VERMÖGEN EINORDNEN · ZIELE DEFINIEREN · ENTWICKLUNG BERECHNEN
Wo stehst du heute – und was möchtest du erreichen?
Vergleiche dein Haushaltsnettovermögen mit den Werten deiner Altersgruppe in Deutschland. Erfahre, was Median und Durchschnitt aussagen, und berechne anschließend, wie sich dein investierbares Kapital mit Sparrate und angenommenen Renditen entwickeln könnte. Als Orientierung für deinen eigenen Weg – ohne starre Vorgaben, wie viel du in welchem Alter besitzen musst.
VERMÖGEN VERGLEICHEN · EIGENE ZIELE PLANEN
Dein Vermögen einordnen. Deinen Weg berechnen.
Vergleiche einen Haushaltswert mit historischen Vermögensdaten aus Deutschland. Plane anschließend unabhängig davon, wie sich dein investierbares Kapital entwickeln könnte.
1 · STATISTISCHE ORIENTIERUNG
Wie liegt dein Haushalt im Vergleich?
Verglichen wird das Nettovermögen des gesamten Haushalts. Für die Altersgruppe zählt die Person mit dem höchsten Einkommen im Haushalt – nicht automatisch dein eigenes Alter.
Startwerte sind Beispiele. Nettovermögen = berücksichtigte Vermögenswerte minus Schulden. Immobilien zählen mit ihrem geschätzten Marktwert; Kredite werden separat abgezogen. Gesetzliche Rentenansprüche sind nicht enthalten.
Was soll ich beim Haushaltsvermögen berücksichtigen?
Zur PHF-Abgrenzung gehören Sach- und Finanzvermögen: Immobilien, Konten, Depot, Bausparguthaben, erfasste private Versicherungs-/Altersvorsorgeguthaben, Fahrzeuge, Wertgegenstände und Betriebsvermögen. Ziehe offene Schulden ab. Erfasste Betriebswerte sind bereits Nettowerte; darin berücksichtigte Schulden nicht erneut abziehen. Gesetzliche Renten- und vergleichbare nicht kapitalgedeckte Versorgungsansprüche gehören nicht in diese Summe. Es geht nicht nur um frei verfügbares Geld. Für das gleiche Schema zählen die Werte aller Haushaltsmitglieder.
Dein Vergleichsbetrag
–Für den gesamten Haushalt, nach Abzug der Schulden.
Median deiner Altersgruppe
––
Durchschnitt deiner Altersgruppe
–Arithmetischer Mittelwert. Große Vermögen beeinflussen ihn stärker als den Median.
Quelle: Bundesbank PHF 2023, Tabellenanhang, Tabelle 2; veröffentlicht 2025. Nominale Werte aus der Erhebung 2023, keine heutigen Vermögensstände. Ein heute eingegebener Betrag wird nicht auf 2023 zurückgerechnet. Der Vergleich ist daher eine Orientierung, kein aktueller Vermögensrang und kein Sollwert.
Alle Altersgruppen anzeigen
| Alter | Median | Durchschnitt |
|---|
2 · DEINE MODELLRECHNUNG
Was könnte aus deinem investierbaren Kapital werden?
Dieser Teil rechnet mit deinem eigenen Anlagehorizont. Er übernimmt kein Haushaltsvermögen aus dem Vergleich. Trage nur den Betrag ein, den du in diesem Szenario tatsächlich anlegen möchtest.
Alle Startwerte sind frei gewählte Beispiele. Rendite und Inflation sind konstante Annahmen, keine Prognosen. Zielalter 67 ist eine änderbare Eingabe, keine Berechnung deines gesetzlichen Rentenbeginns. Vor Steuern und zusätzlichen Kosten.
Rechnerisches Endkapital
––
Davon selbst eingebracht
–Startkapital plus monatliche Einzahlungen. Nicht inflationsbereinigt.
