |
| Bargeldeinzahlungen | Teilweise eingeschränkt Einzahlung über Partnerstellen oder ausgewählte Automaten möglich; gegebenenfalls kostenpflichtig. | Abhängig vom Bankmodell. Einzahlungen können in Filialen, an Automaten oder über Partner erfolgen. | Teilweise erweiterte Einzahlungsleistungen. Häufigkeit, Gebühren und Bargeldgrenzen prüfen. |
| Kartenzahlungen im Ausland | Einige Anbieter ermöglichen günstige Fremdwährungszahlungen. Andere erheben prozentuale Entgelte. | Je nach Kartenprodukt können Fremdwährungs- und weitere Auslandsgebühren entstehen. | Teilweise reduzierte Fremdwährungsentgelte oder zusätzliche Reiseleistungen. Nicht grundsätzlich gebührenfrei. |
| Online-Banking und App | Häufig digital ausgerichtet Mobile Kontoverwaltung, Überweisungen und Kartenfunktionen je nach Anbieter. | Online-Banking normalerweise Bestandteil des Kontos, mit anbieterspezifischem Funktionsumfang. | Teilweise zusätzliche Auswertungen, Servicefunktionen oder Komfortleistungen. Nicht automatisch bessere App. |
| Echtzeitüberweisungen | Für erfasste Euro-Zahlungskonten gelten die einschlägigen gesetzlichen Bereitstellungspflichten. | Keine typische Besonderheit eines kostenpflichtigen Tarifs; maßgeblich sind gesetzliche Vorgaben. | Kein exklusiver Premiumvorteil. Für vergleichbare Überweisungen darf die Echtzeitvariante nicht teurer sein. |
| TAN-Verfahren und Sicherheit | Starke Kundenauthentifizierung nach geltenden Vorschriften. Konkretes TAN-Verfahren prüfen. | Dieselben rechtlichen Sicherheitsanforderungen, aber möglicherweise andere TAN- und Freigabeverfahren. | Höhere Kontogebühren bedeuten nicht automatisch höhere technische Sicherheit. |
| Kundenservice | Häufig digitaler Kontakt per App, Chat, Telefon oder E-Mail. Erreichbarkeit prüfen. | Abhängig vom Institut digitale und gegebenenfalls persönliche Unterstützung. | Teilweise bevorzugte Betreuung oder erweiterte Serviceleistungen. Konkrete Zusagen prüfen. |
| Persönliche Beratung und Filialen | Bei vielen Direktbank-Angeboten nicht vorgesehen. Filialzugang ist aber kein Merkmal der Preisgruppe. | Bei Filialbanken gegebenenfalls vorhanden. Leistungen können zusätzlich kosten. | Teilweise umfassendere Beratungsangebote. Nicht jedes Premiumkonto gehört jedoch zu einer Filialbank. |
| Unterkonten und Sparfunktionen | Je nach Anbieter virtuelle Sparbereiche, Tagesgeld oder einfache Budgettools. | Unterkonten und automatische Sparfunktionen sind teilweise verfügbar. | Gegebenenfalls mehr Unterkonten oder erweiterte Budgetfunktionen im Paket enthalten. |
| Dispokredit und Dispozinsen | Ein Disporahmen kann angeboten werden. Bonität und Sollzinssatz sind entscheidend. | Ebenfalls abhängig von Bonität, Kreditentscheidung und vereinbartem Zinssatz. | Teilweise Sonderkonditionen, aber keineswegs automatisch niedrigere Dispozinsen. |
| Zusatzleistungen | Oft Konzentration auf grundlegende Bankfunktionen, teilweise trotzdem umfangreiche Extras. | Ausgewogenes Leistungspaket, abhängig von Bank und Tarif. | Möglicherweise Versicherungen, Reisevorteile, zusätzliche Karten oder besondere Serviceleistungen. Bedingungen beachten. |
| Typische Vorteile | Niedrige Grundkosten Interessant, wenn Du überwiegend digital bezahlst und wenige Zusatzleistungen benötigst. | Planbare Kosten Kann ein gutes Gleichgewicht zwischen Preis und regelmäßig genutzten Leistungen bieten. | Erweiterter Leistungsumfang Kann sich bei intensiver Nutzung bestimmter Extras finanziell lohnen. |
| Typische Einschränkungen | Zusatzkosten möglich Karten, Bargeldeinzahlungen oder persönliche Leistungen können extra kosten. | Laufende Grundgebühr Auch bei geringer Nutzung fallen möglicherweise feste Gebühren an. | Höherer Grundpreis Zusatzleistungen rechnen sich nur, wenn Du sie tatsächlich nutzt. |
| Für wen geeignet? | Für preisbewusste Menschen, die überwiegend digital bankieren und wenig kostenpflichtige Zusatzleistungen benötigen. | Für Menschen, die bestimmte Karten-, Bargeld- und Serviceleistungen regelmäßig nutzen und einen planbaren Preis bevorzugen. | Für Menschen mit besonderem Bedarf an tatsächlich enthaltenen Zusatzleistungen, beispielsweise auf Reisen. |
Welches Girokontomodell ist für Dich die beste Wahl?
