GIROKONTO · ZAHLUNGSVERKEHR · AUTOMATISCHE ZAHLUNGEN

Lastschrift oder Dauerauftrag? So funktionieren automatische Zahlungen

 
 

Miete, Strom, Versicherungen und Abonnements werden häufig automatisch bezahlt. Erfahre, wie SEPA-Lastschriften und Daueraufträge funktionieren, wer die Zahlung auslöst und wie du Abbuchungen kontrollieren, ändern oder zurückholen kannst.

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Lastschrift und Dauerauftrag – wie funktionieren automatische Zahlungen?

Jeden Monat werden von deinem Girokonto zahlreiche Zahlungen abgewickelt. Die Miete wird überwiesen, der Stromanbieter zieht seinen Abschlag ein und verschiedene Abonnements werden automatisch bezahlt. Ohne solche wiederkehrenden Zahlungen müsstest du viele Rechnungen regelmäßig selbst überweisen. Zwei wichtige Verfahren erleichtern dir diese Aufgaben: der Dauerauftrag und die SEPA-Lastschrift.

Obwohl beide Zahlungsarten für automatische Übertragungen von Geld genutzt werden können, funktionieren sie unterschiedlich. Bei einem Dauerauftrag bestimmst du selbst, wann welcher Betrag an welchen Empfänger überwiesen wird. Du richtest den Auftrag bei deiner Bank ein und legst einen festen Zahlungsrhythmus fest. Dieses Verfahren eignet sich besonders für regelmäßige Zahlungen mit gleichbleibender Höhe, beispielsweise die monatliche Miete.

Bei einer SEPA-Lastschrift liegt die Initiative dagegen beim Zahlungsempfänger. Du erteilst beispielsweise deinem Stromanbieter oder einem Versicherungsunternehmen ein SEPA-Lastschriftmandat. Auf dieser Grundlage darf der Anbieter die vereinbarten fälligen Beträge von deinem Konto einziehen. Das ist besonders praktisch, wenn sich die Rechnungsbeträge gelegentlich verändern.

Auch bei den Möglichkeiten zur Rückgabe bestehen wichtige Unterschiede. Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift kannst du grundsätzlich innerhalb von acht Wochen nach der Kontobelastung ohne Angabe von Gründen über deine Bank zurückgeben lassen. Bei nicht autorisierten Lastschriften gelten besondere Erstattungsregeln und eine Meldefrist von grundsätzlich 13 Monaten. Eine bereits ausgeführte Überweisung aus einem Dauerauftrag lässt sich dagegen normalerweise nicht einfach zurückbuchen. <Cite refs={[„turn408585search4″,“turn408585search1“]}/>

Beide Verfahren machen den Zahlungsverkehr komfortabler, erfordern aber einen gewissen Überblick. Schließlich muss dein Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung ausreichend gedeckt sein. Außerdem solltest du bestehende Daueraufträge und Lastschriftmandate regelmäßig kontrollieren, insbesondere wenn sich Verträge, Preise oder Bankverbindungen ändern.

In diesem Ratgeber erklären wir dir Schritt für Schritt, wie Lastschriften und Daueraufträge funktionieren, welche Unterschiede bestehen und welches Verfahren sich für Miete, Strom, Versicherungen und Abonnements eignet. Außerdem erfährst du, wie du einen Dauerauftrag einrichtest, ein Lastschriftmandat widerrufst, fehlerhafte Abbuchungen reklamierst und typische Gebühren vermeidest.

GIROKONTO · ZAHLUNGSVERKEHR · AUTOMATIK

Lastschrift und Dauerauftrag – die wichtigsten Unterschiede

Beide Zahlungsarten erleichtern wiederkehrende Zahlungen. Sie unterscheiden sich jedoch darin, wer die Zahlung auslöst, wie der Betrag festgelegt wird und welche Rückgabemöglichkeiten bestehen.

01 · ZAHLUNGSAUSLÖSER

Wer veranlasst die Zahlung?

Beim Dauerauftrag beauftragst du deine Bank, wiederholt Geld zu überweisen. Bei der Lastschrift zieht dagegen der Zahlungsempfänger den Betrag auf Grundlage eines zuvor erteilten Lastschriftmandats ein.

02 · ZAHLUNGSBETRAG

Fest oder veränderlich?

Beim Dauerauftrag wird normalerweise ein gleichbleibender Betrag zu festgelegten Terminen überwiesen. Bei einer SEPA-Lastschrift kann der eingezogene Betrag je nach Vereinbarung variieren, etwa bei Stromrechnungen.

03 · RÜCKGABERECHT

Geld zurückholen

Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift kannst du grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben lassen. Bereits ausgeführte Dauerauftragsüberweisungen lassen sich dagegen normalerweise nicht einfach zurückbuchen.

04 · TYPISCHE NUTZUNG

Welche Zahlung passt wozu?

Daueraufträge eignen sich besonders für regelmäßige Zahlungen mit festem Betrag, beispielsweise Miete. Lastschriften werden häufig für Stromabschläge, Versicherungen und Abonnements verwendet.

Wichtig: Lastschrift zurückgeben bedeutet nicht Vertrag kündigen

Wenn du eine Lastschrift zurückgibst, wird dadurch nicht automatisch der zugrunde liegende Vertrag beendet. Besteht eine berechtigte Zahlungspflicht, kann der Empfänger den offenen Betrag weiterhin verlangen. Möchtest du künftige Abbuchungen verhindern, solltest du das Lastschriftmandat widerrufen und gegebenenfalls den zugehörigen Vertrag separat kündigen. Prüfe außerdem regelmäßig deine Kontobewegungen und achte auf ausreichende Kontodeckung.

Lastschrift oder Dauerauftrag: Was ist der Unterschied?

Viele Zahlungen werden heute automatisch über das Girokonto abgewickelt. Die monatliche Miete, der Stromabschlag oder der Beitrag für eine Versicherung müssen dadurch nicht jedes Mal manuell überwiesen werden. Besonders häufig werden dafür zwei Zahlungsarten verwendet: die Lastschrift und der Dauerauftrag.

Obwohl beide Verfahren regelmäßige Zahlungen ermöglichen, unterscheiden sie sich grundlegend. Bei einem Dauerauftrag bestimmst du selbst, welcher Betrag zu welchen Terminen an welchen Empfänger überwiesen wird. Du erteilst deiner Bank einen entsprechenden Auftrag, der anschließend automatisch wiederholt wird.

Bei einer SEPA-Lastschrift funktioniert das anders. Hier erlaubst du einem Unternehmen oder einem anderen berechtigten Zahlungsempfänger, einen fälligen Betrag von deinem Girokonto einzuziehen. Der Empfänger veranlasst die Zahlung auf Grundlage eines zuvor erteilten Lastschriftmandats.

