GIROKONTO · ZAHLUNGSVERKEHR · ÜBERWEISUNGEN

Wie funktionieren Überweisungen? IBAN, SEPA und Echtzeitüberweisungen einfach erklärt

 
 

Geld von einem Konto auf ein anderes überweisen gehört zum finanziellen Alltag. Doch was passiert dabei eigentlich? Erfahre, wie IBAN und SEPA funktionieren, wie schnell Echtzeitüberweisungen ankommen und worauf du bei internationalen Zahlungen, Gebühren und Sicherheit achten solltest.

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Geld überweisen – so funktioniert der Zahlungsverkehr zwischen Bankkonten

Ob du deine Miete bezahlst, eine Rechnung begleichst oder Geld an Freunde und Familie sendest: Überweisungen gehören zu den wichtigsten Funktionen eines Girokontos. Mit wenigen Eingaben kannst du Geld von deinem eigenen Bankkonto auf ein anderes Konto übertragen. Was heute im Online-Banking oder über eine Smartphone-App innerhalb weniger Sekunden vorbereitet ist, beruht auf einem Zusammenspiel verschiedener Banken, technischer Zahlungssysteme und klar geregelter Abläufe.

Damit das Geld beim richtigen Empfänger ankommt, wird in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern die sogenannte IBAN verwendet. Diese internationale Kontokennung ermöglicht es, ein Zahlungskonto eindeutig zu identifizieren. Zusammen mit dem Namen des Zahlungsempfängers und dem gewünschten Betrag bildet sie die Grundlage für eine gewöhnliche Überweisung.

Innerhalb des europäischen SEPA-Zahlungsraums gelten weitgehend einheitliche Verfahren für Überweisungen in Euro. Dadurch kannst du beispielsweise Geld von einem deutschen Girokonto auf ein französisches oder österreichisches Konto übertragen, ohne dafür ein grundsätzlich anderes Überweisungsverfahren nutzen zu müssen. Bei Zahlungen in andere Währungen oder außerhalb der entsprechenden Zahlungssysteme können dagegen zusätzliche Angaben, Gebühren und Bearbeitungszeiten erforderlich sein.

Besonders verändert hat sich der Zahlungsverkehr durch die Einführung der Echtzeitüberweisung. Während eine klassische SEPA-Überweisung in der Regel spätestens am nächsten Geschäftstag bei der Empfängerbank ankommt, können Echtzeitüberweisungen normalerweise innerhalb von maximal zehn Sekunden ausgeführt werden – auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Seit Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum, soweit sie unter die entsprechenden Vorgaben fallen, solche Zahlungen auch versenden können. <Cite refs={[„turn504205search1″,“turn504205search2“]}/>

Gleichzeitig spielt die Sicherheit eine wichtige Rolle. Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum bei den entsprechenden SEPA-Überweisungen vor der Freigabe prüfen, ob der angegebene Empfängername zur IBAN passt. Diese sogenannte Empfängerüberprüfung kann helfen, Tippfehler und bestimmte Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen. Sie ersetzt jedoch nicht die eigene Kontrolle der Zahlungsdaten.

In diesem Ratgeber erklären wir dir Schritt für Schritt, wie Überweisungen funktionieren, welche Angaben du benötigst und wie sich SEPA-, Echtzeit- und internationale Überweisungen unterscheiden. Außerdem erfährst du, welche Kosten entstehen können, wie lange eine Überweisung dauert und was du tun kannst, wenn du versehentlich Geld an den falschen Empfänger geschickt hast.

ZAHLUNGSVERKEHR · ÜBERWEISUNGEN · SICHERHEIT

Überweisungen – die wichtigsten Grundlagen auf einen Blick

Damit dein Geld sicher beim richtigen Empfänger ankommt, spielen Kontokennung, Zahlungsraum, Geschwindigkeit und Sicherheitsprüfungen eine wichtige Rolle. Diese vier Begriffe solltest du kennen.

01 · KONTOERKENNUNG

IBAN

Die International Bank Account Number identifiziert ein Zahlungskonto eindeutig. Eine deutsche IBAN besteht aus 22 Zeichen und beginnt mit DE. Sie wird für Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums verwendet.

02 · EUROPAWEITER ZAHLUNGSVERKEHR

SEPA

SEPA steht für den einheitlichen Euro-Zahlungsraum. Damit lassen sich Euro-Überweisungen innerhalb der teilnehmenden Länder nach gemeinsamen Standards ausführen. Elektronische Standardüberweisungen dauern normalerweise höchstens einen Bankgeschäftstag.

03 · GELD IN SEKUNDEN

Echtzeitüberweisung

Eine SEPA-Echtzeitüberweisung wird normalerweise innerhalb von maximal zehn Sekunden ausgeführt – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Sie darf nicht mehr kosten als eine vergleichbare gewöhnliche Überweisung.

04 · EMPFÄNGERPRÜFUNG

Sicherheit

Bei entsprechenden Euro-Überweisungen prüfen Banken seit Oktober 2025 vor der Freigabe, ob Empfängername und IBAN zusammenpassen. Das kann Fehler und bestimmte Betrugsversuche erkennen helfen, ersetzt aber nicht deine eigene Kontrolle.

Wichtig: Eine Überweisung ist nicht immer rückgängig zu machen

Prüfe vor jeder Freigabe die IBAN, den Empfängernamen und den Betrag sorgfältig. Sobald eine Überweisung ausgeführt wurde, lässt sie sich nicht einfach wie eine Lastschrift zurückbuchen. Besonders bei Echtzeitüberweisungen bleibt aufgrund der schnellen Ausführung praktisch keine Zeit, einen Fehler rechtzeitig zu stoppen. Wenn du dich vertippt hast oder einen Betrug vermutest, kontaktiere unverzüglich deine Bank.

Was ist eine Überweisung und wie funktioniert sie?

Eine Überweisung ist ein bargeldloser Zahlungsvorgang, bei dem du deine Bank beauftragst, einen bestimmten Geldbetrag von deinem Konto auf ein anderes Zahlungskonto zu übertragen. Du entscheidest, wer das Geld erhalten soll, wie viel überwiesen wird und wann die Zahlung ausgeführt werden soll. Deine Bank übernimmt anschließend die technische Abwicklung.