Endkapital in heutiger Kaufkraft
–Nominales Endkapital, bereinigt um die angenommene Inflation über die Laufzeit.
Dein möglicher Vermögensverlauf
Gleichmäßige Modellkurven, kein möglicher tatsächlicher Börsenverlauf. Auch die konstante Renditeannahme ist unsicher. Die Tabelle enthält die vollständigen Jahreswerte.
Jahreswerte der Sparplanung anzeigen
| Alter | Selbst eingebracht | Kapital nominal | Heutige Kaufkraft |
|---|
EINORDNEN STATT BEWERTEN
Ein Vergleich ist keine Vorgabe für dein Leben.
Haushalte unterscheiden sich
Alter allein erklärt nicht das Vermögen. Einkommen, Haushaltsgröße, Erbschaften, Wohnsituation und Lebensereignisse spielen ebenfalls eine Rolle.
Vermögen ist nicht gleich Liquidität
Ein Eigenheim oder ein Fahrzeug kann zum Nettovermögen gehören. Es ist deshalb noch kein frei verfügbares Guthaben für Ausgaben oder Wertpapierkäufe.
Dein Ziel bleibt individuell
Ein Wert unter dem Median ist keine Bewertung deiner Entscheidungen. Ebenso bedeutet ein höherer Betrag nicht automatisch, dass deine Altersvorsorge ausreicht.
Passend dazu: Kaufkraft und Realzins verstehen · Wunschdividende berechnen.
Datenstand, Berechnung und Quellen
Vergleichsdaten: Deutsche Bundesbank, PHF 2023, Tabellenanhang Tabelle 2 „Brutto- und Nettovermögen sowie Verschuldung gesamt und nach Eigenschaften des Haushalts“, Datenstand März 2025. Referenzperson: Person mit dem höchsten Einkommen im Haushalt; bei Gleichstand wird in der Studie eine Person zufällig ausgewählt. Die hier verwendete Altersdefinition ist nicht die Altersdefinition der IW-Auswertung nach ältester Haushaltsperson.
Die sieben Altersgruppen werden unverändert übernommen. Innerhalb eines Bandes wird nicht interpoliert; es gibt keinen veröffentlichten exakten Median für jedes einzelne Lebensalter in dieser Tabelle. Werte sind nominal aus der Erhebung 2023. Es wird keine aktuelle oder individuell inflationsbereinigte Vermögensverteilung berechnet. Befragungen und Schätzungen von Marktwerten sind mit Unsicherheiten verbunden. Sehr hohe Vermögen werden in Haushaltsbefragungen typischerweise untererfasst.
Sparplanung: Die eingegebene Rendite wird als effektive konstante Jahresrendite behandelt. Monatlicher Faktor q = (1 + Jahresrendite / 100) hoch (1 / 12). Jeden Monat wird zuerst das vorhandene Kapital mit q multipliziert und anschließend die Sparrate am Monatsende eingezahlt. Bei null Rendite wird nur addiert. Die Sparrate bleibt nominal konstant. Es gibt keine Entnahmen, keine Sparratenerhöhungen und keine gesonderten Ausschüttungen; angenommene Erträge verbleiben im Kapital.
Selbst eingebracht = Startkapital + Anzahl Monate × Sparrate. Modellgewinn/-verlust = Endkapital minus selbst eingebrachtes Kapital. Heutige Kaufkraft = Endkapital ÷ (1 + Inflation / 100) hoch Laufzeit in Jahren. Das ist keine Netto- oder Steuerberechnung. Renditeannahmen sollten konsistent gewählt werden; bereits darin enthaltene Produktkosten nicht erneut abziehen. Weitere Steuern und Kosten werden nicht automatisch berücksichtigt.
Recherche und technische Fassung: 29.10.2026. Vergleichsdaten sind eingebettet und aktualisieren sich nicht automatisch. Alle Eingaben und Berechnungen bleiben in diesem Rechner im Browser; keine API, kein Tracking und keine Speicherung durch den Rechner. Andere Funktionen der einbettenden Website sind davon unabhängig.
