ORDERARTEN · PREISGRENZEN · AUSFÜHRUNG & GÜLTIGKEIT
Wie funktioniert eine Limitorder? Kauf- und Verkaufspreise begrenzen
Mit einer Limitorder legst du fest, welchen Preis du beim Kauf höchstens bezahlen oder beim Verkauf mindestens erhalten möchtest. Erfahre, wie die Grenze wirkt, wann günstigere Ausführungen möglich sind und warum dein Auftrag trotzdem offen bleiben kann.
Was ist eine Limitorder?
Eine Limitorder ist ein Wertpapierauftrag mit einer festgelegten Preisgrenze. Beim Kauf bestimmst du den höchsten Preis, den du je Stück bezahlen möchtest. Beim Verkauf legst du den niedrigsten Preis fest, den du akzeptierst.
Der Auftrag darf zu dieser Grenze oder zu einem für dich günstigeren Preis ausgeführt werden. Fehlt eine passende Handelsmöglichkeit, kann er offen bleiben.
Eine Limitorder kontrolliert den akzeptierten Ausführungspreis. Sie garantiert weder die Ausführung noch einen wirtschaftlich günstigen Kauf oder Verkauf.
Du kannst ein Limit beispielsweise für Aktien und viele andere börsengehandelte Wertpapiere verwenden. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt von deinem Broker und dem gewählten Handelsplatz ab.
Kauflimit und Verkaufslimit: dieselbe Idee, unterschiedliche Richtung
Die Wirkung des Limits hängt davon ab, ob du kaufen oder verkaufen möchtest.
| Auftrag | Bedeutung der Preisgrenze | Zulässige Ausführung |
|---|---|---|
| Kauf mit Limit 50 € | Du möchtest höchstens 50 € je Stück bezahlen. | Zu 50 € oder niedriger |
| Verkauf mit Limit 60 € | Du möchtest mindestens 60 € je Stück erhalten. | Zu 60 € oder höher |
Ein Kauflimit ist also eine Obergrenze, ein Verkaufslimit eine Untergrenze.
Die übrigen Angaben deines Auftrags bleiben wichtig: Wertpapier, Stückzahl, Handelsplatz und Gültigkeit müssen ebenfalls stimmen. Den vollständigen Ablauf erklären die Ratgeber zur Kauforder und zur Verkaufsorder.
Wie funktioniert eine Limitorder beim Kauf?
Angenommen, eine Aktie wird aktuell zu einem ausführbaren Verkaufspreis von 51 Euro angeboten. Du möchtest zehn Stück kaufen, aber höchstens 50 Euro je Aktie bezahlen.
Du erteilst deshalb eine Kauforder über zehn Aktien mit einem Limit von 50 Euro.
Solange nur Verkaufsangebote oberhalb dieser Grenze verfügbar sind, darf deine gewöhnliche Limitorder nicht ausgeführt werden. Entsteht später eine passende Handelsmöglichkeit zu 50 Euro oder günstiger, kann ein Kauf erfolgen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du automatisch an der Reihe bist, sobald irgendein Kurs 50 Euro erreicht. Verfügbare Mengen, andere Aufträge und die Regeln des Handelsplatzes spielen ebenfalls eine Rolle.
Ein Kauflimit ist kein fester Kaufpreis
Wird deine Order zu 49,80 Euro ausgeführt, bezahlst du diesen niedrigeren Preis. Du musst nicht allein deshalb 50 Euro bezahlen, weil du diese Grenze eingetragen hast.
Das Limit bestimmt, was du maximal akzeptierst – nicht, was du zwingend bezahlen musst.
Wie funktioniert eine Limitorder beim Verkauf?
Beim Verkauf gilt die umgekehrte Richtung.
Du hältst zehn Aktien und möchtest mindestens 60 Euro je Stück erhalten. Deshalb setzt du ein Verkaufslimit von 60 Euro.
Sind passende Kaufangebote zu 60 Euro oder darüber verfügbar, kann die Order ausgeführt werden. Zu 59 Euro darf sie nicht ausgeführt werden.
Diese Preisbedingung kann allerdings dazu führen, dass du die Aktien weiterhin hältst, während ihr Marktwert sinkt. Ein Verkaufslimit begrenzt daher nicht deinen möglichen Depotverlust. Es begrenzt lediglich, zu welchem Preis der Auftrag verkaufen darf.