Dieser Unterschied hat Auswirkungen auf die Kontrolle der Zahlung, die Höhe der Abbuchungen und die Möglichkeiten, bereits eingezogenes Geld zurückzuerhalten. Während beim Dauerauftrag normalerweise ein festgelegter Betrag überwiesen wird, können Lastschriften auch unterschiedliche Beträge umfassen.

Beide Verfahren gehören zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Wie ein Girokonto grundsätzlich funktioniert, erklären wir in unserem Ratgeber Was ist ein Girokonto?.

Was ist ein Dauerauftrag und wie funktioniert er?

Ein Dauerauftrag ist eine regelmäßig wiederkehrende Überweisung, die du einmalig bei deiner Bank einrichtest. Du gibst dabei die Bankverbindung des Empfängers, den Zahlungsbetrag, den Verwendungszweck sowie den gewünschten Ausführungstermin und Zahlungsrhythmus an.

Anschließend führt deine Bank den Auftrag automatisch zu den vorgesehenen Terminen aus. Du musst die Zahlungsdaten nicht jeden Monat erneut eingeben. Das macht Daueraufträge besonders praktisch für Zahlungen, die immer an denselben Empfänger und in gleichbleibender Höhe erfolgen.

Ein typisches Beispiel ist die monatliche Mietzahlung. Wenn du jeden Monat 850 Euro an deinen Vermieter überweisen musst, kannst du dafür einen Dauerauftrag einrichten. Deine Bank veranlasst dann entsprechend deinen Einstellungen regelmäßig die Überweisung.

Technisch ist ein Dauerauftrag keine eigene Art der Lastschrift, sondern eine wiederholt ausgeführte Überweisung. Die grundlegende Funktionsweise erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag Wie funktionieren Überweisungen?.

Welche Angaben brauchst du für einen Dauerauftrag?

Für die Einrichtung benötigst du normalerweise den Namen und die IBAN des Zahlungsempfängers sowie den gewünschten Betrag. Zusätzlich legst du fest, wann die erste Zahlung ausgeführt werden soll und wie häufig sich der Auftrag wiederholt.

Viele Banken ermöglichen monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Ausführungen. Die verfügbaren Einstellungen unterscheiden sich je nach Institut. Häufig kannst du außerdem ein Enddatum festlegen oder den Dauerauftrag bis zu deiner eigenen Änderung unbefristet laufen lassen.

Wie richtest du einen Dauerauftrag ein?

In der Regel kannst du einen Dauerauftrag direkt über das Online-Banking oder die Banking-App deiner Bank einrichten. Dazu wählst du das gewünschte Girokonto aus und öffnest die Funktion für Daueraufträge. Anschließend gibst du die Zahlungsdaten und den Rhythmus ein.

Vor der abschließenden Freigabe solltest du kontrollieren, ob die Empfänger-IBAN, der Betrag und der Ausführungstermin korrekt sind. Je nach Bank musst du die Einrichtung anschließend mit einem Sicherheitsverfahren bestätigen.

Nach erfolgreicher Einrichtung erscheint der Dauerauftrag normalerweise in der entsprechenden Übersicht deines Online-Bankings. Dort kannst du die gespeicherten Zahlungsdaten kontrollieren.

Wann wird ein Dauerauftrag ausgeführt?

Die Ausführung erfolgt grundsätzlich zu dem Termin, den du bei deiner Bank festgelegt hast. Allerdings sind Bankgeschäftstage und die konkreten Vertragsbedingungen wichtig. Fällt der gewünschte Termin auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, kann die Bank den Auftrag nach ihren Bedingungen an einem anderen Bankgeschäftstag ausführen.

Wenn eine Zahlung unbedingt bis zu einem bestimmten Datum eingehen muss, solltest du ausreichenden zeitlichen Vorlauf einplanen. Entscheidend ist letztlich nicht nur, wann dein Girokonto belastet wird, sondern wann die Zahlung den Empfänger erreicht.

Schritt für Schritt: So läuft ein Dauerauftrag ab

Der Ablauf eines Dauerauftrags ist weitgehend automatisiert. Nach der Einrichtung übernimmt die Bank die wiederkehrende Zahlungsabwicklung.

01

Auftrag einrichten

Du legst Empfänger, IBAN, Betrag, Verwendungszweck und Ausführungsrhythmus fest.

02

Auftrag freigeben

Du bestätigst die Einrichtung mit dem vorgesehenen Sicherheitsverfahren deiner Bank.

03

Automatische Ausführung

Zu den festgelegten Terminen veranlasst die Bank die Überweisung, sofern der Auftrag ausführbar ist.

04

Gutschrift beim Empfänger

Die Zahlung wird über das jeweilige Überweisungsverfahren abgewickelt und dem Empfängerkonto gutgeschrieben.

Wie kannst du einen Dauerauftrag ändern oder löschen?

Ein großer Vorteil des Dauerauftrags besteht darin, dass du die Zahlungsanweisung selbst verwaltest. Wenn sich beispielsweise deine Miete erhöht, kannst du den gespeicherten Überweisungsbetrag ändern. Auch der Empfänger, der Verwendungszweck oder der Ausführungsrhythmus lassen sich bei vielen Banken anpassen.

Welche Änderungen möglich sind und wie kurzfristig du sie durchführen kannst, hängt von deiner Bank ab. In einigen Fällen musst du einen bestehenden Dauerauftrag löschen und einen neuen Auftrag einrichten, statt einzelne Daten direkt zu bearbeiten.

Wichtig ist, Änderungen nicht erst unmittelbar vor dem nächsten Ausführungstermin vorzunehmen. Banken benötigen gegebenenfalls eine bestimmte Bearbeitungszeit. Ist eine einzelne Überweisung aus dem Dauerauftrag bereits ausgeführt worden, wird sie durch die spätere Löschung des Dauerauftrags nicht rückgängig gemacht.

Was passiert, wenn du einen Dauerauftrag kündigst?

Wenn du einen Dauerauftrag löschst, werden zukünftige Ausführungen nach Maßgabe der bankseitigen Fristen beendet. Damit ist allerdings nicht automatisch eine vertragliche Zahlungspflicht aufgehoben. Wenn du beispielsweise den Mietdauerauftrag löschst, musst du die vereinbarte Miete trotzdem weiterhin fristgerecht bezahlen, solange die entsprechende Verpflichtung besteht.

Deshalb solltest du zwischen dem Zahlungsauftrag bei deiner Bank und dem Vertrag mit dem Zahlungsempfänger unterscheiden. Der Dauerauftrag regelt lediglich, wie das Geld übertragen wird.

Was ist eine SEPA-Lastschrift und wie funktioniert sie?

Bei einer SEPA-Lastschrift geht die Zahlungsinitiative vom Empfänger aus. Das kann beispielsweise dein Stromanbieter, ein Versicherungsunternehmen, ein Mobilfunkanbieter oder ein anderer Vertragspartner sein.