So nutzt du den Vermögensrechner
1. Haushaltsvermögen vergleichen:
Trage das Alter der einkommensstärksten Person in deinem Haushalt und euer gesamtes Nettovermögen ein. Dazu zählen beispielsweise Kontoguthaben, Wertpapiere und Immobilien abzüglich offener Schulden. Der Rechner zeigt dir Median und Durchschnitt der passenden Altersgruppe. Die Vergleichswerte stammen aus der Bundesbank-Erhebung 2023 und dienen als historische Orientierung.
2. Deine Sparplanung berechnen:
Gib unabhängig davon dein investierbares Startkapital, deine monatliche Sparrate sowie dein heutiges Alter und dein Zielalter ein. Wähle anschließend Annahmen für Rendite und Inflation. Die Ergebnisse aktualisieren sich automatisch.
3. Ergebnisse einordnen:
Die Kacheln zeigen dein rechnerisches Endkapital, deine eigenen Einzahlungen und die verbleibende Kaufkraft. Im Diagramm siehst du den modellhaften Verlauf. Die aufklappbare Jahrestabelle liefert die einzelnen Werte.
Probiere verschiedene Eingaben aus, um ihren Einfluss zu verstehen. Die Sparplanung berücksichtigt keine Steuern oder zusätzlichen Kosten und ist keine Vorhersage der tatsächlichen Wertentwicklung.
DEINE FRAGEN · VERSTÄNDLICH ERKLÄRT
Häufige Fragen zum Vermögensrechner
So ordnest du den Vermögensvergleich und deine persönliche Sparplanung ein.
Wie viel Vermögen sollte ich in meinem Alter haben?
Es gibt keinen Betrag, den du in einem bestimmten Alter erreicht haben musst. Einkommen, Haushaltsgröße, Wohnsituation, Erbschaften und Lebensereignisse beeinflussen das Vermögen. Die Vergleichswerte liefern eine statistische Orientierung. Ob dein Vermögen zu deinen Zielen passt, hängt auch von deinen Ausgaben, Verpflichtungen und deiner weiteren Planung ab.
Vergleicht der Rechner mein persönliches Vermögen oder das meines Haushalts?
Der Vergleich bezieht sich auf das Nettovermögen des gesamten Haushalts. Berücksichtige deshalb die Vermögenswerte und Schulden aller Haushaltsmitglieder. Dein persönliches Depot allein ist damit nur dann vergleichbar, wenn es das relevante Vermögen deines Haushalts vollständig abbildet.
Welches Alter muss ich für den Haushaltsvergleich eingeben?
Für die Altersgruppe zählt die Person mit dem höchsten Einkommen im Haushalt. Das ist die Altersdefinition der hier verwendeten Bundesbank-Tabelle. Trage daher nicht automatisch dein eigenes Alter oder das Alter der ältesten Person ein. Bei gleichem höchsten Einkommen wird die Referenzperson in der Studie zufällig ausgewählt; liegen die Personen in unterschiedlichen Altersgruppen, kannst du beide Gruppen zur Orientierung betrachten.
Was zählt zum Nettovermögen?
Nettovermögen bedeutet: berücksichtigte Vermögenswerte minus Schulden. Dazu gehören unter anderem Kontoguthaben, Wertpapiere, Immobilien, Fahrzeuge, Wertgegenstände sowie erfasste private Versicherungs- und Altersvorsorgeguthaben. Auch Betriebsvermögen kann dazugehören. Immobilien zählen mit ihrem geschätzten Marktwert; offene Immobilienkredite werden abgezogen. Bereits in Nettobetriebswerten enthaltene Schulden solltest du nicht erneut abziehen.
Gesetzliche Rentenansprüche gehören nicht zur Vermögenssumme dieses Vergleichs. Ein Teil deines Nettovermögens kann gebunden sein und steht dir daher nicht unmittelbar für Ausgaben oder Anlagen zur Verfügung.