Anders als bei einer Bargeldzahlung werden dabei keine Banknoten oder Münzen übergeben. Stattdessen werden elektronische Zahlungsinformationen verarbeitet. Die beteiligten Banken sorgen dafür, dass der Überweisungsbetrag beim Auftraggeber abgebucht und beim Empfänger gutgeschrieben wird. Sind unterschiedliche Kreditinstitute beteiligt, müssen außerdem die entsprechenden Forderungen zwischen diesen Banken ausgeglichen werden.

Überweisungen werden beispielsweise verwendet, um Rechnungen zu bezahlen, Miete zu überweisen oder Geld an Familienmitglieder zu senden. Auch regelmäßige Zahlungen lassen sich mit einem Dauerauftrag automatisieren. Damit gehört die Überweisung zu den zentralen Funktionen eines Girokontos.

Wichtig ist die Unterscheidung zur Lastschrift: Bei einer Überweisung erteilst du selbst den Zahlungsauftrag. Bei einer Lastschrift veranlasst dagegen der Zahlungsempfänger auf Grundlage eines entsprechenden Mandats den Einzug des Geldes.

Welche Angaben benötigst du für eine Überweisung?

Für eine gewöhnliche SEPA-Überweisung benötigst du nur wenige Angaben. Diese sollten jedoch korrekt sein, denn Fehler können zu Verzögerungen oder Zahlungen an einen unbeabsichtigten Empfänger führen.

  • Empfängername: Der Name der Person oder des Unternehmens, an die beziehungsweise das du Geld senden möchtest.
  • IBAN: Die internationale Kontokennung des Empfängerkontos.
  • Überweisungsbetrag: Der Geldbetrag, der übertragen werden soll.
  • Verwendungszweck: Eine zusätzliche Information, beispielsweise eine Rechnungsnummer. Diese Angabe ist bei vielen Zahlungen optional, kann für die Zuordnung aber wichtig sein.
  • Ausführungsart oder Termin: Bei geeigneten Konten kannst du zwischen Standard- und Echtzeitüberweisung wählen oder eine Zahlung für einen späteren Termin vormerken.

Die Daten deines eigenen Kontos kennt deine Bank normalerweise bereits, wenn du im Online-Banking angemeldet bist. Du musst deshalb beim Überweisen gewöhnlich nur das Empfängerkonto und die Zahlungsdetails angeben.

Was ist eine IBAN?

IBAN steht für International Bank Account Number. Sie dient dazu, Zahlungskonten über Ländergrenzen hinweg nach einem einheitlichen Prinzip zu kennzeichnen. In Deutschland besteht die IBAN aus 22 Zeichen und beginnt mit dem Länderkürzel DE.

Danach folgen zwei Prüfziffern, die Bankleitzahl und die bisherige Kontonummer in einer einheitlichen Struktur. Die Prüfziffern ermöglichen eine formale Kontrolle der IBAN. Dadurch können bestimmte Eingabefehler erkannt werden. Eine rechnerisch gültige IBAN bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Konto tatsächlich existiert oder dem gewünschten Empfänger gehört.

In anderen Ländern kann eine IBAN unterschiedlich lang sein. Deshalb solltest du eine ausländische IBAN nicht automatisch für fehlerhaft halten, nur weil sie mehr oder weniger als 22 Zeichen enthält.

Wofür wird der BIC benötigt?

BIC steht für Business Identifier Code. Er identifiziert ein Finanzinstitut im internationalen Zahlungsverkehr. Bei gewöhnlichen SEPA-Euro-Überweisungen innerhalb des entsprechenden europäischen Anwendungsbereichs genügt dir als Kunde grundsätzlich die IBAN. Die Bank kann die erforderlichen Institutsinformationen selbst ermitteln.

Bei bestimmten internationalen Überweisungen außerhalb des SEPA-Verfahrens kann zusätzlich ein BIC oder SWIFT-Code verlangt werden. Je nach Zielland können weitere Angaben wie die Bankadresse, nationale Bankkennungen oder Informationen zum Zahlungszweck notwendig sein.

Welche Rolle spielt der Verwendungszweck?

Der Verwendungszweck erklärt dem Empfänger, wofür eine Zahlung bestimmt ist. Besonders bei Unternehmen ist diese Angabe wichtig, damit eingehende Überweisungen automatisch einer Rechnung oder einem Kundenkonto zugeordnet werden können.

Wenn auf einer Rechnung eine Kunden- oder Rechnungsnummer angegeben ist, solltest du diese möglichst unverändert übernehmen. Dadurch lassen sich Rückfragen und eine aufwendige manuelle Zuordnung vermeiden.

Schritt für Schritt: So läuft eine Überweisung ab

Was für dich wie ein einfacher Klick auf „Überweisen“ aussieht, besteht im Hintergrund aus mehreren Verarbeitungsschritten. Diese laufen weitgehend automatisiert ab und unterscheiden sich im Detail je nach Zahlungsart und beteiligten Banken.

01

Überweisung erfassen

Du öffnest dein Online-Banking, wählst das gewünschte Konto und gibst Empfängername, IBAN, Betrag und gegebenenfalls den Verwendungszweck ein.

02

Empfänger überprüfen

Bei Überweisungen, für die die Empfängerüberprüfung vorgeschrieben ist, wird kontrolliert, ob der Name zur angegebenen IBAN passt. Du erhältst das Prüfergebnis vor der Freigabe.

03

Zahlung freigeben

Du autorisierst den Auftrag mit dem vorgesehenen Sicherheitsverfahren, beispielsweise über die Banking-App. Erst damit erteilst du die verbindliche Zahlungsanweisung.

04

Bank verarbeitet den Auftrag

Deine Bank prüft unter anderem, ob der Auftrag ausführbar ist und ausreichende Deckung vorhanden ist. Bei einer erfolgreichen Ausführung wird dein Konto belastet.

05

Übertragung zwischen Banken

Gehört das Empfängerkonto zu einer anderen Bank, werden die Zahlungsinformationen über geeignete Zahlungsverkehrssysteme weitergeleitet und die Beträge zwischen den Instituten verrechnet.