Kann eine Limitorder sofort ausgeführt werden?
Ja. Ein Limit muss nicht außerhalb der aktuell verfügbaren Preise liegen.
Wenn du eine Aktie mit einem Kauflimit von 50 Euro erwerben möchtest und ein passendes Verkaufsangebot zu 49,90 Euro verfügbar ist, kann die Order unmittelbar ausgeführt werden.
Dasselbe gilt beim Verkauf: Ein Verkaufslimit von 60 Euro kann sofort zu einem Geschäft führen, wenn passende Käufer mindestens diesen Preis bezahlen.
Die Vorstellung „Mit einem Limit warte ich immer auf einen anderen Kurs“ ist deshalb falsch.
Ein Limit ist eine Preisbedingung und nicht automatisch eine Wartefunktion.
Beispiel: Eine Limitorder kann teilweise ausgeführt werden
Du möchtest 100 Aktien mit einem Kauflimit von 50,10 Euro erwerben. Im vereinfachten fortlaufenden Orderbuch liegen folgende Verkaufsangebote:
| Verfügbare Menge | Preis je Aktie | Innerhalb deines Kauflimits? |
|---|---|---|
| 30 Aktien | 50,00 € | Ja |
| 40 Aktien | 50,10 € | Ja |
| 30 Aktien | 50,30 € | Nein |
Bleiben diese Angebote unverändert verfügbar und kommen keine anderen Aufträge dazwischen, könnten zunächst 70 Aktien gekauft werden:
- 30 × 50,00 Euro = 1.500 Euro
- 40 × 50,10 Euro = 2.004 Euro
- Kaufwert zusammen: 3.504 Euro vor Gebühren
Die übrigen 30 Aktien dürfen nicht zu 50,30 Euro erworben werden. Die Behandlung der offenen Restmenge richtet sich nach den weiteren Orderbedingungen.
Das frei erfundene Beispiel zeigt eine mögliche Teilausführung. Andere Handelsphasen, etwa Auktionen, folgen anderen Preisermittlungsregeln.
Warum wird meine Limitorder nicht ausgeführt?
Ein erreichtes Kursniveau ist keine Ausführungsgarantie. Dafür kommen mehrere Gründe infrage.
Du betrachtest den falschen Preis
Ein letzter Handelspreis beschreibt ein bereits abgeschlossenes Geschäft. Er muss nicht dem aktuell verfügbaren Kauf- oder Verkaufsangebot entsprechen.
Für deinen Kauf sind passende Verkaufsangebote relevant. Für deinen Verkauf brauchst du passende Kaufangebote.
Der Kurs stammt von einem anderen Handelsplatz
Deine Order liegt möglicherweise an einem anderen Ausführungsplatz als dem, dessen Kurs du gerade beobachtest. Preise und verfügbare Mengen können sich unterscheiden.
Die Information ist nicht aktuell
Ein Chart oder eine Kursanzeige kann zeitverzögerte Daten enthalten. Bis zur Übermittlung deiner Order kann sich das Angebot bereits verändert haben.
Andere Aufträge kommen zuerst zum Zug
Im Handel gelten Prioritätsregeln. Bei gleichem Preis kann beispielsweise der Eingangszeitpunkt relevant sein. Reicht die verfügbare Gegenmenge nicht aus, wird deine Order möglicherweise nur teilweise oder gar nicht ausgeführt.
Weitere Bedingungen verhindern die Ausführung
Gültigkeit, Handelsunterbrechungen, besondere Orderzusätze oder fehlende Verfügbarkeit können ebenfalls eine Rolle spielen.
Prüfe deshalb den Status bei deinem Broker, statt allein aus dem Chart auf eine notwendige Ausführung zu schließen.
Was unterscheidet Limitorder und Market-Order?