Ein kostenloses Girokonto kann besonders interessant sein, wenn Du Deine Bankgeschäfte überwiegend digital erledigst, selten Bargeld einzahlst und keine umfangreichen Zusatzleistungen benötigst. Achte allerdings darauf, ob die kostenlose Kontoführung an einen Mindestgeldeingang oder andere Bedingungen geknüpft ist.
Ein günstiges Standardkonto kann sich lohnen, wenn im monatlichen Grundpreis bereits Leistungen enthalten sind, für die Du bei einem kostenlosen Konto regelmäßig zusätzlich bezahlen müsstest. Dazu können beispielsweise eine Girocard, bestimmte Bargeldabhebungen oder einzelne Serviceleistungen gehören.
Ein Premiumkonto lohnt sich vor allem dann, wenn der Mehrwert der tatsächlich genutzten Zusatzleistungen die höhere Kontogebühr rechtfertigt. Versicherungen, zusätzliche Karten oder Reisevorteile solltest Du hinsichtlich ihrer Bedingungen und ihres praktischen Nutzens einzeln bewerten.
Wichtig: Die gesetzlichen Anforderungen an Zahlungsdienste und die grundsätzlich geltende Einlagensicherung hängen nicht davon ab, ob Du ein kostenloses, günstiges oder teures Girokontomodell verwendest. Ein höherer Kontopreis bedeutet daher nicht automatisch mehr Sicherheit.
Unser Tipp: Erstelle eine Übersicht Deiner tatsächlichen jährlichen Kontokosten und prüfe, welche Leistungen Du mindestens benötigst. Ein Tarif mit geringer Grundgebühr kann insgesamt teurer werden, wenn häufig Gebühren für Karten, Bargeld oder Auslandszahlungen anfallen.
Die verschiedenen Kostenarten erklären wir ausführlich unter Welche Kosten verursacht ein Girokonto?. Für die Gegenüberstellung konkreter Bankangebote kannst Du anschließend unseren Girokonto-Vergleich verwenden.
Girokonto auswählen – vier Beispiele aus dem Alltag
Welches Girokonto sinnvoll ist, hängt stark davon ab, wie Du Deine Bank im Alltag nutzt. Unsere vier Beispiele zeigen, warum bei identischen Kontogebühren ganz unterschiedliche Leistungen entscheidend sein können.
Berufseinsteiger mit digitalem Girokonto
Du hast gerade Deine erste feste Arbeitsstelle begonnen und erhältst monatlich 2.200 Euro netto. Deine Bankgeschäfte erledigst Du fast ausschließlich über das Smartphone.
Beim Einkaufen verwendest Du bevorzugt Deine Debitkarte, Bargeld benötigst Du nur gelegentlich. Persönliche Bankberatung ist für Dich momentan weniger wichtig.
Diese Eigenschaften sind wichtig
- Möglichst keine monatlichen Kontoführungsgebühren.
- Kostenlose oder günstige Debitkarte für den Alltag.
- Übersichtliche Banking-App mit sicheren Freigabeverfahren.
- Kostenlose Bargeldabhebungen an gut erreichbaren Automaten.
- Einfache Verwaltung von Überweisungen und Daueraufträgen.
Angenommenes digitales Kontomodell
Welches Konto passt hier?