06

Gutschrift beim Empfänger

Die Empfängerbank ordnet die Zahlung dem richtigen Konto zu und schreibt den Betrag gut. Der Empfänger kann anschließend über das eingegangene Geld verfügen.

Wie funktioniert der Geldtransfer zwischen zwei Banken?

Wenn du Geld an jemanden überweist, der sein Konto bei derselben Bank führt, kann die Übertragung unter bestimmten Voraussetzungen bankintern abgewickelt werden. Die Bank belastet dein Konto und schreibt den Betrag dem Empfängerkonto gut. Eine Übertragung zwischen zwei unterschiedlichen Kreditinstituten ist dann nicht erforderlich.

Schwieriger wird es, wenn Sender und Empfänger Kunden verschiedener Banken sind. In diesem Fall müssen nicht nur die beiden Kundenkonten angepasst werden. Auch die beteiligten Banken benötigen ein Verfahren, um die Zahlungsinformationen auszutauschen und den finanziellen Ausgleich untereinander sicherzustellen.

Clearing: Zahlungsinformationen austauschen

Der erste wichtige Begriff lautet Clearing. Darunter versteht man im Zahlungsverkehr insbesondere die Verarbeitung, Weiterleitung und Abstimmung von Zahlungsaufträgen. Ein Clearing-System sorgt dafür, dass die beteiligten Banken die notwendigen Informationen in einem standardisierten Format erhalten.

Für SEPA-Zahlungen stehen verschiedene technische Infrastrukturen zur Verfügung. Dazu gehört beispielsweise der SEPA-Clearer der Deutschen Bundesbank. Er ermöglicht Kreditinstituten die Abwicklung von Überweisungen und weiteren SEPA-Zahlungen und ist mit anderen europäischen Zahlungsverkehrssystemen verbunden.

Settlement: Finanzielle Verpflichtungen ausgleichen

Der zweite Begriff lautet Settlement, auf Deutsch häufig als Verrechnung oder Zahlungsausgleich bezeichnet. Dabei werden die finanziellen Verpflichtungen zwischen den beteiligten Instituten ausgeglichen. Je nach Verfahren geschieht das einzeln oder im Rahmen eines festgelegten Abwicklungsmechanismus.

Vereinfacht gesagt: Beim Clearing wird geklärt, welche Zahlung an welche Bank weitergeleitet werden muss. Beim Settlement erfolgt der finanzielle Ausgleich zwischen den Instituten. Erst das Zusammenspiel dieser Abläufe ermöglicht einen zuverlässigen Zahlungsverkehr zwischen unterschiedlichen Banken.

Als Kunde bemerkst du von diesen technischen Schritten normalerweise wenig. Du siehst lediglich, dass der Überweisungsbetrag von deinem Konto abgebucht wird und anschließend beim Empfänger eingeht. Die technische Infrastruktur arbeitet weitgehend im Hintergrund.

Praxisbeispiel: Du überweist 250 Euro an eine andere Bank

Angenommen, du hast dein Girokonto bei Bank A und möchtest 250 Euro an eine Person überweisen, die ihr Konto bei Bank B führt. Du gibst die IBAN, den Namen des Empfängers und den Betrag in deinem Online-Banking ein.

Nach der erforderlichen Empfängerüberprüfung gibst du die Überweisung frei. Bank A verarbeitet den Auftrag und belastet dein Konto. Da der Empfänger sein Konto bei einer anderen Bank führt, werden die Zahlungsinformationen über eine geeignete Zahlungsverkehrsinfrastruktur an Bank B weitergeleitet.

Zwischen den Banken erfolgt der finanzielle Ausgleich. Bank B erhält die für die Zuordnung erforderlichen Zahlungsdaten und schreibt dem Empfängerkonto 250 Euro gut. Du hast damit eine bargeldlose Zahlung ausgeführt, ohne physisches Geld transportieren zu müssen.

Wie lange dieser Vorgang dauert, hängt davon ab, ob du eine gewöhnliche SEPA-Überweisung oder eine Echtzeitüberweisung gewählt hast.

Was bedeutet SEPA bei einer Überweisung?

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area und bezeichnet den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Das Ziel besteht darin, Überweisungen und bestimmte andere bargeldlose Zahlungen in Euro nach gemeinsamen Standards durchzuführen.

Dadurch musst du nicht für jedes teilnehmende Land ein vollständig anderes Überweisungsverfahren verwenden. Wenn du beispielsweise Geld von Deutschland auf ein österreichisches oder französisches Konto überträgst, kann die Zahlung als SEPA-Überweisung abgewickelt werden.

Wichtig ist dabei, dass der SEPA-Raum nicht mit der Europäischen Union oder dem Euroraum gleichzusetzen ist. SEPA umfasst auch weitere europäische Länder und Gebiete. Umgekehrt bedeutet die Teilnahme eines Landes nicht, dass dort Euro die nationale Währung sein muss.

SEPA-Überweisungen werden in Euro ausgeführt. Möchtest du beispielsweise einen Betrag in US-Dollar, britischen Pfund oder einer anderen Währung senden, handelt es sich nicht um eine gewöhnliche SEPA-Euro-Überweisung. Hierfür kommen andere Zahlungsdienste beziehungsweise zusätzliche Umrechnungsverfahren infrage.

Wie lange dauert eine gewöhnliche SEPA-Überweisung?

Eine elektronisch beauftragte SEPA-Standardüberweisung innerhalb des maßgeblichen europäischen Zahlungsverkehrsraums muss grundsätzlich spätestens bis zum Ende des nächsten Geschäftstags bei der Empfängerbank eingehen. Dabei ist entscheidend, wann der Zahlungsauftrag bei der Bank als eingegangen gilt.

Banken können Annahmefristen festlegen. Wenn du eine Überweisung nach dem jeweiligen Annahmeschluss erteilst, kann sie für die Fristberechnung als erst am folgenden Geschäftstag eingegangen gelten. Auch Wochenenden und bestimmte Feiertage können die Abwicklung einer gewöhnlichen Überweisung verzögern.

Eine am Freitagabend erfasste Standardüberweisung kann daher deutlich später beim Empfänger erscheinen als eine Zahlung, die an einem regulären Geschäftstag morgens beauftragt wurde. Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zur Echtzeitüberweisung.

