Altersvorsorgedepot-Rechner: Was können deine Beiträge und Zulagen bewirken?

Mit dem Altersvorsorgedepot sollen ab 2027 neue Möglichkeiten für die staatlich geförderte private Altersvorsorge verfügbar sein. Doch wie wirken sich deine Einzahlungen, mögliche Zulagen und laufende Kosten auf den langfristigen Kapitalaufbau aus?

Der Altersvorsorgedepot-Rechner macht diese Zusammenhänge sichtbar. Vergleiche unterschiedliche Sparbeiträge und Renditeannahmen und sieh, wie sich dein Vorsorgekapital rechnerisch entwickeln könnte. Die Ergebnisse beruhen auf vereinfachten Annahmen und sind keine garantierte Auszahlung.

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Ab 2027

Start der neuen Produkte

Die Reform ist beschlossen. Neue Altersvorsorgeprodukte sollen ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden. Die konkreten Angebote hängen vom jeweiligen Anbieter ab.

Bis zu 540 €

Grundzulage pro Jahr

Auf die ersten 360 € Eigenbeitrag gibt es 50 % Zulage, auf weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 € jährlich 25 %. Voraussetzung ist die Förderberechtigung.

Bis zu 300 €

Je berechtigtem Kind

Zusätzlich ist eine Kinderzulage von bis zu 300 € pro Kind und Jahr vorgesehen. Die volle Zulage kann bei 300 € jährlichem Eigenbeitrag erreicht werden. Die persönlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Ohne Garantie

Chancen und Verlustrisiken

Das Altersvorsorgedepot ermöglicht Kapitalmarktanlagen ohne verpflichtende Kapitalgarantie. Der Depotwert kann schwanken; Zulagen schützen nicht vor Anlageverlusten.

Informationsstand: 18. Oktober 2026. Vereinfachter Überblick; keine individuelle Prüfung der Förderberechtigung. Quelle: Bundesregierung – Reform der privaten Altersvorsorge .

Zeitplan

Der Weg zum Altersvorsorgedepot

  1. Kabinettsbeschluss

    Das Bundeskabinett beschließt den Gesetzentwurf.

    Abgeschlossen
  2. Bundestag

    Der Bundestag beschließt die Reform mit Änderungen.

    Abgeschlossen
  3. Bundesrat

    Der Bundesrat stimmt zu. Ende Mai tritt die Reform in Kraft.

    Abgeschlossen
  4. Bis zum Produktstart

    Zweite Jahreshälfte 2026

    Übergangsphase zwischen beschlossenem Gesetz und vorgesehenem Start der neuen Produkte.

    Aktuelle Phase
  5. Produktstart

    Ab diesem Zeitpunkt sollen die neuen Altersvorsorgeprodukte angeboten werden.

    Vorgesehen
Einordnung und Quelle zum Zeitplan

Informationsstand: 18. Oktober 2026. Die Statusanzeigen beziehen sich auf diesen Stand und werden nicht automatisch aktualisiert. Die Übergangsphase ist eine zeitliche Einordnung; sie bestätigt keine Zertifizierung eines bestimmten Anbieters. Die Verfügbarkeit einzelner Angebote kann unterschiedlich ausfallen.

Quelle: Bundesregierung – Reform der privaten Altersvorsorge.

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Gleichbleibende Einzahlung. Maximal 570 € monatlich entsprechen 6.840 € pro vollem Beitragsjahr.
Anzahl vollständiger Beitragsjahre bis zum geplanten Ende deiner Ansparphase. Keine Prüfung des zulässigen Auszahlungsbeginns.
Dies ist keine Feststellung deiner Förderberechtigung. Ohne Häkchen wird ohne Zulagen gerechnet. Mittelbare Zulageberechtigung wird nicht abgebildet.
Kinderzulagen berücksichtigen
Pro Kind trägst du die Anzahl aufeinanderfolgender Beitragsjahre ab 2027 ein, für die du selbst die Kinderzulage annehmen möchtest. Keine automatische Prüfung von Kindergeldanspruch oder Zuordnung zu einem Elternteil.
Rendite, Kosten und weitere Annahmen
Konstante Modellannahme, keine erwartete oder garantierte Rendite.
Vereinfachte Kostenquote einschließlich der von dir angesetzten Produkt- und Depotkosten. Kein konkretes Anbieterangebot.
Nur auswählen, wenn die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der Bonus noch nicht beansprucht wurde. Alter und Anspruch werden nicht automatisch geprüft.
So wird gerechnet – Förderregeln und Annahmen