Eine Market-Order verzichtet auf eine eigene Preisgrenze. Beim Kauf wird sie auch als „billigst“ bezeichnet, beim Verkauf als „bestens“.
| Eigenschaft | Limitorder | Market-Order |
|---|---|---|
| Eigene Preisgrenze | Ja | Nein |
| Ausführung zu mehreren Preisen möglich | Ja, innerhalb des Limits | Ja |
| Auftrag kann unausgeführt bleiben | Ja | Ja |
| Schutz vor einer Ausführung jenseits der eigenen Grenze | Ja | Keine eigene Grenze gesetzt |
| Schutz vor späteren Kursverlusten | Nein | Nein |
Auch eine Market-Order ist keine Zusage für eine sofortige vollständige Ausführung. Eine Limitorder akzeptiert zusätzlich ausdrücklich, dass wegen der Preisbedingung kein Geschäft zustande kommen kann.
Welche Variante passt, hängt davon ab, welche Bedingungen du für deinen Auftrag akzeptierst.
Deckt das Limit auch Gebühren ab?
Normalerweise bezieht sich das Preislimit auf den Stückpreis des Wertpapiers. Es ist keine automatische Obergrenze für die gesamte Kontobelastung.
Bei zehn Aktien mit einem Kauflimit von 50 Euro beträgt der maximale Wertpapier-Kaufwert 500 Euro. Fallen zusätzlich 5 Euro Gebühren an, können insgesamt 505 Euro benötigt werden.
Beim Verkauf ist es entsprechend: Zehn Aktien zu jeweils 60 Euro ergeben 600 Euro Verkaufserlös vor Abzügen. Gebühren und mögliche Steuern können den gutgeschriebenen Betrag mindern.
Vergleiche deshalb immer den Wertpapierpreis und die übrigen Kosten zusammen. Weitere Hintergründe findest du unter Brokerage.
Wie lange bleibt eine Limitorder gültig?
Das Limit bestimmt den Preis. Die Gültigkeit bestimmt, wie lange der offene Auftrag aktiv bleiben darf.
Je nach Anbieter sind beispielsweise möglich:
- Tagesgültig: aktiv bis zum Ende des betreffenden Handelstages.
- Bis zu einem Datum: aktiv längstens bis zum ausgewählten Termin.
- Bis auf Widerruf: aktiv innerhalb der vorgesehenen Anbieter- und Handelsplatzregeln, bis zur Ausführung oder Löschung.
Besondere Ereignisse können außerdem eine Anpassung oder Löschung auslösen. Prüfe dazu die Bedingungen deines Anbieters.
Eine länger gültige Order verdient regelmäßige Aufmerksamkeit. Deine finanzielle Situation oder die Einschätzung des Unternehmens kann sich verändern, während der Auftrag noch offen ist.
Kannst du das Limit nachträglich ändern?
Bei offenen Orders ist eine Änderung je nach Anbieter und Handelsplatz möglich. Manchmal muss der Auftrag stattdessen gestrichen und neu erteilt werden.
Eine Änderung kann außerdem die Stellung der Order in der Ausführungsreihenfolge beeinflussen.
Wichtig ist die Bestätigung: „Änderung beauftragt“ bedeutet nicht, dass die neue Bedingung bereits gilt. Ebenso ist eine angeforderte Streichung noch keine wirksame Löschung.
Erteile deshalb nicht vorschnell einen Ersatzauftrag. Andernfalls könnten mehrere Aufträge aktiv sein und ausgeführt werden.
Bereits erfolgte Teilausführungen bleiben auch dann bestehen, wenn du die Restorder später änderst oder streichst.
Was unterscheidet eine Limitorder von Stop-Limit?
Bei einer gewöhnlichen Limitorder ist die Preisbedingung direkt maßgeblich. Eine Stop-Limit-Order besitzt zusätzlich eine Auslöseschwelle.
Erst wenn der Stop erreicht wird, wird der limitierte Auftrag aktiviert. Danach gilt die festgelegte Preisgrenze.
Ein Beispiel beim Verkauf:
- Stop-Schwelle: 50 Euro
- Verkaufslimit: 49 Euro
Nach der Aktivierung darf zu 49 Euro oder höher verkauft werden. Fällt der Kurs so schnell, dass keine passende Ausführung möglich ist, kann die Position im Depot bleiben.
Stop und Limit erfüllen also unterschiedliche Aufgaben. Prüfe die genauen Auslösebedingungen, bevor du solche Kombinationen verwendest.