Wie funktioniert eine Echtzeitüberweisung?

Eine Echtzeitüberweisung ist eine besondere Form der SEPA-Euro-Überweisung, bei der das Geld innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger verfügbar werden soll. Das Verfahren wird auch als SEPA Instant Credit Transfer bezeichnet.

Anders als gewöhnliche Überweisungen ist der Echtzeit-Zahlungsverkehr nicht auf klassische Bankgeschäftstage beschränkt. Er funktioniert rund um die Uhr – also grundsätzlich auch an Wochenenden und Feiertagen.

Bei einer erfolgreich ausgeführten Echtzeitüberweisung soll der Betrag innerhalb von zehn Sekunden auf dem Empfängerkonto verfügbar sein. Falls die Ausführung nicht innerhalb der vorgesehenen Frist erfolgreich abgeschlossen werden kann, greifen besondere Verfahrensregeln. Eine Echtzeitüberweisung ist deshalb nicht mit einer gewöhnlichen Zahlung gleichzusetzen, die lediglich besonders schnell verarbeitet wird.

Seit dem 9. Oktober 2025 gelten für die entsprechenden Zahlungsdienstleister im Euroraum erweiterte Pflichten zum Angebot ausgehender Echtzeitüberweisungen. Für bestimmte Anbieter und weitere EU-Länder gelten abweichende Übergangsfristen.

Sind Echtzeitüberweisungen teurer?

Nach den europäischen Vorgaben dürfen Gebühren für eine Echtzeitüberweisung nicht höher sein als die Entgelte für eine entsprechende gewöhnliche Überweisung beim selben Zahlungsdienstleister. Wenn du bei deiner Bank eine normale Online-SEPA-Überweisung kostenlos durchführen kannst, darf eine vergleichbare Echtzeitüberweisung deshalb nicht allein aufgrund ihrer höheren Geschwindigkeit mehr kosten.

Ob dein Girokonto selbst Kontoführungsgebühren oder andere Entgelte verursacht, ist davon unabhängig. Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.

Wann lohnt sich eine Echtzeitüberweisung?

Echtzeitüberweisungen sind besonders praktisch, wenn Geld schnell beim Empfänger verfügbar sein muss. Das kann beispielsweise bei einer kurzfristig fälligen Rechnung, einer privaten Zahlung oder einer dringenden Übertragung zwischen zwei eigenen Konten der Fall sein.

Allerdings solltest du dich gerade bei zeitkritischen Zahlungen nicht unter Druck setzen lassen. Betrüger nutzen häufig angebliche Fristen und dringende Zahlungsaufforderungen, um eine sorgfältige Prüfung zu verhindern. Die technische Geschwindigkeit einer Überweisung sagt nichts über die Vertrauenswürdigkeit des Empfängers aus.

Wie sicher sind Überweisungen? Die Empfängerüberprüfung erklärt

Seit dem 9. Oktober 2025 müssen entsprechende Zahlungsdienstleister im Euroraum bei gewöhnlichen und sofort ausgeführten SEPA-Überweisungen von Zahlungskonto zu Zahlungskonto eine Empfängerüberprüfung anbieten. Dieses Verfahren wird auch als Verification of Payee oder IBAN-Namensabgleich bezeichnet.

Dabei wird vor der Freigabe überprüft, ob der von dir angegebene Empfängername mit dem Namen übereinstimmt, der beim empfangenden Institut für die betreffende IBAN hinterlegt ist. Das Ergebnis erscheint in der Banking-Oberfläche, bevor du die Überweisung autorisierst.

Stimmen beide Angaben überein, kannst du den Zahlungsauftrag wie gewohnt freigeben. Bei geringfügigen Abweichungen oder einem fehlenden Treffer erhältst du dagegen einen entsprechenden Hinweis. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du die Zahlung trotzdem freigeben, solltest die Angaben zuvor jedoch besonders sorgfältig kontrollieren.

Die Empfängerüberprüfung ist ein wichtiger zusätzlicher Schutz, aber keine Garantie gegen Betrug. Wenn ein Betrüger dich dazu bringt, freiwillig Geld auf sein eigenes Konto zu überweisen, können Name und IBAN durchaus korrekt zusammenpassen. Das System erkennt dann nicht automatisch, dass der zugrunde liegende Zahlungszweck betrügerisch ist.

Sicherheitstipp: Wenn du eine unerwartete Zahlungsaufforderung erhältst, prüfe die Kontodaten unabhängig von der Nachricht. Nutze dafür beispielsweise eine bereits bekannte Telefonnummer oder die offizielle Website des Empfängers. Verlasse dich nicht ausschließlich auf ein positives Ergebnis der Empfängerüberprüfung.

Kannst du eine Überweisung zurückholen?

Anders als viele Verbraucher vermuten, lässt sich eine bereits ausgeführte Überweisung normalerweise nicht einfach zurückbuchen. Ein Überweisungsauftrag kann nach dem maßgeblichen Zugang bei der Bank grundsätzlich nicht mehr frei widerrufen werden. Für zukünftige oder terminierte Aufträge gelten besondere Regelungen.

Wenn du einen Fehler bemerkst, solltest du sofort deine Bank kontaktieren. Sie kann prüfen, ob der Auftrag noch gestoppt werden kann. Ist das Geld bereits beim Empfänger angekommen, kann die Bank unter Umständen einen Überweisungsrückruf veranlassen. Eine erfolgreiche Rückholung ist aber nicht garantiert.

Besonders schwierig ist das bei Echtzeitüberweisungen. Da diese innerhalb weniger Sekunden ausgeführt werden, bleibt praktisch keine Möglichkeit, den Zahlungsvorgang während der technischen Abwicklung aufzuhalten.

Deshalb ist es sinnvoll, größere oder ungewöhnliche Zahlungen vor der Freigabe ein zweites Mal zu kontrollieren. Achte besonders auf die IBAN, den Empfängernamen und den Betrag.

Wie funktionieren internationale Überweisungen außerhalb des SEPA-Verfahrens?