Fördermodell: Die Berechnung setzt bei aktiviertem Häkchen eine unveränderte unmittelbare Zulageberechtigung voraus. Der jährliche Eigenbeitrag muss mindestens 120 € betragen. Die Grundzulage beträgt 50 % auf die ersten 360 € und 25 % auf weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 € jährlich. Maximal werden dadurch 540 € Grundzulage pro Jahr berücksichtigt.

Kinderzulage: Je berücksichtigtem Kind werden 100 % des jährlichen Eigenbeitrags, höchstens 300 €, angesetzt. Derselbe Eigenbeitrag ist die Berechnungsgrundlage für jedes Kind. Die Zulage wird nur für die von dir eingetragenen, aufeinanderfolgenden Anspruchsjahre ab Beginn berücksichtigt, höchstens bis zum Ende der Ansparphase. Ein Anspruch unterhalb des jährlichen Mindestbeitrags wird in diesem Modell nicht angesetzt.

Berufseinsteigerbonus: Bei manueller Auswahl werden einmalig 200 € im ersten Beitragsjahr berücksichtigt, sofern die Förderannahme aktiviert und der Mindestbeitrag erfüllt ist. Voraussetzungen wie die maßgebliche Altersgrenze unter 25 Jahren werden nicht automatisch geprüft.

Zahlungszeitpunkte: Eigene Einzahlungen erfolgen am Monatsende. Zulagen werden vereinfachend am Ende des jeweiligen Beitragsjahres angelegt. Tatsächlich können sie erst später gutgeschrieben werden. Die Hochrechnung kann dadurch höhere Werte ergeben als bei einer verzögerten Gutschrift.

Rendite und Kosten: Der monatliche Entwicklungsfaktor lautet [(1 + jährliche Bruttorendite) × (1 − jährliche Kostenquote)] hoch (1/12). Prozentwerte werden durch 100 geteilt. Beide Vergleichslinien verwenden dieselbe Kosten- und Renditeannahme. Die tatsächliche Kostenverrechnung kann abweichen.

Ergebnis: Der rechnerische Ertrag beziehungsweise Verlust entspricht dem Endvermögen mit Zulagen abzüglich der eigenen Einzahlungen und der angesetzten Zulagen. Alle Beträge sind nominal und vor einer späteren Besteuerung.

Nicht enthalten sind zusätzliche Steuervorteile durch Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung, weitere Sonderförderungen, bestehendes Vertragskapital, Riester-Übertragungen, Inflation, Entnahmen und eine Auszahlungsphase. Es wird keine monatliche Nettorente berechnet. Die Vergleichslinie ohne Zulagen bildet kein reales ungefördertes Depot mit dessen Steuerregeln ab.

Die Förderregeln werden über die gesamte gewählte Laufzeit unverändert fortgeschrieben. Änderungen von Gesetzen, persönlichen Ansprüchen, Beiträgen und Kapitalmarktrenditen werden nicht vorhergesagt. Das Altersvorsorgedepot ist zweckgebunden; ein berechneter Depotwert ist nicht automatisch frei verfügbar. Die Darstellung ist keine Förderzusage, Steuerberechnung oder Anlageempfehlung.

Informationsstand: 18. Oktober 2026. Quellen: target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung und target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesfinanzministerium.

Mein Tipp: Vergleiche auch niedrigere Renditen und höhere Kosten – so erkennst du, wie stark dein rechnerisches Vorsorgekapital von diesen Annahmen abhängt.

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So bedienst du den Altersvorsorgedepot-Rechner

Trage zuerst deinen monatlichen Eigenbeitrag und die Ansparzeit in vollen Jahren ab 2027 ein. Über die Schnellwahltasten kannst du einen Beispielbeitrag auswählen. Der Rechner nimmt an, dass du diesen Betrag während der gesamten Laufzeit jeden Monat einzahlst.