Ein günstiges digitales Girokonto kann eine passende Lösung sein. Besonders wichtig sind eine zuverlässige App, geringe Grundkosten und eine Debitkarte, die Du im Alltag problemlos verwenden kannst.
Mindestgeldeingang prüfen
Achte darauf, ob das kostenlose Kontomodell an einen regelmäßigen Mindestgeldeingang oder an Dein Alter gebunden ist. Wenn sich Dein Einkommen später verändert, können sonst zusätzliche Kontogebühren entstehen.
Berufstätiger mit regelmäßigem Gehaltseingang
Du arbeitest Vollzeit und erhältst monatlich 3.200 Euro netto. Miete, Versicherungen und andere Fixkosten werden automatisch vom Girokonto abgebucht.
Du bezahlst regelmäßig mit Karte, verwendest sowohl eine Girocard als auch eine Debitkarte und möchtest gelegentlich Bargeld abheben.
Deshalb ist für Dich nicht nur die Grundgebühr, sondern die gesamte Kombination aus Karten- und Bargeldleistungen relevant.
Diese Eigenschaften sind wichtig
- Verlässliche Abwicklung von Gehalt, Lastschriften und Daueraufträgen.
- Girocard und Debitkarte zu vertretbaren Gesamtkosten.
- Kostenlose Bargeldversorgung an regelmäßig genutzten Automaten.
- Kontobenachrichtigungen und einfache Kartenverwaltung.
- Faire Dispozinsen, falls ein Kreditrahmen benötigt wird.
Angenommenes Standardkonto
Welches Konto passt hier?
Ein günstiges Standardkonto kann interessant sein, wenn die regelmäßig genutzten Karten und Bargeldleistungen bereits im monatlichen Grundpreis enthalten sind. Ein kostenloses Konto solltest Du trotzdem gegenüberstellen.
Den Jahrespreis statt der Grundgebühr vergleichen
Prüfe, was ein alternatives kostenloses Konto inklusive Girocard, Bargeld und weiterer benötigter Funktionen kosten würde. 48 Euro feste Jahresgebühr können günstiger sein als ein kostenloses Konto mit regelmäßig anfallenden Zusatzentgelten.
Familie mit Bargeld- und Filialbedarf
Eine Familie verwaltet ihre gemeinsamen Ausgaben über ein Haushaltskonto. Zusammen stehen monatlich 4.800 Euro netto zur Verfügung.
Neben Miete, Strom und Versicherungen werden Lebensmittel, Freizeitaktivitäten und andere gemeinsame Ausgaben über dieses Konto bezahlt.
Die Familie hebt regelmäßig Bargeld ab, möchte gelegentlich Bargeld einzahlen und legt Wert auf eine erreichbare Bankfiliale.
Diese Eigenschaften sind wichtig
- Möglichkeit zur Führung eines Gemeinschaftskontos.
- Geeignete Bankkarten für beide Kontoinhaber.
- Gut erreichbare Geldautomaten in der Umgebung.
- Bargeldeinzahlungen ohne unverhältnismäßige Zusatzkosten.
- Persönlicher Kundenservice und erreichbare Filialen.
Angenommenes Filialkonto
Welches Konto passt hier?
Ein Gemeinschaftskonto bei einer Bank mit geeigneter Bargeld- und Filialversorgung kann für diese Familie besonders praktisch sein. Ein vollständig digitales Konto kommt ebenfalls infrage, wenn Einzahlungen und gemeinsame Nutzung zuverlässig möglich sind.
Gemeinschaftskonto und Karten getrennt prüfen
Nicht jede Bank bietet ein Gemeinschaftskonto zu denselben Bedingungen wie ein Einzelkonto an. Prüfe insbesondere, ob beide Kontoinhaber eigene Karten erhalten und welche Kosten für Einzahlungen und zusätzliche Dienstleistungen entstehen.
Vielreisender mit häufigen Auslandszahlungen
Du reist regelmäßig beruflich und privat in verschiedene Länder. Dabei bezahlst Du häufig mit Karte, hebst Bargeld in anderen Währungen ab und buchst Hotels oder Mietwagen.