Damit ein Unternehmen Geld von deinem Girokonto einziehen darf, erteilst du grundsätzlich eine entsprechende Einzugsermächtigung in Form eines SEPA-Lastschriftmandats. Dieses bildet die Grundlage für den Zahlungseinzug.

Der Empfänger reicht den fälligen Betrag über seine Bank zum Einzug ein. Über das SEPA-Zahlungsverfahren gelangt die Lastschrift zur kontoführenden Bank des Zahlungspflichtigen, die den Betrag bei ordnungsgemäßer Abwicklung dem Girokonto belastet.

Für Verbraucher ist insbesondere die SEPA-Basislastschrift wichtig. Sie wird beispielsweise für Versicherungsbeiträge, Stromabschläge, Telefonrechnungen und zahlreiche andere alltägliche Zahlungen genutzt.

Warum eignet sich die Lastschrift für unterschiedliche Beträge?

Anders als bei einem klassischen Dauerauftrag muss die Höhe einer Lastschrift nicht bei jedem Einzug identisch sein. Ein Anbieter kann auf Grundlage einer entsprechenden Vereinbarung unterschiedliche fällige Rechnungsbeträge einziehen.

Das ist beispielsweise bei einer Telefonrechnung praktisch, wenn sich der Rechnungsbetrag durch zusätzliche Leistungen verändert. Statt jeden Monat selbst eine neue Überweisung zu erfassen, kannst du den Zahlungseinzug automatisch abwickeln lassen.

Allerdings solltest du Rechnungen und Kontoabbuchungen weiterhin kontrollieren. Die automatische Zahlung bedeutet nicht, dass ein Unternehmen beliebige Beträge ohne vertragliche Grundlage verlangen darf.

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?

Das SEPA-Lastschriftmandat ist die rechtliche Grundlage für den autorisierten Einzug von SEPA-Lastschriften. Mit dem Mandat ermächtigst du den Zahlungsempfänger, fällige Beträge von deinem Konto einzuziehen. Zugleich wird deine Bank angewiesen, die entsprechenden Lastschriften einzulösen.

Du begegnest solchen Mandaten häufig beim Abschluss eines Stromvertrags, beim Einrichten eines Versicherungsbeitrags oder bei der Anmeldung für bestimmte Dienstleistungen. Oft werden sie zusammen mit deinen Kontodaten im Rahmen des Vertragsabschlusses erfasst.

Welche Angaben enthält ein Lastschriftmandat?

Ein SEPA-Lastschriftmandat enthält insbesondere Angaben zum Zahlungspflichtigen und zum Zahlungsempfänger sowie die relevante Kontoverbindung. Darüber hinaus spielen zwei Identifikationsmerkmale eine wichtige Rolle:

  • Gläubiger-Identifikationsnummer: Eine Kennung, mit der sich der einziehende Zahlungsempfänger identifizieren lässt.
  • Mandatsreferenz: Eine vom Zahlungsempfänger vergebene Kennung, mit der das konkrete Mandat zugeordnet werden kann.

Beide Angaben erscheinen häufig auch im Buchungstext der Lastschrift. Damit kannst du nachvollziehen, welchem Zahlungsempfänger beziehungsweise welchem Mandat die Abbuchung zugeordnet wurde.

Einmalige oder wiederkehrende Lastschrift?

Ein Lastschriftmandat kann sich auf einen einmaligen Einzug oder wiederkehrende Zahlungen beziehen. Bei einem einmaligen Mandat wird beispielsweise ein einzelner Rechnungsbetrag eingezogen. Ein wiederkehrendes Mandat erlaubt dagegen mehrere Einzüge im Rahmen der zugrunde liegenden Vereinbarung.

Für die meisten laufenden Verträge werden wiederkehrende Lastschriftmandate verwendet. Das betrifft etwa Versicherungen, Energieverträge oder andere regelmäßig zu bezahlende Leistungen.

Muss ein SEPA-Lastschriftmandat unterschrieben werden?

Für SEPA-Mandate gelten formale Anforderungen. Nach dem SEPA-Regelwerk ist grundsätzlich ein entsprechend dokumentiertes Mandat erforderlich. Im deutschen Online-Handel sind allerdings auch elektronisch erteilte Einzugsermächtigungen verbreitet, deren praktische Nutzung von den einschlägigen Verfahrensabsprachen und den Bedingungen der beteiligten Zahlungsdienstleister abhängt.

Wichtig ist in jedem Fall, dass eine Lastschrift wirksam autorisiert sein muss. Wenn du eine Abbuchung überhaupt nicht genehmigt hast, gelten andere Rechte als bei einer ordnungsgemäß autorisierten SEPA-Basislastschrift.

Wie läuft eine SEPA-Lastschrift zwischen den Banken ab?

Auch wenn du als Kontoinhaber den einzelnen Zahlungsvorgang nicht selbst auslöst, müssen im Hintergrund mehrere Schritte ablaufen. Der Zahlungsempfänger veranlasst die Einreichung der Lastschrift über seine Bank. Die Zahlungsinformationen werden anschließend über das entsprechende SEPA-Verfahren weitergeleitet.

Die Bank des Zahlungspflichtigen verarbeitet den Lastschrifteinzug und belastet das angegebene Girokonto, sofern die Ausführung möglich ist und keine maßgeblichen Hindernisse entgegenstehen. Die beteiligten Kreditinstitute gleichen die finanziellen Verpflichtungen über die dafür vorgesehenen Zahlungsverkehrssysteme aus.

Für dich wird der Vorgang normalerweise durch einen Umsatz auf deinem Kontoauszug sichtbar. Dort findest du den eingezogenen Betrag, den Buchungstext und häufig auch die Gläubiger-ID sowie die Mandatsreferenz.

Anders als bei einer Einzelüberweisung brauchst du den Betrag bei einem wiederkehrenden Lastschriftverfahren nicht jedes Mal selbst freizugeben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du dem Anbieter vertraust und deine Kontoauszüge regelmäßig kontrollierst.

Muss ein Unternehmen eine Lastschrift vorher ankündigen?

Grundsätzlich muss der Zahlungsempfänger den Zahlungspflichtigen vor dem Lastschrifteinzug über den Betrag und das vorgesehene Fälligkeitsdatum informieren. Diese Mitteilung wird auch als Vorabankündigung oder Pre-Notification bezeichnet.

Nach den allgemeinen SEPA-Regeln ist dafür grundsätzlich eine Vorankündigungsfrist von 14 Kalendertagen vorgesehen. Eine kürzere Frist kann zwischen den Beteiligten vereinbart werden.

Bei regelmäßigen Zahlungen mit gleichbleibendem Betrag kann eine entsprechende Information beispielsweise bereits im Vertrag enthalten sein. Verändert sich die Höhe des Einzugs, kann die Information auch über eine Rechnung oder eine andere geeignete Mitteilung erfolgen.