Was unterscheidet Median und Durchschnitt?
Der Median liegt in der Mitte der Vermögensverteilung: Eine Hälfte der Haushalte besitzt weniger, die andere mehr. Für den Durchschnitt werden die Vermögenswerte zusammengerechnet und durch die Anzahl der Haushalte geteilt. Sehr große Vermögen beeinflussen den Durchschnitt stärker. Deshalb kann er deutlich über dem Median liegen.
Wie aktuell sind die Vergleichswerte?
Der Rechner verwendet Daten der Bundesbank-Vermögensbefragung PHF 2023, die 2025 veröffentlicht wurden. Die Beträge beschreiben die damalige Situation und sind keine aktuellen Vermögensstände. Deine Eingabe wird nicht auf das Preisniveau von 2023 zurückgerechnet. Die Vergleichsdaten sind fest hinterlegt und aktualisieren sich nicht automatisch.
Zeigt mir der Rechner, zu den reichsten wie viel Prozent ich gehöre?
Nein. Der Rechner zeigt deinen Abstand zu Median und Durchschnitt der jeweiligen Altersgruppe. Daraus lässt sich kein genauer Vermögensrang und kein persönliches Perzentil ableiten. Innerhalb der Altersgruppen wird außerdem kein eigener Vergleichswert für jedes einzelne Lebensalter berechnet.
Kann ich ein negatives Nettovermögen eingeben?
Ja. Wenn die berücksichtigten Schulden höher sind als die Vermögenswerte, ist das Nettovermögen negativ. Diesen Betrag kannst du im Haushaltsvergleich eingeben. Für die separate Sparplanung wird dagegen ein Startkapital von mindestens null Euro verwendet; sie berechnet keine Schuldentilgung.
Warum gibt es für die Sparplanung ein eigenes Startkapital?
Das Haushaltsvermögen kann beispielsweise eine selbst genutzte Immobilie oder Fahrzeuge enthalten. Solche Werte lassen sich nicht automatisch wie ein Depot verzinsen. Trage in der Sparplanung deshalb nur den Betrag ein, den du im gewählten Szenario tatsächlich investieren möchtest. Der Rechner übernimmt keine Werte aus dem Haushaltsvergleich.
Wie berechnet der Rechner die Entwicklung meines Kapitals?
Aus deiner angenommenen effektiven Jahresrendite wird ein monatlicher Wachstumsfaktor berechnet. Jeden Monat wird zuerst das vorhandene Kapital damit multipliziert und anschließend deine Sparrate eingezahlt. Die Sparrate bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Angenommene Erträge verbleiben im Kapital; zusätzliche Ausschüttungen werden nicht separat hinzugerechnet.
Die Berechnung endet beim eingegebenen Zielalter. Dieses ist frei wählbar und stellt keine Berechnung deines gesetzlichen Rentenbeginns dar.
Welche Rendite sollte ich eingeben?
Die passende Annahme hängt von der betrachteten Anlage und ihren Risiken ab. Die auswählbaren Renditen sind lediglich Beispielszenarien und keine Empfehlungen. Vergleiche mehrere Annahmen, darunter auch eine niedrige oder negative Rendite. Ein gleichmäßiger Modellverlauf bildet tatsächliche Kursschwankungen und Verluste nicht ab.
Was bedeutet „Endkapital in heutiger Kaufkraft“?
Dieser Wert zeigt, welche Kaufkraft das rechnerische Endkapital nach der angenommenen Inflation noch hätte – ausgedrückt im heutigen Preisniveau. Bei positiver Inflation liegt er unter dem nominalen Endkapital. Es handelt sich um eine Modellrechnung mit einer konstanten Inflationsannahme, nicht um die Vorhersage künftiger Preise.
Sind Steuern und Kosten berücksichtigt?