Wie legst du eine sinnvolle Preisgrenze fest?
Eine technische Preisgrenze und eine wirtschaftliche Bewertung sind nicht dasselbe.
Ein Kauflimit kann verhindern, dass du mehr als einen bestimmten Stückpreis bezahlst. Es beweist aber nicht, dass die Aktie zu diesem Preis günstig ist. Dafür brauchst du eine nachvollziehbare Einschätzung des Unternehmens und seiner Aussichten, beispielsweise mithilfe der Fundamentalanalyse.
Ein Verkaufslimit wiederum sollte zu deiner Verkaufsabsicht passen. Wenn du Geld zu einem festen Termin benötigst, darfst du nicht darauf vertrauen, dass ein gewünschter Preis rechtzeitig erreicht wird.
Vermeide außerdem ständiges Nachziehen des Limits allein aus Ungeduld. Überprüfe zuerst, ob sich deine sachliche Entscheidungsgrundlage verändert hat.
Was solltest du vor und nach der Order prüfen?
Vor der Freigabe gehören diese Angaben auf deine Prüfliste:
- korrektes Wertpapier und richtige Geschäftsrichtung,
- Stückzahl,
- Handelsplatz und Währung,
- Limit und Gültigkeit,
- Kosten,
- verfügbares Geld beziehungsweise verfügbarer Bestand.
Nach der Auftragserteilung kontrollierst du den Status. Bei einer Ausführung prüfst du Stückzahl, Preise und Abrechnung. Bei einer Teilausführung ist zusätzlich wichtig, was mit der Restmenge geschieht.
Die Bestands- und Kontobuchungen kannst du anschließend in deinem Aktiendepot nachvollziehen.
Fazit: Eine Limitorder kontrolliert den Preis, nicht das Ergebnis
Mit einer Limitorder legst du fest, welchen Stückpreis du beim Kauf höchstens bezahlen oder beim Verkauf mindestens erhalten möchtest. Günstigere Ausführungen sind möglich, eine vollständige Ausführung ist jedoch nicht garantiert.
Preisgrenze, Stückzahl und Gültigkeit wirken zusammen. Ein erreichtes Kursniveau allein sagt noch nicht, dass dein Auftrag ausgeführt werden musste.
Nutze das Limit als bewusst gesetzte Orderbedingung. Es ersetzt weder die Prüfung deiner Anlage noch die Kontrolle von Auftragsstatus und Abrechnung.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar.
Quellen und weiterführende Informationen
- Investor.gov: Grundlagen von Market-, Limit- und Stop-Orders. Investor.gov
- Deutsche Börse: Ordertypen, Ausführungsbedingungen und Gültigkeitsbeschränkungen. cashmarket.deutsche-boerse.com
- Investor.gov: Ausführungspreise und Grenzen verschiedener Orderarten. www.investor.gov
- comdirect: Änderung und Streichung offener Orders sowie erforderliche Bestätigungen. comdirect FAQs
Häufige Fragen zur Limitorder
Wie wirken Kauf- und Verkaufslimits, wann sind günstigere Ausführungen möglich und warum bleibt ein Auftrag manchmal offen? Hier findest du verständliche Antworten zu Preisgrenzen, Gültigkeit und möglichen Teilausführungen.
Was ist eine Limitorder einfach erklärt?
Eine Limitorder ist ein Wertpapierauftrag mit einer Preisgrenze. Beim Kauf legst du den maximal akzeptierten Stückpreis fest, beim Verkauf den Mindestpreis. Die Ausführung darf zum Limit oder günstiger erfolgen. Eine vollständige oder überhaupt stattfindende Ausführung ist nicht garantiert.
Was unterscheidet Kauflimit und Verkaufslimit?
Ein Kauflimit von 50 Euro erlaubt einen Kauf zu höchstens 50 Euro je Stück. Ein Verkaufslimit von 60 Euro erlaubt einen Verkauf zu mindestens 60 Euro je Stück. Die Preisgrenze wirkt somit in unterschiedliche Richtungen. Gebühren sind darin gewöhnlich nicht enthalten.
Kann ich günstiger als zu meinem Kauflimit kaufen?