Prüfe solche Ankündigungen insbesondere dann, wenn sich Beträge unerwartet erhöhen. So kannst du Unstimmigkeiten möglicherweise bereits vor der Kontobelastung erkennen und rechtzeitig klären.

Wie kannst du eine SEPA-Lastschrift zurückbuchen?

Einer der größten Unterschiede zum Dauerauftrag betrifft das Rückgaberecht. Bei einer autorisierten SEPA-Basislastschrift kannst du grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ab der Kontobelastung die Erstattung des eingezogenen Betrags verlangen. Dafür musst du deiner Bank normalerweise keinen Grund nennen.

Viele Banken bieten im Online-Banking eine Funktion zur Lastschriftrückgabe an. Du öffnest dazu den betreffenden Umsatz und wählst die entsprechende Rückgabemöglichkeit. Falls diese Funktion nicht verfügbar ist, kannst du dich an deine Bank wenden.

Der zurückgegebene Betrag wird deinem Girokonto wieder gutgeschrieben. Wichtig ist allerdings, dass dadurch die zugrunde liegende Forderung nicht automatisch entfällt.

Was gilt bei einer nicht autorisierten Lastschrift?

Wenn für einen Einzug keine wirksame Autorisierung vorlag, handelt es sich um eine nicht autorisierte Zahlung. Solche Abbuchungen solltest du deiner Bank unverzüglich melden, sobald du sie bemerkst. Für die Geltendmachung gelten grundsätzlich besondere gesetzliche Fristen von bis zu 13 Monaten nach der Kontobelastung.

Der Unterschied ist wichtig: Die achtwöchige Rückgabemöglichkeit betrifft ordnungsgemäß autorisierte SEPA-Basislastschriften. Bei einer nicht autorisierten Lastschrift geht es dagegen darum, dass der Zahlungsvorgang ohne wirksame Zustimmung erfolgt ist.

Kannst du eine Lastschrift zurückgeben, obwohl die Rechnung berechtigt ist?

Die Rückgabe einer autorisierten SEPA-Basislastschrift ist innerhalb der vorgesehenen Frist grundsätzlich auch ohne Begründung möglich. Allerdings kann der Zahlungsempfänger weiterhin Anspruch auf den Rechnungsbetrag haben, wenn die zugrunde liegende Forderung berechtigt ist.

Wenn du beispielsweise einen gültigen Versicherungsvertrag hast und den fälligen Beitrag zurückbuchen lässt, ist der Vertrag dadurch nicht automatisch beendet. Der Versicherer kann weiterhin die Erfüllung deiner Zahlungspflicht verlangen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch zusätzliche Kosten entstehen.

Wichtig: Eine Lastschriftrückgabe ist kein Ersatz für eine Vertragskündigung. Wenn du eine Leistung nicht mehr nutzen möchtest, solltest du den Vertrag ordnungsgemäß beenden und das zugehörige Lastschriftmandat bei Bedarf gesondert widerrufen.

Wie kannst du ein SEPA-Lastschriftmandat widerrufen?

Wenn du künftig keine Lastschriften eines bestimmten Unternehmens mehr zulassen möchtest, kannst du das erteilte Mandat widerrufen. Den Widerruf solltest du eindeutig gegenüber dem Zahlungsempfänger erklären und dabei gegebenenfalls die Mandatsreferenz angeben.

Für einen späteren Nachweis ist eine dokumentierte Erklärung sinnvoll. Das kann beispielsweise ein Schreiben oder eine geeignete elektronische Mitteilung sein. Zusätzlich kannst du deine Bank informieren und gegebenenfalls eine Sperre für bestimmte Lastschrifteinzüge veranlassen.

Berücksichtige, dass ein Widerruf rechtzeitig vor dem nächsten Einzug erfolgen muss, damit eine noch bevorstehende Lastschrift nicht bereits verarbeitet wird. Die konkreten Fristen und Möglichkeiten solltest du bei deiner Bank prüfen.

Was passiert nach dem Widerruf?

Der Zahlungsempfänger darf sich für neue Einzüge nicht mehr auf das widerrufene Mandat stützen. Besteht jedoch weiterhin eine vertragliche Zahlungspflicht, musst du den offenen Betrag auf einem anderen zulässigen Zahlungsweg begleichen.

Wenn du beispielsweise das Lastschriftmandat für deinen Stromvertrag widerrufst, bedeutet das nicht, dass du ab diesem Zeitpunkt keinen Strom mehr bezahlen musst. Du musst die künftigen Rechnungen vielmehr auf andere Weise fristgerecht begleichen.

Wann solltest du einen Vertrag separat kündigen?

Wenn du eine Versicherung, einen Streamingdienst oder einen anderen Vertrag nicht mehr benötigst, solltest du die vereinbarten Kündigungsbedingungen beachten. Die Kündigung des Vertrags und der Widerruf des Lastschriftmandats sind rechtlich unterschiedliche Vorgänge.

Auch wenn ein Vertrag bereits beendet ist, lohnt sich eine Kontrolle der folgenden Kontoauszüge. So erkennst du, ob weiterhin Abbuchungen erfolgen oder noch eine berechtigte Schlussrechnung offensteht.

Was passiert, wenn dein Girokonto nicht ausreichend gedeckt ist?

Automatische Zahlungen funktionieren nur dann zuverlässig, wenn der erforderliche Betrag verfügbar ist beziehungsweise die Bank eine entsprechende Überziehung zulässt. Fehlt ausreichende Deckung, kann eine Lastschrift zurückgegeben oder eine Dauerauftragsüberweisung nicht ausgeführt werden.

Bei einer Lastschrift spricht man in solchen Fällen häufig von einer Rücklastschrift. Der Zahlungsempfänger erfährt, dass der Einzug nicht erfolgreich war, und kann versuchen, den offenen Betrag erneut einzuziehen oder dich zur Zahlung aufzufordern.

Auch ein Dauerauftrag kann scheitern, wenn auf deinem Konto nicht genügend Geld vorhanden ist und kein ausreichender Überziehungsrahmen zur Verfügung steht. Ob deine Bank einen erneuten Ausführungsversuch unternimmt, hängt von ihren Bedingungen ab.

Können dadurch zusätzliche Kosten entstehen?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen können bei einer nicht eingelösten Lastschrift Bankentgelte oder berechtigte Kosten des Zahlungsempfängers entstehen. Ob diese tatsächlich verlangt werden dürfen und in welcher Höhe, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen, den vertraglichen Vereinbarungen und dem Grund der Rückgabe ab.

Bei einer berechtigten, aber nicht erfolgreich eingezogenen Forderung können außerdem Mahnungen und gegebenenfalls Verzugskosten folgen. Gerade deshalb solltest du geplatzte Zahlungen nicht ignorieren, sondern frühzeitig Kontakt mit dem Zahlungsempfänger aufnehmen.