Mit dem Häkchen zur unmittelbaren Zulageberechtigung aktivierst du die Förderberechnung. Diese Auswahl ist eine Annahme und keine Prüfung deines persönlichen Anspruchs. Entfernst du das Häkchen, wird ohne Zulagen gerechnet. Eine mittelbare Zulageberechtigung bildet der Rechner nicht ab.

Kinderzulagen und weitere Annahmen ergänzen

Öffne „Kinderzulagen berücksichtigen“ und füge bei Bedarf ein Kind hinzu. Trage für jedes Kind ein, wie viele aufeinanderfolgende Beitragsjahre ab 2027 du mit einem eigenen Anspruch auf Kinderzulage berücksichtigen möchtest. Der Rechner setzt die Zulage nur für diese Jahre an, höchstens bis zum Ende deiner Ansparphase. Kindergeldanspruch und Zuordnung der Zulage zu einem Elternteil werden nicht automatisch geprüft.

Unter „Rendite, Kosten und weitere Annahmen“ kannst du die jährliche Bruttorendite vor Kosten und die laufende Gesamtkostenquote ändern. Beide Werte gelten für die gesamte Laufzeit. Bereits in deiner Renditeannahme enthaltene Kosten solltest du nicht nochmals abziehen.

Den einmaligen Berufseinsteigerbonus kannst du gesondert auswählen. Aktiviere ihn nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und der Bonus noch nicht beansprucht wurde. Im Modell wird er dem ersten Beitragsjahr zugeordnet.

Die Ergebnisse richtig lesen

Klicke auf „Altersvorsorgedepot berechnen“. Die Ergebniskacheln zeigen dir die angesetzten Zulagen im ersten Jahr, die gesamte Zulagensumme, deine eigenen Einzahlungen und den rechnerischen Ertrag oder Verlust. Außerdem siehst du das Endvermögen mit und ohne Zulagen.

Der Ertrag beziehungsweise Verlust ergibt sich aus dem Endvermögen abzüglich deiner Einzahlungen und der berücksichtigten Zulagen. Die beiden Endwerte sind nominale Modellbeträge nach den angesetzten Kosten und vor einer späteren Auszahlungssteuer. Sie entsprechen keiner frei verfügbaren Netto-Auszahlung.

Den Graphen und die Jahrestabelle nutzen

Der Graph vergleicht die Kapitalentwicklung mit Zulagen in Türkis und ohne Zulagen in Lila. Beide Linien verwenden dieselben Eigenbeiträge sowie dieselben Rendite- und Kostenannahmen. Der Vergleich zeigt damit ausschließlich die Wirkung der berücksichtigten Zulagen.

Bewege die Maus über den Graphen oder wähle mit dem Schieberegler ein Beitragsjahr aus. Darunter erscheinen die jeweiligen Modellwerte. Über „Jährliche Werte als Tabelle anzeigen“ kannst du zusätzlich die Einzahlungen, jährlichen Zulagen und Kapitalstände nachvollziehen.

Die Grenzen der Berechnung beachten

Eigene Beiträge werden am Monatsende eingezahlt. Zulagen werden vereinfachend bereits am Ende des zugehörigen Beitragsjahres angelegt, obwohl die tatsächliche Gutschrift später erfolgen kann. Die Förderregeln und deine angenommene Berechtigung bleiben im Modell unverändert.

Zusätzliche Steuervorteile, Inflation, bestehendes Vertragskapital und die spätere Auszahlungsphase werden nicht berechnet. Die Linie ohne Zulagen ist kein vollständiger Vergleich mit einem normalen ETF-Depot, da dessen abweichende Steuerregeln nicht berücksichtigt werden. Ändere einzelne Angaben und berechne erneut, um verschiedene Annahmen gegenüberzustellen.

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Altersvorsorgedepot oder normales ETF-Depot?

Beide können für einen langfristigen Kapitalaufbau genutzt werden. Sie unterscheiden sich jedoch bei Förderung, Steuern und Verfügbarkeit. Welche Lösung zu dir passt, lässt sich deshalb nicht allein an einem hochgerechneten Depotwert erkennen.