Nicht jede Auslandsüberweisung ist automatisch eine internationale Zahlung außerhalb von SEPA. Eine Euro-Überweisung nach Österreich kann beispielsweise ganz normal über SEPA abgewickelt werden. Wenn du dagegen Geld in einer fremden Währung oder an eine Bank außerhalb des SEPA-Verfahrens senden möchtest, können andere Abläufe erforderlich sein.

Bei solchen Überweisungen werden Zahlungsaufträge häufig über internationale Bankennetzwerke und gegebenenfalls zwischengeschaltete Korrespondenzbanken abgewickelt. Dabei kann eine Bank Zahlungsinformationen an eine weitere Bank weiterleiten, wenn zwischen den beteiligten Instituten keine direkte Abwicklungsbeziehung besteht.

Zusätzlich kann eine Währungsumrechnung notwendig werden. Die Gesamtkosten einer internationalen Überweisung können sich deshalb aus Überweisungsentgelten, Wechselkursaufschlägen und Gebühren weiterer beteiligter Institute zusammensetzen.

Auch die Bearbeitungsdauer kann stärker variieren. Neben den beteiligten Banken spielen beispielsweise das Zielland, die Währung, lokale Bankgeschäftstage und zusätzliche Prüfungen eine Rolle.

Warum können internationale Zahlungen länger dauern?

Während SEPA-Überweisungen auf weitgehend einheitlichen Regeln beruhen, können sich internationale Zahlungssysteme erheblich unterscheiden. Manche Länder verwenden andere Kontokennungen oder nationale Clearing-Systeme. Teilweise werden zusätzliche Informationen zum Empfänger, zur empfangenden Bank oder zum Zahlungszweck verlangt.

Dadurch können mehr Verarbeitungsschritte erforderlich sein. Wenn eine internationale Zahlung besonders wichtig oder zeitkritisch ist, solltest du dich vorab über die voraussichtliche Dauer, den Wechselkurs und sämtliche verfügbaren Gebühreninformationen informieren.

Welche Gebühren können bei einer Überweisung entstehen?

Viele Girokonten ermöglichen gewöhnliche elektronische SEPA-Überweisungen ohne gesondertes Entgelt. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede denkbare Zahlungsart automatisch kostenlos ist. Je nach Bank und Kontomodell können beispielsweise beleghafte Überweisungen, zusätzliche Dienstleistungen oder bestimmte internationale Zahlungen Gebühren verursachen.

Bei Überweisungen in Fremdwährungen solltest du besonders auf den verwendeten Wechselkurs achten. Ein scheinbar günstiges Überweisungsentgelt kann durch einen ungünstigen Umrechnungskurs relativiert werden.

Entscheidend ist daher, welcher Betrag beim Empfänger tatsächlich ankommt und welche Gesamtkosten für die Zahlung entstehen. Vergleiche bei internationalen Überweisungen möglichst beides.

Wenn du grundsätzlich ein neues Konto suchst, kannst du in unserem Girokonto-Vergleich verschiedene Kontomodelle gegenüberstellen. Achte dabei neben den monatlichen Gebühren auch auf die enthaltenen Zahlungsverkehrsleistungen.

Überweisung, Dauerauftrag oder Lastschrift: Was ist der Unterschied?

Eine gewöhnliche Überweisung eignet sich besonders für einzelne Zahlungen, die du selbst auslösen möchtest. Ein Dauerauftrag ist dagegen sinnvoll, wenn regelmäßig derselbe Betrag an denselben Empfänger überwiesen werden soll, beispielsweise die monatliche Miete.

Bei einer Lastschrift ist der Ablauf anders. Hier ermächtigst du den Zahlungsempfänger durch ein Mandat, fällige Beträge von deinem Konto einzuziehen. Diese Zahlungsart wird häufig für Stromrechnungen, Versicherungen oder Mitgliedschaften verwendet, deren Beträge sich gelegentlich verändern können.

Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt davon ab, ob du die Zahlung selbst auslösen möchtest, ob der Betrag gleich bleibt und wie regelmäßig die Zahlung erfolgt. Weitere Grundlagen zu Kontofunktionen findest du in unserer Übersicht Girokonto – einfach erklärt.

Welche Fehler solltest du bei Überweisungen vermeiden?

Obwohl Überweisungen technisch zuverlässig funktionieren, können bei der Eingabe oder Freigabe Fehler auftreten. Viele davon lassen sich vermeiden, wenn du dir vor dem Absenden einen kurzen Moment für die Kontrolle nimmst.

  • Falsche IBAN: Übernimm Kontodaten möglichst direkt aus einer vertrauenswürdigen Quelle und kontrolliere sie vor der Freigabe.
  • Unklarer Empfängername: Beachte die Hinweise der Empfängerüberprüfung und kläre Abweichungen, bevor du überweist.
  • Falscher Betrag: Prüfe insbesondere die Dezimalstellen und vermeide unbeabsichtigte doppelte Zahlungen.
  • Fehlender Verwendungszweck: Nutze bei Rechnungen die angegebene Rechnungs- oder Kundennummer.
  • Unrealistische Zeitplanung: Berücksichtige Annahmefristen und Bankgeschäftstage bei Standardüberweisungen.
  • Betrügerische Zahlungsaufforderungen: Kontrolliere geänderte Bankverbindungen über einen unabhängigen Kontaktweg.

Besonders bei Rechnungen per E-Mail solltest du vorsichtig sein, wenn plötzlich eine neue IBAN angegeben wird. Es kommt vor, dass Angreifer Rechnungsinformationen manipulieren und eine Zahlung auf ein fremdes Konto umleiten möchten. Die Empfängerüberprüfung kann bei solchen Fällen helfen, ersetzt aber nicht die Kontrolle des zugrunde liegenden Zahlungsempfängers.

Fazit: So gelangt dein Geld sicher von Konto zu Konto

Eine Überweisung ist mehr als die Eingabe einer IBAN und eines Geldbetrags. Im Hintergrund arbeiten Banken, standardisierte Zahlungsnachrichten und Zahlungsverkehrssysteme zusammen, damit Geld zuverlässig zwischen Konten übertragen werden kann.