Weitere Grundlagen zu Kontoführungsentgelten, Dispozinsen und zusätzlichen Gebühren findest du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.

Praxisbeispiel: Miete per Dauerauftrag und Strom per Lastschrift

Wie sich beide Verfahren im Alltag unterscheiden, lässt sich an einer typischen Haushaltsplanung zeigen.

Zwei regelmäßige Zahlungen – zwei unterschiedliche Verfahren

Beispiel 1 – Miete: Du zahlst jeden Monat 850 Euro Miete. Der Betrag bleibt über längere Zeit gleich und soll automatisch an deinen Vermieter überwiesen werden. Du richtest deshalb einen monatlichen Dauerauftrag ein. Ändert sich die Miete, musst du den Zahlungsbetrag selbst anpassen.

Beispiel 2 – Strom: Dein Energieversorger zieht monatlich 85 Euro als Abschlag ein. Du hast ihm dafür ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt. Nach einer Jahresabrechnung wird der Abschlag beispielsweise auf 93 Euro erhöht. Der Anbieter kann den angepassten vereinbarten Betrag nach entsprechender Information einziehen, ohne dass du selbst einen Dauerauftrag ändern musst.

Das Ergebnis: Für feste Beträge ist der Dauerauftrag besonders übersichtlich. Für regelmäßig anfallende, aber veränderliche Forderungen bietet die Lastschrift häufig mehr Komfort. Beide Beträge dienen ausschließlich als fiktive Rechenbeispiele.

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Dauerauftrag?

Ein Dauerauftrag gibt dir vergleichsweise viel Kontrolle über die Zahlung. Du legst fest, welcher Betrag überwiesen wird und an wen das Geld geht. Der Empfänger kann den Betrag nicht selbstständig über diesen Dauerauftrag erhöhen.

Das ist besonders bei gleichbleibenden Zahlungen praktisch. Du musst nicht jeden Monat an die Überweisung denken und reduzierst dadurch das Risiko, einen regelmäßigen Zahlungstermin zu vergessen.

Der größte Nachteil besteht darin, dass Veränderungen nicht automatisch übernommen werden. Wenn sich beispielsweise die Miete erhöht oder die Bankverbindung des Empfängers ändert, musst du den bestehenden Auftrag anpassen.

Außerdem lassen sich bereits ausgeführte Dauerauftragsüberweisungen nicht ohne Weiteres zurückholen. Ein Überweisungsrückruf kann unter bestimmten Umständen versucht werden, ist aber nicht garantiert.

Welche Vorteile und Nachteile hat die SEPA-Lastschrift?

Die SEPA-Lastschrift ist besonders bequem, wenn regelmäßig Rechnungen mit wechselnden Beträgen anfallen. Der Zahlungsempfänger veranlasst den Einzug, sodass du nicht jede einzelne Rechnung selbst überweisen musst.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, autorisierte SEPA-Basislastschriften innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben zu lassen. Dadurch bietet das Verfahren einen wichtigen Schutz bei fehlerhaften oder unerwarteten Abbuchungen.

Allerdings gibst du mit dem Lastschriftmandat einen Teil der unmittelbaren Kontrolle über die einzelnen Zahlungsvorgänge ab. Der Empfänger kann innerhalb der erteilten Autorisierung fällige Beträge einziehen. Deshalb ist es wichtig, Rechnungen und Kontobewegungen regelmäßig zu prüfen.

Ein weiterer Nachteil können Rücklastschriften bei unzureichender Kontodeckung sein. Dadurch entstehen möglicherweise zusätzliche Kosten und organisatorischer Aufwand.

Wie sicher sind Lastschriften und Daueraufträge?

Beide Zahlungsarten werden über regulierte Bank- und Zahlungssysteme abgewickelt. Trotzdem können Fehler oder missbräuchliche Zahlungsvorgänge vorkommen. Deshalb solltest du sowohl bestehende Daueraufträge als auch Lastschriften regelmäßig kontrollieren.

Bei Daueraufträgen ist insbesondere wichtig, die Empfängerdaten vor der Einrichtung sorgfältig zu prüfen. Wenn die Bankverbindung eines Zahlungsempfängers überraschend geändert werden soll, solltest du die neue IBAN über einen unabhängigen Kontaktweg bestätigen lassen.

Bei Lastschriften solltest du auf unbekannte Zahlungsempfänger und ungewöhnliche Beträge achten. Die Angaben im Buchungstext können helfen, eine Abbuchung zuzuordnen. Wenn dir ein Einzug nicht bekannt vorkommt, prüfe zunächst, ob ein bestehender Vertrag oder ein früher erteiltes Mandat dahintersteht.

Entdeckst du eine tatsächlich unberechtigte Abbuchung, solltest du sie unverzüglich deiner Bank melden. Je schneller du reagierst, desto einfacher lassen sich häufig die nächsten Schritte klären.

Warum ist die regelmäßige Kontrolle des Girokontos wichtig?

Automatische Zahlungen können dazu führen, dass laufende Ausgaben weniger auffallen. Das gilt insbesondere bei kleineren Abonnements, Versicherungen oder Dienstleistungen, die nur einmal im Jahr abgerechnet werden.

Eine regelmäßige Prüfung deiner Kontobewegungen hilft dir deshalb nicht nur beim Erkennen möglicher Fehler, sondern auch bei der Organisation deiner laufenden Ausgaben. Vielleicht findest du dabei sogar Verträge, die du schon länger nicht mehr nutzt.

Was passiert mit Lastschriften und Daueraufträgen beim Kontowechsel?

Wenn du dein Girokonto wechselst, müssen bestehende Daueraufträge und Lastschriftverbindungen berücksichtigt werden. Ein Dauerauftrag bei der alten Bank wird nicht automatisch allein dadurch beim neuen Institut eingerichtet, dass du dort ein neues Konto eröffnest.

Auch Unternehmen, die Geld per Lastschrift einziehen, müssen die neue Bankverbindung erhalten. Dazu gehören beispielsweise Stromanbieter, Versicherungen, Mobilfunkunternehmen und andere Vertragspartner.

Banken bieten hierfür gesetzliche Kontowechselhilfe sowie teilweise eigene digitale Wechselservices an. Diese können dich bei der Umstellung bestehender Zahlungsverbindungen unterstützen. Trotzdem solltest du kontrollieren, ob sämtliche Zahlungspartner die neuen Daten übernommen haben.

Gerade in den ersten Wochen nach einem Kontowechsel ist es sinnvoll, beide Konten aufmerksam zu beobachten und ausreichende Deckung sicherzustellen. So verringerst du das Risiko, dass eine wichtige Zahlung wegen einer veralteten Bankverbindung scheitert.

Wenn du ein neues Girokonto suchst, kannst du in unserem Girokonto-Vergleich verschiedene Angebote und deren Konditionen gegenüberstellen.