Vergleichspunkt Altersvorsorgedepot ab 2027 Normales ETF-Depot
Zweck Staatlich geförderte private Altersvorsorge mit entsprechenden Vertrags- und Auszahlungsvorgaben. Vermögensaufbau für selbst gewählte Ziele, beispielsweise Altersvorsorge oder größere Anschaffungen.
Staatliche Zulagen Bei erfüllten Voraussetzungen bis zu 540 € Grundzulage jährlich. Kinderzulagen und ein einmaliger Berufseinsteigerbonus können hinzukommen. Keine entsprechenden Altersvorsorgezulagen allein durch das Besparen eines gewöhnlichen ETF-Depots.
Verfügbarkeit Für die Altersvorsorge zweckgebunden. Vorzeitige Verfügungen können förderschädlich sein; gesetzliche Ausnahmen sind gesondert zu prüfen. Verkäufe und Entnahmen grundsätzlich ohne Altersvorsorgebindung möglich. Marktpreise, Handelszeiten und Abwicklung sind zu beachten.
Steuern während des Aufbaus Keine laufende Besteuerung der Kapitalerträge innerhalb des zertifizierten Vertrags. Ein zusätzlicher Steuervorteil durch Sonderausgabenabzug kann infrage kommen. Ausschüttungen, realisierte Gewinne und gegebenenfalls eine Vorabpauschale können steuerpflichtig sein. Freibeträge und die jeweilige Fondsbesteuerung sind zu berücksichtigen.
Steuern bei Auszahlung Auf geförderten Beiträgen beruhende Leistungen werden grundsätzlich nachgelagert besteuert. Bei nicht geförderten Beiträgen ist eine abweichende Behandlung beziehungsweise Aufteilung nötig. Beim Verkauf ist grundsätzlich der steuerlich relevante Gewinn maßgeblich, nicht der gesamte Erlös. Bereits versteuerte Vorabpauschalen und mögliche Teilfreistellungen sind zu berücksichtigen.
Kosten Abhängig vom Vertrag und den enthaltenen Anlagen. Für zertifizierte Standarddepots gilt ein Effektivkostendeckel von 1,0 %; dieser ist kein allgemeiner Preis für jedes Altersvorsorgedepot. Abhängig von Broker, ETF und Nutzung. Produktkosten, mögliche Depot- und Ordergebühren sowie Spreads gehören in den Vergleich.
Auszahlung gestalten Im gesetzlichen und vertraglichen Rahmen, beispielsweise über eine Rente oder einen zulässigen Auszahlplan. Entnahmehöhe und Verkaufszeitpunkte können grundsätzlich selbst bestimmt werden. Eine lebenslange Zahlung entsteht dadurch nicht automatisch.
Kapitalmarktrisiko Beim Depot ohne Garantie sind Wertverluste möglich. Staatliche Zulagen garantieren weder den Kapitalerhalt noch eine bestimmte Rendite. Wertverluste sind ebenfalls möglich. Das Risiko hängt insbesondere von den gewählten ETFs und ihrer Zusammensetzung ab.

Entscheidend ist ein Vergleich auf gleicher Grundlage. Ein Altersvorsorgedepot vor Auszahlungssteuer und ein bereits versteuertes ETF-Depot sind keine unmittelbar vergleichbaren Nettoergebnisse. Auch Kosten, Förderanspruch und die Bindung des Geldes müssen einbezogen werden.

Der Rechner auf dieser Seite zeigt deshalb zunächst dieselbe Kapitalentwicklung mit und ohne Zulagen. Er berechnet keinen vollständigen steuerlichen Produktvergleich. Beide Depotformen können außerdem unterschiedliche Aufgaben innerhalb deiner Finanzplanung übernehmen.

Einordnung und Quellen zum Vergleich

Vereinfachter Überblick für eine private Geldanlage in Deutschland. Die steuerliche Behandlung hängt unter anderem von Beitragsart, Fonds, persönlichen Verhältnissen und den bei Auszahlung geltenden Regeln ab. Informationsstand: 18. Oktober 2026.

Informationsstand: 18. Oktober 2026. Vereinfachte Erläuterungen zum Rechner. Offizielle Informationen: Bundesregierung und Bundesfinanzministerium.

Der Vergleich ist keine persönliche Anlage- oder Steuerberatung und enthält keine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter.

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Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Wie funktioniert die Förderung ab 2027, welche Zulagen berücksichtigt der Rechner und was unterscheidet das Altersvorsorgedepot von einem normalen ETF-Depot? Hier findest du Antworten zu den Voraussetzungen, den Berechnungsannahmen und der Einordnung deiner Ergebnisse.