Die IBAN identifiziert das Empfängerkonto, während SEPA gemeinsame Standards für Euro-Überweisungen schafft. Gewöhnliche elektronische SEPA-Überweisungen werden grundsätzlich innerhalb eines Bankgeschäftstags ausgeführt. Mit einer Echtzeitüberweisung kann Geld dagegen innerhalb weniger Sekunden verfügbar werden – auch außerhalb üblicher Banköffnungszeiten.

Die seit Oktober 2025 vorgeschriebene Empfängerüberprüfung bietet zusätzliche Sicherheit bei entsprechenden Euro-Überweisungen. Sie unterstützt dich dabei, Abweichungen zwischen Empfängername und IBAN vor der Freigabe zu erkennen. Trotzdem bleibt es wichtig, Zahlungsaufforderungen kritisch zu prüfen.

Die wichtigste Regel lautet deshalb: Geschwindigkeit ist praktisch, Sorgfalt bleibt entscheidend. Wenn du Empfängerdaten, Betrag und Zahlungszweck kontrollierst und die passende Überweisungsart auswählst, kannst du deine Bankgeschäfte sicherer und effizienter organisieren.

Mehr Informationen über Kontoführung, Bankkarten und den täglichen Zahlungsverkehr findest du in unserem Girokonto-Leitfaden. Dort begleiten wir dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Grundlagen rund um dein Bankkonto.

Quellen und weiterführende Informationen

Für die Erläuterungen zur Zahlungsabwicklung, zum SEPA-Verfahren, zu Echtzeitüberweisungen und zur Empfängerüberprüfung wurden insbesondere folgende offizielle Informationen berücksichtigt:

SEPA · ECHTZEIT · AUSLAND

Welche Überweisungsart ist die richtige?

Ob du eine Rechnung innerhalb Deutschlands bezahlst, dringend Geld versenden möchtest oder eine Zahlung ins Ausland tätigst: Die Überweisungsarten unterscheiden sich bei Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Kosten.

Eigenschaft SEPA-Überweisung Standardüberweisung Echtzeitüberweisung SEPA Instant Internationale Überweisung Außerhalb des SEPA-Verfahrens
Währung Euro (EUR) Euro (EUR) Euro oder andere Währungen
Geschwindigkeit In der Regel spätestens am nächsten Bankgeschäftstag Normalerweise maximal 10 Sekunden Abhängig von Zielland, Währung und beteiligten Banken; mehrere Geschäftstage möglich
Verfügbarkeit Verarbeitung nach Bankgeschäftstagen und Annahmefristen Rund um die Uhr, 24/7/365 Abhängig von den Geschäftszeiten und Zahlungssystemen
Zahlungsraum Teilnehmende Länder des SEPA-Raums Erreichbare Teilnehmer am SEPA-Echtzeitverfahren Länder und Banken, für die der jeweilige Zahlungsdienst Zahlungen anbietet
Gebühren Je nach Kontomodell häufig ohne gesonderte Überweisungsgebühr Nicht höher als bei einer vergleichbaren Standardüberweisung Je nach Anbieter, Zielland und Währung; zusätzliche Gebühren möglich
Währungsumrechnung Keine innerhalb einer Euro-Zahlung Keine innerhalb einer Euro-Zahlung Bei unterschiedlichen Währungen erforderlich; Wechselkursaufschläge möglich
Benötigte Kontodaten IBAN und Empfängername IBAN und Empfängername Je nach Zielland z. B. Kontonummer, BIC/SWIFT-Code, Bankkennung und weitere Angaben
Empfängerüberprüfung Für entsprechende Überweisungen im EU-Anwendungsbereich vorgeschrieben Für entsprechende Überweisungen im EU-Anwendungsbereich vorgeschrieben Abhängig vom Verfahren; keine einheitliche SEPA-Empfängerüberprüfung
Rückruf nach Ausführung Rückrufversuch möglich, Erfolg nicht garantiert Wegen sofortiger Ausführung besonders schwierig Abhängig von beteiligten Banken; Rückruf eventuell kostenpflichtig
Typischer Einsatzbereich Miete, Rechnungen, gewöhnliche Euro-Zahlungen Dringende Zahlungen, schnelle private Überweisungen Zahlungen in Fremdwährungen oder außerhalb des SEPA-Verfahrens
Praxisbeispiel Du überweist deine monatliche Miete in Deutschland. Du möchtest sofort Geld an einen Freund senden. Du überweist Geld in US-Dollar auf ein Konto in den USA.

Gut zu wissen: Eine Auslandsüberweisung ist nicht automatisch eine internationale SWIFT-Zahlung

Eine Überweisung von Deutschland nach Österreich oder Frankreich in Euro ist normalerweise eine gewöhnliche SEPA-Überweisung. Auch weitere Länder außerhalb des Euroraums nehmen am SEPA-Verfahren teil. Entscheidend sind das Land, die Währung und das verfügbare Zahlungsverfahren.

Bei einer Echtzeitüberweisung wird das Geld normalerweise innerhalb von zehn Sekunden verfügbar. Bei internationalen Zahlungen außerhalb von SEPA solltest du dagegen die Gesamtkosten einschließlich möglicher Wechselkursaufschläge und die voraussichtliche Überweisungsdauer prüfen.

ZAHLUNGSVERKEHR · ALLTAG · PRAXIS

Überweisungen im Alltag – vier praktische Beispiele

Welche Überweisungsart passt zu welcher Zahlung? Anhand von vier alltäglichen Situationen zeigen wir dir, wie du Geld richtig überweist, welche Angaben benötigt werden und worauf du besonders achten solltest.

01 · REGELMÄSSIGE ZAHLUNG

Monatliche Miete überweisen

Du wohnst in einer Mietwohnung und überweist jeden Monat 850 Euro an deinen Vermieter. Da der Betrag und die Bankverbindung normalerweise gleich bleiben, eignet sich hierfür besonders eine gewöhnliche SEPA-Überweisung.

Statt die Zahlung jeden Monat manuell zu erfassen, kannst du bei deiner Bank einen Dauerauftrag einrichten. Damit wird die Miete regelmäßig zum festgelegten Termin überwiesen. Plane den Ausführungstag so, dass die Zahlung rechtzeitig beim Empfänger eingeht.