Steuern und zusätzliche Kosten werden nicht automatisch abgezogen. Die ausgewiesenen Ergebnisse sind daher keine Nettobeträge. Wenn du bereits eine Rendite nach bestimmten Produktkosten eingibst, sind diese in deiner Annahme enthalten und sollten nicht nochmals abgezogen werden. Deine tatsächlichen Erträge können durch Steuern, Gebühren und weitere Kosten niedriger ausfallen.
Werden meine Eingaben gespeichert oder übertragen?
Der Rechner selbst verarbeitet deine Eingaben direkt in deinem Browser. Er speichert sie nicht und sendet sie nicht an einen Berechnungsdienst. Andere Funktionen dieser Website sind davon unabhängig; Informationen dazu findest du in der Datenschutzerklärung.
Die Ergebnisse dienen der Orientierung. Sie bewerten weder deine persönliche Lebenssituation noch garantieren sie eine künftige Vermögensentwicklung. Datenquellen und Rechenweg findest du im aufklappbaren Hinweisbereich des Rechners.
Vermögen nach Alter: Orientierung finden und deinen eigenen Weg planen
Wie viel Vermögen ist mit 30, 40 oder 50 Jahren üblich? Diese Frage ist verständlich – schließlich fehlt bei den eigenen Finanzen oft ein Vergleichsmaßstab. Gleichzeitig verrät eine Zahl allein wenig darüber, wie gut du finanziell aufgestellt bist. Entscheidend ist auch, wie dein Vermögen zusammengesetzt ist, welche Verpflichtungen du hast und welche Ziele du erreichen möchtest.
Der Vermögensrechner hilft dir, diese Perspektiven zusammenzubringen: Der Haushaltsvergleich liefert eine statistische Orientierung. Mit der separaten Sparplanung kannst du anschließend untersuchen, wie sich dein investierbares Kapital unter verschiedenen Annahmen entwickeln könnte.
Was dein Vermögen über deine finanzielle Situation aussagt
Dein Nettovermögen beschreibt den Unterschied zwischen deinen Vermögenswerten und deinen Schulden. Es zeigt damit mehr als ein Kontostand oder der Wert deines Depots. Ein Haushalt mit einer Immobilie und einem hohen Kredit kann finanziell anders aufgestellt sein als ein Haushalt mit einem kleineren, dafür frei verfügbaren Wertpapiervermögen.
Für die Einordnung lohnt sich deshalb ein genauerer Blick: Welcher Teil deines Vermögens ist kurzfristig verfügbar? Welche Beträge sind langfristig gebunden? Und welche Schulden stehen den vorhandenen Werten gegenüber?
Auch deine laufenden Einnahmen und Ausgaben gehören zum Gesamtbild. Sie entscheiden mit darüber, welchen finanziellen Spielraum du heute hast und wie viel du künftig zurücklegen kannst.
Warum der Vergleich nach Altersgruppen Grenzen hat
Menschen starten unter unterschiedlichen Bedingungen in den Vermögensaufbau. Ausbildung, Berufseinstieg, Familiengründung, Pflege von Angehörigen oder eine Selbstständigkeit können den finanziellen Verlauf prägen. Hinzu kommen Unterschiede bei Einkommen, Wohnkosten und möglichen Erbschaften.
Ein statistischer Vergleich kann diese persönlichen Umstände nicht vollständig abbilden. Außerdem beziehen sich die hier verwendeten Werte auf ganze Haushalte. Ein Einpersonenhaushalt und ein Haushalt mit mehreren Erwachsenen können deshalb derselben Altersgruppe angehören, obwohl ihre wirtschaftlichen Voraussetzungen deutlich voneinander abweichen.
Nutze Median und Durchschnitt als Orientierung, ohne daraus eine persönliche Vorgabe abzuleiten. Ein Betrag unter dem Median bedeutet nicht automatisch, dass du finanziell schlecht aufgestellt bist. Umgekehrt sagt ein hoher Vermögenswert allein noch nicht, ob deine Rücklagen und deine Altersvorsorge zu deinen Bedürfnissen passen.