Was ist das Altersvorsorgedepot und wann startet es?

Das Altersvorsorgedepot ist ein neuer Baustein der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Es ermöglicht eine Kapitalanlage ohne verpflichtende Kapitalgarantie innerhalb eines zertifizierten Vertrags.

Die Reform ist beschlossen. Neue Produkte sollen ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden. Welche Verträge und Anlagen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Prüft der Rechner, ob ich förderberechtigt bin?

Nein. Mit dem Häkchen zur unmittelbaren Zulageberechtigung legst du eine Annahme für die Modellrechnung fest. Deine persönlichen Voraussetzungen werden nicht geprüft.

Ist das Häkchen aktiviert, wird die Berechtigung für die gesamte Ansparzeit vorausgesetzt. Ohne Häkchen wird ohne Zulagen gerechnet. Eine mittelbare Zulageberechtigung bildet der Rechner nicht ab.

Wie wird die jährliche Grundzulage berechnet?

Bei erfüllten Voraussetzungen werden die ersten 360 € jährlicher Eigenbeiträge mit 50 % gefördert. Auf weitere Beiträge bis insgesamt 1.800 € pro Jahr entfallen 25 % Grundzulage.

Bei 150 € monatlich beziehungsweise 1.800 € jährlich ergibt sich damit die maximale Grundzulage von 540 € pro Jahr. Im Rechner werden Zulagen erst ab einem jährlichen Eigenbeitrag von mindestens 120 € angesetzt.

Wie berücksichtigt der Rechner Kinderzulagen?

Für jedes eingetragene Kind setzt der Rechner 100 % des jährlichen Eigenbeitrags an, höchstens 300 € Kinderzulage pro Jahr. Derselbe Eigenbeitrag dient dabei als Grundlage für jedes berücksichtigte Kind.

Du bestimmst pro Kind, wie viele aufeinanderfolgende Beitragsjahre ab 2027 berücksichtigt werden. Die Berechnung endet spätestens mit deiner Ansparphase. Anspruch und Zuordnung der Zulage zu einem Elternteil musst du selbst prüfen.

Wann kann ich den Berufseinsteigerbonus auswählen?

Der Rechner bietet die Möglichkeit, einmalig 200 € Berufseinsteigerbonus im ersten Beitragsjahr anzusetzen. Wähle diese Option nur, wenn du die persönlichen Voraussetzungen erfüllst und der Bonus noch nicht beansprucht wurde.

Voraussetzungen wie die maßgebliche Altersgrenze unter 25 Jahren werden nicht automatisch geprüft. Die Berechnung berücksichtigt den Bonus nur bei aktivierter Förderannahme und erfülltem Mindestbeitrag.

Kann ich mehr als 150 € monatlich einzahlen?

Der Rechner erlaubt Beiträge bis zu 570 € monatlich. Das entspricht bei zwölf Einzahlungen 6.840 € pro vollem Beitragsjahr. Die Grundzulage steigt oberhalb von 1.800 € Jahresbeitrag nicht weiter.

Höhere Beiträge verändern trotzdem das modellierte Endvermögen. Zusätzliche steuerliche Effekte oder die unterschiedliche spätere Besteuerung geförderter und nicht geförderter Beiträge werden hier nicht berechnet.

Wie werden Rendite, Kosten und Zulagen zeitlich berücksichtigt?

Die jährliche Bruttorendite und die Kostenquote werden in einen monatlichen Entwicklungsfaktor umgerechnet. Deine Eigenbeiträge werden jeweils am Monatsende eingezahlt.

Zulagen werden vereinfachend bereits am Ende des zugehörigen Beitragsjahres angelegt. Tatsächliche Gutschriften können später erfolgen. Diese Vereinfachung kann das berechnete Endvermögen gegenüber einer verzögerten Gutschrift erhöhen.

Was zeigen die beiden Linien im Graphen?

Die türkise Linie zeigt die modellierte Kapitalentwicklung mit den berücksichtigten Zulagen. Die lilafarbene Linie verwendet dieselben Eigenbeiträge, dieselbe Rendite und dieselben Kosten, jedoch ohne Zulagen.