Für Dich ist nicht allein die monatliche Kontoführungsgebühr entscheidend. Besonders wichtig sind Fremdwährungsentgelte, Kartenakzeptanz und zuverlässige Bargeldversorgung im Ausland.
Diese Eigenschaften sind wichtig
- Möglichst geringe Gebühren für Kartenzahlungen in Fremdwährungen.
- Günstige Bargeldabhebungen auch außerhalb des Euroraums.
- Geeignete Karte für Mietwagen- und Hotelreservierungen.
- Schnelle Kartensperre und erreichbarer Notfallservice.
- Eine zusätzliche Karte als Reserve.
Kostenloses Konto mit Auslandsgebühren
Kostenpflichtiges Konto ohne diese Zusatzgebühren
Welches Konto passt hier?
Ein Konto mit günstigen internationalen Zahlungsbedingungen ist für Dich besonders interessant. Auch ein Konto mit Grundgebühr kann günstiger sein, wenn Du dadurch regelmäßig anfallende Auslandsgebühren sparst.
Landeswährung und Ersatzkarte beachten
Prüfe bei Zahlungen und Geldautomaten die angebotene Währungsumrechnung. Eine direkte Abrechnung in Euro über Dynamic Currency Conversion (DCC) kann teurer sein. Nimm möglichst eine geeignete Ersatzkarte mit und beachte mögliche Betreibergebühren.
Was zeigen die vier Beispiele zur Girokonto-Auswahl?
Ein gutes Girokonto muss vor allem zu Deinem persönlichen Nutzungsverhalten passen. Die Beispiele zeigen, dass unterschiedliche Lebenssituationen ganz verschiedene Anforderungen an eine Bank stellen.
Beim Berufseinstieg können niedrige Grundkosten, eine gute Banking-App und eine günstige Debitkarte wichtiger sein als zusätzliche Serviceleistungen.
Bei einem regelmäßigen Gehaltseingang solltest Du prüfen, welche Karten und Bargeldleistungen tatsächlich benötigt werden. Ein günstiges Standardkonto kann unter Umständen preiswerter sein als ein Konto mit vielen Zusatzgebühren.
Für Familien können Gemeinschaftskonten, mehrere Bankkarten, Bargeldeinzahlungen und erreichbare Filialen besonders relevant sein. Hier zählt neben den Gebühren auch die praktische Nutzbarkeit im Alltag.
Für Vielreisende sind Fremdwährungsgebühren, Bargeldabhebungen, internationale Kartenakzeptanz und erreichbarer Notfallservice besonders wichtige Kriterien.
Unser Tipp: Berechne die voraussichtlichen Gesamtkosten eines Girokontos für ein vollständiges Jahr. Berücksichtige dabei alle Leistungen, die Du tatsächlich nutzt. Erst dadurch wird ein sinnvoller Vergleich möglich.
Weitere Informationen findest Du unter Welche Kosten verursacht ein Girokonto?. Die Unterschiede zwischen persönlichen Filialleistungen und digitalem Banking erklären wir unter Direktbank oder Filialbank?. Konkrete Konten kannst Du anschließend in unserem Girokonto-Vergleich gegenüberstellen.
Girokonto-Kostenrechner: Welches Konto ist wirklich günstiger?
Ein kostenloses Girokonto ist nicht automatisch die günstigste Wahl. Vergleiche zwei Konten anhand ihrer Kontoführungsgebühren, Kartenkosten, Bargeldabhebungen und möglichen Auslandsgebühren. Unser Rechner zeigt Dir die gesamten Jahreskosten und den möglichen Kostenvorteil.
1. Deine jährliche Kontonutzung
Die folgenden Angaben gelten für beide Girokonten. Dadurch vergleichst Du dieselbe Nutzung bei unterschiedlichen Gebühren.
Konto A
Beispiel für ein Girokonto ohne monatliche Grundgebühr.
Konto B
Beispiel für ein Konto mit monatlicher Grundgebühr und mehr enthaltenen Leistungen.
2. Dein persönlicher Kostenvergleich
Grafischer Vergleich der Jahreskosten
Je länger der Balken, desto höher sind die gesamten jährlichen Kosten des jeweiligen Girokontos.