Wann solltest du einen Dauerauftrag und wann eine Lastschrift verwenden?

Welches Verfahren besser geeignet ist, hängt vor allem von der Art der Zahlung ab. Wenn du regelmäßig einen festen Betrag an denselben Empfänger überweisen möchtest, bietet sich häufig ein Dauerauftrag an. Du behältst die Kontrolle über Betrag, Empfänger und Zahlungsrhythmus.

Wenn sich die fälligen Beträge dagegen verändern können, ist die Lastschrift häufig praktischer. Der Zahlungsempfänger zieht den jeweils berechtigten Betrag ein, ohne dass du jeden Monat eine neue Überweisung erfassen musst.

Bei Stromverträgen, Versicherungen und Abonnements kann die Lastschrift deshalb eine bequeme Lösung sein. Für Miete oder andere feste Zahlungen ist der Dauerauftrag oft besonders übersichtlich. Allerdings können auch andere Zahlungsarten sinnvoll sein, wenn sie zur jeweiligen Vereinbarung passen.

Wichtig bleibt, dass du unabhängig vom Zahlungsweg deine laufenden Kosten kennst, die Vertragsbedingungen beachtest und für ausreichende Deckung auf deinem Girokonto sorgst.

Weitere Grundlagen zu den verschiedenen Kontomodellen findest du auf unserer Unterseite Welche Girokonto-Arten gibt es?.

Fazit: Lastschrift oder Dauerauftrag – die passende Automatik für dein Girokonto

Lastschriften und Daueraufträge nehmen dir einen großen Teil der regelmäßigen Zahlungsorganisation ab. Beide Verfahren funktionieren jedoch unterschiedlich und eignen sich deshalb für verschiedene Situationen.

Beim Dauerauftrag bestimmst du selbst, wann ein bestimmter Betrag überwiesen wird. Er ist besonders praktisch für wiederkehrende Zahlungen mit gleichbleibender Höhe. Die Lastschrift ermöglicht dagegen, dass ein Zahlungsempfänger fällige Beträge auf Grundlage eines Mandats automatisch einzieht. Sie eignet sich insbesondere für wiederkehrende Rechnungen mit möglicherweise wechselnden Beträgen.

Ein entscheidender Unterschied betrifft die Rückgabemöglichkeiten. Während autorisierte SEPA-Basislastschriften grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen erstattet werden können, lassen sich bereits ausgeführte Dauerauftragsüberweisungen normalerweise nicht einfach zurückbuchen.

Die wichtigste Empfehlung lautet deshalb: Nutze automatische Zahlungen bewusst und behalte deine Kontobewegungen im Blick. Prüfe regelmäßig, welche Daueraufträge und Lastschriftmandate bestehen, ob die jeweiligen Beträge korrekt sind und ob weiterhin eine berechtigte Zahlungspflicht vorliegt.

So nutzt du die Vorteile eines automatisierten Zahlungsverkehrs, ohne den Überblick über deine laufenden Ausgaben zu verlieren. Weitere Informationen findest du in unserem Girokonto-Leitfaden, in dem wir die wichtigsten Themen rund um Kontoführung, Zahlungsverkehr und Bankgebühren verständlich erklären.

Quellen und weiterführende Informationen

Für die Erläuterungen zur SEPA-Lastschrift, zu Rückgabefristen, Lastschriftmandaten und Daueraufträgen wurden insbesondere folgende Verbraucherinformationen und offizielle Quellen berücksichtigt:

ZAHLUNGSVERKEHR · AUTOMATISCHE ZAHLUNGEN

Lastschrift oder Dauerauftrag im direkten Vergleich

Beide Verfahren ermöglichen automatische Zahlungen über dein Girokonto. Die wichtigsten Unterschiede liegen bei der Kontrolle, der Flexibilität und den Möglichkeiten, eine Zahlung zurückzugeben.

Eigenschaft SEPA-Basislastschrift Zahlungsempfänger zieht Geld ein Dauerauftrag Du beauftragst deine Bank
Wer löst die Zahlung aus? Der Zahlungsempfänger reicht die Lastschrift ein. Deine Bank führt deinen zuvor eingerichteten Auftrag aus.
Wer bestimmt den Betrag? Der Zahlungsempfänger im Rahmen der bestehenden Vereinbarung. Du legst den Betrag selbst fest.
Zahlungshöhe Feste oder wechselnde Beträge möglich. Normalerweise ein gleichbleibender Betrag.
Ausführungstermin Fälligkeit beziehungsweise Einzugstermin wird vom Empfänger nach Vereinbarung festgelegt. Du bestimmst Termin und Zahlungsrhythmus.
Einrichtung Du erteilst dem Empfänger ein SEPA-Lastschriftmandat. Du richtest den Dauerauftrag bei deiner Bank ein.
Freigabe jeder einzelnen Zahlung Nicht erforderlich, wenn ein wirksames Mandat für den Einzug besteht. Nicht erforderlich, nachdem der Dauerauftrag eingerichtet wurde.
Betragsänderungen Bei entsprechend vereinbarten wechselnden Beträgen durch den Empfänger möglich. Du musst den Auftrag bei Änderungen selbst anpassen.
Rückgabe der Zahlung Autorisierte Basislastschrift: grundsätzlich innerhalb von 8 Wochen ohne Begründung. Ausgeführte Überweisungen können normalerweise nicht einfach zurückgebucht werden.
Nicht autorisierte Zahlung Unverzüglich melden; grundsätzlich bis zu 13 Monate nach Belastung. Für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge gelten eigene gesetzliche Erstattungsregeln.
Künftige Zahlungen stoppen Mandat widerrufen; bei Bedarf die Bank über eine Lastschriftsperre informieren. Dauerauftrag rechtzeitig ändern oder löschen.
Kontodeckung Fehlende Deckung kann zu einer Rücklastschrift führen. Fehlende Deckung kann die Ausführung verhindern.
Mögliche Gebühren Je nach Kontomodell und Ursache der Rückgabe; zusätzliche Kosten bei fehlgeschlagenen Zahlungen möglich. Je nach Kontomodell; gesonderte Entgelte etwa für bestimmte Auftrags- oder Servicewege möglich.
Flexibilität Besonders praktisch bei wiederkehrenden, unterschiedlich hohen Rechnungen. Besonders praktisch bei gleichbleibenden, planbaren Zahlungen.
Kontrolle Du autorisierst das Verfahren und kontrollierst anschließend die Einzüge. Du kontrollierst Betrag, Empfänger und Rhythmus direkt.
Typische Nutzung Strom, Gas, Versicherungen, Mobilfunk, Abonnements Miete, feste Sparbeträge, regelmäßige private Überweisungen
Besonders geeignet für Automatische Rechnungszahlungen, deren Betrag sich verändern kann. Regelmäßige Überweisungen mit festem Betrag und gewünschtem Ausführungstermin.