Der Vergleich isoliert damit die Wirkung der Zulagen. Er ist kein vollständiger Nettovergleich mit einem normalen ETF-Depot, da dessen abweichende Steuerregeln nicht simuliert werden.

Ist das angezeigte Endvermögen eine garantierte Netto-Auszahlung?

Nein. Das Ergebnis ist ein nominaler Modellwert nach den angesetzten Kosten und vor Auszahlungssteuer. Eine spätere Besteuerung und der Kaufkraftverlust durch Inflation sind nicht eingerechnet.

Auch eine monatliche Rente oder ein Auszahlplan wird nicht berechnet. Das Altersvorsorgedepot ist zweckgebunden; der angezeigte Wert ist nicht automatisch jederzeit frei verfügbar. Wertverluste sind möglich.

Welche weiteren Vorteile und Besonderheiten fehlen in der Berechnung?

Nicht berücksichtigt werden zusätzliche Steuervorteile durch Sonderausgabenabzug und Günstigerprüfung, weitere Sonderförderungen, bestehendes Vertragskapital, Riester-Übertragungen oder die spätere Auszahlungsphase.

Außerdem bleiben Beiträge, Rendite, Kosten und Förderregeln im Modell unverändert. Persönliche Änderungen und künftige Gesetzesänderungen werden nicht vorhergesagt. Der Rechner zeigt deshalb Szenarien, keine individuelle Förderzusage.

Informationsstand: 18. Oktober 2026. Vereinfachte Erläuterungen zum Rechner. Offizielle Informationen: Bundesregierung und Bundesfinanzministerium.

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Altersvorsorgedepot berechnen: Beiträge, Förderung und Kosten gemeinsam betrachten

Wie viel Kapital für deine private Altersvorsorge entstehen könnte, hängt von mehreren Faktoren ab: deinen Einzahlungen, der Anlagedauer, möglichen staatlichen Zulagen und der Wertentwicklung nach Kosten. Der Altersvorsorgedepot-Rechner verbindet diese Größen in einer nachvollziehbaren Modellrechnung. So kannst du untersuchen, welchen Unterschied verschiedene Beiträge und Annahmen langfristig machen.

Das Ergebnis ist kein versprochener Auszahlungsbetrag. Es zeigt einen möglichen Verlauf unter gleichbleibenden Bedingungen. Besonders hilfreich ist deshalb der Vergleich mehrerer Szenarien: Was verändert sich bei einer niedrigeren Rendite, höheren Kosten oder einer kürzeren Ansparzeit?

Eigenbeiträge und staatliche Zulagen unterscheiden

Deine eigenen Einzahlungen bilden die Grundlage des Kapitalaufbaus. Berücksichtigte Zulagen ergänzen diese Beiträge und nehmen nach ihrer angenommenen Gutschrift ebenfalls an der weiteren Wertentwicklung teil.

Der Rechner trennt deshalb Eigenbeiträge, Zulagen und rechnerische Erträge. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine Zulage ist kein Kapitalmarktertrag. Ebenso entspricht der Unterschied zwischen den beiden Vergleichslinien nicht nur der eingezahlten Förderung. Er enthält auch die weitere Entwicklung der angelegten Zulagen.

Ob und in welcher Höhe du tatsächlich Förderung erhältst, hängt von deinen persönlichen Voraussetzungen ab. Die Auswahl im Rechner ersetzt keine Anspruchsprüfung. Bei Kinderzulagen solltest du insbesondere die Zuordnung zu einem Elternteil und die berücksichtigten Anspruchsjahre prüfen.

Beispiel: Altersvorsorgedepot mit und ohne Zulagen

Bei 150 € monatlichem Eigenbeitrag über 30 Jahre zahlst du insgesamt 54.000 € ein. Mit den Voreinstellungen dieses Rechners – 5 % jährliche Bruttorendite, 0,5 % laufende Kosten, angenommene unmittelbare Förderberechtigung und ohne Kinderzulagen oder Berufseinsteigerbonus – ergeben sich folgende Modellwerte:

Bestandteil Rechnerischer Betrag
Eigene Einzahlungen 54.000 €
Berücksichtigte Grundzulagen 16.200 €
Endvermögen mit Zulagen rund 144.378 €
Endvermögen ohne Zulagen rund 111.574 €

Beide Endwerte sind nominal und vor einer späteren Auszahlungssteuer. Der Rechner legt Zulagen vereinfachend bereits am Ende des jeweiligen Beitragsjahres an. Tatsächliche spätere Gutschriften können zu einem niedrigeren Ergebnis führen.