Beispielbetrag
850,00 €
Zahlungsrhythmus
Monatlich
Währung
Euro
Benötigte Daten
IBAN, Name, Betrag
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Dauerauftrag

Für regelmäßige Zahlungen mit gleichbleibendem Betrag ist ein Dauerauftrag besonders praktisch. Du sparst dir die monatliche manuelle Überweisung.

02 · SCHNELLE PRIVATZAHLUNG

Geld an Freunde senden

Du warst mit Freunden essen und eine Person hat die gesamte Rechnung übernommen. Deinen Anteil von 42 Euro möchtest du direkt zurückzahlen. Dafür kannst du eine SEPA-Echtzeitüberweisung verwenden.

Du gibst den Namen und die IBAN deines Freundes sowie den Betrag ein. Nach der Empfängerüberprüfung und Freigabe wird das Geld normalerweise innerhalb von maximal zehn Sekunden übertragen – auch abends oder am Wochenende.

Da das Geld sehr schnell beim Empfänger ankommt, solltest du die Kontodaten vor der Freigabe besonders sorgfältig prüfen.

Beispielbetrag
42,00 €
Geschwindigkeit
Normalerweise ≤ 10 Sek.
Verfügbarkeit
Rund um die Uhr
Benötigte Daten
IBAN, Name, Betrag
Sinnvolle Zahlungsart
SEPA-Echtzeitüberweisung

Wenn das Geld sofort beim Empfänger verfügbar sein soll, bietet sich eine Echtzeitüberweisung an. Für nicht dringende Zahlungen reicht auch eine gewöhnliche SEPA-Überweisung.

03 · EUROPAWEITE ZAHLUNG

Rechnung nach Österreich bezahlen

Du hast bei einem Unternehmen in Österreich eine Dienstleistung bestellt und erhältst eine Rechnung über 275 Euro. Auf der Rechnung steht eine österreichische IBAN, die mit AT beginnt.

Obwohl das Empfängerkonto im Ausland geführt wird, benötigst du hierfür normalerweise keine besondere internationale SWIFT-Überweisung. Da Österreich am SEPA-Verfahren teilnimmt und die Zahlung in Euro erfolgt, kannst du eine gewöhnliche SEPA-Überweisung nutzen.

Gib neben der IBAN und dem Empfängernamen unbedingt die angegebene Rechnungsnummer als Verwendungszweck an, damit das Unternehmen die Zahlung richtig zuordnen kann.

Beispielbetrag
275,00 €
Empfängerland
Österreich
Währung
Euro
Benötigte Daten
AT-IBAN, Name, Betrag
Sinnvolle Zahlungsart
Gewöhnliche SEPA-Überweisung

Eine Euro-Überweisung in ein anderes teilnehmendes SEPA-Land funktioniert nach gemeinsamen europäischen Standards. Bei Bedarf kann auch eine SEPA-Echtzeitüberweisung infrage kommen.

04 · INTERNATIONALE ZAHLUNG

Geld in die USA überweisen

Du möchtest 500 US-Dollar auf das Bankkonto eines Empfängers in den USA überweisen. Da die USA nicht zum SEPA-Raum gehören und du in US-Dollar zahlen möchtest, ist eine gewöhnliche SEPA- Überweisung dafür nicht geeignet.

Deine Bank benötigt möglicherweise neben dem Namen und der Kontonummer des Empfängers auch einen SWIFT-/BIC-Code, eine US-Bankkennung beziehungsweise Routing Number oder weitere Angaben.

Zusätzlich solltest du den Wechselkurs und mögliche Überweisungsgebühren beachten. Bei internationalen Zahlungen können außerdem zwischengeschaltete Banken beteiligt sein, sodass die endgültige Gutschrift länger dauern kann.

Beispielbetrag
500,00 USD
Empfängerland
USA
Währung
US-Dollar
Benötigte Daten
Je nach Bank zusätzliche Kennungen
Sinnvolle Zahlungsart
Internationale Auslandsüberweisung

Vergleiche vor der Zahlung die Gesamtkosten aus Überweisungsgebühren, Wechselkursaufschlägen und möglichen Entgelten beteiligter Banken. Prüfe auch den Betrag, der beim Empfänger tatsächlich ankommt.

Welche Überweisungsart solltest du wählen?

Für gewöhnliche Euro-Zahlungen reicht meist eine SEPA-Überweisung. Bei regelmäßig wiederkehrenden Beträgen bietet sich ein Dauerauftrag an. Soll Geld sofort beim Empfänger verfügbar sein, ist eine SEPA-Echtzeitüberweisung besonders praktisch. Bei Zahlungen außerhalb des SEPA-Verfahrens oder in Fremdwährungen solltest du zusätzlich auf Wechselkurse, Gebühren, Bearbeitungszeiten und die erforderlichen Bankdaten achten. Prüfe vor jeder Freigabe die Empfängerangaben sorgfältig.

ZAHLUNGSVERKEHR · DEINE ENTSCHEIDUNG

Welche Überweisungsart passt zu deiner Zahlung?

SEPA-Überweisung, Echtzeitüberweisung oder internationale Auslandsüberweisung? Beantworte sechs kurze Fragen und finde heraus, welcher Zahlungsweg für dein Vorhaben infrage kommt.

Dein Fortschritt 0 von 6 Fragen
01. In welcher Währung möchtest du überweisen?
02. Wo befindet sich das Empfängerkonto?
03. Wie schnell muss das Geld ankommen?
04. Handelt es sich um eine regelmäßige Zahlung?
05. Wie wichtig sind dir möglichst geringe Gebühren?
06. Was möchtest du hauptsächlich bezahlen?

Diese Entscheidungshilfe bietet eine allgemeine Orientierung und keine Prüfung konkreter Bankleistungen. Die Verfügbarkeit einer Überweisungsart hängt unter anderem von den beteiligten Banken, dem Zielland und deinem Kontovertrag ab. Deine Antworten werden ausschließlich lokal im Browser ausgewertet und nicht an uns übertragen.

Häufige Fragen zu Überweisungen

Wie lange dauert eine Überweisung? Welche Angaben benötigst du und kannst du falsch überwiesenes Geld zurückholen? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um SEPA, Echtzeitüberweisungen und den sicheren Zahlungsverkehr.