Wichtig: Die Rückgabe einer Lastschrift beendet keine Zahlungspflicht

Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift kannst du grundsätzlich innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben lassen. Bei nicht autorisierten Lastschriften gelten andere Erstattungsregeln und eine Meldefrist von grundsätzlich 13 Monaten.

Eine Rückgabe beendet jedoch weder automatisch einen Vertrag noch eine berechtigte Forderung. Ebenso beendet das Löschen eines Dauerauftrags lediglich die zukünftigen automatischen Überweisungen – nicht die zugrunde liegende Zahlungspflicht.

ZAHLUNGSVERKEHR · ALLTAG · PRAXIS

Lastschrift oder Dauerauftrag im Alltag

Miete, Strom, Versicherungen und Streamingdienste müssen regelmäßig bezahlt werden. Diese vier Beispiele zeigen dir, welche Zahlungsart dafür häufig sinnvoll ist und was du beachten solltest.

01 · WOHNEN

Die monatliche Miete bezahlen

Du zahlst jeden Monat 850 Euro Miete an deinen Vermieter. Da der Betrag normalerweise gleich bleibt und regelmäßig überwiesen werden muss, bietet sich dafür ein SEPA-Dauerauftrag an.

Du richtest den Dauerauftrag einmalig im Online-Banking ein. Dabei hinterlegst du die IBAN deines Vermieters, den Betrag, den Verwendungszweck und den gewünschten Ausführungstermin. Anschließend übernimmt deine Bank die wiederkehrenden Zahlungen.

Erhöht sich später deine Miete, musst du den Dauerauftrag selbst anpassen. Auch bei einem Umzug solltest du den alten Auftrag rechtzeitig beenden, damit keine unbeabsichtigten Zahlungen mehr ausgeführt werden.

Beispielbetrag
850,00 €
Zahlungsrhythmus
Monatlich
Betrag
Fest
Auslöser
Deine Bank
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Dauerauftrag

Besonders geeignet für regelmäßige Zahlungen mit gleichbleibendem Betrag. Achte auf einen rechtzeitigen Zahlungseingang beim Vermieter und passe den Auftrag bei Änderungen an.

02 · ENERGIE

Den Stromabschlag bezahlen

Dein Stromanbieter zieht jeden Monat 85 Euro als Abschlagszahlung ein. Du hast dem Unternehmen dafür ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat erteilt.

Nach der Jahresabrechnung wird dein monatlicher Abschlag beispielsweise auf 93 Euro erhöht. Bei einer Lastschrift kann der Anbieter den neuen vereinbarten Betrag nach entsprechender Information automatisch einziehen.

Du musst deshalb keinen Dauerauftrag ändern. Allerdings solltest du die Jahresabrechnung und die geänderten Abschläge kontrollieren. Prüfe außerdem, ob dein Girokonto zum Abbuchungstermin ausreichend gedeckt ist.

Beispielbetrag
85,00 €
Neuer Abschlag
93,00 €
Betrag
Veränderlich
Auslöser
Stromanbieter
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Basislastschrift

Praktisch für regelmäßig fällige Zahlungen, deren Höhe sich ändern kann. Kontrolliere die angekündigten Beträge und deine Kontobewegungen.

03 · ABSICHERUNG

Den Versicherungsbeitrag bezahlen

Du hast eine Versicherung abgeschlossen, für die vierteljährlich ein Beitrag von 120 Euro fällig wird. Statt alle drei Monate selbst eine Überweisung auszuführen, erteilst du dem Versicherer ein SEPA-Lastschriftmandat.

Der Versicherer zieht den vereinbarten Beitrag zu den vorgesehenen Fälligkeitsterminen ein. Falls sich die Prämie im Rahmen des Vertrags verändert, kann auch der eingezogene Betrag entsprechend angepasst werden.

Besonders wichtig ist, dass die Zahlung tatsächlich erfolgreich ausgeführt wird. Scheitert der Einzug wegen fehlender Kontodeckung, solltest du schnell klären, wie der offene Versicherungsbeitrag beglichen werden kann.

Beispielbetrag
120,00 €
Zahlungsrhythmus
Vierteljährlich
Betrag
Vertraglich geregelt
Auslöser
Versicherer
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Basislastschrift

Erleichtert die fristgerechte Bezahlung laufender Beiträge. Kontrolliere die Abbuchungen und sorge rechtzeitig für ausreichende Deckung.

04 · ABONNEMENTS

Ein Streaming-Abonnement bezahlen

Du nutzt einen Streamingdienst, der monatlich 12,99 Euro kostet. Wenn der Anbieter die Zahlung per SEPA-Lastschrift ermöglicht, kannst du ihm dafür ein entsprechendes Mandat erteilen.

Der monatliche Betrag wird anschließend automatisch von deinem Girokonto eingezogen. Ändert der Anbieter den vertraglich geschuldeten Preis nach wirksamer Vereinbarung, kann sich auch die Lastschrifthöhe ändern.

Wenn du den Streamingdienst nicht mehr nutzen möchtest, musst du das Abonnement gemäß den geltenden Vertragsbedingungen kündigen. Eine Lastschriftrückgabe allein beendet den Vertrag nicht. Beachte außerdem, dass manche Streamingdienste statt Lastschrift ausschließlich Kartenzahlung oder andere Zahlungsarten anbieten.

Beispielbetrag
12,99 €
Zahlungsrhythmus
Monatlich
Betrag
Vertraglich geregelt
Auslöser
Streaminganbieter
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Lastschrift, sofern angeboten

Eine bequeme Möglichkeit für wiederkehrende Abonnementzahlungen. Überprüfe regelmäßig aktive Verträge und beende ungenutzte Abonnements rechtzeitig.

Welche Zahlungsart solltest du für deine Fixkosten wählen?

Für regelmäßig gleichbleibende Beträge ist ein Dauerauftrag häufig besonders praktisch. Das gilt beispielsweise für die monatliche Miete. Bei wiederkehrenden Forderungen mit möglicherweise wechselnden Beträgen kann eine SEPA-Lastschrift Vorteile bieten – etwa bei Strom, Versicherungen oder Abonnements. Entscheidend sind die vereinbarten Zahlungsmöglichkeiten. Achte unabhängig von der Zahlungsart auf ausreichende Kontodeckung, kontrolliere deine Abbuchungen und überprüfe regelmäßig, welche Verträge und Zahlungsverpflichtungen noch bestehen.

ZAHLUNGSVERKEHR · DEINE ENTSCHEIDUNG

Lastschrift oder Dauerauftrag – was passt zu dir?

Du möchtest regelmäßige Zahlungen möglichst einfach organisieren? Beantworte sechs Fragen zu deiner Ausgabe und erfahre, ob ein Dauerauftrag, eine SEPA-Lastschrift oder eine andere Zahlungsweise sinnvoll sein könnte.