Die Linie ohne Zulagen verwendet dieselben Beiträge, dieselbe Rendite und dieselben Kosten. Sie dient dazu, den Zulageneffekt sichtbar zu machen, und bildet kein gewöhnliches ETF-Depot mit dessen Steuerregeln ab.

Warum Kosten und Laufzeit zum Vergleich gehören

Zulagen allein entscheiden nicht über das spätere Ergebnis. Laufende Kosten verringern das angelegte Vermögen und verändern damit die Grundlage für künftige Erträge. Über eine lange Ansparphase kann sich auch ein kleiner Unterschied in der Kostenquote bemerkbar machen.

Vergleiche deshalb im Rechner unterschiedliche Kostenannahmen bei ansonsten gleichen Eingaben. Einen ausführlicheren Vergleich zweier laufender Kostenquoten bietet dir der Anlagekosten-Rechner.

Auch die Laufzeit beeinflusst das Ergebnis: Zusätzliche Beitragsjahre bedeuten weitere Einzahlungen und mehr Zeit für die Kapitalentwicklung. Wie Einzahlungen und wiederangelegte Erträge zusammenwirken, kannst du ergänzend mit dem Zinseszinsrechner untersuchen. Eine längere Laufzeit garantiert allerdings keine bestimmte Rendite.

Kinderzulagen zeitlich passend einplanen

Eine Kinderzulage sollte nicht automatisch für die gesamte Ansparzeit bis zum Ruhestand fortgeschrieben werden. Im Rechner kannst du deshalb für jedes Kind festlegen, wie viele aufeinanderfolgende Beitragsjahre ab 2027 berücksichtigt werden sollen.

Nach Ablauf dieser Jahre entfällt die angesetzte Kinderzulage im Modell. Bereits eingezahlte Beträge bleiben dagegen im berechneten Vermögen enthalten und entwickeln sich unter den gewählten Annahmen weiter. So lässt sich der Unterschied zwischen einer zeitlich begrenzten Förderung und ihrer längerfristigen Vermögenswirkung erkennen.

Depotwert, Kaufkraft und spätere Auszahlung sind verschiedene Größen

Ein hochgerechneter Depotwert beantwortet noch nicht die Frage, welcher monatliche Nettobetrag dir später zur Verfügung steht. Dafür wären unter anderem die Auszahlungsform, deren Dauer, die Wertentwicklung während der Auszahlung und die persönliche steuerliche Behandlung zu berücksichtigen.

Zusätzlich verändert Inflation die Kaufkraft. Ein Eurobetrag in mehreren Jahrzehnten ist deshalb nicht unmittelbar mit demselben Betrag heute vergleichbar. Mit dem Inflationsrechner kannst du diesen Zusammenhang separat betrachten.

Der Altersvorsorgedepot-Rechner berechnet bewusst die Ansparphase vor Auszahlungssteuer. Zusätzliche Steuervorteile, bestehendes Vertragskapital und eine spätere Nettorente sind nicht enthalten. Auch die rechtliche Verfügbarkeit des Geldes lässt sich nicht aus dem angezeigten Endvermögen ableiten.

Deine Altersvorsorge mit nachvollziehbaren Annahmen planen

Nutze den Rechner, um deine monatlichen Möglichkeiten mit verschiedenen Laufzeiten, Kosten und Renditeannahmen abzugleichen. Dein Haushaltsbudget hilft dir dabei, eine Einzahlung einzuordnen, die du neben laufenden Verpflichtungen und Rücklagen tatsächlich aufbringen kannst.

Für die persönliche Entscheidung gehören außerdem die konkreten Vertragsbedingungen und die jeweils geltenden Förderregeln dazu. Offizielle Informationen findest du bei der Bundesregierung und im Fragenkatalog des Bundesfinanzministeriums.

So dient die Berechnung als Ausgangspunkt für deine Planung: Du erkennst, welche Beträge aus eigenen Beiträgen stammen, welche Förderung angesetzt wird und wie empfindlich das Ergebnis auf veränderte Annahmen reagiert.