So setzen sich die Jahreskosten zusammen
| Kostenart | Konto A | Konto B |
|---|---|---|
| Kontoführung | – | – |
| Bankkarten | – | – |
| Bargeldabhebungen | – | – |
| Fremdwährungsentgelte | – | – |
| Sonstige Entgelte | – | – |
| Gesamt pro Jahr | – | – |
Deine individuelle Auswertung
Wichtig für einen fairen Girokonto-Vergleich
Verwende für beide Konten dieselbe angenommene Nutzung. Die tatsächlichen Jahreskosten hängen unter anderem davon ab, welche Geldautomaten Du verwendest, welche Bankkarten Du benötigst und welche Bedingungen für die Kontoführung gelten.
Bei Bargeldabhebungen berücksichtigt der Rechner eine feste Gebühr je kostenpflichtiger Abhebung. Prozentuale Gebühren, Mindestgebühren oder abweichende Gebühren je Automat musst Du gegebenenfalls separat unter den sonstigen Entgelten berücksichtigen.
Der Fremdwährungsbetrag bezieht sich auf Kartenzahlungen und berücksichtigt den eingegebenen prozentualen Aufschlag. Wechselkursunterschiede, DCC-Aufschläge und zusätzliche Entgelte für Bargeldabhebungen im Ausland werden nicht automatisch berechnet.
Die Fünfjahresbetrachtung unterstellt gleichbleibende Gebühren und ein unverändertes Nutzungsverhalten. Sie ist keine Prognose zukünftiger Bankkonditionen.
Weitere Hinweise zu möglichen Kontokosten findest Du unter Welche Kosten verursacht ein Girokonto?. Konkrete Angebote kannst Du anschließend in unserem Girokonto-Vergleich gegenüberstellen.
Alle Angaben sind unverbindliche Rechenbeispiele. Der Rechner dient der allgemeinen Information und ersetzt keinen individuellen Vergleich der aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnisse. Eingaben werden nur lokal im Browser verarbeitet und nicht gespeichert.
Girokonto-Checkliste: Wie gut passt ein Angebot zu Dir?
Lege fest, welche Leistungen Dein Girokonto unbedingt bieten soll und welche Funktionen Dir weniger wichtig sind. Anschließend kannst Du ein konkretes Kontenangebot anhand Deiner persönlichen Anforderungen bewerten.
1. Welches Girokonto möchtest Du prüfen?
Trage optional den Namen eines Kontos ein. Anschließend wählst Du die Kriterien aus, die für Dich relevant sind.
2. Deine persönlichen Auswahlkriterien
Aktiviere die Kriterien, die für Dich relevant sind. Wähle die Priorität und bewerte anschließend, ob das betrachtete Girokonto die Anforderung vollständig, teilweise oder nicht erfüllt. Nicht geprüfte Eigenschaften kannst Du als „Noch nicht geprüft“ kennzeichnen.
Noch nicht geprüfte Kriterien gehen nicht in den Erfüllungsgrad ein. Die Anzahl offener Kriterien wird gesondert angezeigt.
Deine persönliche Girokonto-Auswertung
Diese Anforderungen solltest Du prüfen
Wie solltest Du den Erfüllungsgrad interpretieren?
Der berechnete Wert dient als Orientierung, nicht als objektive Qualitätsnote einer Bank. Er hängt ausschließlich von Deinen ausgewählten Kriterien und Deinen eigenen Bewertungen ab.
Ein Girokonto kann beispielsweise einen hohen Erfüllungsgrad erreichen und trotzdem eine unverzichtbare Anforderung nicht erfüllen. Solche Abweichungen werden deshalb gesondert hervorgehoben.
Beachte außerdem, dass Gebühren und Leistungen von Banken geändert werden können. Prüfe die aktuellen Konditionen deshalb immer anhand des Preis- und Leistungsverzeichnisses des jeweiligen Anbieters.
Eine ausführliche Erklärung der Kosten findest Du unter Welche Kosten verursacht ein Girokonto?. Für den direkten Vergleich verschiedener Konten kannst Du unseren Girokonto-Vergleich nutzen.
Alle Eingaben und Berechnungen erfolgen ausschließlich lokal in Deinem Browser. Die Daten werden nicht dauerhaft gespeichert und nicht an einen Server übertragen.