Dein Fortschritt 0 von 6 Fragen
01. Wie häufig fällt diese Ausgabe an?
02. Verändert sich der Zahlungsbetrag?
03. Wer soll die Zahlung veranlassen?
04. Bietet der Zahlungsempfänger eine SEPA-Lastschrift an?
05. Wie wichtig ist dir die Kontrolle über jede Abbuchung?
06. Um welche Zahlung handelt es sich?

Die Entscheidungshilfe bietet eine unverbindliche Orientierung und prüft keine konkreten Verträge oder Bankkonditionen. Deine Antworten werden nur lokal im Browser ausgewertet und nicht an aktiendummy.de übertragen.

Häufige Fragen zu Lastschrift und Dauerauftrag

Wie funktioniert ein SEPA-Lastschriftmandat? Wann kannst du Geld zurückbuchen und was passiert bei fehlender Kontodeckung? Hier findest du verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um automatische Zahlungen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Lastschrift und einem Dauerauftrag?

Der wichtigste Unterschied besteht darin, wer die Zahlung veranlasst. Bei einem Dauerauftrag beauftragst du deine Bank, regelmäßig einen festgelegten Betrag an einen bestimmten Empfänger zu überweisen.

Bei einer SEPA-Lastschrift veranlasst dagegen der Zahlungsempfänger den Einzug. Dafür benötigt er grundsätzlich ein wirksames SEPA-Lastschriftmandat. Der eingezogene Betrag kann je nach Vereinbarung auch unterschiedlich hoch ausfallen.

Mehr über die technische Abwicklung erfährst du in unserem Ratgeber Wie funktionieren Überweisungen?.

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat und wofür benötige ich es?

Mit einem SEPA-Lastschriftmandat ermächtigst du einen Zahlungsempfänger, fällige Beträge von deinem Girokonto einzuziehen. Gleichzeitig erteilst du deiner Bank die entsprechende Anweisung, autorisierte Lastschriften einzulösen.

Ein Mandat wird beispielsweise bei Stromverträgen, Versicherungen, Mitgliedschaften oder anderen wiederkehrenden Zahlungen verwendet. Zur Identifizierung dienen unter anderem die Gläubiger-Identifikationsnummer und die Mandatsreferenz.

Ein Mandat kann für einen einmaligen Einzug oder für wiederkehrende Zahlungen erteilt werden. Ohne wirksame Autorisierung ist eine Lastschrift nicht berechtigt.

Wie lange kann ich eine SEPA-Lastschrift zurückbuchen?

Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift kannst du grundsätzlich innerhalb von acht Wochen nach der Kontobelastung ohne Angabe von Gründen über deine Bank zurückgeben lassen.

Bei einer nicht autorisierten Lastschrift gelten andere Erstattungsregeln. Wenn kein wirksames Mandat vorlag, solltest du die Abbuchung unverzüglich nach Entdeckung melden. Die gesetzliche Meldefrist beträgt grundsätzlich bis zu 13 Monate nach der Belastung.

Wichtig: Die Rückgabe einer Lastschrift beendet keine berechtigte Zahlungspflicht. Eine offene Rechnung kann deshalb weiterhin bezahlt werden müssen.

Wie kann ich einen Dauerauftrag ändern oder löschen?

In den meisten Fällen kannst du Daueraufträge direkt im Online-Banking oder über die Banking-App deiner Bank verwalten. Dort lassen sich häufig der Betrag, der Ausführungstermin und weitere Zahlungsdaten ändern.

Möchtest du künftige Überweisungen verhindern, kannst du den Dauerauftrag rechtzeitig löschen. Beachte dabei mögliche Bearbeitungsfristen deiner Bank.

Bereits ausgeführte Überweisungen werden durch eine spätere Änderung oder Löschung nicht automatisch rückgängig gemacht. Auch eine bestehende vertragliche Zahlungspflicht bleibt davon unberührt.

Was passiert, wenn mein Konto bei einer Lastschrift nicht gedeckt ist?

Wenn dein Girokonto nicht ausreichend gedeckt ist und keine entsprechende Überziehungsmöglichkeit besteht, kann deine Bank die Lastschrift zurückweisen. Das wird häufig als Rücklastschrift bezeichnet.

Der Zahlungsempfänger erhält dann den fälligen Betrag nicht wie vorgesehen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Rücklastschriftkosten, Mahngebühren oder weitere berechtigte Kosten entstehen.

Kontaktiere den Zahlungsempfänger möglichst schnell und kläre, wie du den offenen Betrag begleichen kannst. Informationen zu möglichen Kontogebühren findest du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.

Kann ich ein SEPA-Lastschriftmandat jederzeit widerrufen?

Grundsätzlich kannst du ein erteiltes SEPA-Lastschriftmandat für künftige Einzüge widerrufen. Der Widerruf sollte eindeutig gegenüber dem Zahlungsempfänger erklärt und möglichst dokumentiert werden.

Zusätzlich kannst du deine Bank informieren und gegebenenfalls bestimmte Lastschriften sperren lassen. Dabei solltest du die erforderlichen Fristen vor dem nächsten Einzug beachten.

Der Mandatswiderruf beendet nicht automatisch den zugrunde liegenden Vertrag. Bestehen weiterhin berechtigte Forderungen, musst du diese auf einem anderen vereinbarten Zahlungsweg begleichen.

Wird ein Dauerauftrag automatisch beendet, wenn ich den Vertrag kündige?

Nein. Ein bestehender Dauerauftrag wird normalerweise nicht automatisch gelöscht, nur weil du einen Vertrag mit dem Zahlungsempfänger gekündigt hast.

Wenn beispielsweise dein Mietverhältnis endet, musst du selbst dafür sorgen, dass künftig keine unnötigen Überweisungen mehr ausgeführt werden. Prüfe dafür den Ausführungstermin und lösche oder ändere den Dauerauftrag rechtzeitig.

Achte darauf, dass möglicherweise noch eine abschließende Zahlung fällig ist. Die Kündigung des Vertrags und die Verwaltung des Dauerauftrags sind getrennte Vorgänge.

Welche Zahlungsart eignet sich besser für Miete, Strom und Abonnements?

Für regelmäßig gleichbleibende Zahlungen wie die monatliche Miete ist ein SEPA-Dauerauftrag häufig besonders praktisch. Du legst Betrag und Zahlungsrhythmus selbst fest.

Bei Strom, Gas, Versicherungen und Abonnements kann eine SEPA-Basislastschrift sinnvoll sein. Sie ermöglicht den automatischen Einzug vereinbarter fälliger Beträge, auch wenn diese sich gelegentlich verändern.

Entscheidend sind die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten und deine persönliche Zahlungsorganisation. Weitere Grundlagen findest du in unserem Girokonto-Leitfaden.

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