Wie lange dauert eine normale SEPA-Überweisung?

Eine gewöhnliche elektronische SEPA-Überweisung in Euro muss grundsätzlich spätestens am Ende des nächsten Bankgeschäftstags bei der Empfängerbank eingehen. Entscheidend ist, wann dein Zahlungsauftrag bei deiner Bank als eingegangen gilt.

Wenn du die Überweisung nach dem Annahmeschluss deiner Bank beauftragst, kann sie erst am folgenden Geschäftstag als eingegangen gelten. Wochenenden und Feiertage können deshalb zu einer längeren Wartezeit führen.

Bei einer Echtzeitüberweisung funktioniert die Abwicklung dagegen grundsätzlich rund um die Uhr.

Was ist eine IBAN und wofür benötige ich sie?

Die IBAN ist die International Bank Account Number. Sie dient dazu, ein Zahlungskonto eindeutig zu kennzeichnen und wird für SEPA-Überweisungen verwendet.

Eine deutsche IBAN besteht aus 22 Zeichen und beginnt mit DE. Anschließend folgen zwei Prüfziffern sowie die Bankleitzahl und die Kontonummer in einem festgelegten Format.

Wenn du Geld überweist, benötigt deine Bank die IBAN des Empfängers. Zusammen mit dem Empfängernamen und dem Betrag bildet sie die Grundlage des Zahlungsauftrags. Kontrolliere die IBAN vor jeder Freigabe sorgfältig.

Was ist der Unterschied zwischen SEPA- und Echtzeitüberweisung?

Eine gewöhnliche SEPA-Überweisung wird nach den regulären Bankgeschäftstagen verarbeitet und benötigt grundsätzlich höchstens einen Geschäftstag ab dem maßgeblichen Eingang des Auftrags bei der Bank.

Eine SEPA-Echtzeitüberweisung ist dagegen darauf ausgelegt, den Betrag normalerweise innerhalb von maximal zehn Sekunden beim Empfänger verfügbar zu machen. Das funktioniert auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen.

Echtzeitüberweisungen dürfen nicht mehr kosten als vergleichbare gewöhnliche Überweisungen beim selben Zahlungsdienstleister. Voraussetzung ist, dass der betreffende Zahlungsweg unterstützt wird.

Kann ich eine Überweisung zurückholen oder stornieren?

Eine bereits ausgeführte Überweisung lässt sich nicht einfach wie eine Lastschrift zurückbuchen. Nach dem maßgeblichen Eingang des Überweisungsauftrags bei deiner Bank ist ein Widerruf grundsätzlich nicht mehr frei möglich. Für terminierte Aufträge gelten besondere Regeln.

Wenn du einen Fehler bemerkst, solltest du unverzüglich deine Bank kontaktieren. Sie kann prüfen, ob der Auftrag noch gestoppt oder ein Überweisungsrückruf versucht werden kann. Eine erfolgreiche Rückholung ist jedoch nicht garantiert.

Besonders bei Echtzeitüberweisungen ist schnelles Handeln wichtig, weil das Geld innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger ankommen kann.

Sind SEPA- und Echtzeitüberweisungen kostenlos?

Viele Girokonten ermöglichen gewöhnliche elektronische SEPA-Überweisungen ohne gesonderte Gebühren. Ob tatsächlich Kosten entstehen, hängt jedoch vom Kontomodell und dem Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank ab.

Für Echtzeitüberweisungen gilt, dass sie nicht teurer sein dürfen als eine entsprechende Standardüberweisung beim selben Zahlungsdienstleister.

Bei internationalen Zahlungen können hingegen zusätzliche Gebühren und Wechselkurskosten entstehen. Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber Welche Kosten verursacht ein Girokonto?.

Brauche ich für eine Überweisung ins Ausland einen BIC?

Bei gewöhnlichen SEPA-Euro-Überweisungen innerhalb des entsprechenden europäischen Zahlungsraums reicht dir als Kunde grundsätzlich die IBAN des Empfängers. Ein BIC muss normalerweise nicht zusätzlich eingegeben werden.

Bei internationalen Überweisungen außerhalb des SEPA-Verfahrens können dagegen weitere Bankdaten erforderlich sein. Dazu gehören beispielsweise der BIC beziehungsweise SWIFT-Code, eine nationale Bankkennung, eine Kontonummer oder zusätzliche Empfängerangaben.

Welche Daten benötigt werden, hängt insbesondere vom Zielland, der Währung und der empfangenden Bank ab.

Was passiert, wenn ich eine falsche IBAN eingebe?

Wenn eine IBAN formal ungültig ist, kann deine Bank den Auftrag möglicherweise bereits bei der Eingabe zurückweisen. Eine formal gültige IBAN kann jedoch trotzdem zu einem anderen Konto gehören als dem, das du eigentlich erreichen möchtest.

Seit dem 9. Oktober 2025 müssen die entsprechenden Banken im Euroraum bei gewöhnlichen SEPA- und Echtzeitüberweisungen zwischen Zahlungskonten eine Empfängerüberprüfung durchführen. Dabei werden Empfängername und IBAN miteinander abgeglichen.

Bei einer Abweichung erhältst du einen Hinweis. Du solltest die Zahlung dann zunächst kontrollieren. Wenn du versehentlich an ein falsches Konto überwiesen hast, kontaktiere sofort deine Bank.

Wie kann ich mich vor Überweisungsbetrug schützen?

Überprüfe vor jeder Überweisung den Empfängernamen, die IBAN und den Betrag. Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn dich jemand zu einer sofortigen Zahlung drängt oder plötzlich eine geänderte Bankverbindung mitteilt.

Verlasse dich bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen nicht ausschließlich auf Nachrichten oder E-Mails. Nutze einen unabhängigen Kontaktweg, um die Bankverbindung des Empfängers zu bestätigen.

Die gesetzliche Empfängerüberprüfung kann bestimmte Eingabefehler und Betrugsversuche erkennen helfen. Sie bietet jedoch keinen vollständigen Schutz, wenn du selbst eine Zahlung an einen betrügerischen Empfänger freigibst.

Grundlagen zur sicheren Kontonutzung findest du auch in unserem Girokonto-Leitfaden.

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