Welches Girokonto passt zu Dir?
Jeder nutzt sein Girokonto ein wenig anders. Beantworte fünf Fragen zu Deinen Bankgeschäften, Bankkarten, Bargeld und Deinem gewünschten Service. Anschließend erhältst Du eine Empfehlung, welche Art von Girokonto zu Deinen Bedürfnissen passen könnte.
Warum könnte dieses Kontomodell zu Dir passen?
So findest Du ein passendes Girokonto
Diese persönlichen Anforderungen solltest Du zusätzlich prüfen
Wichtig: Nicht jedes Girokonto einer Kategorie bietet dieselben Leistungen
Die Entscheidungshilfe empfiehlt eine Art von Girokonto, keine bestimmte Bank. Ob ein konkreter Anbieter zu Dir passt, hängt von den tatsächlichen Vertragsbedingungen und den angebotenen Funktionen ab.
Ein kostenloses Girokonto kann beispielsweise umfangreiche digitale Funktionen bieten. Ein kostenpflichtiges Standard- oder Premiumkonto enthält dagegen nicht automatisch bessere Kartenleistungen oder eine günstigere Bargeldversorgung.
Prüfe deshalb immer die gesamten jährlichen Kontokosten einschließlich möglicher Kartenkosten, Gebühren für Bargeld, Fremdwährungsentgelte und Dispozinsen. Achte außerdem auf die Einlagensicherung und den erreichbaren Kundenservice.
Diese Entscheidungshilfe dient der allgemeinen Orientierung. Alle Antworten werden ausschließlich lokal im Browser ausgewertet und nicht gespeichert. Es erfolgt keine individuelle Finanzberatung.
Häufige Fragen zur Auswahl eines Girokontos
Kostenloses Girokonto oder kostenpflichtiges Kontomodell? Welche Bankkarte ist sinnvoll? Und wie wichtig sind Bargeld, Kundenservice und Sicherheit? Wir beantworten acht häufige Fragen zur Girokonto-Auswahl.
Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?
Ein kostenloses Girokonto bedeutet häufig zunächst, dass keine monatliche Kontoführungsgebühr anfällt. Das heißt aber nicht automatisch, dass sämtliche Bankleistungen kostenlos sind.
Beispielsweise können Gebühren für eine Girocard, Kreditkarte, bestimmte Bargeldabhebungen, Bargeldeinzahlungen oder zusätzliche Dienstleistungen entstehen.
Manche Banken knüpfen die kostenlose Kontoführung außerdem an Voraussetzungen, beispielsweise einen regelmäßigen Mindestgeldeingang oder eine bestimmte Altersgrenze.
Entscheidend sind deshalb die vollständigen jährlichen Kontokosten. Ein Girokonto mit geringer Grundgebühr kann unter Umständen günstiger sein als ein kostenlos beworbenes Konto, wenn wichtige Zusatzleistungen bereits enthalten sind.
Mehr zu den möglichen Kosten erfährst Du unter Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.
Was bedeutet Mindestgeldeingang und was passiert, wenn ich ihn nicht erreiche?
Ein Mindestgeldeingang ist ein von der Bank festgelegter Betrag, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums, häufig monatlich, auf dem Girokonto eingehen muss.
Manche Banken verwenden diesen Geldeingang als Voraussetzung für eine kostenlose oder vergünstigte Kontoführung.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Geldeingang und Gehaltseingang. Je nach Bank können unterschiedliche Arten von Zahlungen anerkannt oder ausgeschlossen werden. Eine gewöhnliche Überweisung von einem eigenen Konto zählt deshalb nicht zwangsläufig mit.
Wird der erforderliche Betrag nicht erreicht, kann die Bank gemäß den vereinbarten Konditionen eine reguläre Kontoführungsgebühr berechnen.
Wenn Dein Einkommen schwankt oder sich Deine berufliche Situation verändern könnte, solltest Du prüfen, wie teuer das Girokonto ohne die entsprechende Vergünstigung wäre.
Was ist der Unterschied zwischen Girocard und Debitkarte?
Die Girocard ist ein in Deutschland weit verbreitetes Debitkartensystem. Eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte verwendet dagegen das jeweilige internationale Kartensystem.