Vom Vermögensvergleich zu deinen eigenen Zielen
Für deine weitere Planung ist die Frage hilfreich, welche Aufgaben dein Vermögen erfüllen soll. Möchtest du einen finanziellen Puffer aufbauen, später weniger arbeiten oder langfristig zusätzliche Erträge erzielen? Unterschiedliche Ziele benötigen unterschiedliche Zeiträume und unterschiedlich viel verfügbares Kapital.
Trenne dabei kurzfristige Rücklagen von Geld, das du langfristig investieren möchtest. Ein Betrag, den du voraussichtlich bald benötigst, erfüllt eine andere Aufgabe als Kapital für einen viele Jahre entfernten Lebensabschnitt. Diese Unterscheidung hilft dir auch dabei, die Eingaben im Rechner sinnvoll zu wählen.
Das Startkapital deiner Sparplanung sollte deshalb zu deinem tatsächlichen Vorhaben passen. Der Marktwert einer selbst genutzten Immobilie gehört beispielsweise zum Haushaltsvermögen, steht aber nicht automatisch für einen Wertpapiersparplan zur Verfügung.
Sparrate, Zeit und Rendite gemeinsam betrachten
Beim langfristigen Vermögensaufbau wirken mehrere Größen zusammen. Dein Startkapital bildet die Ausgangsbasis. Deine Sparrate erhöht regelmäßig den selbst eingebrachten Betrag. Die angenommene Rendite beeinflusst, wie sich das vorhandene Kapital im Modell entwickelt.
Verändere diese Größen einzeln, um ihre Wirkung besser zu verstehen. Was passiert, wenn du monatlich etwas mehr zurücklegst? Wie verändert ein späteres Zielalter das Ergebnis? Und wie sieht die Planung bei einer niedrigeren Rendite aus?
Besonders aufschlussreich ist ein Vergleich mehrerer Szenarien. Dadurch erkennst du, wie stark dein rechnerisches Ziel von unsicheren Annahmen abhängt. Ein gleichmäßiger Verlauf im Diagramm entsteht durch die Berechnung; tatsächliche Wertentwicklungen können erheblich schwanken.
Die Kaufkraft gehört zu jeder langfristigen Planung
Ein künftiger Eurobetrag lässt sich nicht unmittelbar mit dem gleichen Betrag von heute vergleichen. Steigende Preise können dazu führen, dass du später mehr Geld für einen ähnlichen Lebensstandard benötigst.
Deshalb zeigt dir der Rechner neben dem nominalen Endkapital auch dessen rechnerischen Wert in heutiger Kaufkraft. Diese zweite Perspektive hilft dir, ein scheinbar großes Ergebnis einzuordnen. Auch sie beruht auf einer Annahme: Die tatsächliche Inflation wird nicht jedes Jahr gleich ausfallen.
Für deine Planung ist es daher sinnvoll, sowohl die Rendite als auch die Inflation zu verändern. So erhältst du ein besseres Gefühl dafür, unter welchen Bedingungen dein Kapital wachsen könnte und welche Kaufkraft davon übrig bliebe.
Dein Fortschritt braucht keinen fremden Maßstab
Ein Vermögensvergleich ist ein Ausgangspunkt für weitere Überlegungen. Die wichtigsten nächsten Schritte ergeben sich aus deiner eigenen Situation: einen Überblick schaffen, Verpflichtungen berücksichtigen, passende Rücklagen bilden und einen tragfähigen Sparbetrag festlegen.
Prüfe deine Planung erneut, wenn sich Einkommen, Ausgaben oder Ziele verändern. Dabei darfst du Annahmen korrigieren und deinen Weg anpassen. Für deinen langfristigen Fortschritt zählt vor allem, dass deine finanziellen Entscheidungen zu deinem Leben passen und dauerhaft umsetzbar bleiben.