Ja. Ein Kauflimit ist eine Obergrenze und kein fest zugesagter Kaufpreis. Bei einem Limit von 50 Euro kann eine passende Ausführung beispielsweise zu 49,80 Euro erfolgen. Entsprechend kann ein Verkauf oberhalb des Verkaufslimits zustande kommen.
Kann eine Limitorder sofort ausgeführt werden?
Ja. Wenn die verfügbaren Gegenangebote bereits zu deinem Limit passen, kann eine unmittelbare Ausführung möglich sein. Ein Kauflimit oberhalb eines passenden Verkaufsangebots bedeutet daher nicht, dass der Auftrag erst auf einen Kursanstieg wartet. Entscheidend bleiben Menge, Handelsregeln und weitere Bedingungen.
Warum wird meine Order trotz erreichtem Limit nicht ausgeführt?
Ein angezeigter Kurs kann veraltet sein, einen früheren Abschluss oder einen anderen Handelsplatz betreffen. Außerdem müssen passende Gegenangebote verfügbar sein. Andere Orders können Vorrang haben. Eine kurze Berührung des Limits im Chart beweist deshalb nicht, dass deine gesamte Order ausführbar war.
Sind bei einer Limitorder Teilausführungen möglich?
Ja. Wenn nur ein Teil der gewünschten Stückzahl innerhalb des Limits gehandelt werden kann, ist eine Teilausführung möglich. Die Restmenge bleibt je nach Orderbedingungen offen oder wird gelöscht. Bereits ausgeführte Teile bleiben bestehen. Prüfe auch mögliche Gebühren für mehrere Ausführungen.
Was unterscheidet Limitorder und Market-Order?
Eine Limitorder enthält eine eigene Preisgrenze. Eine gewöhnliche Market-Order verzichtet darauf und zielt auf den nächstmöglichen verfügbaren Preis. Das Limit kann eine für dich ungünstigere Ausführung jenseits dieser Grenze verhindern, dafür aber zum Ausbleiben des Geschäfts führen. Keine der beiden Orderarten garantiert einen Anlagegewinn.
Begrenzt das Limit meine gesamten Kosten?
Normalerweise nicht. Das Limit bezieht sich auf den Stückpreis des Wertpapiers. Bei zehn Aktien mit 50 Euro Kauflimit beträgt der maximale Wertpapier-Kaufwert 500 Euro. Gebühren und gegebenenfalls Währungsumrechnungskosten kommen hinzu. Beim Verkauf können Kosten und mögliche Steuern die Gutschrift mindern.
Wie lange bleibt eine Limitorder gültig?
Das richtet sich nach deiner gewählten Gültigkeit und den Regeln von Anbieter und Handelsplatz. Möglich sind etwa tagesgültige Orders oder eine Gültigkeit bis zu einem Datum. Auch besondere Ereignisse können eine Anpassung oder Löschung auslösen. Prüfe länger offene Aufträge regelmäßig.
Kann ich das Limit nachträglich ändern oder die Order löschen?
Bei offenen Aufträgen ist das je nach Anbieter und Handelsplatz möglich. Ein Änderungs- oder Löschungswunsch muss jedoch erst wirksam werden. Bis zur Bestätigung kann eine Ausführung erfolgen. Änderungen können zudem die Ausführungspriorität beeinflussen. Erteile deshalb nicht vorschnell einen Ersatzauftrag.
Was unterscheidet eine Limitorder von einer Stop-Limit-Order?
Bei einer gewöhnlichen Limitorder gilt die Preisbedingung unmittelbar. Eine Stop-Limit-Order besitzt zusätzlich eine Auslöseschwelle. Erst nach deren Erreichen wird der limitierte Auftrag aktiviert. Das Limit bleibt danach maßgeblich; eine Ausführung kann trotzdem ausbleiben. Die genauen Auslösebedingungen hängen vom Angebot ab.
Schützt ein Limit vor Kursverlusten nach dem Kauf?
Nein. Ein Kauflimit begrenzt den akzeptierten Kaufpreis, nicht die spätere Wertentwicklung. Auch eine unter dem Limit gekaufte Aktie kann stark fallen. Ebenso begrenzt ein Verkaufslimit nicht den Depotverlust, solange die Position wegen fehlender Ausführung weiter gehalten wird.
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