Beide Kartenarten sind Debitkarten. Bei Zahlungen wird der Betrag grundsätzlich direkt beziehungsweise zeitnah dem zugehörigen Girokonto belastet.
Unterschiede bestehen insbesondere bei der Akzeptanz, den möglichen Einsatzbereichen und den Gebühren. Eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte kann beispielsweise für internationale Online-Zahlungen praktisch sein. Eine Girocard kann hingegen bei bestimmten Geschäften in Deutschland Vorteile bieten.
Eine klassische Kreditkarte unterscheidet sich wiederum dadurch, dass Umsätze typischerweise später abgerechnet oder innerhalb eines Kreditrahmens finanziert werden.
Gerade bei Mietwagen und Hotelbuchungen solltest Du prüfen, ob eine Debitkarte akzeptiert wird oder eine klassische Kreditkarte erforderlich ist.
Unser Tipp: Wähle die Kartenkombination, die zu Deinem tatsächlichen Zahlungsverhalten passt, und berücksichtige mögliche Jahresgebühren.
Worauf sollte ich bei Bargeldabhebungen und Bargeldeinzahlungen achten?
Prüfe vor der Kontoeröffnung, an welchen Geldautomaten Du kostenlos oder günstig Bargeld abheben kannst. Wichtig ist insbesondere, ob diese Automaten in der Nähe Deines Wohnorts, Arbeitsplatzes oder anderer häufig besuchter Orte liegen.
Manche Banken ermöglichen kostenlose Abhebungen an bestimmten Automaten oder mit bestimmten Bankkarten. Teilweise gelten Mindestbeträge, Tageslimits oder zusätzliche Gebühren fremder Automatenbetreiber.
Wenn Du regelmäßig Bargeld einzahlen möchtest, solltest Du außerdem die verfügbaren Einzahlungsmöglichkeiten vergleichen. Je nach Bank funktionieren diese über Filialen, Einzahlungsautomaten oder Partnergeschäfte.
Dabei können feste oder prozentuale Gebühren entstehen. Gerade bei häufiger Bargeldnutzung können solche Kosten einen erheblichen Unterschied zwischen zwei Girokonten verursachen.
Auch beim Geldabheben im Ausland solltest Du mögliche Fremdwährungsentgelte, Betreibergebühren und die dynamische Währungsumrechnung berücksichtigen.
Ist eine Direktbank oder eine Filialbank die bessere Wahl?
Ob eine Direktbank oder eine Filialbank besser zu Dir passt, hängt von Deinen persönlichen Anforderungen an Service, Kosten und Kontofunktionen ab.
Direktbanken bieten ihre Leistungen überwiegend digital an. Sie können besonders interessant sein, wenn Du Deine Bankgeschäfte selbstständig über Smartphone und Computer erledigst und nur selten persönlichen Filialservice benötigst.
Filialbanken verfügen über persönliche Anlaufstellen. Das kann beispielsweise bei Bargeldeinzahlungen, bestimmten Serviceanliegen oder dem Wunsch nach persönlicher Beratung hilfreich sein.
Allerdings bedeutet eine Filiale nicht automatisch besseren Service. Ebenso ist eine Direktbank nicht grundsätzlich günstiger als jede Filialbank.
Vergleiche deshalb die tatsächlichen Kontokosten, die Erreichbarkeit des Kundenservice und die benötigten Zahlungsfunktionen.
Ausführliche Informationen findest Du unter Direktbank oder Filialbank?.
Warum sollte ich beim Girokonto auf die Dispozinsen achten?
Wenn Du Dein Girokonto überziehst, können Sollzinsen entstehen. Besonders wichtig ist der Zinssatz für einen eingeräumten Dispositionskredit.
Die Höhe der Dispozinsen unterscheidet sich je nach Bank und Kontomodell. Deshalb solltest Du den Zinssatz auch dann kennen, wenn Du Deinen Dispo nur gelegentlich verwenden möchtest.
Ein Beispiel: Überziehst Du Dein Girokonto für 20 Tage um 1.000 Euro, entstehen bei beispielhaften 12 Prozent Sollzins pro Jahr und einer taggenauen Berechnung mit 365 Tagen ungefähr 6,58 Euro Zinskosten.
Bei einer dauerhaften Kontoüberziehung können die Kosten deutlich höher ausfallen. Ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühr muss deshalb nicht insgesamt günstig sein, wenn Du regelmäßig den Dispositionskredit nutzt.
Zusätzlich solltest Du die Konditionen für eine geduldete Kontoüberziehung prüfen. Die Bank ist nicht verpflichtet, eine Überschreitung des vereinbarten Kreditrahmens zuzulassen.
Mehr dazu erfährst Du unter Was ist ein Dispokredit?.
Kann ich mein Girokonto problemlos wechseln?
Grundsätzlich kannst Du Dein Girokonto wechseln. Wenn Du mit den Gebühren, Funktionen oder dem Kundenservice Deiner bisherigen Bank nicht zufrieden bist, kannst Du ein neues Konto bei einem anderen Anbieter eröffnen.
Beim Wechsel solltest Du darauf achten, dass regelmäßige Zahlungspartner rechtzeitig Deine neue IBAN erhalten. Dazu gehören beispielsweise Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen und Anbieter von Abonnements.
Auch bestehende Daueraufträge und Lastschriften müssen berücksichtigt werden. Banken bieten dafür teilweise digitale Kontowechselservices an.
Darüber hinaus gibt es eine gesetzlich geregelte Kontenwechselhilfe für die entsprechenden Zahlungskonten. Dabei unterstützen die beteiligten Zahlungsdienstleister den Wechsel nach den geltenden Vorgaben.
Sinnvoll ist es, das bisherige Girokonto erst zu schließen, wenn alle wichtigen Zahlungsvorgänge zuverlässig über das neue Konto laufen.
Eine ausführliche Anleitung findest Du unter Wie funktioniert ein Kontowechsel?.
Wie erkenne ich, ob ein Girokonto sicher ist?
Bei der Sicherheit eines Girokontos solltest Du zwischen dem Schutz Deines Guthabens und der Sicherheit des täglichen Online-Bankings unterscheiden.
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt grundsätzlich entschädigungsfähige Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Person und Kreditinstitut. Dazu gehören typischerweise Guthaben auf Girokonten. In bestimmten Fällen gelten zusätzliche Sonderregelungen.
Prüfe deshalb, welche Bank Dein Konto tatsächlich führt und welchem Einlagensicherungssystem sie angehört. Gerade bei ausländischen Banken solltest Du diese Informationen genauer betrachten.
Für das Online-Banking sind außerdem sichere Anmelde- und Freigabeverfahren wichtig. Banken setzen beispielsweise App-basierte TAN-Verfahren, photoTAN oder chipTAN ein.
Zusätzliche Funktionen wie Kontobenachrichtigungen, Kartenlimits und einfache Sperrmöglichkeiten können helfen, verdächtige Vorgänge frühzeitig zu erkennen.
Wichtig: Auch ein technisch gut abgesichertes Girokonto schützt nicht vollständig vor Phishing oder anderen Betrugsversuchen. Gib deshalb niemals Zugangsdaten oder TANs an vermeintliche Bankmitarbeiter weiter und bestätige nur selbst veranlasste Zahlungsvorgänge.
Weitere Grundlagen findest Du in unserem Girokonto-Leitfaden in den Bereichen Sicherheit und Einlagensicherung.
Girokonto-Wissen Schritt für Schritt erweitern
Du möchtest weitere Zusammenhänge rund um dein Girokonto verstehen? Auf der Girokonto-Übersichtsseite findest du alle Themen im Überblick. Oder entdecke direkt den nächsten passenden Ratgeber und erweitere dein Wissen rund um Banking, Kontoführung und den täglichen Zahlungsverkehr.
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Von den Grundlagen über Karten, Zahlungsverkehr und Online-Banking bis hin zu Gebühren und Sicherheit: Im Girokonto-Leitfaden findest du alle Themen gebündelt und kannst gezielt den nächsten Ratgeber auswählen.
Was ist ein Girokonto?
Was ist ein Girokonto und wie funktioniert es? Erfahre einfach erklärt, wofür du ein Girokonto benötigst und wie Überweisungen und Zahlungen ablaufen.